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Ofloxacin AbZ 200 mg Filmtabl.

Ofloxacin AbZ 200 mg Filmtabl.
PZN: 01799146
Menge: 10 St
Darreichung: Filmtabletten
Marke:
Hersteller: AbZ Pharma GmbH
€ 14,89 19

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Produktdetails 

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Weitere Produktinformationen

Wirkstoffe
  • 200 mg Ofloxacin
Indikation/Anwendung
  • Ofloxacin ist ein Bakterien abtötendes Antibiotikum mit breitem Wirkungsspektrum aus der Gruppe der Chinolone.
  • Es wird angewendet zur Behandlung folgender bakterieller Infektionen, wenn sie durch Ofloxacin-empfindliche Erreger verursacht worden sind:
    • Akute, chronische und wiederkehrende Infektionen der Atemwege (Bronchitis), verursacht durch Haemophilus influenzae oder andere Gram-negative und multiresistente (mehrfachresistente) Erreger sowie durch Staphylococcus aureus.
    • Lungenentzündungen, insbesondere verursacht durch Problemkeime wie z. B. Escherichia coli, Klebsiella, Enterobacter, Proteus, Legionella, Staphylococcus aureus. Da Lungenentzündungen im ambulanten Bereich (außerhalb des Krankenhauses erworben) überwiegend durch Pneumokokken verursacht werden, ist Ofloxacin in diesen Fällen nicht das Mittel der ersten Wahl.
    • Chronische und wiederkehrende Infektionen von Hals, Nase und Ohren, insbesondere wenn sie durch Gram-negative Keime, einschließlich Pseudomonas, oder durch Staphylococcus aureus verursacht sind. Damit ist die Einnahme von Ofloxacin nicht angezeigt bei der Behandlung der akuten Mandelentzündung (Angina tonsillaris) durch beta-hämolysierende Streptokokken.
    • Infektionen der Weichteile und der Haut.
    • Infektionen der Knochen (Ostitis, Osteomyelitis).
    • Infektionen des Bauchraumes - einschließlich des kleinen Beckens - und bakteriell bedingte Durchfälle, wenn diese einer antibiotischen Behandlung bedürfen.
    • Infektionen der Niere, der Harnwege (Nierenbecken, Harnleiter, Blase, Harnröhre) und der Geschlechtsorgane sowie Gonorrhoe (Tripper).
  • Ofloxacin kann auch eingenommen werden zur Verhütung von Infektionen (Infektionsprophylaxe, auch durch selektive Darmdekontamination) bei Patienten mit deutlich geschwächter körpereigener Abwehr z. B. bei Vorliegen einer Neutropenie (Mangel an bestimmten weißen Blutzellen).
  • Gegen Treponema pallidum (Syphilis-Erreger) ist Ofloxacin, der Wirkstoff dieses Arzneimittels, nicht wirksam.
Dosierung
  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Die Dosierung von Ofloxacin richtet sich nach Art und Schwere Ihrer Erkrankung.
  • Wie Sie Ofloxacin einnehmen sollen, sagt Ihnen Ihr Arzt.
  • Die empfohlene Dosis orientiert sich an folgenden Empfehlungen:
    • Unkomplizierte Infektionen der unteren Harnwege
      • 2mal ½ - 1 Filmtablette
    • Unkomplizierte Gonorrhoe
      • 2 Filmtabletten als Einmalgabe
    • Infektionen der Nieren, Harnwege und Geschlechtsorgane
      • 2-mal 1 Filmtablette
    • Infektionen der Atemwege
      • 2-mal 1 Filmtablette
    • Chronische und wiederkehrende Infektionen von Hals, Nase und Ohren
      • 2-mal 1 Filmtablette
    • Infektionen der Haut und Weichteile
      • 2-mal 1 Filmtablette
    • Infektionen der Knochen
      • 2-mal 1 Filmtablette
    • Infektionen des Bauchraums, einschließlich des kleinen Beckens und bakterielle Darmentzündung
      • 2-mal 1 Filmtablette
  • Im Einzelfall kann es erforderlich sein, die Dosis bei Erregern mit unterschiedlicher Empfindlichkeit, bei schweren Infektionen (z. B. der Atemwege oder der Knochen) oder, wenn Sie ungenügend auf die Behandlung ansprechen, zu erhöhen. In diesen Fällen kann die Dosis auf 2-mal 2 Filmtabletten pro Tag gesteigert werden. Das Gleiche gilt für Infektionen mit erschwerenden Begleitumständen.
  • Zur Verhütung von Infektionen bei Patienten mit deutlich geschwächter körpereigener Abwehr wird die Einnahme von 2 - 3 Filmtabletten pro Tag empfohlen.
  • Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion
    • Wenn Ihre Nierenfunktion stark eingeschränkt ist, wird Ihr Arzt die Dosis entsprechend anpassen. Die erste Dosis ist wie bei Patienten mit normaler Nierenleistung. Die weitere Behandlung erfolgt mit geringeren Dosen bzw. in größeren Zeitabständen zwischen den Einzelgaben.
  • Dosierung bei eingeschränkter Leberfunktion
    • Wenn Ihre Leberfunktion stark eingeschränkt ist (z. B. bei Leberzirrhose [Schrumpfleber] mit Bauchwassersucht), kann die Ausscheidung von Ofloxacin vermindert sein. Es wird daher empfohlen, in solchen Fällen eine Tageshöchstdosis von 2 Filmtabletten nicht zu überschreiten.
  • Dosierung bei älteren Patienten
    • Wenn Ihre Nieren- und/oder Leberfunktion eingeschränkt ist, kann eine Dosisanpassung erforderlich sein.

 

  • Dauer der Anwendung
    • Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Ansprechen der Erreger und Ihrem Krankheitszustand. Grundsätzlich wird empfohlen, die Behandlung mindestens 3 Tage über die Entfieberung und das Abklingen der Krankheitserscheinungen hinaus fortzuführen.
    • Bei akuten Infektionen genügt meistens eine Behandlung von 7 bis 10 Tagen.
    • Bei Infektionen durch Salmonellen (Erreger z. B. von Darminfektionen) beträgt die übliche Behandlungsdauer 7 bis 8 Tage, bei Infektionen durch Shigellen (Ruhrerreger) 3 bis 5 Tage und bei Darminfektionen durch Escherichia coli (Darmkeim) 3 Tage.
    • Für unkomplizierte Infektionen der unteren Harnwege reicht üblicherweise eine Behandlungsdauer von 3 Tagen aus.
    • Zur Behandlung der unkomplizierten Gonorrhoe (Tripper, Geschlechtskrankheit) genügt eine Einmalgabe von 2 Filmtabletten.
    • Bei Infektionen der Knochen beträgt die Behandlungsdauer 3 bis 4 Wochen, im Einzelfall auch länger.
    • Falls bei nachgewiesener Empfindlichkeit Infektionen mit beta-hämolysierenden Streptokokken (wie z. B. Wundrose) behandelt werden, muss dies zumindest 10 Tage lang erfolgen, um Spätschäden - wie rheumatischem Fieber oder Nierenentzündung (Glomerulonephritis) - vorzubeugen. Da betahämolysierende Streptokokken jedoch unterschiedlich empfindlich gegen Ofloxacin sind, erfordert die Behandlung solcher Infektionen den Nachweis der Empfindlichkeit dieser Erreger im Einzelfall.
    • Bis zum Vorliegen weiterer Erfahrungen wird empfohlen, eine Behandlungsdauer von 2 Monaten nicht zu überschreiten.
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung des Arzneimittels zu stark oder zu schwach ist.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • Es können unter anderem Zeichen einer Störung des Nervensystems auftreten, wie Verwirrtheit, Schwindel, Bewusstseinstrübung und Krampfanfälle sowie Beschwerden im Magen-Darm-Bereich wie Übelkeit und Schädigungen (Erosionen) der Magen-Darm-Schleimhaut. Solche Störungen erfordern ärztliche Überwachung und unter Umständen sofortige Gegenmaßnahmen.
    • Haben Sie nur das Doppelte der geplanten Dosis eingenommen, genügt es, einen Arzt um Rat zu fragen, wenn Sie irgendwelche Nebenwirkungen beobachten. Setzen Sie die Einnahme von Ofloxacin planmäßig fort.
    • Haben Sie versehentlich mehr als doppelt so viel Ofloxacin wie vorgesehen eingenommen, wenden Sie sich bitte sofort an einen Arzt, damit dieser Sie beraten - und wenn nötig - überwachen und behandeln kann.
    • Die Ausscheidung von Ofloxacin kann durch forcierte Diurese (erzwungene Mehrausscheidung von Harn) gesteigert werden.

 

  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Unregelmäßige Einnahme, zu geringe Einzel- und Tagesgaben und zu kurze Behandlungsdauer können den Behandlungserfolg gefährden.
    • Eine unterlassene Einzelgabe muss möglichst bald nachgeholt und die Behandlung dann - wie ursprünglich vorgesehen - fortgeführt werden; die zulässige Tagesdosis sollte dabei aber nicht überschritten werden. Befragen Sie in Zweifelsfällen Ihren Arzt.

 

  • Wenn Sie die Einnahme abbrechen
    • Es ist wichtig, dass Sie die Behandlung vollständig abschließen, auch wenn Sie sich nach einigen Tagen bereits besser fühlen sollten. Wenn Sie die Einnahme dieses Arzneimittels zu früh abbrechen, können Ihre Beschwerden erneut auftreten.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Art und Weise
  • Ofloxacin ist unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit (1/2 - 1 Glas) einzunehmen. Dies kann sowohl auf nüchternen Magen als auch zu den Mahlzeiten erfolgen.
  • Bis zu 400 mg Ofloxacin können als Einzeldosis eingenommen werden. Die Gesamttagesdosen sollten auf je eine Gabe morgens und abends verteilt werden. Es ist wichtig, dass die Zeitabstände zwischen den Gaben annähernd gleich sind.
  • Einzelgaben bis zu 400 mg Ofloxacin pro Tag sollten vorzugsweise morgens eingenommen werden.
  • Auf ausreichenden Zeitabstand zur Einnahme bestimmter anderer Arzneimittel ist zu achten.
Nebenwirkungen
  • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
    • Sehr häufig mehr als 1 Behandelter von 10
    • Häufig 1 bis 10 Behandelte von 100
    • Gelegentlich 1 bis 10 Behandelte von 1.000
    • Selten 1 bis 10 Behandelte von 10.000
    • Sehr selten weniger als 1 Behandelter von 10.000
    • Nicht bekannt Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
  • Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten sollten, und Maßnahmen, wenn Sie betroffen sind:
    • Magen-Darm-Trakt
      • Selten ist wie bei anderen Breitspektrum-Antibiotika das Auftreten einer Dickdarmentzündung (Enterokolitis), in einigen Fällen mit blutigem Stuhl, einschließlich einer pseudomembranösen Kolitis (schwerwiegende Darmentzündung, die lebensgefährlich sein kann) möglich.
      • Bei Auftreten von schweren, anhaltenden Durchfällen während oder nach der Behandlung sollten Sie Ihren Arzt verständigen, da eine sofortige Behandlung notwendig ist. Bitte führen Sie in diesem Fall keine Selbstbehandlung mit Arzneimitteln durch, die die Darmbewegung hemmen.
    • Abwehrsystem
      • Sehr selten kommt es zu schweren, plötzlich auftretenden Überempfindlichkeitsreaktionen, die sich äußern z. B. als Blutdruckabfall bis hin zu bedrohlichem Schock, Gesichtsschwellung, Herzjagen, innere Kehlkopfschwellung mit Einengung der Luftwege, Zungenschwellung, Atemnot, auch durch eine Verkrampfung der Bronchien. Beim Auftreten dieser Erscheinungen ist die Behandlung sofort abzubrechen und Sie sollten umgehend einen Arzt informieren, da Sie sofortige ärztliche Hilfe benötigen.
    • Krampfanfälle
      • Selten kommt es zu vom Gehirn ausgehenden Krampfanfällen. Entsprechende ärztliche Notfallmaßnahmen sind zu ergreifen wie Freihaltung der Atemwege und Gabe von krampflösenden Arzneimitteln.
    • Psyche
      • Selten können psychotische Reaktionen wie Erregungszustände, Angstzustände, Depressionen und Halluzinationen (Sinnestäuschungen, Fehlwahrnehmungen) auftreten, die zur Selbstgefährdung führen können. Brechen Sie die Behandlung sofort ab und wenden Sie sich an einen Arzt.
  • Andere mögliche Nebenwirkungen
    • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
      • Gelegentlich: Folgeinfektion, z. B. Pilzinfektionen.
    • Blut und Lymphsystem
      • Sehr selten: Blutarmut, Blutarmut durch den vermehrten Zerfall roter Blutkörperchen, Blutbildveränderungen (vermindert Zahl an weißen Blutkörperchen, Blutplättchen oder mehreren Blutzellarten gleichzeitig, Erhöhung der Zahl einer bestimmten Art von weißen Blutzellen).
      • Nicht bekannt: Störung der Blutzellenbildung im Knochenmark (Knochenmarkdepression), Knochenmarksversagen kann zu Panzytopenie führen (eine Krankheit, bei der es zu einer Verringerung der Anzahl der roten und weißen Blutkörperchen und der Blutplättchen kommt).
      • Zeichen solcher Nebenwirkungen sind:
        • Blässe und Schwäche, rötlich verfärbter Urin
        • entzündliche Schleimhautveränderungen (z. B. im Mund- und Rachen-, After- und Genitalbereich), eine Halsentzündung und unerwartet dauerhaftes oder wiederkehrendes Fieber
        • verstärkte Blutungsneigung (z. B. verstärkte Neigung zu Blutergüssen) und das gehäufte Auftreten von sog. Petechien (punktförmige, rötliche Flecken in der Haut und an den Schleimhäuten)
    • Abwehrsystem
      • Sehr selten: Hautausschlag (fixes Arzneimittelexanthem), rasch, d. h. innerhalb von Minuten oder Stunden einsetzende allergische oder allergieähnliche Reaktionen, auch schon bei erstmaliger Anwendung; sie können sich z. B. in Augenbrennen, Hustenreiz und Nasenlaufen äußern, aber auch in Blutdruckanstieg, einer Schwellung von Haut oder Schleimhäuten z. B. des Gesichts, der Zunge und im Bereich des Kehlkopfes mit Atemnot oder Kollaps (Anzeichen: Heiserkeit, Atembehinderung).
    • Stoffwechsel und Ernährung
      • Nicht bekannt: Anstieg oder Abfall des Blutzuckers, insbesondere bei Patienten mit Zuckerkrankheit.
      • Typische Zeichen eines zu hohen Blutzuckers sind häufigeres Wasserlassen, starkes Durstgefühl, Mundtrockenheit und trockene Haut. Typische Zeichen eines zu niedrigen Blutzuckers sind Kopfschmerzen, Heißhunger, Mattigkeit, Aggressivität, Konzentrationsstörungen und depressive Verstimmungen evtl. in Verbindung mit Schwitzen. Porphyrie-Attacke bei Patienten mit Porphyrie (seltene Stoffwechselerkrankung, typische Anzeichen z. B. rötliche Urinverfärbung, schwere Bauchschmerzen und Nervenfunktionsstörungen).
    • Psyche
      • Gelegentlich: Unruhe, Schlafstörungen, Schlaflosigkeit.
      • Selten: Intensive Traumerlebnisse (bis zum Alptraum), psychotische Reaktionen (wie Aufgeregtheit, Angstgefühle, Depressionen und Halluzinationen).
      • Nicht bekannt: Psychotische Störungen und Depression mit selbstgefährdendem Verhalten.
    • Nervensystem
      • Gelegentlich: Kopfschmerz, Unruhe, Schwindel.
      • Selten: Schläfrigkeit, Verwirrtheit, Missempfindungen wie z. B. Kribbeln und Taubheitsgefühle (Parund Hyperästhesien), Geschmacks- und Geruchsstörungen.
      • Sehr selten: Trägheit, Erkrankung peripherer Nerven, Gleichgewichtsstörungen, Störungen des Zusammenspiels der Muskeln (muskuläre Koordinationsstörungen, z. B. Zittern oder Gangunsicherheit) sowie extrapyramidale Symptome (z. B. erhöhte bzw. erniedrigte Muskelspannung, Zittern, unbeabsichtigte Bewegung des Gesichts bzw. des Körpers, verlangsamter Bewegungsbeginn, Bewegungsarmut).
      • Nicht bekannt: Lichtunverträglichkeit, Verlust des Geschmacks- und Geruchssinnes.
    • Auge
      • Gelegentlich: Bindehautentzündung
      • Selten: Sehstörungen (z. B. Verschwommensehen, Doppeltsehen und verändertes Farbensehen).
      • Nicht bekannt: Entzündung des Auges (Uveitis)
    • Ohr
      • Gelegentlich: Schwindel
      • Sehr selten: Tinnitus (Ohrgeräusche wie z. B. Pfeifen), Hörstörungen (in Ausnahmefällen auch Hörverlust).
      • Nicht bekannt: Beeinträchtigtes Hörvermögen
    • Herz
      • Selten: Pulsbeschleunigung (Tachykardie), vorübergehendes Absinken des Blutdrucks, Herzrasen.
      • Sehr selten: Kollaps infolge starken Blutdruckabfalls, Ohnmacht.
      • Nicht bekannt: anormal schneller Herzrhythmus, lebensbedrohlicher unregelmäßiger Herzschlag, Veränderung des Herzrhythmus (Verlängerung des QT-Intervalls, sichtbar im EKG, einer elektronischen Aufzeichnung der Herztätigkeit)
    • Gefäße
      • Selten: Niedriger Blutdruck
      • Nicht bekannt: Erhöhter Blutdruck
    • Atemwege und Brustraum
      • Gelegentlich: Husten, Entzündung von Nase und Rachen.
      • Sehr selten: Atemnot, pfeifende Atemgeräusche.
      • Nicht bekannt: Allergische Lungenentzündung, schwere Atemnot.
    • Magen-Darm-Trakt
      • Gelegentlich: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit.
      • Selten: entzündliche Darmerkrankung
      • Nicht bekannt: Entzündungen der Mundschleimhaut, Verdauungsstörung (Dyspepsie), Blähungen, Verstopfung, Bauchspeicheldrüsenentzündung.
    • Leber und Galle
      • Selten: Erhöhung bestimmter Leberwerte, Beeinträchtigung der Leberfunktion mit erhöhtem Bilirubin(Gallenfarbstoff)-Spiegel im Blut.
      • Sehr selten: Gelbsucht infolge verminderter Ausscheidung des Gallenfarbstoffes (cholestatischer Ikterus).
      • Nicht bekannt: Leberentzündung oder schwerer Leberschaden, Appetitverlust, gelbe Verfärbung von Haut und Augen, dunkel gefärbter Urin, Juckreiz oder empfindlicher Magen/Bauchraum. Dies können Anzeichen von Leberproblemen sein, möglicherweise auch eines Leberversagens mit tödlichem Verlauf.
    • Haut
      • Gelegentlich: Juckreiz, Hautausschläge.
      • Selten: Nesselsucht (Urtikaria), Hitzewallungen, verstärktes Schwitzen (Hyperhidrose), Ausschlag mit eitrigen Bläschen.
      • Sehr selten: Blasen, Geschwürbildung, Hautrötung mit Hitzegefühl, schweren Haut- und Schleimhautreaktionen (Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse), Entzündung kleiner Blutgefäße, die sich in kleinen punktförmigen Haut- oder Schleimhautblutungen, Blasenbildung mit Einblutung und kleinen Knötchen mit Krustenbildung äußern sowie in Ausnahmefällen zu Hautschädigungen bis zum Absterben der Haut führen. Sie kann auch innere Organe mit einbeziehen. Lichtüberempfindlichkeit der Haut, die sich wie ein starker Sonnenbrand sowie im Verfärben und Ablösen der Haut äußern kann.
      • Nicht bekannt: Pustulöser arzneimittelbedingter Hautauschlag, Rötung mit ausgedehnter Abschälung der Haut (exfoliative Dermatitis).
    • Skelettmuskulatur, Bindegewebe und Knochen
      • Selten: Entzündung der Sehnen
      • Sehr selten: Muskelbeschwerden wie Schmerzen oder Schwäche der Muskeln (von besonderer Bedeutung bei Patienten mit Myasthenia gravis, einer schweren Muskelerkrankung), Gelenk- und Sehnenbeschwerden (z. B. Schmerzen in diesem Bereich); Sehnenentzündung, Risse von Sehnen (z. B. der Achillessehne). Diese Nebenwirkung kann innerhalb von 48 Stunden nach Behandlungsbeginn beidseitig auftreten.
      • Nicht bekannt: Muskelgewebsschädigung (Rhabdomyolyse), Muskelschwäche, anormaler Muskelabbau, Muskelfaserriss, Arthritis.
    • Niere und Harnwege
      • Selten: Störungen der Nierenfunktion mit anormalen Ergebnissen von Bluttests.
      • Sehr selten: Beeinträchtigung der Nierenleistung.
      • Nicht bekannt: Allergisch bedingte Nierenentzündung (akute interstitielle Nephritis) bis hin zum akuten Nierenversagen. Eine solche schwere Einschränkung der Nierenleistung äußert sich typischerweise in starker Ab- oder Zunahme der Urinausscheidung verbunden mit allgemeinen Beschwerden wie Schwäche, Schläfrigkeit und Übelkeit.
    • Allgemeines
      • Nicht bekannt: Fieber, Schmerzen (einschließlich Schmerzen im Rücken, im Brustraum und in den Extremitäten).
    • Hinweis:
      • Bis auf sehr seltene Fälle (einzelne Fälle von z. B. Geruchs- und Hörstörungen) sind die beobachteten unerwünschten Wirkungen nach Absetzen von Ofloxacin wieder abgeklungen.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
Wechselwirkungen
  • Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
    • Es gibt bestimmte Medikamente, die zu Wechselwirkungen mit Ofloxacin führen können. Das gilt insbesondere für:
      • Säurebindende Mittel (Antazida, Mittel gegen Magenübersäuerung) oder Sucralfat (Mittel zum Magenschleimhautschutz). Ofloxacin sollte entweder 2 Stunden vor oder 2 Stunden nach solchen Präparaten eingenommen werden.
      • Aluminium-, Eisen-, Magnesium- oder Zink-haltige Präparate: Ofloxacin sollte entweder 2 Stunden vor oder 2 Stunden nach solchen Präparaten eingenommen werden.
      • entzündungshemmende Arzneimittel (nicht-steroidale Antirheumatika) wie Fenbufen, ein Mittel zur Behandlung rheumatischer Beschwerden
      • Theophyllin, das in manchen Mitteln zur Behandlung von Asthma und einigen hustenstillenden/schleimlösenden Mitteln enthalten ist
      • Mittel, die auf eine bestimmte Weise von der Niere ausgeschieden werden (tubuläre Sekretion):
        • Probenecid, ein Mittel zur Behandlung der Gicht und gichtbedingter Gelenkentzündungen (Gicht-Arthritis)
        • Cimetidin, ein Mittel zur Hemmung der Magensäureproduktion
        • Furosemid, ein harntreibendes Mittel
        • Methotrexat, ein Tumorhemmstoff
      • Cumarin-Derivate, blutgerinnungshemmende Mittel
      • Glibenclamid, ein Mittel gegen erhöhten Blutzucker
    • Sie müssen Ihren Arzt informieren, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, die Ihren Herzrhythmus verändern: Arzneimittel aus der Gruppe der Antiarrhythmika (z. B. Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid, Amiodaron, Sotalol, Dofetilid, Ibutilid), trizyklische Antidepressiva, bestimmte Antibiotika aus der Gruppe der Makrolide, bestimmte Antipsychotika.
  • Beeinflussung von Labortests
    • Unter der Behandlung mit Ofloxacin können Laborbestimmungen von Opiaten oder Porphyrin (Bestandteil und Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffes) im Urin falsch-positiv ausfallen.
    • Bitte informieren Sie Ihren Arzt, falls ein entsprechender Labortest durchgeführt wird.
Gegenanzeigen
  • Ofloxacin darf nicht eingenommen werden,
    • wenn Sie allergisch gegen Ofloxacin, andere Chinolone (d. h. Arzneistoffe derselben chemischen Stoffgruppe wie Ofloxacin) oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
    • wenn Sie an Epilepsie (Fallsucht) leiden oder infolge einer Schädigung des Gehirns (z. B. durch Verletzungen, Entzündungen oder Schlaganfall) zu Krampfanfällen neigen (erniedrigte Krampfschwelle).
    • wenn bei Ihnen nach einer früheren Anwendung von Chinolonen Sehnenbeschwerden auftraten.
    • von Kindern und Jugendlichen in der Wachstumsphase (unter 18 Jahren), da Gelenkknorpelschäden nicht mit Sicherheit auszuschließen sind.
    • während der Schwangerschaft.
    • während der Stillzeit.
Schwangerschaft und Stillzeit
  • Schwangerschaft
    • Ofloxacin darf während der Schwangerschaft und bei Frauen, bei denen eine Schwangerschaft nicht ausgeschlossen werden kann, nicht angewendet werden.
  • Stillzeit
    • Ofloxacin darf während der Stillzeit nicht angewendet werden.
Patientenhinweise
  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Ofloxacin einnehmen.
      • wenn Sie bei der Behandlung mit anderen Chinolonen schwere Nebenwirkungen (z. B. schwere Reaktionen des Nervensystems) entwickelt haben, haben Sie möglicherweise ein erhöhtes Risiko, auch auf Ofloxacin mit solchen Nebenwirkungen zu reagieren.
      • wenn während oder in den ersten Wochen nach Behandlung schwere und/oder anhaltende Durchfälle auftreten. Diese können ein Hinweis auf eine durch das Bakterium Clostridium difficile hervorgerufene Darmentzündung sein, deren schwerste Form die pseudomembranöse Kolitis ist.
      • wenn unter der Behandlung mit Chinolonen eine Sehnenentzündung (sehr selten zu beobachten) auftritt - vorwiegend bei der Achillessehne - die auch zum Sehnenriss führen kann. Ältere Patienten neigen eher zur Sehnenentzündung. Das Auftreten eines Sehnenrisses scheint durch Behandlung mit Kortikosteroiden („Kortison-Präparaten") begünstigt. Bei Verdacht auf eine Sehnenentzündung ist sofort ärztlicher Rat einzuholen und die betroffene Sehne entsprechend zu behandeln, vor allem ruhig zu stellen. Die Behandlung mit Ofloxacin ist nach Rücksprache mit dem Arzt zu beenden.
      • wenn Sie einen erblich bedingten Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenasemangel haben, da es zu einer hämolytischen Reaktion kommen kann.
      • wenn bei Ihnen eine längere Anwendung von Antibiotika erforderlich ist, da dies zur Vermehrung von Erregern führen kann, die gegen das eingesetzte Arzneimittel wie Ofloxacin unempfindlich sind. Auf Zeichen einer möglichen Folgeinfektion mit solchen Erregern ist zu achten (z. B. auf Pilzbefall der Schleimhäute mit Rötung und weißlichen Belägen der Schleimhäute). Folgeinfektionen sind entsprechend zu behandeln. Weiterhin muss bei längerer Anwendung Ihre Nieren- und Leberfunktion sowie das blutbildende System in regelmäßigen Abständen untersucht werden.
      • bei starker Sonnenbestrahlung. Während der Behandlung mit Ofloxacin sollten Sie sich nicht unnötig starkem Sonnenlicht aussetzen und Bestrahlungen mit UV-Licht (Höhensonne, Solarium) vermeiden. Es kann möglicherweise zu Sonnenbrand-ähnlichen Hautreaktionen kommen.
    • Herzprobleme
      • Sie sollten dieses Arzneimittel nur unter Vorsicht anwenden, wenn Sie mit einer Verlängerung des QT-Intervalls (sichtbar im EKG, einer elektronischen Aufzeichnung der Herzaktivität) geboren wurden oder diese bei Verwandten aufgetreten ist, Ihr Salzhaushalt im Blut gestört ist (insbesondere wenn der Kalium- oder Magnesiumspiegel im Blut erniedrigt ist), Ihr Herzrhythmus sehr langsam ist („Bradykardie"), bei Ihnen eine Herzschwäche vorliegt (Herzinsuffizienz), Sie in der Vergangenheit bereits einmal einen Herzinfarkt (Myokardinfarkt) hatten, Sie weiblich oder ein älterer Patient sind, oder Sie andere Arzneimittel einnehmen, die zu anormalen EKG-Veränderungen führen.
      • In seltenen Fällen wurde eine Nervenerkrankung (sensorische oder sensomotorische axonale Polyneuropathie) beobachtet. Dies kann sich in Anzeichen wie Missempfindungen wie z. B. Kribbeln und Taubheitsgefühlen, schmerzhaften Missempfindungen und Schwäche äußern.
      • Treten folgende Anzeichen auf, müssen Sie die Behandlung mit Ofloxacin abbrechen und Ihren Arzt aufsuchen:
        • Schmerzen, Brennen, Kribbeln, Taubheitsgefühl, Schwäche
        • verändertes Empfinden für Schmerz, Berührung, Temperatur, Bewegung und Vibration
    • Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
      • Ofloxacin wird überwiegend durch die Nieren ausgeschieden. Wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist, muss ggf. die Dosis angepasst werden.
    • Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
      • Wenn Ihre Leberfunktion eingeschränkt ist, siehe Kategorie "Dosierung".
    • Sehstörungen
      • Bei einer Beeinträchtigung des Sehens oder der Augen während der Behandlung mit Ofloxacin wenden Sie sich bitte umgehend an Ihren Augenarzt.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Ofloxacin hat einen geringen oder mäßigen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen. Einige Nebenwirkungen - wie z. B. Schwindel, Schläfrigkeit und Sehstörungen - können Ihre Konzentrationsfähigkeit und Ihr Reaktionsvermögen beeinträchtigen. Dies kann Ihre Verkehrstüchtigkeit und Ihre Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen. Durch Alkohol können diese Wirkungen verstärkt werden.

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