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NIFEDIPIN STADA UNO 40MG

NIFEDIPIN STADA UNO 40MG
PZN: 11010846
Menge: 100 St
Darreichung: Retard-Tabletten
Marke:
Hersteller: ALIUD Pharma GmbH
€ 27,70 19

inkl. MwSt. und Versand

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Weitere Produktinformationen

Wirkstoffe
  • 40 mg Nifedipin
Indikation/Anwendung
  • Das Präparat ist ein Mittel zur Behandlung von Bluthochdruck.
  • Es wird angewendet bei
    • nicht organbedingtem Bluthochdruck.
Dosierung
  • Nehmen Sie das Arzneimittel immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
  • Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
    • 1-mal täglich 1 Retardtablette (entsprechend 40 mg Nifedipin pro Tag).
    • Die Behandlung soll möglichst individuell nach dem Schweregrad der Erkrankung und dem Ansprechen des Patienten durchgeführt werden.
    • In Abhängigkeit vom jeweiligen Krankheitsbild sollte die Richtdosis einschleichend erreicht werden.
    • Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion sollten sorgfältig überwacht werden, gegebenenfalls kann eine Dosisreduktion notwendig sein.
    • Patienten mit schweren Durchblutungsstörungen des Gehirns (cerebrovaskuläre Erkrankung) sollten mit einer niedrigeren Dosis behandelt werden.
    • Die Retardtabletten sollten in einem 24-stündigen Abstand eingenommen werden, d. h. immer zu derselben Tageszeit.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • Eine Überdosierung kann zu starkem Blutdruckabfall, verlangsamter oder beschleunigter Herzschlagfolge, Bewusstseinstrübung bis zu tiefer Bewusstlosigkeit, erhöhtem Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie), Minderdurchblutung wichtiger Organe und durch Herzversagen ausgelöstem Schock mit Ansammlung von Flüssigkeit in der Lunge (Lungenödem) führen.
    • Verständigen Sie bei Verdacht auf eine Überdosierung sofort einen Arzt/Notarzt, damit dieser über das weitere Vorgehen entscheiden kann.

 

  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Wenn Sie die Einnahme einmal vergessen haben, nehmen Sie beim nächsten Mal nicht die doppelte Dosis ein, sondern setzen Sie die Behandlung wie in der Dosierungsanleitung beschrieben bzw. vom Arzt verordnet fort.

 

  • Wenn Sie die Einnahme abbrechen
    • Bitte unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung nicht, ohne dies vorher mit Ihrem Arzt abgesprochen zu haben.
    • Eine Beendigung der Behandlung - insbesondere bei hoher Dosierung - sollte schrittweise erfolgen.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Art und Weise
  • Das Arzneimittel wird unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. 1 Glas Wasser, kein Grapefruitsaft!), am besten morgens eine halbe Stunde vor dem Frühstück, eingenommen.
  • Zur Sicherung der lang dauernden Wirkung und zur Vermeidung erhöhter Blutspiegel sind die Retardtabletten unbedingt ungeteilt, unzerbissen und unzerkaut einzunehmen.
  • Wegen der Lichtempfindlichkeit des Wirkstoffes Nifedipin sollen die Retardtabletten nicht geteilt werden, da sonst der durch die Lackierung erreichte Lichtschutz nicht mehr gewährleistet ist.
Nebenwirkungen
  • Wie alle Arzneimittel kann dieses Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zu Grunde gelegt:
    • sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
    • häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
    • selten: 1 bis 10 Behandelte von 10 000
    • sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10 000
    • nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
  • Mögliche Nebenwirkungen
    • Blut- und Lymphsystem
      • Selten:
        • Blutbildveränderungen wie Verminderung von roten oder weißen Blutkörperchen bzw. Blutplättchen (Anämie, Leukopenie, Thrombopenie), Haut- und Schleimhautblutungen bei verminderter Blutplättchenzahl (thrombozytopenische Purpura).
      • Sehr selten:
        • hochgradige Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose).
    • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
      • Selten:
        • Erhöhung des Blutzuckerspiegels (Hyperglykämie).
    • Nervensystem
      • Sehr häufig:
        • Kopfschmerzen insbesondere zu Beginn der Behandlung.
      • Häufig:
        • Schwindel, Benommenheit, Schwächegefühl.
      • Gelegentlich:
        • Nervosität, Schlafstörungen oder Schläfrigkeit, Missempfindungen (z. B. Kribbeln, pelziges Gefühl), herabgesetzte Empfindung von Berührungsreizen (Hypästhesien), Muskelzittern (Tremor).
    • Augen
      • Gelegentlich:
        • geringfügige, vorübergehende Änderung der optischen Wahrnehmung.
      • Selten:
        • Schwachsichtigkeit.
    • Herz-Kreislauf-System
      • Sehr häufig:
        • Flüssigkeitsansammlungen, z. B. in den Unterschenkeln, auf Grund einer Erweiterung der Blutgefäße (periphere Ödeme), insbesondere zu Beginn der Behandlung.
      • Häufig:
        • Herzklopfen.
      • Gelegentlich:
        • Erhöhung der Pulsfrequenz (Tachykardie), kurz andauernde Ohnmacht (Synkope), Blutdruckabfall (hypotone Kreislaufreaktion). Insbesondere zu Beginn der Behandlung kann es zum Auftreten von Angina pectoris-Anfällen bzw. bei Patienten mit bestehender Angina pectoris zu einer Zunahme von Häufigkeit, Dauer und Schweregrad der Anfälle kommen.
      • Sehr selten:
        • Herzinfarkt.
    • Lunge
      • Gelegentlich:
        • Atemnot (Dyspnö).
    • Haut
      • Häufig:
        • Gesichtsrötung (Flush), Hautrötung mit Wärmegefühl (Erythem), schmerzhafte Schwellung und Rötung von Armen und Beinen (Erythromelalgie), insbesondere zu Beginn der Behandlung.
      • Gelegentlich:
        • Hautüberempfindlichkeitsreaktionen wie Juckreiz (Pruritus), Hautausschlag (Exanthem), eine Schwellung von Haut und Schleimhaut (Angioödem, Gesichtsödem), Schwitzen.
      • Selten:
        • Nesselsucht (Urtikaria), kleinfleckige Einblutungen in Haut und Schleimhaut (Purpura), Hautentzündung nach Sonnen- und UV-Strahleneinwirkung (Photodermatitis). Unter längerer Behandlung können Zahnfleischveränderungen (Gingiva Hyperplasie) auftreten, die sich nach Absetzen der Therapie völlig zurückbilden.
      • Sehr selten:
        • schuppenartige Hautentzündung (exfoliative Dermatitis).
    • Nieren und ableitende Harnwege
      • Selten:
        • bei Nierenfunktionsstörungen vorübergehende Verschlechterung der Nierenfunktion. Vermehrter Harndrang sowie eine vermehrte tägliche Urinausscheidung.
    • Leber
      • Gelegentlich:
        • Leberfunktionsstörungen (intrahepatische Cholestase, Transaminasenanstiege).
      • Selten:
        • Gelbsucht.
    • Magen-Darm-Trakt
      • Häufig:
        • Übelkeit.
      • Gelegentlich:
        • Magen-Darm-Störungen wie Oberbauchbeschwerden (Dyspepsie), Bauchschmerzen, Verstopfung, Blähungen, Erbrechen, Mundtrockenheit.
      • Selten:
        • Völlegefühl, Aufstoßen und Appetitlosigkeit.
    • Bewegungsapparat
      • Gelegentlich:
        • Muskel- und Gelenkschmerzen (Myalgien und Arthralgien), Muskelkrämpfe.
    • Geschlechtsorgane und Brust
      • Selten:
        • Vergrößerung der männlichen Brust (Gynäkomastie), die sich nach Absetzen zurückbildet.
    • Allgemeine Störungen
      • Gelegentlich:
        • Müdigkeit, Unwohlsein.
      • Selten:
        • allergische Allgemeinreaktionen wie z. B. Fieber, Schwellung des Kehlkopfes (Kehlkopfödem), Krampfzustand der Bronchialmuskulatur bis hin zu lebensbedrohlicher Atemnot, die sich nach Absetzen zurückbilden.
  • Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn Sie die o. g. Nebenwirkungen bei sich beobachten oder eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt, damit er über den Schweregrad und die gegebenenfalls erforderlichen Maßnahmen entscheiden kann.
  • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht angegeben sind.
Wechselwirkungen
  • Bei Einnahme mit anderen Arzneimitteln
    • Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
    • Die Wirkung nachfolgend genannter Wirkstoffe bzw. Präparategruppen kann bei gleichzeitiger Behandlung mit Nifedipin beeinflusst werden:
      • Blutdrucksenkende Arzneimittel, trizyklische Antidepressiva (Arzneimittel gegen Depressionen), gefäßerweiternde Arzneimittel (Vasodilatatoren)
        • Verstärkung des blutdrucksenkenden Effekts.
      • Betarezeptorenblocker
        • Verstärkte Blutdrucksenkung und gelegentlich Auftreten einer Herzmuskelschwäche.
      • Diltiazem (Wirkstoff zur Behandlung von Bluthochdruck und koronarer Herzkrankheit)
        • Diltiazem vermindert den Abbau Nifedipin. Bei gleichzeitiger Behandlung ist eine sorgfältige Überwachung der Patienten, evtl. Dosisverringerung von Nifedipin angezeigt.
      • Chinidin (Wirkstoff zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen)
        • Verminderung der Konzentration von Chinidin im Blut bzw. nach Absetzen von Nifedipin Erhöhung der Konzentration von Chinidin im Blut. Eine Kontrolle des Chinidin-Blutspiegels wird empfohlen.
      • Digoxin (Wirkstoff zur Stärkung der Herzkraft), Theophyllin (Wirkstoff zur Erweiterung der Bronchien)
        • Die Konzentration dieser Arzneimittel im Blut kann ansteigen. Auf Anzeichen einer Digoxin-Überdosierung sollte geachtet werden und, falls notwendig, die Digoxindosis vom Arzt reduziert werden (evtl. nach Bestimmung der Digoxinkonzentration im Blut).
      • Quinupristin (Antibiotika), Dalfopristin (Antibiotika), Cimetidin (Arzneimittel gegen Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre)
        • Erhöhung des Nifidipin-Spiegels im Blut und damit verstärkte Blutdrucksenkung.
      • Rifampicin (Wirkstoff zur Tuberkulosebehandlung)
        • Rifampicin beschleunigt den Abbau von Nifedipin. Es darf nicht gleichzeitig mit Nifedipin angewendet werden, da hierbei keine wirksamen Blutspiegel von Nifedipin erreicht werden.
      • Vincristin (Wirkstoff zur Behandlung von Tumoren)
        • Die Ausscheidung von Vincristin wird vermindert, wodurch die Nebenwirkungen von Vincristin zunehmen können.
      • Cephalosporine (Wirkstoff zur Behandlung von Infektionen)
        • Erhöhung der Cephalosporin-Konzentration im Blut.
      • Phenytoin (Wirkstoff zur Behandlung epileptischer Anfälle)
        • Wirkungsabschwächung von Nifedipin.
      • Tacrolimus (Wirkstoff zur Vorbeugung der Transplantatabstoßung nach Leber- und Nierentransplantationen)
        • Erhöhung der Tacrolimus-Konzentration im Blut.
      • Wirkstoffe zur Behandlung von Infektionen (Makrolide z. B. Erythromycin), Fluoxetin, Nefazodon (Wirkstoffe zur Behandlung von Depressionen), Proteasehemmstoffe (Wirkstoffe zur Behandlung von HIV wie z. B. Amprenavir, Indinavir, Nelfinavir, Ritonavir oder Saquinavir), Fungistatika (Wirkstoffe zur Behandlung von Pilzerkrankungen wie z. B. Ketoconazol, Itraconazol und Fluconazol)
        • Erhöhung der Nifedipin-Konzentration im Blut.
    • Nach Erfahrungen mit Nimodipin - einem Wirkstoff aus der gleichen Wirkstoffklasse wie Nifedipin - können folgende Wechselwirkungen nicht ausgeschlossen werden:
      • Carbamazepin, Phenobarbital (Wirkstoffe zur Behandlung epileptischer Anfälle)
        • Abschwächung der Wirkung von Nifedipin.
      • Valproinsäure (Wirkstoffe zur Behandlung epileptischer Anfälle)
        • Wirkungsverstärkung von Nifedipin.
  • Bei Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
    • Nehmen Sie das Arzneimittel nicht mit Grapefruitsaft ein, da dieser den Abbau von Nifedipin im Körper hemmt und so die Wirkung von Nifedipin verstärkt.
Gegenanzeigen
  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden
    • wenn Sie überempfindlich gegenüber dem Wirkstoff Nifedipin oder einem der sonstigen Bestandteile sind
    • wenn Sie einen Schock erlitten haben
    • wenn Sie an einer Herzklappenverengung (Aortenstenose) leiden
    • wenn Sie in Ruhe unter Beschwerden (z. B. Schmerzen oder Engegefühl im Brustbereich) bei Zuständen mit unzureichender Sauerstoffversorgung des Herzmuskels (Angina pectoris) leiden
    • wenn Sie innerhalb der letzten 4 Wochen einen akuten Herzinfarkt erlitten haben
    • wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel mit dem Wirkstoff Rifampicin (Arzneimittel gegen Tuberkulose) einnehmen
    • wenn Sie schwanger sind oder stillen.
Schwangerschaft und Stillzeit
  • Schwangerschaft
    • Es liegen keine hinreichenden Erfahrungen für die Sicherheit einer Anwendung, insbesondere in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft, vor. Da experimentelle Studien Hinweise auf Fruchtschädigungen ergeben haben, dürfen Sie das Präparat in der Schwangerschaft nicht einnehmen, es sei denn, Ihr behandelnder Arzt hält dies für zwingend erforderlich (strenge Indikationsstellung, keine andere Therapiemöglichkeit vorhanden). Wenn Sie mit dem Arzneimittel in der Schwangerschaft behandelt werden müssen, sollten Sie und Ihr ungeborenes Kind sorgfältig überwacht werden. Falls Sie in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft das Arzneimittel eingenommen haben, sollte Ihnen eine Ultraschallfeindiagnostik angeboten werden.
    • Setzen Sie sich daher bitte umgehend mit Ihrem Arzt in Verbindung, wenn Sie eine Schwangerschaft planen oder bereits schwanger sind, damit dieser über eine Fortsetzung oder einen Abbruch der Behandlung entscheiden kann.
  • Stillzeit
    • Während der Stillzeit dürfen Sie das Arzneimittel nicht einnehmen, da der Wirkstoff in die Muttermilch übergeht und nur unzureichende Erfahrungen mit einer Anwendung in der Stillperiode vorliegen. Hält Ihr behandelnder Arzt eine Behandlung in der Stillzeit für zwingend notwendig, müssen Sie abstillen.
  • Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Patientenhinweise
  • Besondere Vorsicht bei der Einnahme ist erforderlich
    • Die Behandlung bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle
      • wenn Sie niedrigen Blutdruck (systolisch unter 90 mmHg) haben
      • wenn Sie unter einer nicht ausreichend behandelten Herzmuskelschwäche (dekompensierte Herzinsuffizienz) leiden
      • wenn Sie Dialysepatient mit starkem Bluthochruck und verminderter zirkulierender Blutmenge sind, da ein deutlicher Blutdruckabfall auftreten kann.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
    • Die Behandlung mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle. Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann das Reaktionsvermögen so weit verändert sein, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

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