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Glurenorm Tabl.

Glurenorm Tabl.
PZN: 01675697
Menge: 30 St
Darreichung: Tabletten
Marke:
Hersteller: Astellas Pharma Ges.m.b.H.
Alternative Packungsgrößen:

30 St

120 St

€ 20,65 19

inkl. MwSt. und Versand

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Produktdetails 

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Weitere Produktinformationen

Wirkstoffe
  • 30 mg Gliquidon
Indikation/Anwendung
  • Das Arzneimittel gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln zur Behandlung der nicht-insulinabhängigen Zuckerkrankheit bei Erwachsenen (Diabetes mellitus Typ II).
  • Das Arzneimittel ist ein Präparat zur Senkung eines zu hohen Blutzuckerspiegels bei erwachsenen Patienten mit Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus Typ II), wenn allein durch konsequente Einhaltung der empfohlenen Diät, Gewichtsabnahme bei Übergewicht und körperliche Betätigung keine ausreichende Einstellung des Blutzuckerspiegels erreicht wurde.
  • Das Arzneimittel kann allein (Monotherapie) oder in Kombination mit Metformin angewendet werden.
Dosierung
  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Die Dosierung, auch bei der Umstellung von einem anderen blutzuckersenkenden Arzneimittel, wird von Ihrem Arzt festgelegt unter Berücksichtigung Ihrer diabetesgerechten Ernährung und der Einstellung Ihres Zuckerwertes im Blut und Urin.
  • Die empfohlene Dosis beträgt:
    • Ersteinstellung
      • Die Behandlung sollte einschleichend beginnen mit einer möglichst niedrigen Dosierung:
        • 1/2 Tablette täglich (entsprechend 15 mg Gliquidon).
      • Lässt sich damit keine ausreichende Blutzuckersenkung erzielen, wird Ihr Arzt die Dosis schrittweise um je eine halbe Tablette (entsprechend 15 mg Gliquidon) im Abstand von einigen Tagen bis etwa eine Woche auf die erforderliche tägliche Dosis erhöhen bis
        • maximal 4 Tabletten pro Tag (entsprechend 120 mg Gliquidon).
  • Umstellung von anderen Arzneimitteln zur Senkung des Blutzuckers
    • Wenn Sie von einem anderen einzunehmenden Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit auf dieses Arzneimittel umgestellt werden, sollte die Dosierung beginnen mit
      • 1/2 Tablette täglich (entsprechend 15 mg Gliquidon).
  • Dosisanpassung
    • Wenn Sie ein höheres Lebensalter haben, geschwächt oder unterernährt sind oder wenn Sie eine gestörte Nieren- oder Leberfunktion haben oder aus anderen Gründen zur Unterzuckerung neigen, sollte zu Beginn und während der Behandlung eine niedrigere Dosis eingenommen werden, um die Gefahr einer Unterzuckerung zu verringern. Unter Umständen muss Ihre Dosis auch korrigiert werden, wenn sich Ihr Körpergewicht oder Ihr Lebensstil verändert haben.
  • Kombination mit anderen blutzuckersenkenden Arzneimitteln
    • Unter bestimmten Umständen kann bei Ihnen die zusätzliche Gabe von Glitazonen (Rosiglitazon, Pioglitazon) angezeigt sein.
    • Das Arzneimittel kann auch mit anderen nicht-insulinfreisetzenden Arzneimitteln zur Behandlung der Zuckerkrankheit (Guarmehl oder Acarbose) kombiniert werden.
    • Wenn bei Ihnen die Insulinbildung nachlässt (beginnendes Sekundärversagen), kann eine Kombinationsbehandlung mit Insulin versucht werden. Kommt Ihre körpereigene Insulinausschüttung jedoch vollständig zum Versiegen, ist eine alleinige Behandlung mit Insulin (Insulinmonotherapie) angezeigt.
  • Nehmen Sie entsprechend Ihrer Tagesdosis die Tabletten zu folgenden Tageszeiten ein:
    • Tagesdosis: 1 Tablette
      • 1 morgens
    • Tagesdosis: 2 Tabletten
      • 1 morgens, 1 abends
    • Tagesdosis: 3 Tabletten
      • 2 morgens, 1 abends
    • Tagesdosis: 4 Tabletten
      • 2 morgens, 1 mittags, 1 abends
    • Die Einnahme zum jeweils gleichen Zeitpunkt ist wichtig!
  • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist.

 

  • Dauer der Anwendung
    • Über die Dauer der Anwendung entscheidet Ihr behandelnder Arzt.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • Eine akute deutliche Überdosierung kann ebenso wie eine über längere Zeit erfolgte Einnahme gering überhöhter Dosen zu schwerer, andauernder und unter Umständen lebensbedrohlicher Unterzuckerung führen. Eine leichte Unterzuckerung können Sie selbst beheben durch Aufnahme von Zucker, stark zuckerhaltiger Nahrung oder eines zuckerhaltigen Getränks. Deshalb sollten Sie immer 20 Gramm Traubenzucker bei sich haben. Können Sie die Unterzuckerung selbst nicht sofort beheben, muss sofort ein Arzt/Notarzt gerufen werden.

 

  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Nehmen Sie nicht die doppelte Menge, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

 

  • Wenn Sie die Einnahme abbrechen
    • Sie dürfen die Behandlung nicht eigenmächtig unterbrechen oder die Dosis oder diabetesgerechte Ernährung verändern. Sollte eine Veränderung nötig sein, sprechen Sie zuvor unbedingt mit Ihrem Arzt.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Art und Weise
  • Nehmen Sie die Tabletten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (vorzugsweise ein Glas Wasser) vor der Mahlzeit ein.
Nebenwirkungen
  • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Sollten Sie die folgenden Nebenwirkungen bei sich beobachten, besprechen Sie das bitte mit Ihrem Arzt, der dann festlegt, wie weiter zu verfahren ist.
  • Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
    • Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
    • Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
    • Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
    • Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
    • Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
    • Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
  • Mögliche Nebenwirkungen
    • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
      • Häufig:
        • Unterzuckerung
          • Unterzuckerung ist die häufigste unerwünschte Wirkung einer Therapie.
          • Diese kann unter Umständen verlängert verlaufen und zu schwerer Unterzuckerung mit lebensbedrohlichem Koma (tiefe Bewusstlosigkeit) führen. Bei sehr schleichendem Verlauf einer Unterzuckerung, bei Vorliegen einer Nervenschädigung (autonome Neuropathie) oder wenn gleichzeitig bestimmte blutdrucksenkende Arzneimittel eingenommen werden, können die typischen Anzeichen einer Unterzuckerung abgeschwächt sein oder fehlen, so dass die Unterzuckerung schwerer zu erkennen ist.
        • Wie kann es zu einer Unterzuckerung kommen?
          • Mögliche Ursachen einer Unterzuckerung sind beschrieben in der Kategorie „Patientenhinweise".
        • Wie können Sie eine Unterzuckerung erkennen?
          • Die Unterzuckerung ist gekennzeichnet durch einen Blutzuckerabfall unter etwa 50 mg/dl. Folgende Anzeichen können Sie oder Ihre Umwelt auf einen zu starken Blutzuckerabfall aufmerksam machen:
            • plötzliches Schwitzen, Herzklopfen, Zittern, Hungergefühl, Unruhe, Kribbeln im Mundbereich, Blässe, Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Schlafstörungen, Ängstlichkeit, Unsicherheit in den Bewegungen, vorübergehende neurologische Ausfallerscheinungen (z. B. Sprech- und Sehstörungen, Lähmungserscheinungen oder Empfindungsstörungen).
          • Ist die Unterzuckerung fortgeschritten, können Sie die Selbstkontrolle verlieren und bewusstlos werden. Ihre Haut ist dann gewöhnlich feucht und kühl und Sie neigen zu Krämpfen.
        • Was ist bei einer Unterzuckerung zu tun?
          • Die Maßnahmen bei Unterzuckerung sind beschrieben in der Kategorie „Dosierung".
          • Bitte informieren Sie Ihren Arzt sofort, wenn es bei Ihnen zu einer Unterzuckerung gekommen ist; er wird dann prüfen, ob die Behandlung korrigiert werden muss.
    • Weitere Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
      • Häufig:
        • Gewichtszunahme
    • Augenleiden
      • Sehr selten
        • vorübergehende Sehstörungen, insbesondere zu Beginn der Behandlung; Diese treten durch die Änderung des Blutzuckerspiegels auf.
    • Magen-Darm-Beschwerden
      • Gelegentlich:
        • Übelkeit
        • Magendruck
        • Völlegefühl
        • Erbrechen
        • Bauchschmerzen
        • Durchfall
        • Aufstoßen
        • metallischer Geschmack
      • Diese Beschwerden sind oft vorübergehend und erfordern im Allgemeinen kein Absetzen.
    • Funktionsstörungen der Leber und der Galle
      • Sehr selten:
        • Erhöhung der Leberenzyme, arzneimittelbedingte Leberentzündung, Gelbsucht, evtl. bedingt durch eine Überempfindlichkeit des Lebergewebes
      • Diese Leberfunktionsstörungen sind nach Absetzen rückbildungsfähig, können aber auch zum lebensbedrohlichen Leberversagen führen.
    • Funktionsstörungen der Haut und der Hautanhangsgebilde
      • Gelegentlich:
        • Hautjucken
        • Nesselsucht
        • Hautausschläge (Erythema nodosum, Erythema morbilliforme oder makulopapulöse Exantheme)
        • gesteigerte Lichtempfindlichkeit
        • Hautblutungen
      • Diese Beschwerden sind vorübergehende Überempfindlichkeitsreaktionen, können sich jedoch sehr selten zu lebensbedrohlichen Situationen mit Atemnot und Blutdruckabfall bis hin zum lebensbedrohlichen Schock entwickeln.
      • Sehr selten:
        • allgemeine Überempfindlichkeitsreaktionen mit Hautausschlag, Gelenkschmerzen, Fieber, Eiweiß im Urin und Gelbsucht
      • Sehr selten:
        • lebensbedrohliche allergische Gefäßentzündung
      • Beim Auftreten von Hautreaktionen informieren Sie umgehend Ihren Arzt!
    • Störungen des Blut- und Lymphsystems
      • Selten:
        • Verringerung der Zahl der Blutplättchen (die als Hautblutung in Erscheinung treten kann)
      • Sehr selten:
        • Verminderung der Zahl der roten und weißen Blutkörperchen
        • lebensbedrohliche Verringerung der Zahl aller Blutzellen
        • Blutarmut (hämolytische Anämie)
      • Die genannten Blutbildveränderungen bilden sich nach Absetzen im Allgemeinen zurück, können sehr selten aber auch lebensbedrohlich sein.
  • Sonstige Nebenwirkungen
    • Sehr selten:
      • schwach harntreibende Wirkung
      • vorübergehend Eiweiß im Urin
      • Abnahme des Natriumgehalts im Blut
      • akute Unverträglichkeitsreaktion nach Alkoholaufnahme, die durch Kreislauf- und Atembeschwerden gekennzeichnet ist
      • gleichzeitige Allergie (Kreuzallergie) gegen Glibenclamid-ähnliche Arzneistoffe (Sulfonamide, Sulfonamidabkömmlinge und Probenecid)
  • Gegenmaßnahmen
    • Einige Arzneimittelnebenwirkungen (z. B. Unterzuckerung, Leberversagen, Blutbildveränderungen, Überempfindlichkeitsreaktionen, Gefäßentzündungen) können unter Umständen lebensbedrohlich werden. Deshalb informieren Sie bitte umgehend einen Arzt, falls eine Nebenwirkung plötzlich auftritt oder sich stark entwickelt. Nehmen Sie das Mittel auf keinen Fall ohne ärztliche Aufsicht weiter ein. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie eine der aufgeführten Nebenwirkungen unter der Behandlung bemerken.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
Wechselwirkungen
  • Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich eingenommen/angewendet haben, oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
    • Unterzuckerung als Ausdruck einer Wirkungsverstärkung des Arzneimittels kann auftreten, wenn Sie gleichzeitig mit folgenden Arzneimitteln behandelt werden:
      • andere Arzneimittel gegen Zuckerkrankheit, auch Insulin;
      • blutdrucksenkende oder die Herzschlagfolge herabsetzende Arzneimittel (ACE-Hemmer; Betarezeptorenblocker, Disopyramid, Perhexilin);
      • Arzneimittel zur Senkung erhöhter Fettwerte im Blut (Clofibrat);
      • Arzneimittel zur Senkung der Harnsäure (Probenecid);
      • stimmungsaufhellende Arzneimittel (Fluoxetin, MAO-Hemmer);
      • Arzneimittel, die die Gerinnung des Blutes verhindern (Cumarine);
      • Schmerzmittel und Arzneimittel gegen Rheuma (Pyrazolon-Abkömmlinge);
      • Arzneimittel gegen Infektionen (Antibiotika, wie Chloramphenicol, Chinolon-Abkömmlinge, Tetracycline, Sulfonamide);
      • Arzneimittel zur Behandlung einer Pilzerkrankung (Miconazol);
      • Arzneimittel gegen Tuberkulose (Paraaminosalicylsäure);
      • muskelaufbauende Arzneimittel (anabole Steroide und männliche Sexualhormone);
      • Appetitzügler (Fenfluramin);
      • hochdosiert durchblutungsfördernde Arzneimittel, als Infusion verabreicht (Pentoxifyllin);
      • hornhautlösende Substanzen (Salicylate);
      • bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Krebs (Cyclophosphamid);
      • Arzneimittel zur Behandlung von Allergien (Tritoqualin).
    • Wenn Sie bestimmte blutdrucksenkende Arzneimittel einnehmen (Betarezeptorenblocker, Clonidin, Guanethidin oder Reserpin), können Sie in der Wahrnehmung der Warnzeichen einer Unterzuckerung beeinträchtigt sein.
    • Ein Anstieg des Blutzuckerspiegels als Ausdruck einer Abschwächung der Wirkung kann auftreten, wenn Sie gleichzeitig mit folgenden Arzneimitteln behandelt werden:
      • Arzneimittel zur Behandlung der Unterzuckerung (Glucagon);
      • blutdrucksenkende Arzneimittel (Betarezeptorenblocker, Diazoxid);
      • harntreibende Arzneimittel (Diuretika);
      • entzündungshemmende Arzneimittel (Kortikoide);
      • Arzneimittel zur Senkung erhöhter Fettwerte im Blut (Nicotinate);
      • Schilddrüsenhormone;
      • Arzneimittel zur Behandlung bestimmter Augenerkrankungen (Star) (Azetazolamid);
      • Schlafmittel (Barbiturate);
      • die Herzschlagfolge heraufsetzende Arzneimittel (Sympathomimetika);
      • Arzneimittel zur Behandlung von Krampfanfällen oder Schizophrenie (Phenytoin, Phenothiazin-Abkömmlinge);
      • Arzneimittel zur Behandlung der Tuberkulose (Isoniazid, Rifampicin);
      • weibliche Sexualhormone (Gestagene, Östrogene).
    • Arzneimittel zur Behandlung von Geschwüren im Magen oder Zwölffingerdarm (H2-Rezeptor-Antagonisten) oder blutdrucksenkende Arzneimittel (Clonidin und Reserpin) können sowohl eine
    • Abschwächung als auch eine Verstärkung der blutzuckersenkenden Wirkung verursachen.
    • Arzneimittel zur Behandlung bestimmter Infektionskrankheiten (Pentamidin) können in Einzelfällen zu schwerer Unterzuckerung oder Blutzuckeranstieg führen.
    • Die Wirkung von Arzneimitteln zur Hemmung der Blutgerinnung (Cumarin-Abkömmlinge) kann verstärkt oder abgeschwächt werden.
  • Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol
    • Sie sollten während der Behandlung Alkohol meiden, da durch Alkohol die blutzuckersenkende Wirkung verstärkt oder abgeschwächt werden kann.
Gegenanzeigen
  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
    • wenn Sie allergisch gegen Gliquidon oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind;
    • wenn Sie allergisch gegen andere Sulfonylharnstoffe, Sulfonamide, Sulfonamid-Diuretika und Probenecid sind, da Kreuzreaktionen möglich sind;
    • in folgenden Fällen einer Zuckerkrankheit, in denen Insulin erforderlich ist: insulinabhängige Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus Typ I), Stoffwechselentgleisung bei Zuckerkrankheit, wie z. B. Übersäuerung des Blutes (diabetische Ketoazidose), Vorstadium eines Komas und Koma sowie bei Entfernung der Bauchspeicheldrüse;
    • wenn die Wirksamkeit der Behandlung bei der nicht-insulinabhängigen Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus Typ II) nicht mehr gegeben ist;
    • bei schweren Leberfunktionsstörungen;
    • bei schwerer Einschränkung der Nierenfunktion.
Schwangerschaft und Stillzeit
  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.
  • Schwangerschaft
    • Das Arzneimittel darf während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Da einzunehmende Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit den Blutzucker nicht so zuverlässig regulieren wie Insulin, sind sie für die Behandlung eines Diabetes in der Schwangerschaft ungeeignet. In der Schwangerschaft ist die Behandlung der nicht-insulinabhängigen Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus Typ II) mit Insulin die Therapie der Wahl. Nach Möglichkeit sollten die Tabletten zur Behandlung der Zuckerkrankheit schon vor einer geplanten Schwangerschaft abgesetzt und durch Insulin ersetzt werden.
    • Holen Sie unbedingt ärztlichen Rat ein, wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen. Eine genaue Blutzuckerkontrolle ist während der Schwangerschaft besonders wichtig.
  • Stillzeit
    • Da nicht bekannt ist, ob das Arzneimittel in die Muttermilch übergeht, dürfen Sie das Präparat während der Stillzeit nicht einnehmen. Stattdessen muss Ihre Zuckerkrankheit mit Insulin behandelt werden oder Sie müssen abstillen.
Patientenhinweise
  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie das Arzneimittel einnehmen.
    • Besondere Vorsicht bei der Einnahme ist erforderlich,
      • wenn bei Ihnen eine eingeschränkte Leber- oder Nierenfunktion oder eine Unterfunktion der Schilddrüse, der Hirnanhangdrüse oder der Nebennierenrinde bekannt ist;
      • wenn Sie längere Zeit fasten oder wenn Sie nicht ausreichend Kohlehydrate zu sich nehmen;
      • wenn Sie sich ungewohnt körperlich belasten;
      • wenn Sie ein hohes Lebensalter haben;
      • wenn Sie unter Durchfall oder Erbrechen leiden;
        • Diese Umstände und besonders Kombinationen dieser Faktoren stellen ein hohes Risiko für das Auftreten einer Unterzuckerung dar.
      • wenn Sie bestimmte Arzneimittel einnehmen (auf das Zentralnervensystem wirkende Arzneimittel und Betarezeptorenblocker) oder wenn Sie an einer bestimmten Nervenkrankheit (autonome Neuropathie) erkrankt sind, können die Anzeichen der Unterzuckerung verschleiert sein. Sie bemerken nicht rechtzeitig, dass Sie unterzuckert sind.
      • wenn Sie einmalig oder regelmäßig Alkohol zu sich nehmen, da durch Alkohol die blutzuckersenkende Wirkung in unvorhersehbarer Weise verstärkt (mit Folge einer Unterzuckerung) oder abgeschwächt (mit Folge erhöhter Blutzuckerwerte) werden kann;
      • wenn Sie ständig Abführmittel einnehmen, da dies zu einer Verschlechterung der Blutzuckerkontrolle führen kann;
      • in bestimmten Situationen - z. B. wenn Sie den vom Arzt vorgeschriebenen Behandlungsplan nicht einhalten oder wenn die blutzuckersenkende Wirkung noch nicht ausreicht oder wenn besondere Stresssituationen auftreten - kann der Blutzucker zu hoch ansteigen. Anzeichen eines erhöhten Blutzuckers können sein: starkes Durstgefühl, Mundtrockenheit, häufiges Wasserlassen, juckende und/oder trockene Haut, Pilzerkrankungen oder Infektionen der Haut sowie verminderte Leistungsfähigkeit.
      • falls Sie außergewöhnlichen Stresssituationen ausgesetzt sind (wie z. B. bei Verletzungen, Operationen, fieberhaften Infekten). Es kann zu einer Verschlechterung der Stoffwechsellage mit der Folge eines erhöhten Blutzuckerspiegels kommen, so dass zur Verbesserung der Blutzuckereinstellung eine vorübergehende Insulinbehandlung erforderlich sein könnte.
      • Falls es während der Behandlung zu anderen Erkrankungen kommt, suchen Sie unverzüglich Ihren behandelnden Arzt auf. Weisen Sie bei einem Arztwechsel (z. B. im Rahmen eines Krankenhausaufenthalts, nach einem Unfall, bei Erkrankung im Urlaub) Ihren dann behandelnden Arzt auf Ihre Zuckerkrankheit hin.
      • Wenn bei Ihnen eine besondere Erkrankung der roten Blutkörperchen, ein so genannter Glucose-6-Phosphatdehydrogenase-Mangel, vorliegt, da die Therapie mit Gliquidon bei Ihnen eine Schädigung der roten Blutkörperchen (hämolytische Anämie) auslösen kann.
    • Um bei Ihnen eine gute Stoffwechsellage zu erzielen (d. h. Blutzuckerwerte in richtiger Höhe und ohne große Schwankungen), müssen Sie den von Ihrem Arzt vorgeschriebenen Behandlungsplan strikt beachten. Das Einhalten der diabetesgerechten Ernährung, körperliche Bewegung und, wenn nötig, Gewichtsabnahme sind ebenso notwendig wie die regelmäßige Einnahme.
    • Es ist wichtig, dass Sie die vom Arzt angeordneten Kontrolltermine einhalten. Insbesondere Blut- und Harnzucker sind regelmäßig zu kontrollieren; zusätzlich wird Ihr Arzt bei Ihnen weitere empfohlene Kontrollen durchführen (HbA1c und/oder Fructosamin sowie andere Blutwerte, z. B. Blutfette).
    • Für Patienten, bei denen eine regelmäßige, eigenständige Tabletteneinnahme nicht gewährleistet ist, ist es sinnvoll, die Tabletteneinnahme durch eine betreuende Person zu sichern.
    • Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn die zuvor beschriebenen Risiken bei Ihnen auftreten, damit er die Dosierung bzw. den gesamten Behandlungsplan überprüfen und gegebenenfalls korrigieren kann.
    • Kinder
      • Dieses Arzneimittel sollte nicht zur Behandlung von Kindern eingesetzt werden, da diesbezüglich noch keine ausreichenden Erkenntnisse vorliegen.
    • Ältere Menschen
      • Bei Menschen im höheren Lebensalter besteht insbesondere die Gefahr einer verzögert ablaufenden Unterzuckerungsreaktion. Gehören Sie zu dieser Altersgruppe, müssen Sie besonders sorgfältig auf das Arzneimittel eingestellt werden und Ihr Blutzucker muss häufig kontrolliert werden, insbesondere zu Beginn der Behandlung.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Ihre Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit kann eingeschränkt sein, wenn Sie einen zu niedrigen oder einen zu hohen Blutzuckerspiegel haben oder an Sehstörungen leiden. Bedenken Sie dies bitte in allen Situationen, in denen Sie sich und andere Personen einem Risiko aussetzen könnten (z. B. beim Fahren eines Autos oder beim Bedienen von Maschinen).
    • Sie sollten mit Ihrem Arzt darüber sprechen, ob es für Sie ratsam ist, ein Kraftfahrzeug zu führen, wenn bei Ihnen
      • häufig Unterzuckerungen auftreten,
      • die Warnzeichen einer Unterzuckerung vermindert sind oder fehlen.

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