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Citalopram ratiopharm 10 mg Filmtabletten

Citalopram ratiopharm 10 mg Filmtabletten
PZN: 02231005
Menge: 20 St
Darreichung: Filmtabletten
Marke:
Hersteller: ratiopharm GmbH
Alternative Packungsgrößen:
€ 12,55 19

inkl. MwSt. zzgl. Versand

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Produktdetails 

/ Pflichtangaben
  1. Beipackzettel Citalopram ratiopharm 10 mg Filmtabletten

Weitere Produktinformationen

Wirkstoffe
  • 10 mg Citalopram
  • 12.49 mg Citalopram hydrobromid
Indikation/Anwendung
  • Citalopram gehört zu einer Gruppe von Antidepressiva, die selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRIs) genannt werden. Jeder hat eine Substanz - Serotonin genannt - im Gehirn. Es wird angenommen, dass niedrige Serotoninwerte eine Ursache für die Entstehung von Depressionen sein können. Es ist noch nicht vollständig geklärt wie Citalopram wirkt, aber wahrscheinlich hilft es durch die Erhöhung der Serotoninmenge im Gehirn.
  • Das Arzneimittel wird angewendet zur Behandlung einer
    • depressiven Erkrankung (Episoden einer Major Depression)
Dosierung
  • Nehmen Sie das Arzneimittel immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
    • Erwachsene
      • Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 2 Filmtabletten (entsprechend 20 mg Citalopram) täglich. Falls erforderlich, kann die Dosis in Abhängigkeit von Ihrem Ansprechen auf bis zu 4 Filmtabletten (entsprechend 40 mg Citalopram) täglich erhöht werden. Die Tageshöchstdosis beträgt 60 mg Citalopram.
    • Ältere Patienten (> 65 Jahre)
      • Die Dosis sollte auf die Hälfte der empfohlenen Dosis verringert werden, z. B. auf 1 - 2 Filmtabletten (entsprechend 10 - 20 mg Citalopram) täglich. In Abhängigkeit von Ihrem Ansprechen kann die Dosis erhöht werden. Die Tageshöchstdosis beträgt 40 mg Citalopram.
    • Eingeschränkte Leberfunktion
      • Die empfohlene Anfangsdosis beträgt während der ersten beiden Wochen 1 Filmtablette (entsprechend 10 mg Citalopram) täglich. Die Dosis sollte 3 Filmtabletten (entsprechend 30 mg Citalopram) täglich nicht überschreiten.
    • Das Arzneimittel sollte einmal täglich, entweder morgens oder abends, eingenommen werden.

 

  • Dauer der Anwendung
    • Die Wirkung von dem Arzneimittel setzt nicht sofort ein. Es dauert mindestens zwei Wochen bevor Sie irgendeine Besserung bemerken. Nachdem Sie beschwerdefrei sind, sollte das Arzneimittel weitere 4 - 6 Monate eingenommen werden.

 

  • Beendigung der Behandlung
    • Das Arzneimittel sollte langsam abgesetzt werden, um das Risiko von Absetzerscheinungen gering zu halten. Ihr Arzt wird über einen Zeitraum von mindestens 1 - 2 Wochen Ihre Dosis schrittweise reduzieren.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge von dem Arzneimittel eingenommen haben, als Sie sollten
    • Suchen Sie unverzüglich Ihren Arzt oder die nächste Notfallabteilung eines Krankenhauses auf, wenn Sie glauben, dass Sie oder eine andere Person zu viele Filmtabletten eingenommen haben.
    • Die folgenden Krankheitsanzeichen können auftreten: Schläfrigkeit, Koma, körperliche Bewegungsunfähigkeit (Stupor), Krampfanfälle, beschleunigter Herzschlag, vermehrtes Schwitzen, Übelkeit, Erbrechen, bläuliche Verfärbung der Lippen, Zunge, Haut und Schleimhäute (verursacht durch einen Sauerstoffmangel im Blut) und beschleunigte Atmung.
    • Ein Serotonin-Syndrom kann ebenfalls auftreten.

 

  • Wenn Sie die Einnahme von dem Arzneimittel vergessen haben
    • Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie die nächste Dosis zur gewohnten Zeit ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

 

  • Wenn Sie die Einnahme von dem Arzneimittel abbrechen
    • Beenden Sie nicht die Einnahme von dem Arzneimittel, außer Ihr Arzt sagt es Ihnen.
    • Das Arzneimittel sollte langsam abgesetzt werden; es wird empfohlen, die Dosis schrittweise
      über einen Zeitraum von mindestens 1 - 2 Wochen zu reduzieren. Es ist wichtig, dass Sie dabei die Anweisungen Ihres Arztes befolgen. Die Beendigung der Behandlung mit dem Arzneimittel kann - insbesonders wenn dies plötzlich erfolgt - zum Auftreten von Absetzerscheinungen führen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn bei Ihnen nach Beendigung der Einnahme von dem Arzneimittel solche Absetzerscheinungen auftreten.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Art und Weise
  • Die Filmtabletten können unabhängig von einer Mahlzeit mit Flüssigkeit eingenommen werden.
Nebenwirkungen
  • Wie alle Arzneimittel kann dieses Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Nebenwirkungen, die bei dem Arzneimittel beobachtet wurden, sind in der Regel mild und vorübergehend.
    Sie treten vor allem zu Beginn der Behandlung auf und lassen mit Besserung der depressiven Beschwerden gewöhnlich nach. Die Nebenwirkungen, die bei Citalopram berichtetet wurden, sind nachfolgend beschrieben und nach der Häufigkeit ihres Auftretens dargestellt.
    • Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
      • sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
      • häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
      • gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
      • selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten
      • sehr selten: weniger als 1 von 10.000 Behandelten
      • nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
    • Sehr häufig
      • Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit, Unruhe, Nervosität, Kopfschmerz, Zittern, Schwindel
      • Störungen der Scharfeinstellung des Auges
      • Herzrasen (Palpitationen)
      • Übelkeit, Mundtrockenheit, Verstopfung, Durchfall, vermehrtes Schwitzen
      • Schwäche und Müdigkeit (Asthenie)
    • Häufig
      • Gewichtsabnahme, Gewichtszunahme
      • Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, verändertes Träumen, Gedächtnisverlust, Angst
      • verminderter Sexualtrieb
      • Appetitzunahme, Appetitlosigkeit
      • Teilnahmslosigkeit
      • Verwirrtheit
      • Migräne
      • Gefühl von Kribbeln oder Taubheit der Haut ohne erkennbare Ursache (Parästhesie)
      • Sehstörungen
      • beschleunigter Herzschlag, Blutdruckabfall (nach dem Aufstehen aus sitzender oder liegender Position; manchmal verbunden mit Schwindel), hoher oder niedriger Blutdruck
      • Schnupfen, Nasennebenhöhlenentzündung
      • Verdauungsbeschwerden, Erbrechen, Bauchschmerzen, Blähungen, gesteigerter Speichelfluss
      • Ausschlag, Juckreiz
      • Blasenentleerungsstörungen, vermehrte Harnausscheidung (Polyurie)
      • Ejakulationsstörungen, Orgasmusstörungen bei der Frau, schmerzhafte Regelblutung, Impotenz Geschmacksstörungen
      • Müdigkeit, Gähnen
    • Gelegentlich
      • Euphorie
      • gesteigerter Sexualtrieb
      • extrapyramidale Störungen (Verlangsamung der Bewegungen, Muskelsteifheit, Muskelzittern)
      • Krampfanfälle
      • Ohrgeräusche (Tinnitus)
      • verlangsamter Herzschlag
      • Husten
      • anormale Leberfunktionstests
      • Lichtempfindlichkeit
      • Muskelschmerzen
      • allergische Reaktionen
      • plötzlicher Bewusstseinsverlust (kann von wenigen Sekunden bis zu einigen Minuten dauern [Synkope])
      • Krankheitsgefühl (Malaise)
    • Selten
      • Blutungen (z. B. aus der Scheide, Magen-/Darmbereich, Ecchymosen und andere Formen von Haut- oder Schleimhautblutungen)
      • Gefühl der Ruhelosigkeit oder Unvermögen stillzusitzen oder stillzustehen
      • vorwiegend bei älteren Patienten ein unter der Norm liegender Natriumwert im Blut und eine außerhalb der Norm liegende Ausscheidung eines Hormons im Gehirn, das den Wasserhaushalt des Körpers steuert (Syndrom der inadäquaten ADH[antidiuretisches Hormon]-Sekretion [SIADH])
      • Serotonin-Syndrom
    • Sehr selten
      • Sehen und Hören von Dingen, die nicht vorhanden sind (Halluzinationen), überaktives Verhalten oder überaktive Gedanken (Manie), Störungen des Ich-Erlebens (Depersonalisation), Panikattacken (alle die bisher erwähnten Krankheitsanzeichen können auch aufgrund der Grunderkrankung vorhanden sein)
      • unregelmäßiger Herzschlag
      • Angioödem (plötzliche Schwellung der Haut und Schleimhaut infolge Flüssigkeitsansammlung [z. B. des Rachens und der Zunge], Atembeschwerden und/oder Juckreiz und Ausschlag). Nehmen Sie das Arzneimittel nicht weiter ein und kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt, falls diese Symptome auftreten
      • Gelenkschmerzen
      • milchige Absonderungen aus der Brustdrüse bei Männern und Frauen
      • anaphylaktoide Reaktionen (schwere Überempfindlichkeitsreaktionen, die infolge einer plötzlichen Gefäßerweiterung zum Schock [starker Blutdruckabfall, Blässe, Unruhe, schwacher und rascher Puls, kaltschweißige Haut und Bewusstseinstrübung] führen können)
    • Nicht bekannt
      • Suizidgedanken/suizidales Verhalten.
      • Bei Patienten wurden Fälle berichtet, bei denen Suizidgedanken oder suizidales Verhalten während der Einnahme von Citalopram oder kurze Zeit nach Beendigung der Behandlung aufgetreten sind.
    • Ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Knochenbrüchen wurde bei Patienten, die mit dieser Arzneimittelgruppe behandelt wurden, beobachtet.
  • Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht hier angegeben sind.
Wechselwirkungen
  • Bei Einnahme von dem Arzneimittel mit anderen Arzneimitteln
    • Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
    • Wenn Sie irgendein Arzneimittel aus der nachfolgenden Liste einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/ angewendet haben, und Sie dies mit Ihrem Arzt nicht bereits besprochen haben, suchen Sie bitte nochmals Ihren Arzt auf, und fragen Sie ihn was zu tun ist. Unter Umständen ist eine Dosisänderung erforderlich oder Sie bekommen ein anderes Arzneimittel.
      • Monoaminooxidase-Hemmer, Linezolid und Pimozid
      • Arzneimittel, die Triptane genannt werden, wie z. B. Sumatriptan (zur Behandlung von Migräne)
      • Tramadol (Arzneimittel zur Behandlung von starken Schmerzen)
      • blutgerinnungshemmende Arzneimittel, Dipyridamol und Ticlopidin (blutverdünnende Arzneimittel)
      • Acetylsalicylsäure, nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen (Arzneimittel zur Behandlung von Entzündungen und Schmerzen)
      • Neuroleptika (Phenothiazine [z. B. Thioridazin], Thioxanthene, Butyrophenone [z. B. Haloperidol]), atypische Neuroleptika, z. B. Risperidon (Arzneimittel zur Behandlung bestimmter psychiatrischer Erkrankungen)
      • trizyklische Antidepressiva (Arzneimittel zur Behandlung von depressiven Erkrankungen)
      • Johanniskraut-haltige (Hypericum perforatum) pflanzliche Arzneimittel
      • Cimetidin, Omeprazol, Esomeprazol, Lansoprazol (Arzneimittel zur Verringerung der Magensäureproduktion)
      • Tryptophan, Oxitriptan (Serotonin-Vorstufen)
      • Lithium (Arzneimittel zur Behandlung von Manie)
      • Imipramin, Desipramin, Clomipramin, Nortryptilin (Arzneimittel zur Behandlung von depressiven Erkrankungen)
      • Fluvoxamin (Arzneimittel zur Behandlung von depressiven Erkrankungen und Zwangsstörung)
      • Mefloquin (Arzneimittel zur Behandlung der Malaria)
      • Bupropion (Arzneimittel zur Behandlung von depressiven Erkrankungen und zur Unterstützung bei der Raucherentwöhnung)
      • Flecainid, Propafenon (Arzneimittel zur Behandlung eines unregelmäßigen Herzschlages)
      • Metoprolol (Arzneimittel zur Behandlung von Herzmuskelschwäche)
      • Arzneimittel, die das EKG verändern können (Verlängerung des QT-Intervalls) oder zu niedrigen Blutwerten von Kalium und Magnesium führen können. Fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, ob das/die Arzneimittel, das/die Sie gemeinsam mit dem Arzneimittel einnehmen/anwenden zu dieser Gruppe gehört/ gehören.
  • Bei Einnahme von dem Arzneimittel zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
    • Es wird empfohlen während der Behandlung mit dem Arzneimittel keinen Alkohol zu trinken. Das Arzneimittel kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.
Gegenanzeigen
  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden
    • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Citalopram oder einen der sonstigen Bestandteile von dem Arzneimittel sind
    • wenn Sie Arzneimittel einnehmen oder bis vor kurzem eingenommen haben, die Monoaminooxidase-Hemmer (MAO-Hemmer; unter anderem zur Behandlung von Depressionen angewendet) genannt werden. Sie müssen dann mit Ihrem Arzt sprechen, bevor Sie mit der Einnahme von dem Arzneimittel beginnen, da Sie möglicherweise bis zu 14 Tagen warten müssen, nachdem Sie die Einnahme des MAO-Hemmers beendet haben. Der MAO-Hemmer Selegilin (angewendet zur Behandlung der Parkinson-Erkrankung) kann eingenommen werden, jedoch keine größeren Dosierungen als 10 mg täglich. Wenn Sie von dem Arzneimittel auf einen MAO-Hemmer wechseln, müssen Sie mindestens 7 Tage warten, bevor Sie mit der Einnahme des
      MAO-Hemmers beginnen.
    • wenn Sie Linezolid (zur Behandlung von bakteriellen Infektionen) einnehmen, es sei denn, sie werden von Ihrem Arzt engmaschig überwacht und Ihr Blutdruck wird kontrolliert.
    • wenn Sie Pimozid (Arzneimittel zur Behandlung von bestimmten psychiatrischen Erkrankungen) einnehmen
    • Informieren Sie bitte Ihren Arzt, bevor sie mit der Einnahme von dem Arzneimittel beginnen, falls irgendetwas von dem auf Sie zutrifft.
Schwangerschaft und Stillzeit
  • Schwangerschaft und Stillzeit
    • Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
    • Schwangerschaft
      • Es liegen nur wenige Erfahrungen mit der Anwendung von Citalopram während der Schwangerschaft vor. Nehmen Sie das Arzneimittel nicht ein, wenn Sie schwanger sind oder planen schwanger zu werden, es sei denn Ihr Arzt hält es für unbedingt erforderlich.
      • Bitte stellen Sie sicher, dass Ihre Hebamme und/oder Ihr Arzt/Ihre Ärztin darüber informiert sind, dass Sie mit dem Arzneimittel behandelt werden. Arzneimittel wie dieses können, wenn sie während der Schwangerschaft, insbesondere in den letzten drei Monaten der Schwangerschaft, eingenommen werden, zu einer ernsthaften Gesundheitsbeeinträchtigung des Neugeborenen führen, die primäre oder persistierende pulmonale Hypertonie des Neugeborenen (PPHN) genannt wird und die sich darin zeigt, dass das Neugeborene schneller atmet und eine Blaufärbung der Haut aufweist. Diese Symptome beginnen normalerweise während der ersten 24 Stunden nach der Geburt. Bitte informieren Sie in einem solchen Fall sofort Ihre Hebamme und/oder Ihren Arzt.
      • Sie sollten die Behandlung mit dem Arzneimittel nicht abrupt absetzen. Informieren sie bitte Ihren Arzt, wenn Sie in den letzten drei Monaten der Schwangerschaft das Arzneimittel eingenommen haben, da Ihr Kind nach der Geburt bestimmte Krankheitsanzeichen aufweisen kann. Diese Krankheitsanzeichen beginnen gewöhnlich während den ersten 24 Stunden nach der Geburt und äußern sich in: Schlafstörungen oder Schwierigkeiten beim Trinken oder Atmen, bläuliche Verfärbungen der Haut, wechselnder Körpertemperatur, Krankheitsgefühl, häufigem Schreien, steifen oder schlaffen Muskeln, Teilnahmslosigkeit/Schläfrigkeit, Muskelzittern, ängstlichem/nervösem Zittern oder Krampfanfälle. Benachrichtigen Sie bitte umgehend Ihren Arzt, falls Ihr Kind nach der Geburt eines dieser Krankheitsanzeichen aufweist. Er wird Sie entsprechend beraten.
    • Stillzeit
      • Citalopram geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Es besteht ein Risiko, dass dies Auswirkungen auf den Säugling hat. Wenn Sie das Arzneimittel einnehmen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie mit dem Stillen beginnen.
Patientenhinweise
  • Besondere Vorsicht bei der Einnahme von dem Arzneimittel ist erforderlich
    • Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren
      • Das Arzneimittel sollte normalerweise nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden. Zudem sollten Sie wissen, dass Patienten unter 18 Jahren bei Einnahme dieser Klasse von Arzneimitteln ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen wie Suizidversuch, suizidale Gedanken und Feindseligkeit (vorwiegend Aggressivität, oppositionelles Verhalten und Wut) aufweisen. Dennoch kann Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren das Arzneimittel verschreiben, wenn er entscheidet, dass dieses Arzneimittel im bestmöglichen Interesse des Patienten ist. Wenn Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren das Arzneimittel verschrieben hat und Sie darüber sprechen möchten, wenden Sie sich bitte erneut an Ihren Arzt. Sie sollten Ihren Arzt benachrichtigen, wenn bei einem Patienten unter 18 Jahren, der das Arzneimittel einnimmt, eines der oben aufgeführten Symptome auftritt oder sich verschlimmert. Darüber hinaus sind die langfristigen sicherheitsrelevanten Auswirkungen von dem Arzneimittel in Bezug auf Wachstum, Reifung sowie kognitive Entwicklung und Verhaltensentwicklung in dieser Altersgruppe noch nicht nachgewiesen worden.
    • Suizidgedanken und Verschlechterung Ihrer Depression/Angststörung
      • Wenn Sie depressiv sind oder unter Angststörungen leiden, können Sie manchmal Gedanken daran haben, sich selbst zu verletzen oder Suizid zu begehen. Solche Gedanken können bei der erstmaligen Anwendung von Antidepressiva verstärkt sein, denn alle diese Arzneimittel brauchen einige Zeit bis sie wirken, gewöhnlich etwa zwei Wochen, manchmal auch länger.
      • Das Auftreten derartiger Gedanken ist wahrscheinlicher,
        • wenn Sie bereits früher einmal Gedanken daran hatten, sich das Leben zu nehmen oder daran gedacht haben, sich selbst zu verletzen,
        • wenn Sie ein junger Erwachsener sind. Ergebnisse aus klinischen Studien haben ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Suizidverhalten bei jungen Erwachsenen im Alter bis 25 Jahre gezeigt, die unter einer psychiatrischen Erkrankung litten und mit einem Antidepressivum behandelt wurden.
      • Gehen Sie zu Ihrem Arzt oder suchen Sie unverzüglich ein Krankenhaus auf, wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt Gedanken daran entwickeln, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen.
      • Es kann hilfreich sein, wenn Sie einem Freund oder Verwandten erzählen, dass Sie depressiv sind oder unter einer Angststörung leiden. Bitten Sie diese Personen, dies zu lesen. Fordern Sie sie auf Ihnen mitzuteilen, wenn sie den Eindruck haben, dass sich Ihre Depression oder Angstzustände verschlimmern oder wenn sie sich Sorgen über Verhaltensänderungen bei Ihnen machen.
    • Achten Sie besonders darauf, ob sich bei Ihnen Krankheitsanzeichen wie ein Gefühl der Ruhelosigkeit und psychomotorische Unruhe entwickeln, wie z. B. ein Unvermögen stillzusitzen oder stillzustehen, die üblicherweise als subjektiv quälend empfunden werden (Akathisie). Diese Krankheitsanzeichen treten höchstwahrscheinlich innerhalb der ersten Behandlungswochen auf. Eine Dosissteigerung von dem Arzneimittel kann diese Gefühle verschlimmern.
    • Informieren Sie bitte Ihren Arzt, falls einer der nachfolgend genannten Punkte auf Sie zutrifft, da diese die Behandlung, die Sie erhalten, beeinflussen können. Verständigen Sie Ihrem Arzt:
      • wenn Sie irgendwelche anderen Arzneimittel einnehmen
      • wenn Sie Diabetiker sind, da Ihr Arzt unter Umständen die Dosierung von Insulin oder anderen blutzuckersenkenden Arzneimitteln anpassen muss
      • wenn Sie an Epilepsie leiden oder bereits früher Krampfanfälle bei Ihnen aufgetreten sind oder wenn während der Behandlung mit dem Arzneimittel Krampfanfälle bei Ihnen auftreten. Falls ein Krampfanfall auftritt, kann Ihr Arzt entscheiden, die Behandlung mit dem Arzneimittel abzubrechen
      • wenn Sie eine Elektrokrampftherapie (EKT) erhalten
      • wenn Sie an Episoden einer Manie/Hypomanie (überaktives Verhalten oder überaktive Gedanken) leiden. Falls eine manische Phase bei Ihnen auftritt, kann Ihr Arzt entscheiden die Behandlung mit dem Arzneimittel abzubrechen
      • wenn Sie bereits früher Blutungsstörungen hatten oder leicht bluten oder wenn Sie Arzneimittel anwenden, die möglicherweise die Blutungsneigung erhöhen
      • wenn Sie für bestimmte Herzerkrankungen empfindlich sind (Verlängerung des so genannten QT-Intervalls im EKG) oder bei Ihnen der Verdacht auf ein angeborenes langes QT-Syndrom besteht oder Sie erniedrigteBlutspiegel von Kalium oder Magnesium haben
      • wenn Sie andere psychiatrische Erkrankungen (Psychose) haben
      • wenn Sie an Leber- oder Nierenfunktionsstörungen leiden. Ihr Arzt wird unter Umständen die Dosis von dem Arzneimittel vermindern
    • Verständigen Sie unverzüglich Ihren Arzt, wenn bei Ihnen während der Behandlung mit dem Arzneimittel eines der folgenden Krankheitsanzeichen auftritt, da Sie dann ein so genanntes Serotonin-Syndrom haben könnten. Die Krankheitsanzeichen beinhalten: Unruhe, Zittern, plötzliche Muskelzuckungen und Fieber. Falls dies auftritt, wird Ihr Arzt die Behandlung mit dem Arzneimittel sofort abbrechen.
    • Vorwiegend bei älteren Patienten kann das Arzneimittel selten zu einer verminderten Natriummenge im Blut und zu einer außer der Norm liegenden Ausscheidung eines Hormons im Gehirn, das den Wasserhaushalt des Körpers steuert (Syndrom der inadäquaten ADH[antidiuretisches Hormon]-Sekretion [SIADH]), führen.
    • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie sich während der Behandlung mit dem Arzneimittel krank und
      unwohl zu fühlen beginnen und eine Muskelschwäche und Verwirrtheit auftritt.
    • Absetzerscheinungen bei Beendigung der Behandlung
      • Nach Beendigung der Behandlung treten Absetzerscheinungen häufig auf, besonders wenn das Absetzen von dem Arzneimittel plötzlich erfolgt. Das Risiko von Absetzerscheinungen kann von verschiedenen Faktoren abhängig sein, einschließlich der Behandlungsdauer und Dosierung und der Geschwindigkeit der Dosisreduzierung.
      • Es wurde über Schwindel, Empfindungsstörungen (einschließlich Kribbeln in Armen und Beinen und Stromschlaggefühl), Schlafstörungen (einschließlich Schlaflosigkeit und intensive Träume), innere Unruhe oder Angst, Übelkeit und/oder Erbrechen, Zittern, Verwirrtheit, Schwitzen, Kopfschmerzen, Durchfall, Herzklopfen, Gefühlsschwankungen, Reizbarkeit und Sehstörungen berichtet. Diese Symptome sind im Allgemeinen leicht oder mittelgradig ausgeprägt, können jedoch bei einigen Patienten auch stark ausgeprägt sein. Sie treten normalerweise innerhalb der ersten Tage nach Absetzen der Behandlung auf. In sehr seltenen Fällen wurde über solche Erscheinungen aber auch bei Patienten berichtet, die unbeabsichtigt eine Dosis ausgelassen haben. Im Allgemeinen sind diese Symptome begrenzt und klingen gewöhnlich innerhalb von zwei Wochen von selbst ab, obwohl sie bei einigen Personen auch länger andauern können (zwei bis drei Monate oder mehr). Es wird daher empfohlen, die Behandlung mit dem Arzneimittel ausschleichend durch schrittweise Verringerung der Dosis über einen Zeitraum von mehreren Wochen oder Monaten, entsprechend Ihrem Bedarf, zu beenden.
      • Wenn nach einer Dosisverminderung im Rahmen des Behandlungsabbruches stark beeinträchtigende Absetzerscheinungen auftreten, kann in Betracht gezogen werden die zuletzt eingenommene Dosis erneut einzunehmen. Anschließend kann Ihr Arzt die Dosisverminderung weiterführen, jedoch in kleineren Schritten.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
    • Das Arzneimittel hat einen geringen bis mäßigen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Dennoch können Arzneimittel mit Einfluss auf das zentrale Nervensystem das Urteils- und Reaktionsvermögen beeinträchtigen. Führen Sie keine Fahrzeuge und bedienen Sie keine Maschinen, bis Sie wissen, wie das Arzneimittel Sie beeinflusst. Sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

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