Fit und gesund 2015: Wie (gut) funktioniert die Blutgruppendiät?

Bei vielen Diäten gelten ein stabiler Blutzuckerspiegel oder die verminderte Aufnahme von Fetten als Mittel zum Erfolg. Bei der Blutgruppendiät steht jedoch die individuelle Blutgruppe im Fokus, nach der laut Erfinder Peter D’Adamo bestimmte Lebensmittel gegessen oder vermieden werden sollen. Wie funktioniert die Diät, und bestimmt die persönliche Blutgruppe wirklich, was wir essen dürfen?

BlutgruppendiätWas ist das Prinzip der Blutgruppendiät?

Der Erfinder der Blutgruppendiät, der Naturheilkundler Peter D’Adamo, ist überzeugt davon, dass sich eine ideale und gesunde Ernährung nach der Blutgruppe eines Menschen richtet. Vor allem die verschiedenen Eiweißarten werden laut D’Adamo von jedem anders aufgenommen und verarbeitet. Bei der Blutgruppendiät werden die vier Blutgruppen unterschieden: A, B, AB und Null. Laut D’Adamo war die erste Blutgruppe, die unsere Vorfahren hatten, die Blutgruppe Null. Als einige Stämme und Völker erste Siedlungen bauten, ihr Leben als Nomaden aufgaben und Landwirtschaft betrieben, soll sich die Blutgruppe A gebildet haben. Nomadenvölker dagegen bildeten die Blutgruppe B heraus. Durch eine Vermischung entstand die Blutgruppe AB.

Wie funktioniert die Blutgruppendiät?

Je nach Blutgruppe sollen laut D’Adamo bestimmte Lebensmittel bevorzugt gegessen oder vermieden werden. Wichtig sind bei der Einordnung die Lebensumstände unserer Vorfahren: Was aßen zum Beispiel Nomaden, also Jäger und Sammler, die Blutgruppe Null hatten? Ebenso wichtig ist es, besonders natürliche und ursprüngliche Nahrungsmittel mit wenigen Zusatzstoffen zu essen – genau wie es unsere Vorfahren taten.
Wer Blutgruppe Null hat, soll laut D’Adamo das essen, was die Vorfahren mit derselben Blutgruppe zur Verfügung hatten: Früchte, Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse. Weizen, Getreide und Hülsenfrüchte sollen hingegen gemieden werden.
Bei Blutgruppe A sieht es da anders aus: Unsere Vorfahren mit dieser Blutgruppe betrieben Ackerbau und ernährten sich hauptsächlich vegetarisch. Daher rät D’Adamo Menschen mit Blutgruppe A zu einer überwiegend vegetarischen Ernährung mit wenig Fisch, dafür mit viel Obst und Gemüse.
D’Adamo nimmt an, dass sich die Blutgruppe B in Eurasien bildete, weswegen jeder mit dieser Blutgruppe viel Fleisch, aber auch Milch und Käse essen sollte. Getreide und Hülsenfrüchte sollten wie bei der Blutgruppe Null vermieden werden. Grünes Gemüse, tierisches Eiweiß aus Eiern, Lamm-, Kaninchen- und Wildfleisch seien dagegen gut bekömmlich.
Wer die Blutgruppe AB hat, kann sowohl tierisches Eiweiß als auch Getreide und Obst und Gemüse essen.

Funktioniert die Blutgruppendiät wirklich?

D’Adamo stellte sein Diätkonzept 1996 in dem Bestseller „Vier Blutgruppen – Vier Strategien für ein gesundes Leben“ vor. Die Kritik an der Diät reißt jedoch nicht ab. So gibt es laut mehreren Studien keinen Beweis für einen Nutzen der Blutgruppendiät. Da sich die meisten Deutschen nicht nach ihrer individuellen Blutgruppe ernähren, jedoch laut Statistiken immer älter werden, kann kein Zusammenhang zwischen dieser speziellen Diät und der allgemeinen Gesundheit gesehen werden. Darüber hinaus hat D’Adamo bei der Einordnung der Lebensmittel in Kategorien Fehler begangen. So sollen laut der Diät die Blutgruppen Null, A und AB Milchprodukte meiden. In Deutschland würde das mehr als 80% der Bevölkerung betreffen. In Asien dagegen ist die Blutgruppe B am stärksten vertreten, also die Blutgruppe, die laut D’Adamo Milchprodukte zu sich nehmen sollte. Dort jedoch ist die Milchzuckerunverträglichkeit sehr hoch.
Für manche Menschen kann die Blutgruppendiät sogar gefährlich werden: Je nach Blutgruppe werden zum Teil sehr hohe Eiweißwerte angesetzt, die Gicht und andere Krankheiten begünstigen können. Denn anders als das Wort „Diät“ vermuten lässt, setzt D’Adamo bei seinem Konzept auf eine dauerhaft veränderte Ernährungsweise. Sol soll der Körper in Einklang gebracht und gleichzeitig das Gewicht gesund reduziert werden. Als Ökotrophologin rate ich Ihnen daher von der Blutgruppendiät ab. Es ist natürlich richtig und gut, auf möglichst natürliche Lebensmittel zurückzugreifen und genau auf den eigenen Körper zu hören. Allerdings sollten Sie, solange Sie keine Unverträglichkeiten haben, von allen Lebensmittelgruppen etwas essen: Also viel Obst und Gemüse, Vollkornprodukte, Fleisch, Fisch und gesunde Fette. Regelmäßige Bewegung hilft darüber hinaus, den Körper gesund zu halten.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.

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Es gibt viele Gründe zu Wandern

Egal ob in den Alpen oder im Mittelgebirge: Regelmäßig zieht es Tausende Deutsche raus in die Natur zum Wandern. Und dafür gibt es mehr gute Gründe als Sie vielleicht denken, denn Wandern beschert Ihnen nicht nur tolle Aussichten, sondern ist gleichermaßen Balsam für Körper und Seele. Wir haben die größten Vorteile für Sie zusammengefasst.

Wandern 2015Wandern ist sanfter Ausdauersport

Der Mythos, dass Wandern kein Sport ist, hält sich hartnäckig. Zu Unrecht, denn etwa bei der Kalorienverbrennung muss sich Wandern keinesfalls vor anderen Sportarten verstecken: Abhängig vom Terrain verbraucht ein Wanderer zwischen 350 und 550 Kalorien pro Stunde, also nur ein Drittel weniger als durch Jogging. Wanderer bewegen sich aber meist deutlich länger und bewältigen in drei bis fünf Stunden Strecken zwischen 10-20 Kilometern. Zusätzlich stärkt die konstante Bewegung das Herz-Kreislauf System, verbessert die Blutwerte, bringt den Stoffwechsel auf Trab und stärkt Ihre Muskeln und Knochen. Die positiven Effekte des Wanderns wurden mittlerweile auch von vielen Krankenkassen anerkannt: Wer regelmäßig wandert, kann an attraktiven Bonusprogrammen teilnehmen und sogar Geld sparen.

Wandern ist gesellig

Wer sich einmal gemeinsam mit Freunden einen besonders anstrengenden Anstieg heraufgekämpft hat oder abends in einer geselligen Hütte eingekehrt ist, der hat wahrscheinlich die besondere Gemeinschaftlichkeit des Wanderns erlebt. Immer wieder tauscht man sich mit Gleichgesinnten über die Strecke, das Wetter oder das jeweilige Ziel aus, ohne sich zu Small Talk verpflichtet zu fühlen. Wenn Sie in Ihrem Freundeskreis keine Wanderer haben, finden Sie beim Deutschen Wanderverband oder auch dem Deutschen Alpenverein schnell Anschluss. Aber auch alleine ist Wandern ein besonderes Erlebnis und ideal wenn Sie einmal den Kopf frei bekommen möchten.

Wandern als intensives Naturerlebnis

Einer der besten Gründe zu Wandern ist natürlich der direkte Kontakt mit der Natur. Denn wer sich leise zu Fuß fortbewegt, sieht und hört seine Umwelt in allen Details. Diese Ruhe ist es, die für viele Menschen einen wichtigen Gegenpol zu ihrem hektischen Alltag in der Stadt bildet. Insbesondere die Atmosphäre im Wald gilt als besonders stressreduzierend und kann die Grundstimmung über mehrere Tage nachweislich positiv beeinflussen – kein Vergleich also zu einem stickigen und überfüllten Fitnesscenter.

Wie beginne ich am besten mit dem Wandern?

Im Gegensatz zu vielen anderen Natursportarten ist der Einstieg ins Wandern nur mit geringen Kosten verbunden. Neben Wanderschuhen, ein paar Wandersocken und einem geeigneten Rucksack müssen Sie erst einmal kaum Geld investieren. Achten Sie aber unbedingt auf die richtigen Wanderschuhe, denn gesunde Füße sind im wahrsten Sinne des Wortes die Basis eines guten Wanderausflugs. Gerade am Anfang sollten Sie sich daher in einem Fachgeschäft beraten lassen und nicht am falschen Ende sparen. Noch ein Hinweis zur Schuhauswahl: Mittlerweile sind auch bei Wanderern Halbschuhe mit niedrigem Schaft in Mode gekommen. Dies ist jedoch zu Anfang nur empfehlenswert, wenn Sie bereits über eine kräftige Beinmuskulatur verfügen. In der Regel sind Wanderstiefel mit überknöchelhohem Schaft vielseitiger und reduzieren die Gefahr des Umknickens und damit die Verletzungsgefahr. Sollten Sie dazu neigen sich Blasen zu laufen, hier ein Tipp: Cremen Sie sich vor und nach der Wanderung Ihre Füße mit einer schützenden Creme ein, idealerweise auf Hirschtalgbasis. Auf diese Weise wird Ihre Haut geschmeidig und belastbar, außerdem schützt die Creme als positiven Nebeneffekt vor Fußgeruch.

Sicherheit beim Wandern

Auch wenn Wandern eine gesunde und sichere Sportart ist, kommt es insbesondere durch schlechte Vorbereitung auch immer wieder zu Unfällen. Mit den folgenden Tipps sollte jedoch einer schönen Wanderung nichts im Wege stehen:

  • Bleiben Sie besonders zu Beginn auf gut markierten und gesicherten Wegen. Empfehlenswert sind zum Beispiel die Premiumwanderwege des Deutschen Wanderinstituts
  • Schätzen Sie sich und ihre Fitness realistisch ein, um sich nicht körperlich zu überlasten
  • Wenn auf Wanderwegen „besondere Trittsicherheit“ gefordert ist, führt der Weg zumindest teilweise durch unwegsames Gelände. Sie sollten also immer über ausreichende Kraftreserven und gute koordinative Fähigkeiten verfügen um Stürze zu vermeiden
  • Nehmen Sie immer ein Handy mit, idealerweise mit GPS Funktion. So können Sie sich rasch orientieren wenn Sie den Weg verloren haben und in einem Notfall Hilfe holen. Nennen Sie dem Notdienst Ihre GPS Position oder den Wanderweg auf dem Sie sich befinden. In vielen Wäldern existieren mittlerweile auch sogenannte Forstrettungspunkte, die eine individuelle Nummer haben und mit der Ihre Position bestimmt werden kann
  • Nehmen Sie immer ein Erste Hilfe Set und eine Rettungsdecke mit

Quelle: Deutsches Wanderinstitut

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Wie schütze ich mich gegen Zecken?

Zusammen mit den Temperaturen steigt für alle Naturfreunde auch 2015 wieder das Risiko von Zeckenstichen – und mit ihnen die Gefahr einer Ansteckung mit den gefährlichen Krankheiten FSME und Borreliose. Wie sie sich schützen können und in welchen Regionen Deutschlands besondere Vorsicht geboten ist, haben wir für Sie zusammengefasst.

Zecken 2015Was sind Zecken und warum sind sie gefährlich?

Bei der Familie der Zecken handelt es sich um Parasiten, die sich von Blut ernähren – dazu gehören bevorzugt Wildtiere wie etwa Rehe, aber auch Pferde, Hunde und Menschen. In unseren Breitengraden ist der „gemeine Holzbock“ die verbreitetste Zeckenart. Zecken „beißen“ nicht im üblichen Sinne, sondern durchbohren mit ihrem speziell geformten Kiefer die Haut des Wirtes. Nachdem sich die Zecke mit Blut vollgesogen hat, lässt sie sich von ihrem Wirt fallen. Während der Stich selbst noch keine Gefahr für den Wirt darstellt, können Zecken neben Borreliose die gefährliche Frühsommer-Meningoenzephalitis (kurz FSME) übertragen. FSME führt zu grippeähnlichen Symptomen und bei einigen Betroffenen zu Hirnhautentzündungen (Enzephalitis). In besonders schweren Fällen bleiben dauerhafte Schäden in Form von Lähmungen zurück.

Zecken Risikogebiete

Nicht jede Zecke ist Träger des FSME Erregers. Laut Schätzungen des Robert-Koch-Instituts liegt der Anteil je nach Gebiet bei 0,1% bis 3,4%. Besonders hoch ist die Gefahr in Süddeutschland, dort kommt der Erreger am häufigsten vor. Wenn Sie wissen möchten, ob Ihr Wohn- oder Urlaubsort in ein Risikogebiet fällt, können Sie sich mit dieser Karte informieren. Sollten Sie sich in einem Risikogebiet aufhalten ist besondere Vorsicht in Laub- und Mischwäldern geboten, da Zecken eine Umgebung mit hoher Luftfeuchtigkeit bevorzugen. Trockene und offene Flächen wie zum Beispiel ein Rasen im Park sind hingegen als Lebensraum eher ungeeignet und weisen daher nur ein geringes Risiko auf. Entgegen einiger Volksweisheiten lassen sich Zecken übrigens nicht aus Bäumen fallen und können auch nicht springen – sie warten in der Regel auf leicht erhöhten Stellen wie Büschen und Baumstümpfen auf einen potenziellen Wirt und halten sich bei Kontakt an ihm fest.

Wie schütze ich mich gegen Zeckenstiche?

Tragen Sie bei Ausflügen in den Wald idealerweise geschlossene Kleidung, also feste Schuhe und lange Hosen. Auf diese Weise dauert es länger, bis die Zecke einen geeigneten Platz für ihre Mahlzeit findet. Idealerweise entdeckt man eine Zecke bereits in dieser „Suchphase“, also bevor sie überhaupt zugestochen hat. Suchen Sie sich also möglichst zeitnah gründlich nach Zecken hab, insbesondere an geschützten Stellen mit dünner Haut wie z.B. Hals, Achseln, Bauchnabel, Genitalbereich oder Kniekehlen – dort stechen Zecken bevorzugt. Es gibt außerdem spezielle Anti-Zeckenmittel, etwa ANTI BRUMM® Zecken Stopp. Zusätzlich wird Personen mit hoher Gefährdung (z.B. Forstarbeiter und Natursportler) in Risikogebieten eine Schutzimpfung gegen FSME empfohlen. Lassen Sie sic h hierzu gegebenenfalls von Ihrem Hausarzt beraten.

Wie entferne ich eine Zecke?

Sollte man einen Zeckenstich entdecken ist es wichtig erst einmal Ruhe zu bewahren. die Zecke sollte zwar so schnell wie möglich herausgezogen werden, dabei müssen jedoch möglichst alle Teile der Zecke entfernt werden, um eine Entzündung zu vermeiden. Warten Sie also mit der Entfernung, bis Sie ein geeignetes Werkzeug zur Hand haben, etwa eine Pinzette oder ein spezielles Instrument zur Zeckenentfernung. Setzen Sie direkt an der Hautoberfläche an (also an den Mundwerkzeugen des Tiers, NICHT am vollgesogenen Körper) und ziehen Sie die Zecke langsam und gerade aus der Haut, ohne sie zu drehen. Verzichten Sie in jedem Fall auf Hausmittelchen, etwa das Beträufeln mit Öl oder Klebstoff. Der zusätzliche Stress kann die Zecke dazu veranlassen, mehr Speichel und damit möglicherweise mehr Krankheitserreger abzugeben. Desinfizieren Sie im Anschluss die Wunde sorgfältig. Wenn um die die Einstichstelle ein roter Ring entwickelt oder Sie innerhalb der nächsten Wochen grippeähnliche Symptome haben, gehen Sie unbedingt zum Arzt.

Grundsätzlich gilt: Um im Fall eines Bisses schnell reagieren zu können, sollten Sie auf Wanderungen und anderen Aktivitäten in der Natur immer entsprechend gewappnet zu sein. Erweitern Sie ihr Erste-Hilfe-Seit um ein Desinfektionsmittel wie zum Beispiel octenisept® Wund-Desinfektion sowie eine Zeckenzange. Zusätzlich können Sie im Alltag eine handliche Zeckenkarte bei sich führen, was insbesondere für Hundehalter empfehlenswert ist.

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BCM-Diät: Abnehmen nach Body Cell Mass

Eiweißshakes und eine dauerhafte Ernährungsumstellung bilden das Grundgerüst der BCM-Diät. Abnehmwillige sollen nicht nur auf Diät gesetzt werden, sondern auf Dauer lernen, bewusster zu essen und weniger Kalorien zu sich nehmen. Doch funktioniert das? Ich habe mir die BCM-Diät für Sie genauer angeschaut.

BCM DiätOnline-Community statt Beratung vor Ort.

Früher wurde zu Beginn der BCM-Diät von einem Berater vor Ort die Body Cell Mass gemessen, also die Wasser-, Fett- und Zellmasse im Körper. Mithilfe der ermittelten Werte wurde dann ein Ernährungsplan erstellt. Heute vertreibt die PreCon GmbH & Co. KG ihre Produkte vor allem Online und bietet auf Ihrer Website neben allen Infos rund um die Diät viele Rezepte und sogar eine Community, in der sich Nutzer austauschen und gegenseitig helfen können. Wem das nicht genügt hat zusätzlich die Möglichkeit einen Berater aufzusuchen. Dabei handelt es sich jedoch nicht um Ärzte oder Ökotrophologen, sondern um von PreCon geschulte Privatpersonen.

Drei Phasen zur Gewichtsabnahme.

Die BCM-Diät setzt auf eine verminderte, gesunde Kalorienaufnahme aus speziellen Eiweißshakes, Suppen und Riegeln, die in den Alltag integriert werden und Mahlzeiten ersetzen sollen. Dazu werden in den ersten zwei Tagen der Diät (Startphase) ausschließlich Shakes getrunken, die vor allem aus Milcheiweiß, Zucker, Vitaminen und Mineralstoffen bestehen.

Danach folgt die Reduktionsphase, die je nach Abnehmwunsch sechs bis acht Wochen dauert. In dieser Zeit werden täglich zwei BCM-Shakes, -Suppen oder -Riegel getrunken oder gegessen, zusätzlich ist eine Mahlzeit mit höchstens 600 Kalorien erlaubt. Bei diesen Mahlzeiten soll zwar auf leichte Zutaten geachtet werden, aber auch Lieblingsgerichte dürfen (in kleineren Portionen) auf den Tisch. So soll sowohl eine einseitige Ernährung als auch eine Frustration mit anschließenden Heißhungerattacken vermieden werden.

In der dritten Phase, der Haltephase, soll das erreichte Wunschgewicht gehalten werden. Es wird nur noch eine Mahlzeit täglich durch BCM-Produkte ersetzt, es dürfen also jetzt wieder zwei Mahlzeiten gegessen werden. Bleibt das Gewicht in der Haltephase stabil, kann wieder normal, das heißt bewusst aber ohne BCM-Produkte, gegessen werden. Bei Ausrutschern oder Gewichtszunahme werden Mahlzeiten wieder durch kalorienreduzierte BCM-Produkte ersetzt.

BCM DiätBCM-Diät: Vorteile.

Die Inhaltsstoffe der Eiweißshakes unterstützen eine vollständige Versorgung mit Nährstoffen und Vitaminen. So kann zusammen mit den leichten Mahlzeiten eine Mangelversorgung mit lebenswichtigen Mineralstoffen vermieden werden. Die Zubereitung der Shakes und Suppen ist zudem einfach, die Riegel sind schnell griffbereit, sodass sich die Produkte einfach und ohne Betreuung in den Alltag integrieren lassen. Darüber hinaus bringt vor allem die Startphase eine schnelle Gewichtsreduktion, was motiviert und hilft Frustration und Heißhungerattacken zu vermeiden. Gerade auch wegen der schnellen Gewichtsabnahme zu Beginn ist die BCM-Diät für Übergewichtige mit Adipositas (BMI über 30) gut geeignet.

BCM-Diät: Nachteile.

Wer langfristig abnehmen will, muss seine Essgewohnheiten umstellen und gesunde Lebensmittel und Sport in den Alltag integrieren. Zwar wird während der BCM-Diät vorgegeben, nur Mahlzeiten mit maximal 600 Kalorien zu essen, doch die Qualität der Speisen hängt von jedem persönlich ab. Darüber hinaus ist die BCM-Diät mit ihren speziellen Shakes, Suppen und Riegeln nicht ganz günstig. Für die Eiweißshakes allein fallen pro Woche, hält man sich an die Phasen der Diät, circa 30€ an. Hinzu kommen die Ausgaben für die selbst zubereiteten Mahlzeiten. Als einen weiteren – und besonders großen – Nachteil der BCM-Diät sehe ich die strikte Regelung von drei Mahlzeiten am Tag an, die mit Pausen von vier bis sechs Stunden gegessen werden. Snacks, auch Obst, die den Blutzuckerspiegel nach oben treiben könnten, sollen vermieden werden. Dies kann jedoch zu Hungergefühlen und Essattacken führen, die den Jojo-Effekt begünstigen.

BCM-Diät: Fazit.

Der Vorteil der BCM-Diät ist die Vermeidung einer einseitigen Ernährung, wenn man die selbst zubereiteten Mahlzeiten gesund, bunt und abwechslungsreich gestaltet. So wird auch ein bewusster Umgang mit Essen erlernt, der langfristig beibehalten werden kann. Ich halte die BCM-Diät besonders für stark übergewichtige Personen geeignet, die schnell, gesund und langfristig abnehmen möchten. Ein starker Durchhaltewillen muss jedoch gegeben sein, da bei der verminderten Kalorienaufnahme und der strikten Regelung von drei Mahlzeiten am Tag Hungergefühle und Gelüste nach Süßigkeiten und Co. aufkommen können.

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