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AZATHIOPRIN AL 25MG FTA

Abbildung ähnlich
PZN: 10168953
Menge: 100 St
Darreichung: Filmtabletten
Marke:
Hersteller: ALIUD Pharma GmbH
€ 29,44 19

inkl. MwSt. und Versand

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Weitere Produktinformationen

Wirkstoffe
  • 25 mg Azathioprin
Indikation/Anwendung
  • Das Arzneimittel ist ein Immunsuppressivum, d. h. ein Mittel zur Unterdrückung der körpereigenen Abwehrreaktion.
  • Es wird angewendet
    • zur Vorbeugung der akuten Abstoßungsreaktion nach allogener Transplantation von Niere, Leber, Herz, Lunge oder Bauchspeicheldrüse in Kombination mit anderen Arzneimitteln, die die Immunreaktion unterdrücken (Immunsuppressiva). Üblicherweise dient das Arzneimittel hierbei als Zusatz zu anderen immunsuppressiven Substanzen, die den Hauptpfeiler der Behandlung darstellen.
    • in schweren Fällen der folgenden Erkrankungen bei Patienten, die Kortikosteroide nicht vertragen, beziehungsweise bei denen mit hohen Kortikosteroid-Dosen keine ausreichende therapeutische Wirkung erzielt werden kann:
      • schwere rheumatoide Arthritis (chronische Polyarthritis), die mit einer anderen Therapie nicht beeinflusst werden kann,
      • schwere oder mittelschwere entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa),
      • systemischer Lupus erythematodes,
      • Dermatomyositis (autoimmune Muskelentzündung mit Hautbeteiligung),
      • autoimmune chronische Hepatitis (bestimmte Form der Leberentzündung),
      • Polyarteriitis nodosa (PAN),
      • Erkrankung des Blutes verbunden mit einer Zerstörung der roten Blutkörperchen (refraktäre autoimmune hämolytische Anämie hervorgerufen durch IgG-Wärmeantikörper),
      • Hautblutungen auf Grund einer Schädigung der Blutplättchen und Verringerung ihrer Anzahl (schwere chronisch-refraktäre idiopathische thrombozytopenische Purpura).
Dosierung
  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Die Dosierung des Arzneimittels muss individuell vom Arzt festgelegt werden. Sie ist von dem Anwendungsgebiet, vom klinischen Zustand und dem Blutbild des Patienten sowie der Dosis eventuell gleichzeitig verabreichter Arzneimittel (z. B. Ciclosporin, Kortikosteroide, Zytostatika) abhängig.
  • Die empfohlene Dosis beträgt
    • Organtransplantationen
      • Erwachsene, Kinder und Jugendliche
        • In Abhängigkeit der gewählten immunsuppressiven Therapie wird in der Regel eine Anfangsdosis bis zu 5 mg/kg Körpergewicht/Tag eingenommen. Die Erhaltungsdosis kann 1 - 4 mg/kg Körpergewicht/Tag betragen und muss an die klinischen Erfordernisse und die Verträglichkeit in Bezug auf das Blutbild des Patienten angepasst werden.
    • Andere Anwendungsgebiete
      • Kinder und Jugendliche
        • Zur Behandlung der jugendlichen (juvenilen) chronischen Arthritis mit Azathioprin liegen ungenügende Daten vor.
      • Erwachsene, Kinder und Jugendliche
        • Im Allgemeinen beträgt die Anfangsdosis 1 - 3 mg/kg Körpergewicht/Tag und soll an die klinische Wirkung, die möglicherweise erst im Verlauf von Wochen oder Monaten einsetzen kann, und die Verträglichkeit in Bezug auf das Blutbild angepasst werden.
        • Zur Behandlung der chronisch aktiven Hepatitis beträgt die Dosierung üblicherweise zwischen 1 und 1,5 mg/kg Körpergewicht/Tag.
        • Bei Einsetzen einer therapeutischen Wirkung soll die Reduktion der Erhaltungsdosis auf das niedrigste Niveau, das eine Aufrechterhaltung dieser Wirkung noch ermöglicht, erwogen werden. Falls sich das Zustandsbild des Patienten innerhalb von 3 - 6 Monaten nicht bessert, soll ein Absetzen des Arzneimittels erwogen werden.
        • Die Erhaltungsdosis kann in Abhängigkeit von der Indikation, der individuellen Therapieantwort und des hämatologischen Zustandes (des Blutbilds) weniger als 1 mg/kg Körpergewicht/Tag bis zu 3 mg/kg Körpergewicht/Tag betragen.
      • Patienten mit eingeschränkter Nieren- und/oder Leberfunktion
        • Bei Patienten mit leichter bis mäßiger Nieren- und/oder Leberfunktionseinschränkung sollen Dosierungen im unteren Dosisniveau gewählt werden. (Azathioprin darf bei schwerer Leberfunktionseinschränkung nicht angewendet werden, siehe Kategorie "Kontraindikation").
      • Ältere Patienten
        • Zur Verträglichkeit von Azathioprin bei älteren Patienten liegen keine speziellen Kenntnisse vor. Es werden Dosierungen im unteren Dosisbereich der für Erwachsene und Kinder vorgesehenen Dosis empfohlen.
        • Die hämatologische Reaktion (das Blutbild) soll besonders sorgfältig überwacht werden bei Vorliegen einer leichten bis mäßigen Nieren- oder Leberfunktionseinschränkung und die Erhaltungsdosis soll auf das niedrigste mögliche Niveau gesenkt werden.

 

  • Dauer der Anwendung
    • Die Dauer der Behandlung muss vom Arzt festgelegt werden. Sie ist abhängig von dem Anwendungsgebiet, vom Ansprechen (therapeutischer Erfolg), vom klinischen Zustand und vom Blutbild des Patienten sowie der Art und Menge anderer gleichzeitig verabreichter Arzneimittel.
    • Die therapeutische Wirkung kann möglicherweise erst nach Wochen oder Monaten erkennbar sein.
    • Das Arzneimittel soll immer schrittweise unter engmaschiger medizinischer Überwachung abgesetzt werden.
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • Wenn das Arzneimittel in höheren als den verschriebenen Dosen eingenommen wurde, muss umgehend ein Arzt zu Rate gezogen werden!
    • Eine Überdosierung führt am ehesten zu einer Knochenmarkschädigung, deren maximales Ausmaß erst 9 - 19 Tage nach Anwendung auftreten kann. Die wichtigsten Krankheitszeichen einer Knochenmarkschädigung sind Geschwüre im Mund- und Rachenraum, Fieber, ungeklärte Infektionen, Blutergüsse und Blutungen. Schädliche Wirkungen sind eher nach länger dauernder geringer Überdosierung (z. B. durch Verordnung etwas zu hoher Dosen durch den Arzt) als nach einer hohen Einzeldosis zu erwarten. Auch wenn die Symptome der Überdosierung verzögert auftreten, ist eine Besserung nicht selten nach dem 12. Tag zu verzeichnen, vorausgesetzt der Patient hat zwischenzeitlich keine hohen Dosen erhalten.
    • Ein spezielles Gegenmittel bei einer Azathioprin-Überdosierung steht nicht zur Verfügung. Liegt eine Überdosierung vor, so sollen insbesondere das Blutbild und die Leberfunktion überwacht werden. Azathioprin kann bei schweren Vergiftungen mittels Blutwäsche (Hämodialyse) aus dem Körper entfernt werden.

 

  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Fahren Sie mit der Einnahme wie in der Dosierungsanleitung beschrieben bzw. wie vom Arzt verordnet fort. Keinesfalls dürfen Sie eine vergessene Einnahme durch die Einnahme der doppelten Menge nachholen. Sollten Sie mehr als eine Einnahme vergessen haben, halten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt.

 

  • Wenn Sie die Einnahme abbrechen
    • Sie sollten die Einnahme ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt keinesfalls unterbrechen oder vorzeitig beenden.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt und Apotheker.
Art und Weise
  • Die Filmtabletten werden unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. 1 Glas Wasser) zu den Mahlzeiten eingenommen.
Nebenwirkungen
  • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
    • Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
    • Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
    • Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
    • Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
    • Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
    • Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
  • Sehr häufig:
    • Infektionen bei 20% der Nierentransplantationspatienten,
    • Abnahme der weißen Blutkörperchen (Leukopenie) bei über 50% der Nierentransplantationspatienten, bei 28% der Patienten mit rheumatoider Arthritis und bei 15% der Morbus-Crohn-Patienten,
    • Übelkeit und Gewichtsverlust, gelegentlich mit Erbrechen (12% der Patienten mit rheumatoider Arthritis).
  • Häufig:
    • Tumore bei 2,8% der Nierentransplantationspatienten (ausgenommen davon sind Geschwülste der Lymphknoten [Lymphome]),
    • Abnahme der Blutplättchen bzw. der roten Blutkörperchen,
    • Abnahme der weißen Blutkörperchen (bei 5,3% der Patienten mit rheumatoider Arthritis),
    • Entzündung der Bauchspeicheldrüse (0,2 - 8%),
    • bei 3 - 10% der nierentransplantierten Patienten Gallestau (Cholestase), Entzündung der Gallenwege (Cholangitis), eine spezielle Infektionskrankheit (bazilläre Angiomatose), krankhafte Veränderung der Leberzellen (Dissé-Raum-Fibrose) und gutartige Tumoren des Lebergewebes (noduläre Hyperplasie),
    • schwere allergische Reaktionen (Fieber, flüchtiger Hautausschlag) bei 2% der Morbus-Crohn-Patienten.
  • Gelegentlich:
    • Infektionen bei weniger als 1% der Patienten mit rheumatoider Arthritis,
    • Bei 0,5% der Nierentransplantationspatienten: Tumore der Haut (Plattenepithelkarzinom), der Lymphknoten (Non-Hodgkin-Lymphom), des Gebärmutterhalses und des äußeren weiblichen Genitales (Vulva); Kaposi-Sarkom,
    • Fettstuhl,
    • Haarausfall,
    • Überempfindlichkeitsreaktionen, die sich äußern können mit allgemeinem Unwohlsein, Blutdruckabfall, Schwindel, Vermehrung der weißen Blutkörperchen (Leukozytose), schwerem Hautausschlag, starker Übelkeit und Erbrechen, Durchfall, Fieber, Schüttelfrost, flüchtigem Hautausschlag, Muskel- und Gelenkschmerzen, Gefäßentzündung, Nieren- und Leberfunktionsstörung.
  • Selten:
    • Bei gleichzeitiger Behandlung mit Infliximab wurde bei Jugendlichen oder jungen Erwachsenen mit Morbus Crohn eine besondere, schwere Form des Lymphoms (bestimmte Krebsart) berichtet.
    • Abnahme von weißen (Granulozytopenie, Panzytopenie) und roten (aplastische Anämie) Blutkörperchen,
    • bestimmte, sich wieder zurückbildende Form der Lungenentzündung (interstitielle Pneumonie, reversibel),
    • Magen-Darm-Geschwüre, Darmblutungen, Gewebezerfall, Dickdarmentzündung, Ausstülpungen mit Entzündung (Divertikulitis) oder Durchbruch (Perforation) der Darmwand,
    • schwerer Durchfall bei Patienten mit entzündlichen Darmerkrankungen,
    • lebensbedrohlicher Lebervenenverschluss.
  • Sehr selten:
    • bösartige Erkrankung der weißen Blutkörperchen (Akute myeloische Leukämie),
    • bösartige Veränderungen der Blutbildung (myelodysplastisches Syndrom).
  • Nicht bekannt:
    • erhöhte Leberfunktionswerte,
    • progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML; eine virale Infektion, die das Nervensystem betrifft).
  • Bei immunsuppressiver Behandlung kann es in Abhängigkeit von der Höhe der Dosis und der Dauer der Behandlung vermehrt zu bösartigen Geschwülsten (Tumoren) kommen.
  • Unter der Behandlung mit Azathioprin ist eine erhöhte Anzahl von Hauttumoren, vor allem an Stellen, die der Sonne ausgesetzt waren, aufgetreten. Vermeiden Sie unnötige Sonneneinstrahlung und UV-Bestrahlung und lassen Sie Ihre Haut regelmäßig untersuchen.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
Wechselwirkungen
  • Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden.
    • Bei gleichzeitiger Gabe dieses Arzneimittels und Allopurinol, Oxipurinol und/oder Thiopurinol muss die Dosis von Azathioprin auf ein Viertel der sonst üblichen Dosis vermindert werden. Es wird empfohlen, das Blutbild häufiger zu kontrollieren.
    • Es gibt Hinweise darauf, dass Azathioprin die Wirkung bestimmter muskelerschlaffender Arzneimittel vermindert (nicht-depolarisierende Muskelrelaxanzien wie Curare, Tubocurarin und Pancuronium) und die durch Succinylcholin hervorgerufene Muskelerschlaffung verstärkt.
    • Das Risiko einer zu starken Unterdrückung der Immunreaktion, die ein bösartiges Wachstum von Lymphgewebe hervorrufen kann, soll beachtet werden, wenn Azathioprin zusammen mit Ciclosporin oder Tacrolimus gegeben wird.
    • Besonders bei Patienten mit einem Mangel an dem Enzym Thiopurin-Methyl-Transferase (TPMT) besteht bei gleichzeitiger Gabe von Azathioprin mit Abkömmlingen der Aminosalicylsäure (z. B. Olsalazin, Mesalazin, Sulfasalazin) und aufgrund der Hemmung des Abbaus von Azathioprin in der Leber ein erhöhtes Risiko für die Unterdrückung der Knochenmarkfunktion. Dieser Zusammenhang soll beachtet werden.
    • Eine Verminderung der gerinnungshemmenden Wirkung von Warfarin wurde bei gleichzeitiger Einnahme von Azathioprin beschrieben und ist auch für andere Antikoagulanzien nicht auszuschließen. Bei Kombinationstherapie ist eine enge Überwachung der Patienten erforderlich.
    • Die gleichzeitige Anwendung von Azathioprin und Arzneimitteln, die die Knochenmarkfunktion unterdrücken, kann eine Verstärkung der schädigenden Wirkung auf das Knochenmark hervorrufen. Das betrifft z. B. folgende Arzneimittel: ACE-Hemmer (bestimmte Mittel gegen Bluthochdruck und Herzleistungsschwäche), Trimethoprim/Sulfamethoxazol (Antibiotikum), Cimetidin (Mittel gegen Magen-Darm-Geschwüre), Indometacin (Rheumamittel), Penicillamin (Rheumamittel) und Zytostatika (Krebsmittel).
    • Im Laborversuch wird der Abbau von Azathioprin durch das Arzneimittel Furosemid gehemmt. Ob diese Wirkung auch im Menschen erfolgt, ist nicht bekannt.
    • Die immunsuppressive Wirkung von Azathioprin könnte eine schädliche Reaktion auf Lebend-Impfstoffe hervorrufen, daher dürfen Patienten unter Azathioprin-Therapie nicht mit Lebend-Impfstoffen geimpft werden.
    • Eine verminderte Reaktion auf inaktivierte Impfstoffe ist wahrscheinlich. Dies wurde bei Patienten unter Azathioprin-Behandlung nach Hepatitis B-Impfung beobachtet. Die Reaktion soll daher mittels Titerbestimmung kontrolliert werden.
Gegenanzeigen
  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden
    • wenn Sie allergisch gegen Azathioprin oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
    • bei schweren Infektionen,
    • bei Patienten mit schweren Störungen der Leber- oder Knochenmarkfunktion,
    • bei Entzündung der Bauchspeicheldrüse,
    • bei Impfung mit Lebend-Impfstoffen. Insbesondere sind Tuberkulose (BCG)-, Pocken- und Gelbfieber-Impfung während der Therapie mit dem Arzneimittel nicht erlaubt.
    • in der Stillzeit.
  • Unter der Behandlung mit Azathioprin ist eine erhöhte Anzahl von Hauttumoren, vor allem an Stellen, die der Sonne ausgesetzt waren, aufgetreten. Vermeiden Sie übermäßige Sonnen- oder UV-Bestrahlung. Die Haut sollte regelmäßig untersucht werden.
Schwangerschaft und Stillzeit
  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Schwangerschaft
    • Das Arzneimittel darf in der Schwangerschaft nur nach strenger Nutzen/Risiko-Abwägung durch den behandelnden Arzt angewendet werden.
    • Sowohl männliche als auch weibliche Patienten im fortpflanzungsfähigen Alter sollten während der Einnahme des Arzneimittels und mindestens 3 Monate nach Therapieende empfängnisverhütende Maßnahmen treffen. Dies gilt auch für Patienten mit eingeschränkter Fruchtbarkeit aufgrund chronischer Harnvergiftung (Urämie), da sich dies nach der Nierentransplantation im Allgemeinen normalisiert. Fallberichte deuten darauf hin, dass Intrauterinpessare (Spirale, Kupfer-T) unter einer Therapie mit dem Arzneimittel versagen können.
    • Bei Neugeborenen, deren Mütter während der Schwangerschaft mit dem Arzneimittel behandelt werden, kann es zur Schwächung des Immunsystems kommen. Eine regelmäßige Kontrolle des Blutbildes während der Schwangerschaft wird daher angeraten.
  • Stillzeit
    • Während einer Therapie mit dem Arzneimittel darf nicht gestillt werden, da im Körper gebildete Umwandlungsprodukte des Arzneimittels in die Muttermilch übergehen.
Patientenhinweise
  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen.
    • Die Anwendung von Azathioprin ist mit gesundheitlichen Risiken verbunden. Deshalb wird Ihnen Ihr Arzt das Arzneimittel nur verordnen, wenn Sie über die gesamte Dauer der Behandlung ausreichend überwacht werden können.
    • Während der ersten 8 Wochen der Therapie soll das komplette Blutbild einschließlich der Blutplättchenzahl mindestens 1-mal wöchentlich kontrolliert werden.
    • Bitte halten Sie die vorgeschrieben Untersuchungstermine unbedingt ein! In bestimmten Fällen sind besonders viele Blutuntersuchungen notwendig:
      • wenn Sie hohe Dosen des Arzneimittels erhalten,
      • bei älteren Patienten,
      • falls Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist,
      • falls Sie unter geringfügig bis mäßig eingeschränkter Leber- oder Knochenmarkfunktion leiden,
      • falls Sie an einer Überfunktion der Milz leiden (Hypersplenismus).
    • Nach 8 Wochen genügt es, 1-mal pro Monat, mindestens jedoch alle 3 Monate ein komplettes Blutbild erstellen und kontrollieren zu lassen:
      • Die Unterdrückung der körpereigenen Abwehrreaktion ist eine beabsichtigte Wirkung von Azathioprin, sie steht in direktem Zusammenhang mit einer Verminderung der Anzahl bestimmter weißer Blutzellen (Lymphopenie). Diese Wirkung kann vor allem noch stärker ausgeprägt sein, wenn zusätzlich auch noch andere Mittel zur Unterdrückung der Immunabwehr angewendet werden. Um dies frühzeitig zu erkennen, wird Ihr Arzt regelmäßig ein Differenzialblutbild erstellen.
      • Wenn Sie bei sich Geschwüre im Rachenbereich, Fieber, Infektionen, unerwartet auftretende Blutergüsse („blaue Flecken") oder Blutungen bemerken, wenden Sie sich bitte umgehend an Ihren Arzt. Dies können Anzeichen für eine Schädigung der blutbildenden Zellen sein (Knochenmarkdepression).
    • Erbgutveränderungen
      • Veränderungen des Erbgutes (Chromosomen) wurden sowohl bei weiblichen als auch bei männlichen Patienten nachgewiesen, die mit Azathioprin behandelt wurden.
    • Fruchtbarkeit
      • Sowohl die männliche als auch die weibliche Fruchtbarkeit hat sich als Folge der Verbesserung der Nierenfunktion nach Nierentransplantation und damit verbundener Behandlung mit Azathioprin wieder normalisiert.
      • Berichte deuten darauf hin, dass bestimmte Verhütungsmittel (sogenannte Intrauterinpessare: Spirale, Kupfer-T) unter einer Behandlung mit Azathioprin versagen können. Wenden Sie daher bitte andere oder zusätzliche empfängnisverhütende Maßnahmen an.
    • Risiko einer Tumorentwicklung
      • Bei immunsuppressiver Behandlung kann es in Abhängigkeit von der Höhe der Dosis und der Dauer der Behandlung vermehrt zu bösartigen Geschwülsten (Tumoren) kommen.
      • Bei Transplantationspatienten wurde eine erhöhte Anzahl bösartiger Geschwülste (Tumoren) beobachtet, insbesondere des Lymphgewebes und der Haut. Die Hauttumoren traten vorwiegend auf Hautpartien auf, die der Sonne ausgesetzt waren. Vermeiden Sie unnötige Sonneneinstrahlung und UV-Bestrahlung und lassen Sie Ihre Haut regelmäßig untersuchen.
      • Auch bei Patienten, die aus anderen Gründen als zur Vorbeugung von Abstoßungsreaktionen behandelt werden, besteht ein erhöhtes Tumorrisiko, welches jedoch infolge der niedrigen Dosis geringer ist als bei Transplantationspatienten. Die Art der Tumore ist jedoch wie oben beschrieben und typisch für eine Therapie mit Arzneimitteln, die die Immunreaktion unterdrücken.
      • In seltenen Fällen wurde bei Jugendlichen oder jungen Erwachsenen mit Morbus Crohn (entzündliche Darmerkrankung), die mit Infliximab (Arzneimittel bei bestimmten entzündlichen Erkrankungen) und gleichzeitig mit Azathioprin behandelt wurden, eine besondere, schwere Form des Lymphoms (bestimmte Krebsart) beschrieben.
      • Falls Sie gleichzeitig mit weiteren Arzneimitteln behandelt werden, die ebenfalls das körpereigene Immunsystem unterdrücken, besteht das Risiko einer „Über-Immunsuppression", daher sollte eine solche Therapie in der niedrigsten noch wirksamen Dosierung weitergeführt werden.
      • Etwa jeder 10. Patient hat einen Mangel an der so genannten Thiopurin-Methyl-Transferase (TPMT), einem Enzym, das für den Abbau von Azathioprin im Körper verantwortlich ist. Ein Mangel oder die Hemmung dieses Enzyms führt zu einem erhöhten Risiko einer Blutbildveränderung durch Schädigung des Knochenmarks. Es wird daher empfohlen, vor Therapiebeginn mit dem Arzneimittel die Aktivität dieses Enzyms im Blut zu bestimmen.
      • Begrenzte Daten deuten darauf hin, dass Azathioprin bei Patienten mit einem sog. Lesch-Nyhan-Syndrom nicht wirksam ist. Aus diesem Grund und wegen des veränderten Stoffwechsels dieser Patienten wird die Anwendung des Arzneimittels hier nicht empfohlen.
      • Bei gleichzeitiger Einnahme dieses Arzneimittels und Allopurinol, Oxipurinol und/oder Thiopurinol muss die Dosis von Azathioprin auf ein Viertel der normalen Dosis reduziert werden.
      • Azathioprin kann die neuromuskuläre Blockade, die durch nicht-depolarisierende Substanzen wie Tubocurarin erzeugt wird, reduzieren und kann die neuromuskuläre Blockade durch depolarisierende Substanzen wie Succinylcholin verstärken. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn diese neuromuskulär wirkenden Substanzen z. B. im Zusammenhang mit einer Operation verabreicht werden müssen. Informieren Sie den behandelnden Narkosearzt über ihre Behandlung mit dem Arzneimittel.
      • Azathioprin soll bei Patienten mit Vorsicht eingesetzt werden, die Arzneimittel erhalten oder vor kurzem erhalten haben, die die Knochenmarkfunktion unterdrücken (myelosuppressive Medikation).
      • Besondere Vorsicht ist geboten bei Patienten mit unbehandelten Infektionen.
    • Infektionen
      • Wenn Sie Azathioprin allein oder zusammen mit weiteren Arzneimitteln erhalten, die ebenfalls das körpereigene Immunsystem unterdrücken, haben Sie ein erhöhtes Risiko, Virus-, Pilz- oder bakterielle Infektionen zu entwickeln - einschließlich schwerwiegender und atypischer Infektionen, die durch das Varicella-Zoster-Virus oder andere krankmachende Keime hervorgerufen werden.
      • Die therapeutische Wirkung kann möglicherweise erst nach Wochen oder Monaten erkennbar sein.
      • Das Arzneimittel ist - wenn es vom Patienten vertragen wird - für die Langzeittherapie geeignet. Das Absetzen einer wirksamen Therapie kann in bestimmten Fällen (z. B. systemischer Lupus erythematodes mit Nierenentzündung (Nephritis), Morbus Crohn, Colitis ulcerosa oder autoimmuner Hepatitis) zu einer gravierenden Verschlechterung des Zustandes führen.
      • Bei anderen Erkrankungen (z. B. rheumatoide Arthritis und bestimmte Störungen im Blut) kann die Therapie jedoch nach einer bestimmten Behandlungsdauer abgesetzt werden, ohne dass nachteilige Wirkungen auftreten.
      • Unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung mit dem Arzneimittel nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt.
      • Die Therapie soll immer schrittweise unter engmaschiger medizinischer Überwachung beendet werden.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Es wurden keine Untersuchungen zur Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen durchgeführt.

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