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Norflohexal 400 mg Filmtabl.

Norflohexal 400 mg Filmtabl.
PZN: 01225072
Menge: 10 St
Darreichung: Filmtabletten
Marke:
Hersteller: Hexal AG
Alternative Packungsgrößen:
€ 14,96 19

inkl. MwSt. zzgl. Versand

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Produktdetails 

/ Pflichtangaben
  1. Beipackzettel Norflohexal 400 mg Filmtabl.

Weitere Produktinformationen

Wirkstoffe
  • 400 mg Norfloxacin
Indikation/Anwendung
  • Das Arzneimittel ist ein Bakterien abtötendes (bakterizides) Antibiotikum/Chemotherapeutikum mit breitem Wirkungsspektrum aus der Gruppe der Fluorchinolone zur Therapie folgender Infektionen, sofern diese durch bestimmte Bakterien (Norfloxacin-empfindliche Gram-positive oder Gram-negative aerobe Bakterien) hervorgerufen werden und einer oralen Therapie zugänglich sind:
    • komplizierte wie auch unkomplizierte Infektionen der oberen und unteren Harnwege:
      • Harnblasenentzündung (Cystitis), Entzündung des Nierenbeckens (Pyelitis), Entzündung der Harnblase und des Nierenbeckens (Cystopyelitis)
    • unkomplizierte Entzündung des Nierenbeckens und der Nieren (Pyelonephritis)
    • Harnwegsinfektionen im Zusammenhang mit chirurgischen und urologischen Eingriffen oder Nierensteinleiden (Nephrolithiasis)
    • chronische bakterielle Entzündung der Prostata (Prostatitis)
    • akute Gonorrhö (Tripper; unter Beachtung der Resistenzproblematik)
    • bakterielle Infektionen des Darmtraktes (bakterielle Enteritiden).
  • Bei Patienten, die ein geschwächtes Immunsystem haben und bei denen die Anzahl an weißen Blutzellen (Leukozyten) stark abgesunken ist (schwere Neutropenie), kann das Präparat zur Vorbeugung von Infektionen mit bestimmten Bakterien (Gram-negativen Bakterien) eingesetzt werden. Norfloxacin unterdrückt die endogene aerobe Darmflora (körpereigene Darmbakterien), die bei Patienten mit Neutropenie eine Sepsis (schwere Allgemeininfektion) verursachen kann.
Dosierung
  • Nehmen Sie das Arzneimittel immer genau nach der Anweisung des Arztes ein.
  • Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
  • Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis
    • unkomplizierte Infektionen der unteren Harnwege (z. B. Harnblasenentzündung)
      • 2-mal 1 Filmtablette pro Tag
    • Harnwegsinfektionen
      • 2-mal 1 Filmtablette pro Tag
    • chronische Harnwegsinfektionen (rezidivierende Harnwegsinfektionen)
      • 2-mal 1 Filmtablette pro Tag*
    • bakterielle Entzündung der Vorsteherdrüse (Prostatitis)
      • 2-mal 1 Filmtablette pro Tag
    • bakterielle Darmentzündungen (Enteritiden)
      • 2-mal 1 Filmtablette pro Tag
    • akute Gonorrhö (Tripper)
      • 2 Filmtabletten zusammen als Einmalgabe
    • Prophylaxe von Infektionen bei immunsupprimierten Patienten mit verminderter Anzahl an weißen Blutzellen (Neutropenie)
      • 2 - 3-mal 1 Filmtablette pro Tag
    • * Wenn ein Behandlungserfolg in den ersten vier Wochen erzielt wird, kann die Dosis des Präparates nach ärztlicher Rücksprache auf 1 Filmtablette pro Tag reduziert werden.
  • Bei stark eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance 30 ml/min oder weniger) wird als Dosis 1 Filmtablette pro Tag empfohlen.

 

  • Dauer der Anwendung
    • Unkomplizierte Infektionen der unteren Harnwege (z. B. Harnblasenentzündung)
      • 3 Tage
    • Harnwegsinfektionen
      • 7 - 10 Tage*
    • Chronische Harnwegsinfektionen (rezidivierende Harnwegsinfektionen)
      • bis zu 12 Wochen
    • bakterielle Entzündung der Vorsteherdrüse (Prostatitis)
      • 4 Wochen
    • bakterielle Darmentzündungen (Enteritiden)
      • 5 Tage
    • akute Gonorrhö (Tripper)
      • 1 Tag (Einmalgabe)
    • Prophylaxe von Infektionen bei immunsupprimierten Patienten mit verminderter Anzahl an weißen Blutzellen (Neutropenie)
      • Es liegen zur Zeit keine Erkenntnisse über eine Therapiedauer von mehr als 8 Wochen vor.
    • * Bestimmte Symptome einer Harnwegsinfektion, wie zum Beispiel Brennen beim Wasserlassen oder Fieber und Schmerzen, bessern sich bereits nach 1 bis 2 Tagen unter der Behandlung mit dem Präparat. Trotzdem sollte die volle empfohlene Behandlungsdauer eingehalten werden.
    • Halten Sie bitte die oben angegebenen Zeiten auch dann ein, wenn Sie sich bereits besser fühlen!
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung des Arzneimittels zu stark oder zu schwach ist.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben als Sie sollten
    • Erfahrungen mit Überdosierungen von Norfloxacin liegen bisher nicht vor. Wenn Sie mehr Filmtabletten auf einmal eingenommen haben als Ihr Arzt Ihnen verschrieben hat (akute Überdosierung), benachrichtigen Sie bitte sofort Ihren Arzt. Im Falle einer kurze Zeit zurückliegenden Überdosierung sollte der Magen durch Auslösen von Erbrechen oder durch eine Magenspülung entleert werden. Ihr Arzt wird Sie sorgfältig beobachten und gegebenenfalls eine symptomatische, unterstützende Therapie einleiten. Für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sollte gesorgt werden.

 

  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Wenn Sie einmal vergessen haben, eine Filmtablette einzunehmen, nehmen Sie keine Extradosis. Setzen Sie bitte die Therapie mit dem Präparat normal fort.

 

  • Wenn Sie die Einnahme abbrechen
    • Eine bakterielle Infektion kann mit dem Präparat nur geheilt werden, wenn Sie das Arzneimittel über den vorgeschriebenen Zeitraum regelmäßig einnehmen, da nur dann ausreichende Wirkstoff-Konzentrationen aufrechterhalten werden. Wenn Sie die Therapie mit dem Arzneimittel wegen Nebenwirkungen unterbrechen oder vorzeitig abbrechen, informieren Sie bitte umgehend Ihren Arzt.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Art und Weise
  • Zum Einnehmen
  • Das Arzneimittel kann auf nüchternen Magen mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. 1 Glas Wasser) oder auch mit den Mahlzeiten eingenommen werden.
  • Die Filmtabletten sollen vorzugsweise morgens und abends eingenommen werden. Bei täglich nur einer Einnahme sollte dies stets zur gleichen Tageszeit erfolgen.
Nebenwirkungen
  • Wie alle Arzneimittel kann das Präparat Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zu Grunde gelegt:
    • Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
    • Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
    • Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
    • Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
    • Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
    • Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar.
  • Mögliche Nebenwirkungen
  • Arzneimittel können neben den erwünschten Hauptwirkungen auch unerwünschte Wirkungen, so genannte Nebenwirkungen, haben. Nebenwirkungen, die im zeitlichen Zusammenhang mit der Anwendung des Präparates auftreten können, jedoch nicht bei jedem Patienten auftreten müssen, werden im Folgenden genannt:
    • Haut und Unterhautgewebe:
      • Gelegentlich: Hautausschlag, Juckreiz
      • Selten: Lichtempfindlichkeit (z.B. mit Hautrötung, -schwellung, Blasen- bildung)
      • Sehr selten: Erythema exsudativum multiforme (runde, zuweilen blasige, kokardenartige Hautherde), schwere Hautreaktionen wie exfoliative Dermatitis (entzündliche Rötung der Haut mit großblättriger Schuppung), Stevens-Johnson-Syndrom (allergische Reaktion mit hohem Fieber, Rötung und Blasenbildung der Haut), Lyell-Syndrom (ausgedehnte blasige Ablösung der Haut)
    • Verdauungstrakt:
      • Häufig: leichte Magenschmerzen, Bauchschmerzen und -krämpfe, Übelkeit
      • Gelegentlich: Sodbrennen, Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit,
      • Selten: Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung), pseudomembranöse Colitis (eine ernst zu nehmende Darmerkrankung; s. u.)
      • Treten während oder in den ersten Wochen nach Behandlung schwere, anhaltende Durchfälle auf, so ist an eine pseudomembranöse Colitis zu denken. Diese durch eine Antibiotikabehandlung ausgelöste Darmerkrankung kann lebensbedrohlich sein und erfordert eine sofortige und angemessene Behandlung.
    • Leber/Galle:
      • Gelegentlich: Leberstörungen
      • Selten: Gelbsucht
      • Sehr selten: Hepatitis (Leberentzündung), Gelbsucht durch Störung des Gallenflusses
    • Nervensystem:
      • Gelegentlich: Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel und Benommenheit, Parästhesien (Kribbeln und Taubheitsgefühl), Hypästhesie (verminderte [Berührungs-]Emfpindlichkeit), Geschmacksstörung Schlaflosigkeit, Schlafstörungen,
      • Selten: Zittern (Tremor)
      • Sehr selten: Polyneuropathie (bestimmte Nervenleiden) einschließlich Guillain-Barré-Syndrom (Nervenentzündung, beginnend mit schlaffer Lähmung in den Beinen), Krampfanfälle (siehe Abschnitte Gegenanzeigen und Gegenmaßnahmen bei Nebenwirkungen), Muskelzucken (Myoklonus),
    • Psychisches System:
      • Gelegentlich: Depression, Angstgefühl, Nervosität, Reizbarkeit, Euphorie (gehobene Stimmung), Halluzinationen (Sinnestäuschungen), Verwirrtheit, Veränderungen der Stimmungslage
      • Selten: psychische Störungen, Orientierungsstörungen
      • Sehr selten: psychotische Reaktionen
    • Herz-Kreislaufsystem:
      • Sehr selten: bestimmte Herzrhythmusstörungen (QT-Intervallverlängerungen und ventrikuläre Arrhythmien einschließlich Torsades de Pointes) (Kausalzusammenhang unbekannt)
    • Gefäßssystem:
      • Sehr selten: kleine Knötchen (Papeln) mit Krustenbildung als Ausdruck einer Gefäßbeteiligung (Vasculitis)
    • Atemwege und Brustraum:
      • Selten: Atemnot (Dyspnoe)
    • Immunsystem:
      • Gelegentlich: Nesselsucht (Urtikaria), Schwellung von Haut und Schleimhaut (Angioödem), flohstichartige Blutungen (Petechien), Blasenbildung mit Einblutung (hämorrhagische Bullae)
      • Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen wie Anaphylaxie (akute allergische Reaktion)
    • Augen:
      • Gelegentlich: Sehstörungen, vermehrter Tränenfluss
    • Ohr- und Labyrinthsystem:
      • Gelegentlich: Ohrensausen (Tinnitus)
      • Sehr selten: Hörverlust
    • Bewegungsapparat/Skelett und Muskulatur:
      • Gelegentlich: Gelenkentzündung (Arthritis),
      • Selten: Muskelschmerz (Myalgie), Gelenkschmerzen (Arthralgie),
      • Sehr selten: Sehnen-, Sehnenscheidenentzündung
      • Unter Behandlung mit Wirkstoffen aus der Gruppe der Fluorochinolone, darunter auch Norfloxacin, wurden Entzündungen der Achillessehne beobachtet. Diese können zum Achillessehnenriss führen .Mögliche Verschlimmerung einer Myasthenia gravis (durch Störung der Übertragung von Nervenreizen bedingte gesteigerte Ermüdbarkeit u.a. der Sprach-, Kau- und Schluckmuskulatur, der Atemmuskulatur und der Augenlider).
    • Blut- und Lymphsystem:
      • Gelegentlich: Veränderung der Anzahl bestimmter Blutzellen (Leukopenie, Neutropenie, Eosinophilie)
      • Selten: erniedrigte Anzahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie)
      • Sehr selten: Blutarmut durch Auflösung der roten Blutkörperchen (hämolytische Anämie), starke Verminderung der Anzahl der weißen Blutkörperchen (Agranulozytose)
    • Niere und Urogenitaltrakt:
      • Gelegentlich: Infektion durch Hefepilze in der Scheide (vaginale Candidiasis)
      • Sehr selten: Entzündung der Niere (interstitielle Nephristis), Nierenversagen
    • Laborwerte:
      • Häufig: Veränderungen bestimmter Leberwerte (Erhöhung von SGOT, SGPT und der alkalischen Phosphatase)
      • Gelegentlich: erhöhtes Bilirubin (Gallenfarbstoff) im Blut und Veränderung der Nierenfunktion (Erhöhung von Serumharnstoff, Serumkreatinin)
      • Sehr selten: Erhöhung eines Enzyms (Kreatinkinase [CK]), das Erkrankungen der Muskulatur anzeigt
  • Welche Gegenmaßnahmen sind bei Nebenwirkungen zu ergreifen?
    • Folgende seltene Nebenwirkungen (nähere Erläuterungen zu diesen Nebenwirkungen siehe oben) können unter Umständen akut lebensbedrohlich sein. Darum ist sofort ein Arzt zu informieren, falls ein derartiges Ereignis plötzlich auftritt oder sich unerwartet stark entwickelt.
    • Pseudomembranöse Colitis (selten):
      • Hier muss der Arzt eine Beendigung der Behandlung mit dem Arzneimittel in Abhängigkeit von der Indikation erwägen und ggf. sofort eine angemessene Behandlung einleiten (z. B. Einnahme von speziellen Antibiotika/Chemotherapeutika, deren Wirksamkeit klinisch erwiesen ist). Arzneimittel, die die Darmbewegung (Peristaltik) hemmen, dürfen nicht eingenommen werden.
    • Schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Anaphylaxie) (selten):
      • Hier muss die Behandlung mit Norfloxacin sofort abgebrochen werden und die üblichen entsprechenden Notfallmaßnahmen (z. B. Gabe von Antihistaminika, Kortikosteroiden, Sympathomimetika und ggf. Beatmung) müssen eingeleitet werden.
    • Auftreten von (epilepsieähnlichen) Krampfanfällen (sehr selten):
      • Die üblichen, entsprechenden Notfallmaßnahmen sind angezeigt (z. B. Atemwege freihalten, Gabe von Antikonvulsiva [krampflösende Mittel] wie Diazepam oder Barbiturate).
    • Auftreten von Schmerzen/Entzündungszeichen der Achillessehne (sehr selten):
      • In diesem Fall sollten Sie Belastungen des betreffenden Fußgelenks vermeiden, das Gelenk ruhigstellen und Ihren Arzt befragen, da hier die Gefahr eines Risses der Achillessehne besteht. Ihr Arzt muss dann über die weitere Behandlung entscheiden.
  • Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht angegeben sind.
Wechselwirkungen
  • Bei Einnahme des Präparates mit anderen Arzneimitteln
    • Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
    • Welche anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung des Präparates?
      • Im Laborexperiment verliert Norfloxacin, wenn es mit Nitrofurantoin (Mittel gegen Harnwegsinfekte) in derselben Lösung enthalten ist, seine antibakterielle Wirksamkeit (in-vitro Antagonismus). Die gleichzeitige Gabe von Nitrofurantoin und Norfloxacin sollte deshalb vermieden werden.
      • Probenecid (Mittel zur Konzentrationserhöhung z. B. von Penicillin im Blut) vermindert die Ausscheidung von Norfloxacin im Urin, beeinflusst aber nicht dessen Serumkonzentration.
      • Bei gleichzeitiger Gabe von Rheumamitteln (nicht steroidale Antirheumatika, NSAR) und Chinolonen - einschließlich dem Präparat - kann das Risiko für eine erhöhte Erregbarkeit des zentralen Nervensystems und die Entwicklung von Krampfanfällen steigen. Daher sollte dieses Arzneimittel Patienten, die NSAR erhalten, mit Vorsicht gegeben werden.
      • Untersuchungen an Tieren zufolge kann die gleichzeitige Gabe von Wirkstoffen aus der Gruppe der Chinolone mit Fenbufen (Rheumamittel) zu Krampfanfällen führen. Die gleichzeitige Gabe des Präparates mit Fenbufen sollte deshalb vermieden werden.
      • Calciumpräparate, Multivitamin-Präparate, die Calcium enthalten, und Arzneimittel, die Eisen oder Zink enthalten, sowie magensäurebindende Arzneistoffe (Antazida), die Magnesium enthalten, Sucralfat oder Didanosin (Arzneimittel gegen eine HIV-Infektion) sollen nicht gleichzeitig mit dem Präparat eingenommen werden, denn bei gleichzeitiger Einnahme kann es zu einer stark verringerten Aufnahme von Norfloxacin in das Blut kommen, mit der Folge deutlich erniedrigter Konzentrationen im Serum und Harn. Norfloxacin sollte deshalb entweder 2 Stunden vorher oder mindestens 4 Stunden nach der Einnahme solcher Präparate eingenommen werden.
    • Wie beeinflusst das Präparat die Wirkung von anderen Arzneimitteln?
      • Bei gleichzeitiger Gabe von Antibiotika und hormonalen Kontrazeptiva ("Anti-Baby-Pille") kann in seltenen Fällen die Sicherheit der empfängnisverhütenden Wirkung in Frage gestellt sein. Es empfiehlt sich deshalb, zusätzlich nicht-hormonale empfängnisverhütende Maßnahmen anzuwenden. Sprechen Sie im Zweifelsfall mit Ihrem Frauenarzt.
      • Bei gleichzeitiger Gabe des Arzneimittels und Theophyllin (Asthmamittel) kann die Theophyllinkonzentration im Plasma ansteigen, wodurch Theophyllin-bedingte Nebenwirkungen auftreten können.
      • Die gleichzeitige Gabe von Norfloxacin mit Ciclosporin (Mittel zur Unterdrückung der Immunabwehr) kann zu einer erhöhten Ciclosporinkonzentration im Serum führen, wodurch die Gefahr Ciclosporin-bedingter Nebenwirkungen - insbesondere einer Nephrotoxizität (Nierenschädigung) - steigt.
      • Die gleichzeitige Einnahme des Arzneimittels und Metronidazol (Mittel gegen bestimmte Infektionen) mit Mycophenolsäure (Mittel zur Unterdrückung der Organabstoßung nach Transplantationen) kann zu einer verminderten Mycophenolsäure-Konzentration im Plasma führen.
      • Norfloxacin kann die Wirkung von bestimmten Arzneimitteln zur Hemmung der Blutgerinnung (Warfarin oder seine Derivate) verstärken. Werden diese Arzneimittel gleichzeitig gegeben, sollte die Blutgerinnung (Bestimmung der Prothrombinzeit oder anderer geeigneter Gerinnungs-Parameter) eingehend überwacht werden.
      • Die gleichzeitige Gabe des Präparates mit Glibenclamid (ein Arzneimittel zum Einnehmen zur Behandlung von Diabetes [Zuckerkrankheit]) kann in seltenen Fällen zu einem Absinken des Blutzuckerspiegels führen. Deshalb wird eine Überwachung des Blutzuckerspiegels bei gleichzeitiger Anwendung dieser Arzneimittel empfohlen.
  • Bei Einnahme des Arzneimittels zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
    • Unter Norfloxacin-Behandlung kommt es zu einer Hemmung des Abbaus von Coffein. Dies kann dazu führen, dass Coffein langsamer ausgeschieden wird und längere Zeit im Blut vorhanden ist. Dies sollten Sie beim Genuss von Kaffee und bei der Einnahme von coffeinhaltigen Medikamenten (z. B. einige Schmerzmittel) beachten.
    • Das Präparat sollte nicht zusammen mit Milch oder Milchprodukten wie Joghurt eingenommen werden, da sie die Aufnahme von Norfloxacin in das Blut verringern und daher möglicherweise keine ausreichenden Wirkstoffkonzentrationen am Ort der Infektion erreicht werden. Das Arzneimittel sollte deshalb entweder 2 Stunden vorher oder mindestens 4 Stunden nach der Einnahme solcher Produkte eingenommen werden.
Gegenanzeigen
  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden
    • bei Überempfindlichkeit gegen Norfloxacin, den Wirkstoff des Präparates, gegen einen der sonstigen Bestandteile oder bei Überempfindlichkeit gegen andere Arzneimittel aus der gleichen Stoffklasse (Chinolon-Typ, Gyrasehemmer)
    • in der Schwangerschaft und Stillzeit
    • wenn in der Vergangenheit im Zusammenhang mit der Einnahme von Chinolon-Antibiotika Sehnenentzündungen oder Sehnenrisse aufgetreten sind.
  • Kinder und Jugendliche im Wachstumsalter dürfen das Arzneimittel nicht einnehmen.
Schwangerschaft und Stillzeit
  • Schwangerschaft
    • Schwangere dürfen das Arzneimittel nicht einnehmen, da keine ausreichenden Erfahrungen über die Sicherheit der Anwendung in der Schwangerschaft vorliegen, aufgrund von Ergebnissen aus Tierversuchen sind Gelenkknorpelschädigungen beim noch nicht erwachsenen Organismus nicht völlig ausgeschlossen. Tierversuche haben keine Hinweise auf Missbildungen (teratogene Wirkungen) ergeben. Norfloxacin, der Wirkstoff des Präparates, tritt in Nabelschnurblut und Fruchtwasser über.
  • Stillzeit
    • Während der Stillzeit darf Norfloxacin nicht angewendet werden, da nicht bekannt ist, ob Norfloxacin in die Muttermilch ausgeschieden wird und evtl. wie andere Chinolonantibiotika in die Muttermilch übergehen kann.
Patientenhinweise
  • Besondere Vorsicht bei der Einnahme des Arzneimittels ist erforderlich
    • wenn Sie unter Anfallsleiden oder Leiden, die die Krampfbereitschaft erhöhen leiden.
    • Hinweis:
      • Krämpfe wurden selten bei Patienten unter der Behandlung mit dem Präparat berichtet. Bereits aufgetretene Krämpfe oder andere Risikofaktoren können Sie besonders für Krämpfe gefährden. Wenn bei Ihnen ein Anfallsleiden (Epilepsie) oder eine andere Vorschädigung des Zentralnervensystems (z. B. erniedrigte Krampfschwelle, Krampfanfälle in der Vergangenheit, verringerte Hirndurchblutung, Veränderungen in der Gehirnstruktur oder Schlaganfall) vorliegt, sollten Sie das Arzneimittel nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung einnehmen. Sie sind in diesem Fall wegen möglicher Nebenwirkungen auf das zentrale Nervensystem gefährdet.
    • falls Sie unter stark eingeschränkte Nierenfunktion leiden
  • Bei der Einnahme des Präparates oder anderen Arzneimitteln aus der Gruppe der Chinolone kann es zu einer erhöhten Lichtempfindlichkeit kommen. Sie sollten daher während der Behandlung längere und stärkere Sonnenbestrahlung vermeiden. Ebenso sollten Sie in dieser Zeit auf die Benutzung von Solarien verzichten.
  • Die Behandlung sollte beendet werden, wenn Anzeichen einer Lichtempfindlichkeit (z. B. mit Hautrötung, -schwellung, Blasenbildung) auftreten.
  • Wie bei anderen Arzneimitteln aus der Gruppe der Chinolone wurden auch bei der Anwendung von Norfloxacin in einigen seltenen Fällen Sehnenentzündungen und/oder Sehnenrisse beobachtet (insbesondere der Achillessehne). Besonders betroffen waren ältere Patienten und Patienten unter Corticoid ("Cortison")-Therapie. Beim ersten Anzeichen von Schmerzen oder Entzündungen sollten deshalb die betroffenen Gelenke ruhig gestellt werden und der Arzt gerufen werden.
  • Myasthenia gravis (Muskelschwäche) Norfloxacin, der Wirkstoff des Präparates, kann eine (unter Umständen bisher unbekannte) Myasthenia gravis demaskieren, wodurch eine lebensbedrohliche Schwäche der Atemmuskulatur ausgelöst werden kann. Beim Auftreten von Luftnot unter der Behandlung mit dem Arzneimittel ist sofort ein Arzt zu rufen, und es sollten sofort entsprechende Vorsichts- und Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.
  • Herzrhythmusstörungen (EKG)
    • Es wurden seltene Fälle von Herzrhythmusstörungen unter Chinolonen berichtet. Nach Markteinführung wurden extrem seltene Fälle von bestimmten Herzrhythmusstörungen (Torsades de Pointes) bei Patienten unter Norflox - 1 A Pharma berichtet. Obwohl für das Präparat kein ursächlicher Zusammenhang erwiesen ist, ist besondere Vorsicht geboten. Daher ist eine gleichzeitige Anwendung bestimmter Antiarrhythmika (z.B. Chinidin, Procainamid, Sotalol, Amiodaron) zu vermeiden.
    • Bei der Einnahme von Cisaprid (Arzneimittel zur Behandlung von Magenbeschwerden), Erythromycin (Antibiotikum), Neuroleptika (Arzneimittel zur Behandlung psychischer Erkrankungen), trizyklischen Antidepressiva oder bestimmten Herzrhythmusstörungen (QT-Verlängerung) in der eigenen oder familiären Krankheitsgeschichte ist ebenfalls Vorsicht geboten.
  • G6PD (Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase)-Mangel (angeborener Defekt der roten Blutkörperchen)
    • Bei Patienten mit latentem oder manifesten G6PD-Mangel können wie bei anderen Chinolonen hämolytische Reaktionen (Auflösung von roten Blutkörperchen) auftreten.
  • Was ist bei Kindern, Jugendlichen und älteren Menschen zu beachten
    • Kinder und Jugendliche in der Wachstumsphase sollten das Präparat nicht einnehmen, da keine ausreichenden Erfahrungen über die Sicherheit der Anwendung bei diesen Gruppen vorliegen; aufgrund von Ergebnissen aus Tierversuchen sind Gelenkknorpelschädigungen beim noch nicht erwachsenen Organismus nicht völlig ausgeschlossen.
    • Bei älteren Menschen mit stark eingeschränkter Nierenfunktion wird Ihr Arzt die Vor- und Nachteile des Einsatzes des Präparates im Einzelfall sorgfältig abwägen.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
    • Das Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol. Das Präparat kann Schwindel und Benommenheit verursachen. Daher sollten Sie wissen, wie Sie auf das Arzneimittel reagieren, bevor Sie Auto fahren, Maschinen bedienen oder andere Tätigkeiten ausüben, die Aufmerksamkeit und Koordination erfordern.

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