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QUETIAPIN Accord 50 mg Retardtabletten

Abbildung ähnlich
PZN: 10524135
Menge: 100 St
Darreichung: Retard-Tabletten
Marke:
Hersteller: Glenmark Arzneimittel GmbH
Alternative Packungsgrößen:
€ 29,06 19

inkl. MwSt. und Versand

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Produktdetails 

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Weitere Produktinformationen

Wirkstoffe
  • 50 mg Quetiapin
  • 57.57 mg Quetiapin hemifumarat
Indikation/Anwendung
  • Das Präparat enthält den Wirkstoff Quetiapin. Es gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die Antipsychotika genannt werden.
  • Das Arzneimittel kann zur Behandlung verschiedener Krankheiten angewendet werden, wie:
    • Bipolare Depression und depressive Erkrankungen (Episoden einer Major Depression): Hier können Sie sich traurig fühlen. Es kann vorkommen, dass Sie sich niedergeschlagen fühlen, sich schuldig fühlen, ohne Kraft sind, Ihren Appetit verlieren oder nicht schlafen können.
    • Manie: Hier können Sie sich möglicherweise sehr aufgeregt, in Hochstimmung, aufgewühlt, enthusiastisch oder überaktiv fühlen oder ein vermindertes Urteilsvermögen haben und dabei aggressiv oder aufbrausend sein.
    • Schizophrenie: Hier können Sie möglicherweise Dinge hören oder fühlen, die nicht da sind, Dinge glauben, die nicht wahr sind oder Sie können sich ungewöhnlich argwöhnisch, ängstlich, verwirrt, schuldig, angespannt oder niedergeschlagen fühlen.
  • Für die Behandlung von depressiven Erkrankungen (Episoden einer Major Depression) wird das Präparat zusätzlich zu einem anderen Arzneimittel, das bereits für die Behandlung dieser Erkrankung angewendet wird, eingenommen.
  • Auch wenn Sie sich besser fühlen, kann es sein, dass Ihr Arzt Ihnen weiterhin das Arzneimittel verordnet.
Dosierung
  • Nehmen Sie das Arzneimittel immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
  • Ihr Arzt wird über Ihre Anfangsdosis entscheiden. Die Erhaltungsdosis (tägliche Dosis) ist von Ihrer Erkrankung und Ihrem Bedarf abhängig. Sie liegt üblicherweise zwischen 150 mg und 800 mg.
  • Nehmen Sie die Ihnen verordnete Anzahl Tabletten 1-mal täglich ein.
  • Beenden Sie die Einnahme der Tabletten nicht (auch nicht, wenn Sie sich besser fühlen), außer auf Anraten Ihres Arztes.
  • Leberprobleme
    • Wenn Sie Leberprobleme haben, kann Ihr Arzt Ihre Dosis anpassen.
  • Ältere Patienten
    • Wenn Sie älter sind, kann Ihr Arzt Ihre Dosis anpassen.
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren
    • Das Arzneimittel wird für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren nicht empfohlen.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • Wenn Sie eine größere Menge des Arzneimittels eingenommen haben, als von Ihrem Arzt verordnet wurde, können Sie sich schläfrig und schwindelig fühlen und bei Ihnen können unregelmäßige Herzschläge auftreten. Wenden Sie sich bitte unverzüglich an Ihren behandelnden Arzt oder das nächstgelegene Krankenhaus. Bitte nehmen Sie die Tabletten mit.

 

  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Sollten Sie die Einnahme einer Dosis vergessen haben, nehmen Sie diese ein, sobald Sie es bemerken.
    • Wenn es schon fast Zeit für die Einnahme der nächsten Dosis ist, dann warten Sie so lange. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, um die vergessene Tabletteneinnahme nachzuholen.

 

  • Wenn Sie die Einnahme abbrechen
    • Wenn Sie die Einnahme des Präparates plötzlich abbrechen, kann dies zu Schlaflosigkeit (Insomnie) führen oder Sie fühlen sich schlecht (Übelkeit) oder Sie können an Kopfschmerzen, Durchfall, Erbrechen, Schwindel oder Gereiztheit leiden. Ihr Arzt wird Ihnen unter Umständen empfehlen, die Dosis schrittweise zu reduzieren, bevor die Behandlung beendet wird.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Art und Weise
  • Nehmen Sie die Ihnen verordnete Anzahl Tabletten 1-mal täglich ein.
  • Die Tabletten dürfen nicht zerteilt, zerkaut oder zerkleinert werden.
  • Schlucken Sie die Tabletten im Ganzen mit ausreichend Flüssigkeit (vorzugsweise einem Glas Wasser).
  • Nehmen Sie die Tabletten nicht zu den Mahlzeiten ein (die Einnahme sollte mindestens eine Stunde vor einer Mahlzeit oder vor dem Schlafengehen erfolgen. Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wann die Einnahme erfolgen soll).
  • Trinken Sie keinen Grapefruitsaft, während Sie das Präparat einnehmen. Dies könnte die Wirkung des Arzneimittels beeinflussen.
Nebenwirkungen
  • Wie alle Arzneimittel kann das Präparat Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht angegeben sind.
  • Sehr häufig (kann mehr als 1 Anwender von 10 betreffen):
    • Schwindel (kann zu Stürzen führen), Kopfschmerzen, Mundtrockenheit
    • Schläfrigkeit, die vergehen kann, wenn Sie das Präparat länger einnehmen (kann zu Stürzen führen)
    • Absetzsymptome (d. h. Beschwerden, die auftreten, wenn Sie die Einnahme beenden) beinhalten Schlaflosigkeit (Insomnie), Übelkeit, Kopfschmerzen, Durchfall, Erbrechen, Schwindel und Gereiztheit. Schrittweises Absetzen über einen Zeitraum von mindestens 1 bis 2 Wochen ist ratsam.
    • Gewichtszunahme
    • ungewöhnliche Muskelbewegungen. Dies beinhaltet Schwierigkeiten zu Beginn einer Bewegung, Zittern und Ruhelosigkeit oder Steifheit der Muskulatur ohne Schmerzen.
  • Häufig (kann bis zu 1 von 10 Anwendern betreffen):
    • erhöhter Herzschlag
    • ein Gefühl von Herzklopfen, Herzrasen oder unregelmäßigem Herzschlag
    • Verstopfung, Magenbeschwerden (Verdauungsstörungen)
    • Schwächegefühl
    • Anschwellen von Armen oder Beinen
    • niedriger Blutdruck, wenn Sie aufstehen. Dies kann zu Schwindel oder Ohnmacht führen (kann zu Stürzen führen).
    • erhöhte Blutzuckerwerte
    • verschwommenes Sehen
    • ungewöhnliche Träume und Albträume
    • vermehrtes Hungergefühl
    • Gefühl der Gereiztheit
    • Schwierigkeiten beim Sprechen und mit der Sprache
    • Suizidgedanken und eine Verschlimmerung Ihrer Depression
    • Kurzatmigkeit
    • Erbrechen (hauptsächlich bei älteren Patienten)
    • Fieber
  • Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Anwendern betreffen):
    • Krampfanfälle
    • Überempfindlichkeitsreaktionen, die Blasenbildung, Schwellungen der Haut und Schwellungen im Mundbereich beinhalten können
    • unangenehme Empfindungen in den Beinen (das so genannte Restless Legs Syndrom)
    • Schluckschwierigkeiten
    • unkontrollierbare Bewegungen, hauptsächlich des Gesichtes oder der Zunge
    • Potenzstörungen
    • Zuckerkrankheit (Diabetes)
    • Veränderung der elektrischen Aktivität des Herzens, sichtbar im EKG (QT-Verlängerung)
    • langsamere Herzfrequenz als normal. Dies kann zu Beginn der Behandlung auftreten und mit niedrigem Blutdruck und Ohnmacht einhergehen.
    • Schwierigkeiten beim Wasserlassen
    • Ohnmacht (kann zu Stürzen führen)
    • verstopfte Nase
  • Selten (kann bis zu 1 von 1000 Anwendern betreffen):
    • eine Kombination aus hoher Körpertemperatur (Fieber), Schwitzen, Muskelsteifheit, starker Benommenheit oder Ohnmacht (eine Erkrankung, die als „malignes neuroleptisches Syndrom" bezeichnet wird)
    • gelbliche Verfärbung von Haut und Augen (Gelbsucht)
    • Leberentzündung (Hepatitis)
    • lang anhaltende und schmerzhafte Erektion (Priapismus)
    • Anschwellen der Brüste und unerwartete Milchproduktion in den Brüsten (Galaktorrhö)
    • Menstruationsstörungen
    • Blutgerinnsel in den Venen, vor allem in den Beinen (mit Schwellungen, Schmerzen und Rötungen der Beine), die möglicherweise über die Blutbahn in die Lunge gelangen und dort Brustschmerzen sowie Schwierigkeiten beim Atmen verursachen können. Wenn Sie eines dieser Symptome bei sich beobachten, holen Sie bitte unverzüglich ärztlichen Rat ein.
    • Gehen, Sprechen, Essen oder andere Aktivitäten, während Sie schlafen
    • verminderte Körpertemperatur (Hypothermie)
    • Entzündung der Bauchspeicheldrüse
    • eine Kombination aus drei oder mehr der folgenden Veränderungen (so genanntes „metabolisches Syndrom"): Zunahme von Fetteinlagerungen im Bauchbereich, Verringerung des Blutwertes von „gutem Cholesterin" (HDL-Cholesterin), Anstieg bestimmter Blutfettwerte (so genannte Triglyceride), hoher Blutdruck und Anstieg des Blutzuckerwertes
    • eine Kombination aus Fieber, grippeähnlichen Symptomen, Halsschmerzen oder einer anderen Infektion mit einer sehr verringerten Anzahl an weißen Blutzellen (eine Erkrankung, die als „Agranulozytose" bezeichnet wird)
    • Darmverschluss
  • Sehr selten (kann bis zu 1 Anwender von 10 000 betreffen):
    • starker Hautausschlag, Blasen oder rote Flecken auf der Haut
    • schwere Überempfindlichkeitsreaktion (so genannte Anaphylaxie), die eine erschwerte Atmung oder einen Schock auslösen kann
    • schnelles Anschwellen der Haut, üblicherweise im Bereich der Augen, Lippen und des Halses (Angioödem)
    • schwerwiegende Hauterkrankung mit Blasenbildung im Bereich von Mund, Augen und Genitalien („Stevens-Johnson-Syndrom")
    • unangemessene Ausschüttung eines Hormons, das das Urinvolumen kontrolliert
    • Zersetzen von Muskelfasern und Muskelschmerzen (Rhabdomyolyse)
    • Verschlechterung einer bestehenden Zuckerkrankheit
  • Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
    • Hautausschlag mit unregelmäßigen roten Flecken (Erythema multiforme)
    • Schwere, plötzliche allergische Reaktion mit Symptomen wie Fieber und Blasenbildung auf der Haut und Abschälen der Haut (Toxische epidermale Nekrolyse)
    • Entzugssymptome können bei neugeborenen Babys auftreten, deren Mütter das Arzneimittel während der Schwangerschaft einnahmen.
  • Die Gruppe von Arzneimitteln, zu der das Präparat gehört, kann Herzrhythmusstörungen verursachen. Diese können erheblich sein und in schwerwiegenden Fällen tödlich verlaufen.
  • Manche der Nebenwirkungen können nur erkannt werden, wenn ein Bluttest durchgeführt wird, wie z. B. eine Änderung bestimmter Blutfettwerte (Triglyceride und Gesamtcholesterin) oder des Blutzuckerwertes, Veränderungen der Anzahl an Schilddrüsenhormonen in Ihrem Blut, erhöhte Leberenzymwerte, ein Abfall der Anzahl bestimmter Blutzellen, Abfall der Anzahl an roten Blutzellen, Anstieg der Kreatinphosphokinase im Blut (ein Enzym, das in den Muskeln vorkommt), Abfall des Natriumgehaltes im Blut und ein Anstieg des Blutspiegels des Hormons Prolaktin. Der Anstieg des Hormons Prolaktin kann in seltenen Fällen zu folgenden Nebenwirkungen führen:
    • Bei Männern und Frauen schwellen die Brüste an und es kommt unerwartet zu Milchproduktion in den Brüsten.
    • Bei Frauen bleibt die monatliche Regelblutung aus oder es kommt zu unregelmäßigen Regelblutungen.
  • Ihr Arzt wird Sie auffordern, von Zeit zu Zeit Bluttests durchführen zu lassen.
  • Kinder und Jugendliche
    • Die gleichen Nebenwirkungen, die bei Erwachsenen auftreten können, können auch bei Kindern und Jugendlichen auftreten.
    • Die folgenden Nebenwirkungen wurden häufiger oder ausschließlich bei Kindern und Jugendlichen beobachtet:
    • Sehr häufig (kann mehr als 1 Anwender von 10 betreffen):
      • Zunahme der Menge des Hormons Prolaktin im Blut. Der Anstieg des Hormons Prolaktin kann in seltenen Fällen zu folgenden Nebenwirkungen führen:
        • Bei Jungen und Mädchen schwellen die Brüste an und es kommt unerwartet zu Milchproduktion in den Brüsten.
        • Bei Mädchen bleibt die monatliche Regelblutung aus oder es kommt zu unregelmäßigen Regelblutungen.
      • gesteigerter Appetit
      • Erbrechen
      • ungewöhnliche Muskelbewegungen. Dies beinhaltet Schwierigkeiten zu Beginn einer Bewegung, Zittern und Ruhelosigkeit oder Steifheit der Muskulatur ohne Schmerzen.
      • Erhöhung des Blutdrucks
    • Häufig (kann bis zu 1 Anwender von 10 betreffen):
      • Schwächegefühl, Ohnmacht (kann zu Stürzen führen)
      • verstopfte Nase
      • Gefühl der Reizbarkeit.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
Wechselwirkungen
  • Bei Einnahme des Präparates mit anderen Arzneimitteln
    • Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige oder um pflanzliche Arzneimittel handelt. Die gleichzeitige Anwendung kann die Wirkung der Arzneimittel beeinflussen.
    • Nehmen Sie das Präparat nicht ein, wenn Sie gleichzeitig eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:
      • bestimmte Arzneimittel gegen HIV-Infektionen,
      • Azol-haltige Arzneimittel (bestimmte Arzneimittel gegen Pilzinfektionen),
      • Erythromycin- oder Clarithromycin-haltige Arzneimittel (bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen),
      • Nefazodon-haltige Arzneimittel (bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen).
    • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:
      • Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie (wie Phenytoin oder Carbamazepin),
      • Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck,
      • Arzneimittel, die Barbiturate enthalten (bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Schlafstörungen),
      • Thioridazin-haltige oder Lithium-haltige Arzneimittel (andere Antipsychotika),
      • Arzneimittel, die einen Einfluss auf Ihren Herzschlag haben, z. B. Arzneimittel, die ein Ungleichgewicht der Elektrolyte (niedrige Kalium- oder Magnesiumspiegel) auslösen können, wie Diuretika (harntreibende Tabletten) oder bestimmte Antibiotika (Arzneimittel gegen Infektionen),
      • Arzneimittel, die eine Verstopfung verursachen können.
    • Sprechen Sie bitte zunächst mit Ihrem Arzt, bevor Sie eines Ihrer Arzneimittel absetzen.
  • Bei Einnahme des Arzneimittels mit Nahrungsmitteln und Getränken
    • Die Wirkung des Präparates kann durch gleichzeitige Nahrungsaufnahme beeinflusst werden. Deshalb sollten Sie die Tabletten mindestens eine Stunde vor einer Mahlzeit oder vor dem Schlafengehen einnehmen.
    • Achten Sie darauf, wie viel Alkohol Sie trinken, weil die Kombination des Arzneimittels und Alkohol Sie schläfrig machen kann.
    • Trinken Sie keinen Grapefruitsaft, während Sie das Präparat einnehmen. Dies könnte die Wirkung des Arzneimittels beeinflussen.
Gegenanzeigen
  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden, wenn Sie
    • überempfindlich (allergisch) gegenüber dem Wirkstoff Quetiapin oder einem der sonstigen Bestandteile des Präparates sind,
    • gleichzeitig eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:
      • bestimmte Arzneimittel gegen HIV-Infektionen,
      • Azol-haltige Arzneimittel (bestimmte Arzneimittel gegen Pilzinfektionen),
      • Erythromycin- oder Clarithromycin-haltige Arzneimittel (bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen),
      • Nefazodon-haltige Arzneimittel (bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen).
  • Bitte nehmen Sie das Arzneimittel nicht ein, wenn dieses auf Sie zutrifft. Wenn Sie nicht sicher sind, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Präparat einnehmen.
Schwangerschaft und Stillzeit
  • Sprechen Sie vor der Einnahme des Arzneimittels mit Ihrem Arzt, wenn Sie schwanger sind, schwanger werden wollen oder stillen. Sie sollten das Präparat in der Schwangerschaft nicht einnehmen, außer wenn es mit Ihrem Arzt besprochen wurde.
  • Das Arzneimittel sollte in der Stillzeit nicht eingenommen werden.
  • Bei neugeborenen Babys von Müttern, die das Präparat im letzten Trimenon (letzte drei Monate der Schwangerschaft) einnahmen, können folgende Symptome, die möglicherweise Entzugssymptome sind, auftreten: Zittern, Muskelsteifheit und/oder -schwäche, Schläfrigkeit, Ruhelosigkeit, Atembeschwerden und Schwierigkeiten beim Stillen. Wenn Ihr Baby eines dieser Symptome entwickelt, sollten Sie Ihren Arzt kontaktieren.
Patientenhinweise
  • Besondere Vorsicht bei der Einnahme des Arzneimittels ist erforderlich
    • Bevor Sie das Präparat einnehmen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn
      • Sie oder eines Ihrer Familienmitglieder an Herzproblemen, z. B. Herzrhythmusstörungen, leiden oder gelitten haben oder wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die Ihren Herzschlag beeinflussen können.
      • Sie niedrigen Blutdruck haben.
      • Sie bereits einen Schlaganfall erlitten haben, insbesondere wenn Sie schon etwas älter sind.
      • Sie Probleme mit der Leber haben.
      • Sie bereits einen Krampfanfall hatten.
      • Sie an der Zuckerkrankheit leiden oder bei Ihnen das Risiko einer Zuckerkrankheit besteht. Wenn dies bei Ihnen der Fall ist, sollte Ihr Arzt Ihre Blutzuckerwerte überprüfen, solange Sie das Präparat einnehmen.
      • Sie wissen, dass die Anzahl Ihrer weißen Blutzellen schon einmal erniedrigt war (verursacht durch Medikamente oder von allein entstanden).
      • Sie älter sind und an Demenz (Verlust von Hirnfunktionen) leiden. Wenn dieses auf Sie zutrifft, sollte das Arzneimittel nicht eingenommen werden, da die Gruppe der Arzneimittel, zu der das Präparat gehört, bei älteren Patienten mit Demenz das Risiko für Schlaganfälle oder in einigen Fällen das Sterberisiko erhöhen kann.
      • Sie oder ein Verwandter schon einmal venöse Thrombosen (Blutgerinnsel) hatten, denn Arzneimittel wie das Präparat werden mit dem Auftreten von Blutgerinnseln in Verbindung gebracht.
  • Informieren Sie Ihren Arzt unverzüglich, wenn bei Ihnen eines der folgenden Anzeichen auftritt, nachdem Sie das Arzneimittel eingenommen haben:
    • eine Kombination aus Fieber, starker Muskelsteifheit, Schwitzen oder eingetrübtem Bewusstsein (eine Störung, die als "malignes neuroleptisches Syndrom" bezeichnet wird). Es kann eine sofortige medizinische Behandlung erforderlich sein.
    • unkontrollierbare Bewegungen, hauptsächlich des Gesichtes oder der Zunge,
    • Schwindel oder ein starkes Schläfrigkeitsgefühl. Dies kann bei älteren Patienten zu einem vermehrten Auftreten von unfallbedingten Verletzungen (Stürzen) führen.
    • Krampfanfälle
    • eine lang andauernde und schmerzhafte Erektion (Priapismus)
  • Diese Beschwerden können durch diesen Arzneimitteltyp verursacht werden.
  • Informieren Sie Ihren Arzt so schnell wie möglich, wenn Sie eine der folgenden Beschwerden haben:
    • Fieber, grippeähnliche Symptome, Halsschmerzen oder eine andere Infektion, da die Ursache hierfür eine sehr verringerte Anzahl an weißen Blutzellen sein kann. Möglicherweise ist es erforderlich, das Präparat abzusetzen und/oder die Beschwerden zu behandeln.
    • Verstopfung mit anhaltenden Bauchschmerzen oder Verstopfung, die auf eine Behandlung nicht anspricht. Dies führt möglicherweise zu einem schwerwiegenderen Darmverschluss.
  • Suizidgedanken und Verschlechterung Ihrer Depression
    • Wenn Sie depressiv sind, können Sie manchmal Gedanken daran haben, sich selbst zu verletzen oder Suizid zu begehen. Solche Gedanken können bei der erstmaligen Behandlung verstärkt sein, denn alle Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen brauchen einige Zeit, bis sie wirken, gewöhnlich etwa zwei Wochen, manchmal auch länger. Diese Gedanken können auch verstärkt sein, wenn Sie plötzlich aufhören, Ihre Arzneimittel einzunehmen. Das Auftreten derartiger Gedanken ist wahrscheinlicher, wenn Sie ein junger Erwachsener sind. Ergebnisse aus klinischen Studien haben ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Suizidgedanken und/oder Suizidverhalten bei jungen Erwachsenen im Alter bis 25 Jahre gezeigt, die unter Depressionen litten.
    • Gehen Sie zu Ihrem Arzt oder suchen Sie unverzüglich ein Krankenhaus auf, wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt Gedanken daran entwickeln, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen.
    • Es kann hilfreich sein, wenn Sie einem Freund oder Verwandten erzählen, dass Sie depressiv sind. Bitten Sie diese Person, die Packungsbeilage zu lesen. Fordern Sie sie auf, Ihnen mitzuteilen, wenn sie den Eindruck hat, dass sich Ihre Depression verschlimmert oder wenn sie sich Sorgen über Verhaltensänderungen bei Ihnen macht.
    • Bei Patienten, die das Präparat einnehmen, wurde eine Gewichtszunahme beobachtet. Sie und Ihr Arzt sollten regelmäßig Ihr Gewicht überprüfen.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
    • Die Tabletten können Sie schläfrig machen. Fahren Sie nicht Auto und bedienen Sie keine Werkzeuge oder Maschinen, solange Sie Ihre individuelle Reaktion auf die Tabletten nicht kennen.

 

  • Auswirkungen auf Untersuchungen zu Arzneimitteln im Urin
    • Wenn bei Ihnen eine Urinuntersuchung auf Arzneimittel durchgeführt wird, kann die Einnahme des Präparates bei Verwendung bestimmter Testmethoden positive Ergebnisse für Methadon oder bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen, die trizyklische Antidepressiva (TZAs) genannt werden, zur Folge haben, auch wenn Sie Methadon oder TZAs nicht einnehmen. In diesem Fall kann ein gezielterer Test durchgeführt werden.

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