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LAMOTRIGIN Atid 25 mg Tabletten

LAMOTRIGIN Atid 25 mg Tabletten
PZN: 01602557
Menge: 50 St
Darreichung: Tabletten
Marke:
Hersteller: Dexcel Pharma GmbH
€ 12,03 19

inkl. MwSt. zzgl. Versand

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Weitere Produktinformationen

Wirkstoffe
  • 25 mg Lamotrigin
Indikation/Anwendung
  • Das Präparat gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Antiepileptika bezeichnet werden. Es wird bei zwei Krankheitsbildern angewendet - Epilepsie und bipolare Störung
  • Bei der Behandlung der Epilepsie wirkt das Präparat durch Hemmung der Signale im Gehirn, die die epileptischen Anfälle auslösen.
    • Bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 13 Jahren kann das Präparat allein oder zusammen mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der Epilepsie angewendet werden. Das Präparat kann zusammen mit anderen Arzneimitteln auch zur Behandlung von Anfällen angewendet werden, die bei dem so genannten Lennox-Gastau-Syndrom auftreten.
    • Bei Kindern zwischen 2 und 12 Jahren kann das Präparat bei den genannten Krankheitsbildern zusammen mit anderen Arzneimitteln angewendet werden. Zur Behandlung einer bestimmten Form der Epilepsie, den so genannten typischen Absencen, kann es allein angewendet werden.
  • Bei der bipolaren Störung ist Lamotrigin ebenfalls wirksam. Menschen mit einer bipolaren Störung (gelegentlich auch als manisch-depressive Erkrankung bezeichnet) leiden unter extremen Stimmungsschwankungen, bei denen sich Phasen der Manie (Erregung oder Euphorie) mit Phasen der Depression (tiefe Traurigkeit oder Hoffnungslosigkeit) abwechseln.
  • Bei Erwachsenen ab 18 Jahren kann Lamotrigin allein oder gemeinsam mit anderen Arzneimitteln angewendet werden, um die bei der bipolaren Störung auftretenden depressiven Phasen zu verhindern. Wie Lamotrigin dabei im Gehirn wirkt, ist noch nicht bekannt.
Dosierung
  • Nehmen Sie das Präparat immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
  • Es kann einige Zeit dauern, die für Sie richtige Dosis zu finden. Sie ist davon abhängig:
    • wie alt Sie sind
    • ob Sie das Präparat zusammen mit anderen Arzneimitteln einnehmen.
    • ob Sie Probleme mit Ihren Nieren oder Ihrer Leber haben
  • Ihr Arzt wird Ihnen zunächst eine niedrige Dosis verordnen und diese über einige Wochen schrittweise erhöhen, bis die für Sie wirksame Dosis erreicht ist. Nehmen Sie niemals mehr Lamotrigin ein, als Ihr Arzt Ihnen verordnet hat.
  • Die übliche wirksame Dosis für Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahren liegt zwischen 100 mg und 400 mg pro Tag.
  • Lamotrigin ist nicht für die Anwendung bei Kindern unter 2 Jahren empfohlen.
  • Für Kinder von 2 bis 12 Jahren hängt die wirksame Dosis vom jeweiligen Körpergewicht des Kindes ab.
  • Üblicherweise liegt sie zwischen 1 mg und 15 mg pro Kilogramm Körpergewicht des Kindes und Tag und beträgt maximal 400 mg pro Tag.
  • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung des Präparates zu stark oder zu schwach ist.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • Wenden Sie sich umgehend an einen Arzt oder Apotheker. Falls möglich, zeigen Sie die Arzneimittelpackung vor.
    • Bei Patienten, die zu große Mengen des Präparates eingenommen hatten, traten einige der folgenden Beschwerden auf:
      • rasche, unkontrollierbare Augenbewegungen (Nystagmus)
      • unbeholfene Bewegungen und fehlende Abstimmung der Bewegungsabläufe (Koordinationsstörungen), die das Gleichgewicht beeinträchtigen (Ataxie)
      • Bewusstseinsverlust oder Koma.

 

  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Nehmen Sie nicht zusätzliche Tabletten oder die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
    • Wenn Sie die Einnahme einer Dosis vergessen haben, lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten, wie Sie die Behandlung mit Lamotrigin fortsetzen sollen. Es ist wichtig, dass Sie das tun.

 

  • Dauer der Anwendung
    • Brechen Sie die Einnahme des Präparates nicht ohne ärztlichen Rat ab
    • Nehmen Sie das Arzneimittel so lange ein, wie es Ihr Arzt Ihnen empfiehlt. Brechen Sie die Einnahme des Präparates nicht ab, es sei denn, Ihr Arzt rät es Ihnen.
    • Wenn Sie Lamotrigin wegen Epilepsie einnehmen:
      • Bei der Beendigung der Einnahme von Lamotrigin ist es wichtig, dass Ihre Dosis über etwa 2 Wochen schrittweise verringert wird. Wenn Sie die Einnahme des Präparates plötzlich beenden, kann Ihre Epilepsie erneut auftreten oder sich verschlimmern.
    • Wenn Sie das Präparat wegen einer bipolaren Störung einnehmen
      • Es kann einige Zeit dauern, bis Lamotrigin seine Wirkung entfaltet, so dass Sie sich wahrscheinlich nicht sofort besser fühlen. Wenn Sie die Einnahme von Lamotrigin beenden, muss Ihre Dosis nicht schrittweise verringert werden. Dennoch sollten Sie erst mit Ihrem Arzt sprechen, wenn Sie die Einnahme von Lamotrigin beenden möchten.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Art und Weise
  • Nehmen Sie Ihre Dosis je nach Anweisung des Arztes entweder einmal oder zweimal täglich ein. Sie können sie mit oder unabhängig von den Mahlzeiten einnehmen.
  • Ihr Arzt wird Ihnen möglicherweise auch dazu raten, gleichzeitig andere Arzneimittel einzunehmen oder die Einnahme anderer Arzneimittel zu beenden. Das hängt davon ab, welche Krankheit bei Ihnen behandelt wird und wie Sie auf die Behandlung ansprechen.
    • Schlucken Sie Ihre Tabletten im Ganzen. Zerbrechen, kauen oder zerkleinern Sie die Tabletten nicht.
    • Nehmen Sie immer die volle Dosis ein, die Ihnen Ihr Arzt verordnet hat. Nehmen Sie niemals nur einen Teil einer Tablette ein.
Nebenwirkungen
  • Wie alle Arzneimittel kann das Präparat Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem Behandelten auftreten müssen.
  • Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zu Grunde gelegt:
    • sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
    • häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
    • gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1000
    • selten: 1 bis 10 Behandelte von 10 000
    • sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10 000
    • nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
  • Potenziell schwerwiegende Reaktionen: nehmen Sie umgehend die Hilfe eines Arztes in Anspruch.
  • Bei einer kleinen Anzahl von Patienten, die das Präparat einnehmen, kommt es zu allergischen Reaktionen oder potenziell schweren Hautreaktionen, die sich zu ernsten oder sogar lebensbedrohlichen Problemen entwickeln können, wenn sie nicht behandelt werden.
  • Diese Symptome treten eher während der ersten paar Monate der Behandlung mit Lamotrigin auf, insbesondere wenn die Anfangsdosis zu hoch ist, wenn die Dosis zu schnell gesteigert wird oder wenn Lamotrigin mit einem anderen Arzneimittel namens Valproat eingenommen wird.
  • Einige der Symptome treten häufiger bei Kindern auf, weshalb die Eltern auf sie besonders Acht geben sollten.
  • Zu den Anzeichen und Beschwerden dieser Reaktionen zählen:
    • Hautausschläge oder Rötung, welche sich zu schweren Hautreaktionen entwickeln können, einschließlich ausgedehntem Ausschlag mit Blasen und sich abschälender Haut, insbesondere um Mund, Nase, Augen und Genitalbereich (Stevens-Johnson Syndrom), ausgeprägtes Abschälen der Haut (mehr als 30 % der Körperoberfläche - toxische epidermale Nekrolyse)
    • eine Entzündung von Mund oder Augen
    • Fieber, grippeähnliche Symptome oder Benommenheit
    • Schwellungen im Gesicht oder geschwollene Drüsen in Hals, Achselhöhlen oder Leistengegend
    • unerwartete Blutungen oder blaue Flecken oder Blaufärbung der Finger
    • eine Halsentzündung oder häufigere Infektionen (z.B. Erkältungen) als üblich.
  • In vielen Fällen sind diese Beschwerden Zeichen weniger schwerwiegender Nebenwirkungen. Aber Ihnen muss bewusst sein, dass sie möglicherweise auch schwer verlaufen können und sich zu ernsten Problemen, wie Organversagen, entwickeln können, wenn sie nicht behandelt werden. Sollten Sie also irgendwelche dieser Beschwerden bei sich bemerken:
    • Suchen Sie umgehend einen Arzt auf. Er wird möglicherweise entscheiden, Leber-, Nieren- oder Blutuntersuchungen durchzuführen und eventuell anordnen, die Einnahme des Präparates zu beenden.
  • Sehr häufige Nebenwirkungen
    • Kopfschmerzen
    • Schwindelgefühl
    • Schläfrigkeit oder Benommenheit
    • unbeholfene Bewegungen und fehlende Abstimmung der Bewegungsabläufe (Koordinationsstörungen/Ataxie)
    • Doppeltsehen oder Verschwommensehen
    • Übelkeit oder Erbrechen
    • Hautausschlag.
  • Häufige Nebenwirkungen
    • Aggressivität oder Reizbarkeit
    • rasche, unkontrollierbare Augenbewegungen (Nystagmus)
    • Schütteln oder Zittern (Tremor)
    • Schlafstörungen
    • Durchfall
    • Mundtrockenheit
    • Müdigkeit
    • Schmerzen in Rücken oder Gelenken oder anderswo.
  • Seltene Nebenwirkungen
    • juckende Augen mit Schleimabsonderung und verkrusteten Augenlidern (Bindehautentzündung)
    • eine schwere Hauterkrankung (Stevens-Johnson-Syndrom)
  • Sehr seltene Nebenwirkungen
    • Halluzinationen ('Sehen' oder 'Hören' von Dingen, die gar nicht da sind)
    • Verwirrtheit oder Ruhelosigkeit
    • 'wackliger' oder unsicherer Gang beim Umherlaufen
    • unkontrollierbare Körperbewegungen (Tics), unkontrollierbare Muskelkrämpfe, die Augen,Kopf und Rumpf betreffen (Choreoathetose), oder andere ungewöhnliche Körperbewegungen wie Ruckeln, Schütteln oder Steifigkeit
    • Eine Gruppe von Symptomen, die zusammen einschließen:
      • Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, steifer Nacken und extreme Empfindlichkeit gegenüber hellem Licht. Dies kann durch eine Entzündung der Membranen, die das Gehirn und das Rückenmark umgeben, verursacht werden (Meningitis)
    • eine schwere Hautreaktion (toxische epidermale Nekrolyse)
    • Zunahme der Anfälle bei Patienten, die bereits eine Epilepsie haben
    • Veränderungen der Leberfunktion, die durch Blutuntersuchungen festgestellt werden, oder Leberversagen
    • Veränderungen des Blutbildes, einschließlich verminderte Anzahl an roten Blutkörperchen (Anämie), verminderte Anzahl an weißen Blutkörperchen (Leukopenie, Neutropenie, Agranulozytose), verminderte Anzahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie), verminderte Anzahl all dieser Blutzellen (Panzytopenie) und eine als aplastische Anämie bezeichnete Erkrankung des Knochenmarks
    • eine schwerwiegende Blutgerinnungsstörung, die unerwartete Blutungen und blaue Flecken hervorrufen kann (disseminierte intravaskuläre Gerinnung)
    • Fieber
    • Schwellungen im Gesicht (Ödem) oder geschwollene Drüsen in Hals, Achselhöhlen oder Leistengegend (Lymphadenopathie)
    • Verschlimmerung der Beschwerden einer bestehenden Parkinson-Krankheit.
  • Es hat Berichte über Knochenerkrankungen einschließlich Osteopenie und Osteoporose (Knochenschwund) und Frakturen gegeben. Sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie eine Langzeitbehandlung mit Antiepileptika erhalten, Osteoporose in der Vorgeschichte haben oder Steroide einnehmen.
  • Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie heftig und schwer beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht angegeben sind.

 

 

Wechselwirkungen
  • Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben oder mit der Einnahme/Anwendung neuer Arzneimittel beginnen, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel oder pflanzliche Arzneimittel handelt.
  • Ihr Arzt muss wissen, ob Sie andere Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie oder psychischen Erkrankungen einnehmen. Dadurch wird sichergestellt, dass Sie die richtige Dosis von Lamotrigin einnehmen. Zu diesen Arzneimitteln zählen:
    • Oxcarbazepin, Felbamat, Gabapentin, Levetiracetam, Pregabalin, Topiramat oder Zonisamid zur Behandlung der Epilepsie
    • Lithium oder Olanzapin zur Behandlung psychischer Probleme
    • Bupropion zur Behandlung psychischer Probleme oder zur Raucherentwöhnung
  • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines dieser Medikamente einnehmen.
  • Einige Arzneimittel und dieses Präparat können sich bei gleichzeitiger Gabe gegenseitig beeinflussen oder die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass bei Ihnen Nebenwirkungen auftreten. Hierzu zählen:
    • Valproat zur Behandlung von Epilepsie und psychischen Problemen
    • Carbamazepin zur Behandlung von Epilepsie und psychischen Problemen
    • Phenytoin, Primidon oder Phenobarbital zur Behandlung der Epilepsie
    • Risperidon zur Behandlung von psychischen Problemen
    • Rifampicin, ein Antibiotikum
    • eine Kombination aus Lopinavir und Ritonavir zur Behandlung einer Infektion mit dem Humanen-Immunodefizienz-Virus (HIV)
    • hormonelle Empfängnisverhütungsmittel, z.B. die 'Pille' (siehe weiter unten)
  • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines dieser Medikamente einnehmen, die Einnahme beginnen oder beenden.
  • Hormonelle Empfängnisverhütungsmittel (wie z.B. die 'Pille') können die Wirkungsweise von Lamotrigin beeinflussen.
    • Ihr Arzt wird Ihnen möglicherweise empfehlen, ein besonderes hormonelles Empfängnisverhütungsmittel oder eine andere Empfängnisverhütungsmethode anzuwenden, wie z.B. Kondome, ein Pessar oder eine Spirale. Wenn Sie ein hormonelles Empfängnisverhütungsmittel wie die 'Pille' anwenden, wird Ihr Arzt Ihnen möglicherweise Blut abnehmen, um den Blutspiegel von Lamotrigin zu kontrollieren.
    • Falls Sie ein hormonelles Empfängnisverhütungsmittel anwenden oder vorhaben, mit der Anwendung zu beginnen:
      • Sprechen Sie vorher mit Ihrem Arzt über die für Sie geeignete Methode zur Empfängnisverhütung
    • Umgekehrt kann das Präparat auch die Wirkungsweise hormoneller Empfängnisverhütungsmittel beeinflussen, die Abnahme ihrer Wirksamkeit ist aber unwahrscheinlich. Falls Sie ein hormonelles Empfängnisverhütungsmittel anwenden und irgendwelche Veränderungen ihrer Regelblutung, wie Zwischen- oder Schmierblutungen, bemerken:
      • Informieren Sie Ihren Arzt, da dies Zeichen dafür sein können, dass das Präparat die Wirkungsweise Ihres Empfängnisverhütungsmittels beeinträchtigt.
Gegenanzeigen
  • Das Präparat darf nicht eingenommen werden,
    • wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Lamotrigin oder einen der sonstigen Bestandteile sind
  • Falls dies auf Sie zutrifft, dann:
    • Informieren Sie Ihren Arzt und nehmen Sie das Präparat nicht ein.
Schwangerschaft und Stillzeit
  • Schwangerschaft
    • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind, schwanger sein könnten oder planen, schwanger zu werden.
    • Für Babys, deren Mütter während der Schwangerschaft Lamotrigin einnahmen, kann ein erhöhtes Risiko für Geburtsfehler bestehen. Zu diesen Geburtsfehlern zählen Lippen- oder Gaumenspalten.
    • Falls Sie planen, schwanger zu werden, oder schwanger sind, wird Ihr Arzt Ihnen möglicherweise empfehlen, zusätzlich Folsäure einzunehmen.
    • Eine Schwangerschaft kann auch die Wirksamkeit von Lamotrigin beeinflussen, so dass eventuell Blutuntersuchungen durchgeführt werden müssen und die Dosierung von Lamotrigin eventuell angepasst wird.
  • Stillzeit
    • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie stillen oder vorhaben zu stillen. Der Wirkstoff des Präparates tritt in die Muttermilch über und kann möglicherweise Ihr Baby beeinträchtigen.
    • Ihr Arzt wird mit Ihnen über Risiken und Nutzen des Stillens während der Einnahme des Präparates sprechen und Ihr Baby von Zeit zu Zeit untersuchen, falls Sie sich entscheiden zu stillen.
Patientenhinweise
  • Besondere Vorsicht bei der Einnahme des Präparates ist erforderlich.
  • Bevor Sie das Präparat einnehmen, muss Ihr Arzt wissen:
    • ob Sie Probleme mit Ihren Nieren haben
    • ob Sie jemals während der Einnahme von Lamotrigin oder anderen Medikamenten gegen Epilepsie oder gegen bipolare Störung einen Hautausschlag hatten
    • ob Sie bereits ein Arzneimittel einnehmen, das Lamotrigin enthält.
  • Falls irgendetwas davon auf Sie zutrifft, dann informieren Sie Ihren Arzt, der möglicherweise entscheidet, Ihre Dosis zu verringern oder dass das Präparat nicht für Sie geeignet ist.
  • Wichtige Information über potenziell schwerwiegende Reaktionen
    • Bei einer kleinen Anzahl von Patienten, die Lamotrigin einnehmen, kommt es zu allergischen Reaktionen oder potenziell schwerwiegenden Hautreaktionen, die sich zu ernsten Problemen entwickeln können, wenn sie nicht behandelt werden. Sie müssen die Symptome kennen, auf die Sie achten müssen, während Sie Lamotrigin einnehmen.
    • Lesen Sie die Beschreibung dieser Symptome in der Kategorie "Nebenwirkungen" unter ´Potenziell schwerwiegende Reaktionen: nehmen Sie umgehend die Hilfe eines Arztes in Anspruch´.
  • Gedanken an eine Selbstschädigung oder Selbsttötung
    • Antiepileptika werden angewendet zur Behandlung unterschiedlicher Umstände, einschließlich Epilepsie und bipolare Störung. Bei Patienten mit einer bipolaren Störung können mitunter Gedanken aufkommen, sich selbst zu schädigen oder Selbsttötung zu begehen. Falls Sie eine bipolare Störung haben, werden Sie möglicherweise eher solche Gedanken haben:
      • wenn Sie erstmals mit der Behandlung beginnen
      • wenn Sie bereits früher daran gedacht haben, sich selbst zu schädigen oder Selbsttötung zu begehen
      • wenn Sie unter 25 Jahre alt sind.
    • Gelegentlich können auch bei Patienten mit Epilepsie Gedanken aufkommen, sich selbst zu schädigen oder Selbsttötung zu begehen. Eine geringe Anzahl von Patienten, die wegen einer bipolaren Störung oder einer Epilepsie mit Lamotrigin behandelt wurden, hatte derartige Gedanken.
    • Falls Sie entsprechende beunruhigende Gedanken oder Erfahrungen haben oder merken, dass Sie sich während der Behandlung mit Lamotrigin schlechter fühlen oder dass neue Beschwerden auftreten: Gehen Sie so schnell wie möglich zum Arzt oder suchen Sie das nächstgelegene Krankenhaus auf.
  • Wenn Sie das Präparat zur Behandlung der Epilepsie einnehmen:
    • Die Anfälle im Rahmen einiger Formen der Epilepsie können sich gelegentlich verstärken oder häufiger auftreten, während Sie das Präparat einnehmen. Bei einigen Patienten können schwere epileptische Anfälle auftreten, die zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen können. Falls während der Einnahme von Lamotrigin Ihre Anfälle häufiger auftreten oder es bei Ihnen zu einem schweren Anfall kommt: suchen Sie so schnell wie möglich einen Arzt auf.
  • Lamotrigin darf bei Patienten unter 18 Jahren nicht zur Behandlung einer bipolaren Störung angewendet werden. Arzneimittel zur Behandlung einer Depression oder anderer psychischer Probleme erhöhen bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren das Risiko von Selbsttötungsgedanken und -verhalten.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
    • Das Präparat kann Schwindel und Doppeltsehen verursachen.
    • Setzen Sie sich erst an das Steuer eines Fahrzeugs und bedienen Sie Maschinen, wenn Sie sich sicher sind, dass Sie davon nicht betroffen sind.
    • Wenn Sie Epilepsie haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

 

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