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PACLITAXEL HEXAL 6 mg/ml 300mg Infusionslsg.-Konz.

PACLITAXEL HEXAL 6 mg/ml 300mg Infusionslsg.-Konz.
PZN: 01529553
Menge: 1 St
Darreichung: Infusionslösungskonzentrat
Marke:
Hersteller: Hexal AG
€ 1.181,43 19

inkl. MwSt. und Versand

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Produktdetails 

/ Pflichtangaben
  1. Beipackzettel PACLITAXEL HEXAL 6 mg/ml 300mg Infusionslsg.-Konz.

Weitere Produktinformationen

Wirkstoffe
  • 300 mg Paclitaxel
Indikation/Anwendung
  • Das Arzneimittel gehört zu der Arzneimittelgruppe der Zytostatika. Diese werden zur Behandlung von Krebserkrankungen eingesetzt.
  • Das Arzneimittel wird angewendet bei
    • Ovarialkarzinom
      • Zur First-line Chemotherapie von Eierstockkrebs ist dieses Arzneimittel bei Patientinnen mit fortgeschrittenem Eierstockkrebs oder einem Resttumor (> 1 cm) nach vorausgegangener Laparotomie in Kombination mit Cisplatin indiziert.
      • Zur Second-line Chemotherapie von Eierstockkrebs ist das Präparat indiziert für die Behandlung von metastasierendem Ovarialkarzinom nach Versagen einer Standardtherapie mit platinhaltigen Arzneimitteln.
    • Mammakarzinom
      • Das Arzneimittel ist indiziert zur adjuvanten Therapie von Patientinnen mit nodal-positivem Mammakarzinom im Anschluss an eine Anthracyclin-/Cyclophosphamid-Therapie (AC). Die adjuvante Therapie mit dem Arzneimittel sollte als Alternative zu einer verlängerten AC-Therapie angesehen werden.
      • Das Präparat ist zur First-line Chemotherapie bei Patientinnen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasierendem Mammakarzinom entweder in Kombination mit einem Anthracyclin bei Patientinnen, für die eine Anthracyclin-Therapie angezeigt ist, oder in Kombination mit Trastuzumab indiziert, wenn HER2 gemäß immunhistochemischer Bestimmung als 3+ eingestuft und wenn eine anthracyclinhaltige Therapie nicht angezeigt ist.
      • Als Monotherapie ist NeoTaxan für die Behandlung des metastasierenden Mammakarzinoms indiziert bei Patientinnen, bei denen eine Standardtherapie mit Anthracyclinen erfolglos war oder für die eine Therapie mit einem Anthracyclin nicht angezeigt ist.
    • Fortgeschrittenes nicht-kleinzelliges Bronchialkarzinom
      • Neotaxan in Kombination mit Cisplatin ist für die Behandlung des nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms (NSCLC) indiziert bei Patienten, für die potenziell kurative chirurgische Maßnahmen und/oder Strahlentherapie nicht angezeigt sind.
    • AIDS-assoziiertes Kaposi-Sarkom
      • Das Arzneimittel ist indiziert zur Behandlung von Patienten, die an mit AIDS assoziiertem fortgeschrittenem Kaposi-Sarkom (KS) leiden und bei denen die vorausgegangene liposomale Anthracyclin-Therapie erfolglos blieb. Die Daten zur Wirksamkeit in dieser Indikation sind begrenzt.
Dosierung
  • Ihre Ärztin/Ihr Arzt bestimmt die für Sie geeignete Dosis. Die Dosierung ist abhängig von der Körperoberfläche.
  • Wenn Ihre Ärztin/Ihr Arzt nicht anders verordnet, wird die Paclitaxel-Gabe alle 3 Wochen wiederholt.
  • Wegen des möglichen Risikos allergischer Reaktionen werden Sie einige Stunden vor der Paclitaxel-Gabe mit Kortikosteroiden, Antihistaminika und H2-Antagonisten vorbehandelt.
    • Dexamethason
      • Dosis: 20 mg oral* oder i.v.
      • Verabreichung vor Paclitaxel: Bei oraler Verabreichung: ca. 12 und 6 Stunden oder bei i.v.- Verabreichung: 30 bis 60 Minuten
    • Diphenhydramin**
      • Dosis: 50 mg oder i.v.
      • Verabreichung vor Paclitaxel: 30 bis 60 Minuten
    • Cimetidin oder Ranitidin
      • Dosis: 300 mg i.v./500 mg i.v.
      • Verabreichung vor Paclitaxel: 30 bis 60 Minuten
    • * 8 - 20 mg bei KS-Patienten
    • ** oder ein vergleichbares Antihistaminikum, z. B. Chlorpheniramin
  • Erstbehandlung (First-line Chemotherapie) von Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom)
    • Abhängig von der Infusionsdauer werden zwei Dosierungen empfohlen:
      • Paclitaxel 175 mg/m2 Körperoberfläche (KO), intravenös verabreicht über 3 Stunden, gefolgt von Cisplatin 75 mg/m2 KO, in Intervallen von 3 Wochen, oder Paclitaxel 135 mg/m2 KO als Infusion über 24 Stunden, gefolgt von Cisplatin 75 mg/m2 KO, mit 3 Wochen Pause zwischen den Therapiekursen.
  • Sekundärbehandlung von Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom)
    • Die empfohlene Dosierung von Paclitaxel ist 175 mg/m2 KO, verabreicht als Infusion über 3 Stunden, mit 3 Wochen Pause zwischen den Therapiekursen.
  • Adjuvante Chemotherapie des Mammakarzinoms
    • Die empfohlene Dosierung von Paclitaxel ist 175 mg/m2 KO, verabreicht als Infusion über 3 Stunden alle 3 Wochen für vier Therapiekurse im Anschluss an eine Therapie nach AC-Schema.
  • Erstbehandlung (First-line Chemotherapie) des Brustkrebes (Mammakarzinom)
    • Bei Kombination mit Doxorubicin (50 mg/m2 KO) sollte Paclitaxel 24 Stunden nach Doxorubicin angewendet werden. Die empfohlene Dosis für Paclitaxel ist 220 mg/m2, intravenös gegeben über 3 Stunden mit 3 Wochen Pause zwischen den Therapiekursen.
    • Bei Kombination mit Trastuzumab ist die empfohlene Dosierung von Paclitaxel 175 mg/m2 KO, intravenös verabreicht über 3 Stunden, mit 3 Wochen Pause zwischen den Therapiekursen. Die Paclitaxel-Infusion kann am Tag nach der ersten Trastuzumab-Dosis begonnen werden, oder unmittelbar nach einer Folgedosis von Trastuzumab, wenn die vorhergehende Trastuzumab-Dosis gut vertragen wurde (zu Einzelheiten der Anwendung von Trastuzumab siehe entsprechende Gebrauchsinformation).
  • Sekundärbehandlung von Brustkrebs (Mammakarzinom)
    • Die empfohlene Dosierung von Paclitaxel ist 175 mg/m2 KO, verabreicht über einen Zeitraum von 3 Stunden, mit 3 Wochen Pause zwischen den Therapiekursen.
  • Behandlung von fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom (NSCLC)
    • Die empfohlene Dosierung von Paclitaxel ist 175 mg/m2 KO, verabreicht als Infusion über 3 Stunden, gefolgt von Cisplatin 80 mg/m2 KO, mit 3 Wochen Pause zwischen den Therapiekursen.
  • Behandlung von AIDS-assoziiertem KS
    • Die empfohlene Paclitaxel-Dosis beträgt 100 mg/m2 KO, verabreicht als eine dreistündige intravenöse Infusion in zweiwöchigem Abstand.
    • Die Folgedosierung ist abhängig von der Verträglichkeit.
    • Das Arzneimittel sollte erst wieder verabreicht werden, wenn die Neutrophilenzahl >/= 1.500/mm3 (>/= 1.000/mm3 bei KS-Patienten) und die Blutplättchenzahl = 100.000/mm3 (>/= 75.000/mm3 bei KS-Patienten) beträgt. Bei Patienten, bei denen ei-ne schwere Neutropenie (Zahl der Neutrophilen < 500/mm3 für eine Dauer von >/= 7 Tagen) oder eine schwere periphere Neuropathie auftritt, sollte bei nachfolgenden Behandlungskursen eine Dosisreduktion um 20% (25% bei KS-Patienten) erfolgen.
  • Patienten mit Leberfunktionsstörung
    • Die unzureichende Datenlage erlaubt keine Empfehlung für eine Dosisanpassung bei Patienten mit leichter bis mäßiger Leberfunktionsstörung. Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung dürfen nicht mit Paclitaxel behandelt werden.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge angewendet haben als Sie sollten
    • Erste mögliche Anzeichen einer Überdosierung sind Funktionsstörungen des Knochenmarks (Knochenmarkdepression), Empfindungsstörungen in Händen und Füßen (periphere Neuropathie) und Schleimhautentzündungen (Mukositis).
    • Es gibt kein bekanntes Gegenmittel (Antidot) gegen eine Überdosierung.
    • Im Falle einer Überdosierung wird die behandelnde Ärztin/der behandelnde Arzt über das weitere Vorgehen entscheiden.
Art und Weise
  • Das Arzneimittel wird als Dauerinfusion über 3 oder 24 Stunden verabreicht.
  • Handhabung
    • Wie bei allen antineoplastischen Mitteln soll die Handhabung dieses Arzneimittels nur mit Vorsicht erfolgen. Verdünnungen sollten unter aseptischen Bedingungen nur von erfahrenen Personen und in besonders ausgewiesenen Räumen vorgenommen werden.
    • Die Verwendung von Schutzhandschuhen wird empfohlen. Vorsichtsmaßnahmen, um einen Kontakt mit Haut und Schleimhaut zu verhindern, sollten ergriffen werden. Falls die Lösung mit der Haut in Kontakt kommt, muss die Haut sofort und sorgfältig mit Seife und Wasser gesäubert werden. Bei Hautkontakt wurde Kribbeln, Brennen und Rötung gesehen.
    • Falls die Lösung mit Schleimhaut in Berührung kommt, muss eine sorgfältige Spülung mit Wasser erfolgen. Bei Inhalation wurde Dyspnoe, Brustschmerz, Brennen im Rachen und Brechreiz berichtet.
  • Weitere Informationen siehe Gebrauchsinformation.
Nebenwirkungen
  • Wie alle Arzneimittel kann dieses Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
    • Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
    • Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
    • Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1.000 Behandelten
    • Selten: weniger als 1 von 1.000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten
    • Sehr selten: weniger als 1 von 10. 000 Behandelter
    • Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
  • Mögliche Nebenwirkungen
    • Wenn nicht anders angegeben, sind Häufigkeit und Schweregrad der Nebenwirkungen bei Patienten, die dieses Arzneimittel zur Behandlung von Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom), Brustkrebs (Mammakarzinom) oder Bronchialkrebs (NSCLC) erhalten im Allgemeinen ähnlich.
    • Keine der unter diesem Präparat beobachteten Nebenwirkungen war eindeutig vom Alter der Patienten abhängig.
    • In der folgenden Übersicht sind unerwünschte Ereignisse aller Schweregrade gelistet, die im Zusammenhang mit einer Paclitaxel-Monotherapie berichtet wurden:
      • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
        • Sehr häufig: Infektionen (vor allem Infektionen der Harnwege und des oberen Respirationstraktes), es wurden Fälle mit tödlichem Ausgang berichtet
        • Gelegentlich: septischer Schock
        • Selten: Lungenentzündung (Pneumonie), Bauchfellentzündung (Peritonitis), Blutvergiftung (Sepsis)
      • Störungen des Blutbildenden Systems und des Lymphsystems
        • Sehr häufig: Funktionsstörung des Knochenmarks (Myelosuppression) mit starker Verminderung aller oder einer Untergruppe der weißen Blutkörperchen (Leukopenie oder Neutropenie), Verminderung der roten Blutkörperchen (Anämie), Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie), Blutungen
        • Selten: febrile Neutropenie
        • Sehr selten: bestimmte Formen von Blutkrebs (akute myeloische Leukämie, myelodysplastisches Syndrom)
      • Störungen des Immunsystems
        • Sehr häufig: leichte Überempfindlichkeitsreaktionen (34%), hauptsächlich Hautrötung mit Hitzegefühl (Flush) und Hautausschlag
        • Gelegentlich: schwerwiegende, behandlungsbedürftige Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Blutdruckabfall [Hypotonie], Schwellungen von Haut und Schleimhaut [Angioödem], Atemnot, Nesselsucht [generalisierte Urtikaria], Schüttelfrost, Rückenschmerzen, Schmerzen in der Brust, beschleunigter Herzschlag [Tachykardie], Bauchschmerzen, Schmerzen in den Extremitäten, Schwitzen und Blutdruckanstieg)
        • Selten: schwere Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktische Reaktionen)
        • Sehr selten: anaphylaktischer Schock
      • Störungen des Stoffwechsels und der Ernährung
        • Sehr selten: Appetitlosigkeit (Anorexie)
      • Psychiatrische Störungen
        • Sehr selten: Verwirrung
      • Störungen des Nervensystems
        • Sehr häufig: Schädigung des Nervensystems (Neurotoxizität), hauptsächlich Empfindungsstörungen an Händen und Füßen (periphere Neuropathie)
        • Selten: motorische Neuropathie (mit daraus resultierender, wenig ausgeprägter Schwäche in den distalen Extremitäten)
        • Sehr selten: autonome Neuropathie (mit der Folge einer Darmlähmung [paralytischer Ileus] und eines Blutdruckabfalls beim Übergang vom Liegen zum Stehen [orthostatische Hypotonie]), epilepische Anfälle [Grandmal-Anfälle], Schüttelkrämpfe (Konvulsionen), Erkrankung des Gehirns (Enzephalopathie), Schwindel, Kopfschmerzen, Ataxie
      • Störungen des Auges
        • Sehr selten: Störungen am Sehnerv und/oder Sehstörungen (Gesichtsfeldausfall mit Flimmern, Funken oder Blitze sehen [Flimmerskotoma]), vor allem bei Patienten die höhere als die empfohlenen Dosierungen erhielten
      • Störungen des Ohrs und des Labyrinths
        • Sehr selten: Ototoxizität, Hörverlust, Klingeln im Ohr (Tinnitus), Schwindel (Vertigo)
      • Störungen der Herzfunktion
        • Häufig: Verlangsamung des Herzschlags (Bradykardie)
        • Gelegentlich: Herzmuskelerkrankung (Kardiomyopathie), Herzrhythmusstörung mit schneller Herzschlagfolge ohne oder mit Symptomen (asymptomatische ventrikuläre Tachykardie, Tachykardie mit Begeminie, AV-Block und Bewusstlosigkeit [Synkope]), Herzinfarkt
        • Sehr selten: Vorhofflimmern, supraventrikuläre Tachykardie
      • Störungen des Gefäßsystems und des Kreislaufs
        • Sehr häufig: Blutdruckabfall (Hypotonie)
        • Gelegentlich: Blutdruckanstieg (Hypertonie), Blutpfropfbildung (Thrombose), Venenentzündung mit Blutpfropfbildung (Thrombophlebitis)
        • Sehr selten: Schock
      • Störungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums
        • Selten: Atemnot, Flüssigkeitsansammlung im Brustraum (pleurale Effusionen), interstitielle Pneumonie, Lungenfibrose, Lungenembolie, Ateminsuffizienz
        • Sehr selten: Husten
      • Störungen im Magen-Darm-Bereich
        • Sehr häufig: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schleimhautentzündung (Mukositis)
        • Selten: Störungen im Dickdarmbereich (Darmverschluss, Darm-Durchbruch, ischämische Kolitis), Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)
        • Sehr selten: weitere schwere Störungen im Dickdarmbereich (Thrombose im Mesenterium, pseudomembranöse Kolitis, neutropenische Kolitis), Entzündung der Speiseröhre (Ösophagitis), Verstopfung (Obstipation), Bauchwassersucht (Aszites)
      • Störungen der Leber und Gallengänge
        • Sehr selten: Absterben von Leberzellen (hepatische Nekrose), Schädigung des Zentralnervensystems durch eine Leberfunktionsstörung (hepatische Enzephalopathie); es wurden Fälle mit tödlichem Ausgang berichtet
      • Störungen an Haut und Unterhautzellgewebe
        • Sehr häufig: Haarausfall (Alopezie)
        • Häufig: vorübergehende und wenig ausgeprägte Veränderungen an Nägeln und Haut
        • Selten: Juckreiz (Pruritus), Hautausschlag, Hautrötung (Erythem)
        • Sehr selten: Schwere Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom, epidermale Nekrolyse, Erythema multiforme, exfoliative Dermatitis), Nesselsucht (Urtikaria), Ablösung von Nagelplatte und Nagelbett (Onycholyse); Patienten sollten während der Behandlung Sonnenschutz an Händen und Füssen tragen
      • Störungen der Skelettmuskulatur, des Bindegewebes und der Knochen
        • Sehr häufig: Gelenkschmerzen (Arthralgie), Muskelschmerzen (Myalgie)
      • Störungen des Allgemeinbefindens und Beschwerden am Anwendungsort
        • Häufig: Reaktionen an der Injektionsstelle (einschließlich lokalisiertem Ödem, Schmerzen, Hautrötung (Erythem), Hautverhärtung (Induration); nicht beabsichtigtes Austreten der Infusionslösung in das umliegende Gewebe (Extravasation) kann zu Cellulitis, Vermehrung des Bindegewebes (Hautfibrose) und lokalem Absterben der Haut (Hautnekrose) führen
        • Selten: Kraftlosigkeit (Asthenie), Fieber, Wasserverlust (Dehydratation), Ödeme, Unwohlsein
      • Laborwerte
        • Häufig: starke Erhöhung bestimmter Leberwerte (AST [SGOT], alkalische Phosphatase)
        • Gelegentlich: starke Erhöhung des Bilirubinwertes
        • Selten: Anstieg des Kreatinin-Spiegels im Blut
        • Mammakarzinom-Patientinnen, die Paclitaxel zur adjuvanten Chemotherapie im Anschluss an die AC-Therapie erhielten, zeigten häufiger neurosensorische Toxizität, Überempfindlichkeitsreaktionen, Arthralgie/Myalgie, Anämie, Infektionen, Fieber, Übelkeit/Erbrechen und Durchfall als Patientinnen, die nur nach dem AC-Schema behandelt wurden. Die Häufigkeit dieser Ereignisse war jedoch in Übereinstimmung mit der oben berichteten Anwendung von Paclitaxel als Monotherapie.
        • Die häufigste schwerwiegende Nebenwirkung war Knochenmarksuppression. Schwere Neutropenie (< 500/mm3) ohne fiebrige Episoden trat bei 28% der Patienten auf. Nur 1% der Patienten hatte für 7 Tage oder länger eine schwere Neutropenie. Eine Thrombozytopenie wurde bei 11% der Patienten berichtet. 3% der Patienten hatten mindestens einmal während der Studie eine Blutplättchenzahl (Nadir) < 50.000/mm3. Anämie wurde bei 64% der Patienten beobachtet, war aber nur bei 6% schwer (Hb < 5 g/100 ml). Die Inzidenz und die Schwere der Anämie ist abhängig vom Hämoglobin-Ausgangswert.
        • Toxisch-bedingte Schädigungen des Nervensystems (Neurotoxizität; hauptsächlich periphere Neuropathie) trat häufiger und in schwererer Form auf, wenn 175 mg/m2 als 3 Stunden-Infusion (85% Neurotoxizität, 15% schwer), als wenn 135 mg/m2 als 24 Stunden-Infusion (25% periphere Neuropathie, 3% schwer) in Kombination mit Cisplatin verabreicht wurden.
        • Bei NSCLC-Patienten und bei Patientinnen mit Ovarialkarzinom, die Paclitaxel über 3 Stunden gefolgt von Cisplatin erhielten, war die Inzidenz von schwerer Neurotoxizität offensichtlich höher.
        • Periphere Neuropathie kann schon während des ersten Behandlungskurses auftreten, kann sich mit der Häufigkeit der Paclitaxel-Anwendung verstärken und war bei einigen Patienten die Ursache für ein Absetzen von Paclitaxel. Empfindungsstörungen besserten sich bzw. verschwanden im Allgemeinen innerhalb einiger Monate nach Absetzen von Paclitaxel.
        • Eine bereits vorbestehende Neuropathie, als Folge früherer Therapien, stellt keine Kontraindikation für Paclitaxel dar.
        • Gelenk- oder Muskelschmerzen traten bei 60% der Patienten auf und waren bei 13% der Patienten schwer.
        • Eine schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktion mit potenziell letalem Ausgang (definiert als behandlungsbedürftige Hypotonie, Angioödem, Atemnot, die eine bron-chodilatierende Behandlung erforderlich machte oder generalisierte Urtikaria) trat bei zwei (< 1%) Patienten auf. Bei 34% der Patienten (17% aller Therapiekurse) traten leichte Überempfindlichkeitsreaktionen auf. Diese leichten Überempfindlichkeitsreaktionen, hauptsächlich Flush und Hautausschlag, waren nicht behandlungsbedürftig und erforderten kein Absetzen von Paclitaxel.
        • Reaktionen an der Injektionsstelle während der intravenösen Verabreichung können zu lokalisiertem Ödem, Schmerzen, Erythem und Verhärtung führen. Gelegentlich kann Extravasation zu einer Cellulitis führen. Eine Hautabschuppung und/oder Hautablösung wurde berichtet, manchmal im Zusammenhang mit einer Extravasation. Es kann auch zu einer Depigmentierung der Haut kommen. Ein Wiederauftreten von Hautreaktionen an der Stelle einer vorhergegangenen Extravasation, wenn Paclitaxel an einer anderen Stelle injiziert wird (ein sogenannter „Recall"), wurde selten berichtet. Eine spezifische Behandlung von Reaktionen, die durch extravasale Gabe auftreten, ist zur Zeit nicht bekannt.
    • Kombinationsbehandlung
      • Die folgenden Angaben beziehen sich
        • auf zwei Studien zur First-line Chemotherapie des Ovarialkarzinoms (Paclitaxel + Cisplatin: 1050 Patientinnen),
        • auf zwei Phase III-Studien zur First-line Therapie des metastasierenden Mammakarzinoms: in der einen wurde die Kombination mit Doxorubicin (Paclitaxel + Doxorubicin: 267 Patienten), in der anderen die Kombination mit Trastuzumab (eine geplante Subgruppenanalyse Paclitaxel + Trastuzumab: 188 Patientinnen) untersucht und
        • auf zwei Phase III-Studien zur Behandlung des fortgeschrittenen NSCLC (Paclitaxel + Cisplatin: mehr als 360 Patienten)
          In der First-line Chemotherapie des Ovarialkarzinoms traten bei Patientinnen, die mit Paclitaxel als Infusion über 3 Stunden gefolgt von Cisplatin behandelt wurden, Neuro-toxizität, Arthralgie/Myalgie und Überempfindlichkeitsreaktionen häufiger und in schwererer Form auf als bei Patientinnen, die mit Cyclophosphamid gefolgt von Cis-platin behandelt wurden. Myelosuppression schien bei Verabreichung des Präparates über 3 Stunden gefolgt von Cisplatin weniger häufig und weniger schwerwiegend zu sein als bei Verabreichung von Cyclophosphamid gefolgt von Cisplatin.
        • In der First-line Chemotherapie des metastasierenden Mammakarzinoms traten Neutropenie, Anämie, periphere Neuropathie, Arthralgie/Myalgie, Asthenie, Fieber und Diarrhö nach Paclitaxel-Therapie (220 mg/m2 als 3-stündige Infusion 24 Stunden nach Doxorubicin 50 mg/m2) häufiger und schwerwiegender auf als nach Standard FAC-Therapie (5-FU 500 mg/m2 , Doxorubicin 50 mg/m2 , Cyclophosphamid 500 mg/m2 ). Übelkeit und Erbrechen schienen mit dem Paclitaxel (220 mg/m2)/Doxorubicin (50 mg/m2)-Dosierungsschema weniger häufig und mit geringerem Schweregrad als mit dem Standard FAC-Schema aufzutreten.
        • Der Einsatz von Kortikosteroiden kann zur geringeren Häufigkeit und Schwere von Übelkeit und Erbrechen in der Paclitaxel/Doxorubicin-Gruppe beigetragen haben.
        • Wenn Paclitaxel als 3-stündige Infusion in Kombination mit Trastuzumab zur First-line Therapie des metastasierenden Mammakarzinoms verabreicht wurde, wurden die folgenden Ereignisse häufiger berichtet als unter Paclitaxel-Monotherapie (unabhängig von einem Zusammenhang mit Paclitaxel oder Trastuzumab):
          • Herzinsuffizienz (8% vs. 1%), Infektion (46% vs. 27%), Schüttelfrost (42% vs. 4%), Fieber (47% vs. 23%) Husten (42% vs. 22%), Hautausschlag (39% vs. 18%), Arthralgie (37% vs. 21%), Tachykardie (12% vs. 4%), Diarrhö (45% vs. 30%), Hypertonie (11% vs. 3%), Nasenbluten (18% vs. 4%), Akne (11% vs. 3%), Herpes simplex (12% vs. 3%), unbeabsichtigte Verletzungen (13% vs. 3%), Schlaflosigkeit (25% vs. 13%), Rhinitis (22% vs. 5%), Sinusitis (21% vs. 7%), sowie Reaktionen an der Injektionsstelle (7% vs. 1%). Einige dieser Unterschiede könnten auf eine höhere Anzahl und längere Dauer von Therapiekursen mit der Paclitaxel/Trastuzumab-Kombination gegenüber der Paclitaxel-Monotherapie zurückzuführen sein. Schwere Nebenwirkungen wurden für Paclitaxel/Trastuzumab und Paclitaxel-Monotherapie ähnlich häufig berichtet.
        • Bei Verabreichung von Doxorubicin in Kombination mit Paclitaxel bei metastasierendem Mammakarzinom wurde eine Minderung der Herzkontraktion (= 20% Verringerung der links-ventrikulären Ejektions-Fraktion) bei 15% der Patienten gegenüber 10% beim Standard FAC-Dosierungsschema beobachtet. Herzinsuffizienz wurde bei < 1% sowohl im Paclitaxel/Doxorubicin- als auch im Standard FAC-Arm beobachtet.
        • Wenn Paclitaxel in Kombination mit Trastuzumab bei Patienten, die zuvor mit Anthracyclinen behandelt wurden, angewandt wurde, erhöhte sich die Häufigkeit und Schwere einer Herzinsuffizienz im Vergleich zur Paclitaxel-Monotherapie (NYHA Klasse I/II: 10% vs. 0%; NYHA Klasse III/IV: 2% vs. 1%) und wurde selten mit Todesfällen in Verbindung gebracht (siehe Fachinformation von Trastuzumab). Außer in diesen seltenen Fällen sprachen alle Patienten auf eine angemessene medizinische Behandlung an.
        • Bei Patientinnen, die gleichzeitig eine Strahlentherapie erhalten hatten, wurde eine Strahlenpneumonitis berichtet.
    • AIDS-assoziiertes KS
      • Mit Ausnahme von hämatologischen und hepatischen unerwünschten Wirkungen (siehe unten) waren die Häufigkeit und der Schweregrad der unerwünschten Wirkungen im Allgemeinen bei KS-Patienten (in einer klinischen Studie mit 107 Patienten) und Patienten, die eine Paclitaxel-Monotherapie gegen andere solide Tumore erhielten, ähnlich.
      • Störungen des Blutes und des Lymphsystems
        • Knochenmarkssuppression war die häufigste dosislimitierende Toxizität. Neutropenie ist die wichtigste hämatologische Toxizität. Während des ersten Behandlungszyklus kam es bei 20% der Patienten zu einer schweren Neutropenie (< 500 Zellen/mm3). Über den gesamten Behandlungszeitraum wurde bei 39% der Patienten eine schwere Neutropenie beobachtet. Bei 41% der Patienten dauerte die Neutropenie länger als 7 Tage und bei 8% der Patienten länger als 30 - 35 Tage an. Bei allen nachbeobachteten Patienten klang die Neutropenie innerhalb von 35 Tagen ab. Die Inzidenz einer mindestens 7 Tage dauernden Grad-4-Neutropenie betrug 22%.
        • Neutropenisches Fieber in Zusammenhang mit Paclitaxel trat bei 14% der Patienten und 1,3% der Behandlungszyklen auf.
        • Während der Paclitaxel-Anwendung kam es in Zusammenhang mit dem Arzneimittel zu 3 septischen Zwischenfällen (2,8%) mit tödlichem Ausgang.
        • Thrombozytopenie wurde bei 50% der Patienten beobachtet, bei 9% in schwerer Form (< 50.000 Zellen/mm3). Nur bei 14% der Patienten kam es im Verlauf der Behandlung mindestens einmal zu einem Abfall der Blutplättchenzahl unter 75.000 Zellen/mm3. Von Blutungen in Zusammenhang mit Paclitaxel berichteten < 3% der Patienten, hämorrhagische Zwischenfälle traten jedoch lokalisiert auf.
        • Anämie (Hb < 11g/dl) wurde bei 61% der Patienten beobachtet, bei 10% in schwerer Form (Hb < 8 g/dl). Bei 21% der Patienten war eine Erythrozyten-Transfusion erforderlich.
      • Hepato-billiäre Störungen
        • Unter den Patienten (mehr als die Hälfte der Patienten erhielten Proteaseinhibitoren) mit normalen Ausgangswerten der Leberfunktion wurden bei 28% eine Erhöhung der Bilirubinwerte, bei 43% eine Erhöhung der alkalischen Phosphatase und bei 44% eine Erhöhung der AST (SGOT)-Werte beobachtet. Bei jedem dieser Parameter waren die Werte in 1% der Fälle stark erhöht.
  • Setzen Sie sich beim Auftreten von Nebenwirkungen bitte sofort mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt in Verbindung und besprechen Sie das weitere Vorgehen.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, die nicht aufgeführt sind, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit.
Wechselwirkungen
  • Bei Anwendung mit anderen Arzneimitteln
    • Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
    • Für die Erstbehandlung von Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) wird empfohlen, das Arzneimittel vor Cisplatin zu verabreichen. Wenn das Arzneimittel vor Cisplatin gegeben wird, ist die Verträglichkeit die gleiche wie berichtet, wenn das Arzneimittel als Monotherapie gegeben wird.
    • Wird Paclitaxel nach Cisplatin verabreicht, zeigten die Patienten eine ausgeprägtere Einschränkung der Knochenmarkfunktion und eine Abnahme der Paclitaxel-Ausscheidung um ca. 20%. Patienten, die mit Paclitaxel und Cisplatin behandelt werden, können ein höheres Risiko für ein Nierenversagen haben, als nach alleiniger Cisplatin-Behandlung von gynäkologischen Tumoren.
    • Da die Ausscheidung von Doxorubicin und seiner aktiven Metaboliten verringert sein kann, wenn Paclitaxel und Doxorubicin in kürzeren Zeitabständen verabreicht werden, sollte Paclitaxel in der First-line Chemotherapie des metastasierenden Mammakarzinoms 24 Stunden nach Doxorubicin angewandt werden.
    • Paclitaxel wird über bestimmte Enzyme (Cytochrom P450-Isoenzyme CYP2C8 und CYP3A4) verstoffwechselt. Aufgrund begrenzter Daten sollte die gleichzeitige Verabreichung von Paclitaxel und Stoffen, die bekannterweise über das Enzym CYP3A4 verstoffwechselt werden oder dieses hemmen, mit Vorsicht verabreicht werden. Ketoconazol, welches ebenfalls über CYP3A4 verstoffwechselt wird, kann hingegen gleichzeitig mit dem Präparat ohne Dosisanpassung verabreicht werden.
    • Studien mit KS-Patienten, die eine umfangreiche Begleitmedikation erhielten, lassen vermuten, dass die systemische Clearance von Paclitaxel in Gegenwart von Nelfinavir und Ritonavir signifikant verringert war, nicht aber in Gegenwart von Indinavir.
    • Zu Wechselwirkungen mit anderen Proteaseinhibitoren liegen keine ausreichenden Informationen vor. Folglich sollte Paclitaxel bei Patienten, die Proteaseinhibitoren als Begleitmedikation erhalten, vorsichtig angewendet werden
Gegenanzeigen
  • Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
    • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Paclitaxel oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels sind.
    • in der Schwangerschaft und Stillzeit
    • bei Patienten, bei denen bei Behandlungsbeginn die Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen (Neutrophile) zu niedrig ist (< 1.500 Zellen/mm3) (< 1.000/mm3 bei KS-Patienten).
    • bei KS-Patienten mit gleichzeitig auftretenden schwerwiegenden, unkontrollierten Infektionen.
Schwangerschaft und Stillzeit
  • Schwangerschaft
    • Erfahrungen über die Anwendung von Paclitaxel bei Schwangeren liegen nicht vor. Wie andere zytotoxische Arzneimittel kann Paclitaxel bei Gabe in der Schwangerschaft zu Schäden am Fötus führen.
    • Paclitaxel ist bei Schwangeren kontraindiziert.
    • Während der Behandlung mit Paclitaxel wird die Verwendung von Kontrazeptiva empfohlen, falls dennoch eine Schwangerschaft eintritt, ist der behandelnde Arzt sofort zu informieren.
  • Stillzeit
    • Es ist nicht bekannt, ob Paclitaxel in die Muttermilch übergeht.
    • Paclitaxel ist bei Stillenden kontraindiziert. Während der Behandlung mit Paclitaxel ist abzustillen.
Patientenhinweise
  • Besondere Vorsicht bei der Anwendung ist erforderlich
    • Vorsichtsmaßnahmen vor Anwendung des Arzneimittels
      • Ihre Ärztin/Ihr Arzt wird vor jeder Anwendung Ihr Blutbild kontrollieren.
    • Welche Vorsichtsmaßnahmen müssen bei der Anwendung des Arzneimittels beachtet werden?
      • Das Präparat darf nur unter der Aufsicht eines in der Zytostatikatherapie erfahrenen Arztes angewendet werden. Da es zu schweren Überempfindlichkeitsreaktionen kommen kann, soll eine Ausrüstung für die Notfallbehandlung vorhanden sein.
      • Wenn Sie erhalten, wird Ihre Ärztin/Ihr Arzt Ihnen vorher andere Arzneimittel (Corticosteroide, Antihistaminika und H2-Antagonisten) verabreichen, damit Sie die Behandlung besser vertragen. Das Arzneimittel soll, wenn in Kombination eingesetzt, vor Cisplatin verabreicht werden.
      • Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen, gekennzeichnet durch behandlungsbedürftige Atemnot und Blutdruckabfall, Schwellungen der Haut und Schleimhäute (Angioödem) und Nesselsucht (generalisierte Urtikaria), sind auch nach einer geeigneten Vorbehandlung gesehen worden. Ihre Ärztin/Ihr Arzt wird gegebenenfalls die Paclitaxel-Infusion absetzen und Sie den Erfordernissen entsprechend behandeln.
      • Wenn das Arzneimittel in Kombination mit Doxorubicin und Trastuzumab angewendet wird, sollte zu Beginn und während der Behandlung (z. B. alle drei Monate [bei Auffälligkeiten häufiger]) die Herzfunktion durch kardiologische Untersuchungen (EKG, Echokardiogramm, MUGA-Scan) sorgfältig überwacht werden.
      • Das Arzneimittel muss mit Vorsicht eingesetzt werden, wenn Sie in der Vergangenheit Empfindungsstörungen in Händen und Füßen hatten (sog. periphere Neuropathie, die meist durch anhaltendes Taubheitsgefühl, Kribbeln und/oder Schmerzen gekennzeichnet ist), wenn sich Ihr Blutbild ändert (z. B. aufgrund zurückliegender Behandlungen) oder wenn Sie Probleme mit dem Herzen, dem Herz-Kreislauf-System (niedriger Blutdruck, hoher Blutdruck, verlangsamte Herztätigkeit) oder der Leber (Leberfunktionsstörungen) haben. Sie sollten sicherstellen, dass Ihre behandelnde Ärztin/Ihr behandelnder Arzt über Ihre augenblickliche gesundheitliche Situation und alle vorausgegangenen Behandlungen informiert ist.
      • Das Arzneimittel sollte bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung nicht eingesetzt werden.
      • Pseudomembranöse Kolitis (eine schwere Form der Dickdarmentzündung) wurde in seltenen Fällen berichtet. Darunter waren auch Patienten, die nicht gleichzeitig mit Antibiotika behandelt wurden. Eine solche Reaktion sollte bei der Differenzialdiagnose von Fällen von schwerem oder anhaltendem Durchfall, die während oder kurz nach einer Paclitaxel-Behandlung auftreten, in Erwägung gezogen werden.
      • Bei KS-Patienten tritt selten eine schwere Mukositis auf. Sollte es jedoch zu schweren Reaktionen kommen, sollte die Dosis um 25% reduziert werden.
    • Warnhinweise
      • Dieses Arzneimittel enthält Alkohol. Es kann daher das zentrale Nervensystem beeinflussen und sollte nicht angewendet werden bei Erkrankungen der Leber, Alkoholkranken, Epileptikern, Hirngeschädigten. Die Wirkung anderer Arzneimittel kann beeinträchtigt oder verstärkt werden.
      • Durch einige zusätzliche Bestandteile kann es zu Überempfindlichkeitsreaktionen (Blutdruckabfall, Kreislaufstörungen, Atemnot, Hitzewallungen) kommen.
  • Kinder
    • Es liegen keine Untersuchungen zur Wirksamkeit und Unbedenklichkeit von Paclitaxel bei Kindern vor. Eine Anwendung bei Kindern wird daher nicht empfohlen.
  • Ältere Menschen
    • Es liegen keine Untersuchungen zur Wirksamkeit und Unbedenklichkeit von Paclitaxel bei älteren Patienten (über 65 Jahre) vor.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
    • Die Fähigkeit zum Autofahren oder zum Bedienen von Maschinen wird durch den Wirkstoff (Paclitaxel) wahrscheinlich nicht beeinträchtigt. Aufgrund des Alkoholgehalts kann das Reaktionsvermögen jedoch beeinträchtigt werden.

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