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VIMPAT 200 mg Filmtabletten

VIMPAT 200 mg Filmtabletten
PZN: 01174179
Menge: 56 St
Darreichung: Filmtabletten
Marke:
Hersteller: UCB Pharma GmbH
Alternative Packungsgrößen:

56 St

168 St

€ 265,81 19

inkl. MwSt. und Versand

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Produktdetails 

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Weitere Produktinformationen

Wirkstoffe
  • 200 mg Lacosamid
Indikation/Anwendung
  • Lacosamid (das Präparat) wird zur Behandlung bestimmter Formen von Epilepsie (siehe unten) bei Patienten ab 16 Jahren angewendet. Das Arzneimittel wird zusätzlich zu anderen Antiepileptika angewendet.
  • Epilepsie ist eine Erkrankung, bei der Patienten wiederholt auftretende Krampfanfälle bekommen.
  • Das Arzneimittel wird gegen jene Form der Epilepsie angewendet, bei der die Anfälle zunächst nur von einer Gehirnhälfte ausgehen, sich später aber auf größere Bereiche beider Gehirnhälften ausdehnen können (fokale Krampfanfälle mit oder ohne nachfolgende Generalisierung).
  • Ihr Arzt hat Ihnen das Präparat verordnet, um die Anzahl der Anfälle zu verringern.
Dosierung
  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein.
  • Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. Die Verabreichung einer hohen Anfangsdosis (Aufsättigungsdosis) wurde nicht bei Patienten untersucht, die akute Zustände wie z. B. Status epilepticus zeigten.
  • Dosierung
    • Nehmen Sie das Arzneimittel zweimal täglich ein, einmal morgens und einmal abends, jeden Tag ungefähr zur selben Uhrzeit. Eine Behandlung mit dem Präparat ist eine Langzeittherapie.
    • Die übliche Anfangsdosis beträgt 100 mg pro Tag, verteilt auf zwei Dosen: 50 mg morgens und 50 mg abends. Ihr Arzt wird möglicherweise Ihre Tagesdosis jede Woche um jeweils 100 mg erhöhen, bis Sie die sogenannte Erhaltungsdosis von 200 bis 400 mg pro Tag bei zweimal täglicher Einnahme erreicht haben. Diese Erhaltungsdosis nehmen Sie dann dauerhaft ein.
    • Ihr Arzt könnte entscheiden die Behandlung mit dem Arzneimittel ggf. mit einer einzelnen hohen Anfangsdosis von 200 mg (Aufsättigungsdosis) zu beginnen und ungefähr 12 Stunden später mit einer Erhaltungsdosis fortzuführen. Eine hohe Anfangsdosis (Aufsättigungsdosis) sollte unter medizinischer Überwachung verabreicht werden.
    • Wenn Sie Nierenprobleme haben, ist es möglich, dass der Arzt Ihnen eine andere Dosis verschreibt.

 

  • Dauer der Behandlung
    • Eine Behandlung mit dem Arzneimittel ist eine Langzeittherapie. Nehmen Sie das Präparat so lange ein, bis Ihr Arzt Ihnen sagt, dass Sie es absetzen sollen.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • Wenn Sie mehr eingenommen haben, als Sie sollten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
    • In klinischen Studien wurden bei Dosierungen von 1200 mg/Tag (das 3fache der empfohlenen Tagesdosis) Schwindel und Übelkeit beobachtet, die mit Anpassung der Dosis behoben wurden.

 

  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Wenn Sie die Einnahme für einige Stunden vergessen haben, holen Sie sie nach, sobald es Ihnen einfällt. Ist es aber schon beinahe Zeit (weniger als 6 Stunden) für die nächste Dosis, so nehmen Sie die vergessene Tablette nicht mehr ein. Nehmen Sie das Präparat zum nächsten regulären Einnahmezeitpunkt ein.
    • Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

 

  • Wenn Sie die Einnahme abbrechen
    • Brechen Sie die Einnahme nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab, sonst können Ihre Beschwerden wieder auftreten oder sich verschlechtern.
    • Wenn Ihr Arzt beschließt, Ihre Behandlung mit dem Präparat zu beenden, wird er Ihnen genau erklären, wie Sie die Dosis Schritt für Schritt verringern sollen.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Art und Weise
  • Schlucken Sie die Tabletten mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. ein Glas Wasser). Sie können die Tabletten mit oder ohne Nahrung einnehmen.
Nebenwirkungen
  • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Das Auftreten von Nebenwirkungen, die das Nervensystem betreffen, wie z. B. Schwindel können nach einer hohen Anfangsdosis (Aufsättigungsdosis) erhöht sein.
  • Sehr häufig: kann bei mehr als 1 von 10 Behandelten auftreten
    • Schwindelgefühl, Kopfschmerzen
    • Übelkeit
    • Doppeltsehen (Diplopie)
  • Häufig: kann bei 1 bis 10 von 100 Behandelten auftreten
    • Gleichgewichtsstörungen, Koordinationsstörungen, Gedächtnisstörungen (Vergesslichkeit), Schläfrigkeit, Zittern (Tremor), Denk- oder Wortfindungsstörungen, schnelle und unwillkürliche Augenbewegungen (Nystagmus)
    • Verschwommenes Sehen
    • Gefühl, dass sich alles dreht (Drehschwindel)
    • Erbrechen, Verstopfung, übermäßige Gase im Magen oder in den Gedärmen
    • Juckreiz
    • Stürze
    • Müdigkeit, Gehstörungen, ungewöhnliche Müdigkeit mit Schwächegefühl (Asthenie)
    • Depression
    • Verwirrtheit
    • Vermindertes Sensitivitätsgefühl, Schwierigkeiten Wörter zu artikulieren, Aufmerksamkeitsstörungen
    • Ohrgeräusche wie Summen, Klingeln oder Pfeifen
    • Verdauungsstörungen, trockener Mund
    • Reizbarkeit
    • Muskelkrämpfe
    • Hautausschlag
    • Schlafstörung
  • Gelegentlich: kann bei 1 bis 10 von 1000 Behandelten auftreten
    • Verlangsamter Herzschlag
    • Störungen in der Erregungsleitung des Herzens (Herzrhythmusstörungen)
    • Glücksgefühl (Euphorische Stimmung)
    • Überempfindlichkeitsreaktionen gegen das Arzneimittel
    • Auffällige Ergebnisse in Leberfunktionstests
    • Suizidversuch
    • Suizidgedanken oder Selbstverletzung
    • Herzrasen und/oder schneller oder unregelmäßiger Puls
    • Aggression
    • Motorische Unruhe
    • Abnorme Gedanken und/oder Realitätsverlust
    • Schwere allergische Reaktion, die Schwellungen des Gesichts, Hals, Hände, Füße, Knöchel oder Unterschenkel verursachen
    • Nesselausschlag
    • Halluzinationen (Das Sehen und/oder Hören von Dingen, die nicht wirklich sind.)
  • Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
    • Erhebliche Verringerung einer bestimmten Art weißer Blutzellen (Agranulozytose)
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
Wechselwirkungen
  • Einnahme des Präparates zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen. Dies ist besonders wichtig,
      • wenn Sie Arzneimittel gegen Herzkrankheiten einnehmen oder wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die eine Anomalie im EKG (Elektrokardiogramm) eine sogenannte PR-Intervall-Verlängerung hervorrufen können; wie Carbamazepin, Lamotrigin, Pregabalin (Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie) und Arzneimittel gegen bestimmte Arten von Herzrhythmusstörungen oder gegen Herzschwäche. Wenn Sie nicht wissen, ob die Arzneimittel, die Sie einnehmen, diese Wirkung haben können, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
      • bei Arzneimitteln wie Fluconazol, Itraconazol, Ketokonazol (Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen), Ritonavir (Arzneimittel zur Behandlung von AIDS), Clarithromycin, Rifampicin (Arzneimittel zur Behandlung bakterieller Infektionen) und Johanniskraut (Arzneimittel zur Behandlung leichter Angstzuständen), da diese den Abbau von Lacosamid in der Leber beeinflussen können.
  • Einnahme des Arzneimittels zusammen mit Alkohol
    • Nehmen Sie das Präparat vorsichtshalber nicht zusammen mit Alkohol ein.
Gegenanzeigen
  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
    • wenn Sie allergisch gegen Lacosamid oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Wenn Sie nicht wissen, ob Sie eine Allergie haben, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt.
    • wenn Sie an einem bestimmten Typ einer Herzrhythmusstörung leiden (AV-Block 2. oder 3. Grades).
Schwangerschaft und Stillzeit
  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Wenn Sie schwanger sind, wird die Behandlung mit dem Präparat nicht empfohlen, da nicht bekannt ist, welche Auswirkungen das Arzneimittel auf den Verlauf der Schwangerschaft und das Ungeborene haben kann. Informieren Sie sofort Ihren Arzt, falls Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen; er wird dann entscheiden, ob Sie das Präparat einnehmen sollten.
  • Während der Behandlung mit dem Präparat sollten Sie nicht stillen, da nicht bekannt ist, ob das Arzneimittel in die Muttermilch übertritt. Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn Sie stillen; er wird dann entscheiden, ob Sie das Präparat einnehmen sollten.
  • Untersuchungen haben ein erhöhtes Risiko von Fehlbildungen bei Kindern von Frauen gezeigt, die mit Antiepileptika behandelt wurden. Andererseits darf eine effektive Therapie mit Antiepileptika nicht unterbrochen werden, da eine Verschlechterung der Erkrankung sowohl der Mutter, als auch dem ungeborenen Kind schadet.
Patientenhinweise
  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Eine geringe Anzahl von Patienten, die mit Antiepileptika wie Lacosamid behandelt wurden, hatten Gedanken daran, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen. Wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt solche Gedanken haben, setzen Sie sich sofort mit Ihrem Arzt in Verbindung.
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie das Präparat einnehmen,
      • wenn Sie an Beeinträchtigungen der elektrischen Erregungsleitung des Herzens (AV-Block, Vorhofflimmern und Vorhofflattern) oder an einer schweren Herzkrankheit wie Herzschwäche oder Herzinfarkt leiden. Anzeichen eines AV-Blocks sind niedriger oder unregelmäßiger Puls, Schwindelgefühl und das Gefühl ohnmächtig zu werden. Im Falle von Vorhofflimmern und -flattern können Sie Herzrasen, einen schnellen oder unregelmäßigen Puls und Kurzatmigkeit entwickeln.
    • Das Arzneimittel kann Schwindelgefühl verursachen, wodurch sich die Gefahr versehentlicher Verletzungen und Stürze erhöhen kann. Deshalb sollten Sie vorsichtig sein, bis Sie sich an die möglichen Wirkungen des Arzneimittels gewöhnt haben.
  • Kinder und Jugendliche
    • Das Präparat wird nicht bei Kindern und Jugendlichen im Alter unter 16 Jahren empfohlen. Die Sicherheit und Wirksamkeit in dieser Altersgruppe sind bisher nicht bekannt.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Das Arzneimittel kann möglicherweise zu Schwindelgefühl und verschwommenem Sehen führen. Dies könnte Ihre Fähigkeit beeinträchtigen, am Straßenverkehr teilzunehmen oder Werkzeuge und Maschinen zu bedienen. Sie sollten daher auf beides verzichten, bis Sie wissen, ob das Arzneimittel bei Ihnen die Durchführung solcher Aktivitäten einschränkt.

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