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CAMPRAL magensaftresistente Tabletten

CAMPRAL magensaftresistente Tabletten
PZN: 01900728
Menge: 168 St
Darreichung: Tabletten magensaftresistent
Marke:
Hersteller: Merck Serono GmbH
Alternative Packungsgrößen:

84 St

168 St

€ 95,50 19

inkl. MwSt. und Versand

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Weitere Produktinformationen

Wirkstoffe
  • 301.35 mg Acamprosat
  • 333 mg Acamprosat hemicalcium
Indikation/Anwendung
  • Das Präparat ist ein Arzneimittel zur Unterstützung der Alkoholentwöhnungsbehandlung.
  • Es wird angewendet zur Unterstützung der Aufrechterhaltung der Abstinenz beim alkoholabhängigen Patienten.
  • Eine Behandlung mit dem Arzneimittel ist nur angezeigt im Rahmen eines therapeutischen Gesamtkonzepts, das auch begleitende psycho- und soziotherapeutische Maßnahmen einschließt. Die Behandlung mit dem Präparat sollte unmittelbar nach der Entgiftung beginnen und darf auch im Falle eines Rezidivs nicht abgebrochen werden.
  • Das Arzneimittel eignet sich nicht zur Behandlung der Symptome des Alkoholentzugs.
Dosierung
  • Nehmen Sie das Arzneimittel immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
  • Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
    • Patienten mit einem Körpergewicht von 60 kg oder darüber erhalten 6 magensaftresistente Tabletten täglich.
    • Patienten mit einem Körpergewicht unter 60 kg erhalten 4 magensaftresistente Tabletten täglich.
  • Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
    • Kinder dürfen das Arzneimittel nicht anwenden, da bisher keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.

 

  • Dauer der Anwendung
    • Die empfohlene Behandlungsdauer beträgt 1 Jahr.
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung des Präparates zu stark oder zu schwach ist.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • Bei Überdosierung des Arzneimittel können Durchfälle oder ein zu hoher Calciumspiegel im Blut auftreten. In einem solchen Fall ist unverzüglich ein Arzt zu informieren, der die erforderlichen Maßnahmen ergreifen wird.

 

  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Überspringen Sie die Dosis, die Sie vergessen haben und nehmen Sie Ihre Dosis zum nachfolgenden regulären Einnahmezeitpunkt, wie vorgesehen, ein. Nehmen Sie niemals eine doppelte Dosis ein.
    • Wenn Sie nicht sicher sind, was Sie tun sollen, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

 

  • Wenn Sie die Einnahme abbrechen
    • Nehmen Sie das Arzneimittel so lange ein, wie es Ihr Arzt Ihnen empfiehlt. Alkoholabhängigkeit ist eine Krankheit, die behandelt werden kann und sollte.
    • Falls Sie die Dosis verringern oder die Behandlung vorzeitig beenden, wird die Aufrechterhaltung der Abstinenz nicht mehr oder nicht mehr genügend durch das Arzneimittel unterstützt.
    • Sollten Sie Zweifel oder Schwierigkeiten haben, nehmen Sie bitte Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker.
Art und Weise
  • Bei einer Tagesdosis von 6 magensaftresistenten Tabletten:
    • 2 magensaftresistente Tabletten morgens, 2 magensaftresistente Tabletten mittags und 2 magensaftresistente Tabletten abends, zu den Mahlzeiten.
  • Bei einer Tagesdosis von 4 magensaftresistenten Tabletten:
    • 2 magensaftresistente Tabletten morgens, 1 magensaftresistente Tablette mittags und 1 magensaftresistente Tablette abends, zu den Mahlzeiten.
  • Nehmen Sie die magensaftresistenten Tabletten mit ausreichend Flüssigkeit
    • (z. B. einem Glas Wasser) ein. Zerdrücken oder zerkauen Sie die magensaftresistenten Tabletten nicht. Nehmen Sie die magensaftresistenten Tabletten nicht im Liegen ein.
Nebenwirkungen
  • Wie alle Arzneimittel kann das Präparat Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
    • Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
    • Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
    • Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
    • Selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
    • Sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, oder unbekannt
  • Mögliche Nebenwirkungen:
    • Bei der Einnahme des Arzneimittels kommen Nebenwirkungen wie Durchfall sehr häufig und Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen, Blähungen und Bauchschmerzen häufig vor. Juckreiz und Hautausschlag können ebenfalls häufig auftreten.
    • Häufig können sexuelle Probleme wie erektile Funktionsstörungen, Frigidität oder erniedrigte Libido und gelegentlich erhöhte Libido beobachtet werden. Außerdem kann ein bläschenförmiger Ausschlag auftreten.
    • Diese Symptome werden ebenfalls häufig beim chronischen Alkoholismus beobachtet und liegen nicht immer an diesem Arzneimittel.
  • Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht angegeben sind.
Wechselwirkungen
  • Bei Einnahme mit anderen Arzneimitteln
    • Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
    • Das Arzneimittel wurde häufig gleichzeitig mit anderen Medikamenten (Antabus, Benzodiazepine und andere Schlafmittel, Psychopharmaka und Schmerzmittel) verabreicht, ohne dass Wechselwirkungen beobachtet wurden.
    • Das Arzneimittel kann auch in Kombination mit Naltrexon eingenommen werden. Zwar wurde zwischen beiden Arzneimitteln eine Wechselwirkung beobachtet, allerdings ist keine Dosierungsanpassung erforderlich.
  • Bei Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
    • Alkohol
      • Das Arzneimittel zeigt keinerlei Wechselwirkungen mit Alkohol.
      • Bitte beachten: Um den Behandlungserfolg - dauerhafte Abstinenz - zu erreichen, ist es jedoch unbedingt notwendig, dass Sie keinen Alkohol trinken! Trinken Sie auch kein so genanntes alkoholfreies Bier! Meiden Sie Speisen, die unter Verwendung von Alkohol zubereitet wurden (Soßen, Süßspeisen) oder alkoholhaltige Pralinen! Nehmen Sie auch keine Arzneimittel in Tropfenform ein, die Alkohol enthalten - auch keine freiverkäuflichen!
Gegenanzeigen
  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
    • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Acamprosat-Calcium oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels sind
    • während der Stillzeit (siehe Abschnitt Schwangerschaft und Stillzeit)
    • bei Störung der Nierenfunktion
Schwangerschaft und Stillzeit
  • Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Schwangerschaft
    • Alkohol ist für Ihr Baby schädlich und kann Missbildungen verursachen. Falls Sie schwanger werden möchten oder wenn Sie schwanger sind, müssen Sie mit dem Trinken von Alkohol aufhören. Falls Sie schwanger sind, kann Ihr Arzt das Arzneimittel nur nach sorgfältiger Nutzen/Risiko-Abschätzung verordnen, da zurzeit keine ausreichenden Daten zur Anwendung des Arzneimittels bei schwangeren Frauen vorliegen.
  • Stillzeit
    • Es ist nicht auszuschließen, dass der Wirkstoff Acamprosat-Calcium, wie aus Tierexperimenten bekannt, auch beim Menschen in die Muttermilch übertritt.
    • Kenntnisse über die Wirkung des Arzneimittel an Säuglingen sind nicht vorhanden. Deshalb dürfen Sie während der Behandlung mit dem Arzneimittel nicht stillen.
Patientenhinweise
  • Besondere Vorsicht bei der Einnahme ist erforderlich,
    • Sicherheit und Wirksamkeit des Arzneimittels sind für Patienten jünger als 18 Jahre und älter als 65 Jahre nicht nachgewiesen. Das Arzneimittel wird deshalb für die Behandlung dieser Patientengruppen nicht empfohlen.
    • Sicherheit und Wirksamkeit des Arzneimittels sind für Patienten mit schwerer Störung der Leberfunktion nicht nachgewiesen.
    • Besondere Vorsicht ist bei Nierensteinen geboten. Bitte informieren Sie Ihren Arzt, falls Sie an dieser Krankheit leiden bzw. früher gelitten haben.
    • Während der Behandlung mit dem Arzneimittel sollten Sie gelegentlich vom Arzt Ihren Calciumspiegel im Blut überprüfen lassen.
    • Acamprosat besitzt ein geringes oder kein Abhängigkeitspotential.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
    • Das Arzneimittel hat keinen oder vernachlässigbaren Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

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