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Unacid Pd oral Filmtabletten

Unacid Pd oral Filmtabletten
PZN: 03751706
Menge: 10 St
Darreichung: Filmtabletten
Marke:
Hersteller: Pfizer Pharma PFE GmbH
Alternative Packungsgrößen:

10 St

20 St

€ 31,27 19

inkl. MwSt. und Versand

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Weitere Produktinformationen

Wirkstoffe
  • 375 mg Sultamicillin
  • 506.31 mg Sultamicillin tosilat-2-Wasser
Indikation/Anwendung
  • Das Arzneimittel ist ein Antibiotikum. Der Wirkstoff des Präparates ist Sultamicillin und wird zur Behandlung von bakteriellen Infektionen angewendet, die durch Sultamicillin-empfindliche Keime verursacht worden sind und durch Arzneimittel zum Einnehmen behandelt werden können, z. B.:
    • Stirnhöhlen- und Nasennebenhöhlenentzündung (akute bakterielle Sinusitis), Mittelohrentzündung (akute bakterielle Otitis media), Entzündung der Rachenmandeln (Tonsillitis), Lungenentzündung (ambulant erworbene Pneumonie) und Entzündung der oberen Atemwege (akute Exazerbation einer chronischen Bronchitis),
    • Infektionen der Nieren und der ableitenden Harnwege,
    • Infektionen der Haut und der Weichteile und
    • eine bestimmte Geschlechtskrankheit (unkomplizierte Gonorrhoe).
  • Ferner kann das Arzneimittel im Anschluss an eine intravenöse oder intramuskuläre Behandlung mit Sulbactam/Ampicillin angewendet werden.
  • Durch den Wirkstoff des Präparates können sich die Bakterien nicht weiter vermehren.
Dosierung
  • Nehmen Sie das Arzneimittel immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
  • Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosierung:
    • Erwachsene und Kinder mit einem Körpergewicht über 30 kg nehmen zweimal täglich 1 bis 2 Filmtabletten (entspr. 375 bis 750 mg Sultamicillin) ein.
    • Säuglinge, Kleinkinder und Kinder mit einem Körpergewicht von bis zu 30 kg erhalten im Allgemeinen eine Sultamicillin-Dosis von 50 mg/kg Körpergewicht pro Tag, aufgeteilt in 2 Einzeldosen. Hierfür wird vorzugsweise die Verwendung von Pulver zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen empfohlen.
    • Die beiden Abbauprodukte des Wirkstoffes Sultamicillin (Sulbactam und Ampicillin) werden nach Einnahme des Präparates überwiegend über die Nieren ausgeschieden. Da bei Neugeborenen die Nierenfunktion noch nicht voll entwickelt ist, sollte dies bei der Gabe des Arzneimittels bei Neugeborenen berücksichtigt werden. Die Dosis wird reduziert.
    • Zur Behandlung einer unkomplizierten Gonorrhoe werden 6 Filmtabletten als Einzeldosis von 2,25 g Sultamicillin eingenommen. Zusätzlich sollte hier 1 g Probenecid eingenommen werden, um länger anhaltende Blutkonzentrationen der Wirkstoffe zu erreichen.
    • Bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion muss aufgrund der verzögerten Wirkstoffausscheidung nach Anweisung des Arztes eine Verlängerung der Einnahmeabstände erfolgen.

 

  • Wie lange Sie das Arzneimittel einnehmen sollen
    • Die Behandlungsdauer richtet sich nach dem Krankheitsverlauf. Abhängig von der Schwere der Infektion beträgt die Behandlungsdauer im Allgemeinen 5 bis 14 Tage. In schweren Krankheitsfällen kann auch über eine längere Zeit weiterbehandelt werden. Die Behandlung sollte bis 48 Stunden nach Abklingen des Fiebers und anderer Krankheitssymptome erfolgen.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • Nach sehr hohen Dosen können epileptische Krampfanfälle auftreten.
    • Bei einer Kreislaufreaktion mit schwerwiegendem Verlauf (anaphylaktischer Schock) ist sofortige ärztliche Hilfe erforderlich.

 

  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Sollten Sie einmal eine Einnahme vergessen, nehmen Sie die ausgelassene Dosis, sobald Sie es bemerken. Ist es jedoch bereits Zeit, die nächste Dosis zu nehmen, lassen Sie die vergessene aus und fahren Sie mit den üblichen Einnahmezeiten fort. Verdoppeln Sie nie die Dosis von sich aus!

 

  • Wenn Sie die Einnahme abbrechen
    • Bei Unterbrechen oder vorzeitigem Beenden der Therapie ist der Behandlungserfolg gefährdet. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie die Einnahme des Arzneimittels unterbrechen oder beenden.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Art und Weise
  • Das Arzneimittel kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.
  • Die Tabletten sind möglichst in aufrechter Körperhaltung und mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. ein großes Glas Wasser) einzunehmen, um eventuelle Schädigungen an der Speiseröhre zu vermeiden.
  • Patienten mit Reflux sollten mindestens 30 Minuten nach Einnahme eine aufrechte Körperhaltung beibehalten, damit das Arzneimittel im Magen verbleibt.
Nebenwirkungen
  • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Die folgenden Informationen sollen Ihnen helfen, das Präparat möglichst sicher anzuwenden.
  • Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
    • Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
    • Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
    • Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1 000
    • Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10 000
    • Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10 000
    • Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • Mit unbekannter Häufigkeit wurde Atemnot beobachtet.
  • Erkrankungen des Magen-Darm-Systems (Gastrointestinaltrakts)
    • Zu den sehr häufig beobachteten Nebenwirkungen gehören Störungen im Magen-Darm-Bereich wie lockere Stühle oder Durchfälle. Übelkeit und Bauchschmerzen wurden häufig beobachtet. Erbrechen und eine Entzündung der Zunge wurden gelegentlich beobachtet. Darmentzündungen wurden selten beobachtet. Blähungen, Oberbauchbeschwerden, trockener Mund, Schwarzverfärbung des Stuhls (Teerstuhl; dann sollte sofort der Arzt aufgesucht werden), Geschmacksveränderungen, Mundschleimhautentzündung (Stomatitis) und blutende Darmentzündungen traten mit unbekannter Häufigkeit auf.
    • Bei schweren und anhaltenden Durchfällen ist an eine antibiotikabedingte Darmentzündung (pseudomembranöse Kolitis) zu denken, die selten auftritt, jedoch lebensbedrohlich sein kann. Wenn derartige Durchfälle auftreten, sollte sofort der Arzt aufgesucht werden. Präparate, die die Darmtätigkeit hemmen, sollten vermieden werden.
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes (siehe auch Erkrankungen des Immunsystems)
    • Gelegentlich können Hautausschläge (Exantheme, Dermatitis, Urtikaria), Juckreiz, Entzündungen der Schleimhaut und andere Hautreaktionen auftreten. In den meisten Fällen sind diese Störungen leichter Art und erfordern keine Unterbrechung der Therapie.
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • Mit unbekannter Häufigkeit wurden Gelenkschmerzen beobachtet.
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • Mit unbekannter Häufigkeit wurde Appetitlosigkeit beobachtet.
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • Allergische Reaktionen wie z. B. Nesselausschlag mit Bläschen- und Quaddelbildung (urtikarielles Exanthem) und masernähnliche Ausschläge (makulopapulöse, morbilliforme Exantheme) sind möglich. Eine Sofortreaktion an der Haut in Form eines Nesselausschlages deutet meist auf eine echte Penicillinallergie hin und führt zu einem Behandlungsabbruch.
    • Überempfindlichkeitsreaktionen bis hin zu einer Kreislaufreaktion mit schwerwiegendem Verlauf (lebensbedrohlicher anaphylaktischer Schock) sowie Wasseransammlungen in der Haut, den Schleimhäuten und angrenzenden Geweben (Angioödeme) traten mit unbekannter Häufigkeit auf.
    • Schwere akute Überempfindlichkeitserscheinungen können sich äußern als: Wasseransammlungen in der Haut, den Schleimhäuten und angrenzenden Geweben (Angioödem), Zungenschwellung, innere Kehlkopfschwellung mit Einengung der Luftwege, schwere Hautreaktionen, Herzjagen, Atemnot, Arzneimittelfieber (erhöhte Körpertemperatur z. B. durch eine allergische Reaktion, tritt meist zwischen 7 und 10 Tagen nach Beginn der Therapie auf), Serumkrankheit (Überempfindlichkeitsreaktion, die durch Bildung von Antikörpern gegen körperfremdes, tierisches Antiserum hervorgerufen wird; Symptome treten innerhalb von 14 Tagen auf und äußern sich in Lymphknotenschwellung, Gelenkschmerzen, Blutdruckabfall, Ausschlag, Fieber), allergische Entzündung der Nieren, Blutdruckabfall, Überempfindlichkeitsreaktionen, lebensbedrohlichen allergischen Reaktionen (anaphylaktischer Schock). Beim Auftreten dieser Erscheinungen ist sofortige ärztliche Hilfe erforderlich.
    • Selten kam es zu schweren Hautreaktionen (z. B. Erythema exsudativum multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, exfoliative Dermatitis oder toxisch epidermale Nekrolyse [Lyell-Syndrom]).
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • Gelegentlich kam es zu einem Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie). Eine Schädigung des Knochenmarks, die mit einer Verminderung der Blutzellen einhergeht (Myelosuppression), kann unter einer Therapie mit dem Arzneimittel in Einzelfällen auftreten. Blutbildveränderungen (z. B. Panzytopenie, Agranulozytose, Leukopenie, Neutropenie, hämolytische Anämie, Anämie, Eosinophilie oder thrombozytopenische Purpura) sowie eine Verlängerung der Blutgerinnungszeit traten mit unbekannter Häufigkeit auf. Diese Erscheinungen normalisieren sich nach Beendigung der Behandlung bzw. nach Absetzen des Präparates von selbst.
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • Gelegentlich werden unter einer Therapie mit dem Arzneimittel Müdigkeit und Kopfschmerzen beschrieben. In seltenen Fällen werden epileptische Krampfanfälle und Benommenheit beobachtet, die bei allen Penicillinen bei sehr hohen Blutkonzentrationen auftreten können. Deshalb muss insbesondere bei eingeschränkter Nierenfunktion auf die Dosierung geachtet werden. Mit unbekannter Häufigkeit kam es zu Nervenschädigungen.
  • Gefäßerkrankungen
    • Mit unbekannter Häufigkeit wurden allergische Entzündungen kleinerer Arterien und Venen beobachtet.
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • Gelegentlich kam es zu einem erhöhten Gehalt von gelbem Gallenfarbstoff (Bilirubin) im Blut (Hyperbilirubinämie). In Einzelfällen wurden vorübergehende Erhöhungen bestimmter Leberenzymwerte (SGPT, SGOT) berichtet. Erhöhungen bestimmter Leberenzymwerte (Aspartat- und Alaninaminotransferase), Gelbsucht, Stau der Gallenflüssigkeit (Cholestase, hepatische Cholestase) und Leberfunktionsstörungen traten mit unbekannter Häufigkeit auf.
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • In seltenen Fällen kann es zu einer Nierenentzündung (tubulointerstitielle Nephritis) kommen.
  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • Wie bei vielen anderen Antibiotika ist eine Überwucherung durch unempfindliche Organismen oder Pilze möglich. Dadurch kann es beispielsweise zu Entzündungen im Mund- oder Genitalbereich kommen. Deshalb ist auf solche Zeichen zu achten und gegebenenfalls eine geeignete Behandlung einzuleiten.
    • Mit unbekannter Häufigkeit wurden Pilzinfektionen und das Auftreten von unempfindlichen Erregern beobachtet.
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • Gelegentlich wurde Erschöpfung und mit unbekannter Häufigkeit wurden Schleimhautentzündungen beobachtet.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
  • Welche Gegenmaßnahmen sind bei Nebenwirkungen zu ergreifen?
    • Die häufigsten Nebenwirkungen des Präparates betreffen den Magen-Darm-Trakt und sind meist milder bis mäßiger Ausprägung. Nur selten ist ein Therapieabbruch aufgrund von Nebenwirkungen notwendig. Beim Auftreten einer durch Antibiotika hervorgerufenen Darmentzündung (pseudomembranöse Kolitis) ist das Arzneimittel sofort abzusetzen und eine geeignete Behandlung einzuleiten. Wenn derartige Durchfälle auftreten, sollte sofort der Arzt aufgesucht werden. Präparate, die die Darmtätigkeit hemmen, sollten vermieden werden.
    • Bei Überempfindlichkeitserscheinungen sollten Sie das Arzneimittel absetzen und Ihren Arzt befragen. Wenn schwere Überempfindlichkeitserscheinungen (z. B. Kreislaufreaktionen mit schwerwiegendem Verlauf) auftreten, ist sofortige ärztliche Hilfe erforderlich.
Wechselwirkungen
  • Einnahme des Präparates zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Bitte informieren Sie unbedingt Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie weitere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel, Vitamine, Mineralstoffe, Homöopathika oder pflanzliche Arzneimittel handelt. Diese können sich gegenseitig beeinflussen und zu Wechselwirkungen mit dem Präparat führen.
    • Bei der Verwendung des Präparates sind Wechselwirkungen mit folgenden Wirkstoffen anderer Arzneimittel möglich (die Wirkstoffbezeichnungen finden Sie auf der Packung und der Packungsbeilage Ihrer Arzneimittel):
      • Andere Antibiotika bzw. Arzneimittel aus der Krebstherapie (Chemotherapeutika)
        • Das Arzneimittel sollte nicht mit Chemotherapeutika oder Antibiotika, die das Wachstum von Bakterien hemmen, wie z. B. Tetracyclinen, Erythromycin, Sulfonamiden oder Chloramphenicol, kombiniert werden, da eine Wirkungsabschwächung möglich ist.
      • Allopurinol
        • Bei Patienten mit Gicht, die mit Allopurinol behandelt werden, ist bei gleichzeitiger Anwendung des Präparates die Wahrscheinlichkeit von Hautreaktionen erhöht.
      • Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung (Antikoagulanzien)
        • Die bei Penicillinen auftretenden Veränderungen der Blutgerinnung können sich bei gleichzeitiger Gabe von Antikoagulanzien verstärken.
      • Ein Arzneimittel in der Chemotherapie (Methotrexat)
        • Die gleichzeitige Gabe von Methotrexat und Penicillinen führte zu einem verminderten Methotrexat-Abbau im Körper und zu einer entsprechend erhöhten Methotrexat-Toxizität. Diese Patienten sollten ärztlich überwacht werden.
      • Ein Arzneimittel gegen Gicht (Probenecid)
        • Die gleichzeitige Gabe von Probenecid führt als Folge einer Hemmung der Ausscheidung über die Nieren zu höheren und länger anhaltenden Wirkstoffkonzentrationen im Blut und in der Galle, einem verlängerten Verbleib des Wirkstoffs im Körper und einem erhöhten Nebenwirkungsrisiko.
      • Schmerz- und entzündungshemmende Arzneimittel (nichtsteroidale Antirheumatika)
        • Wirkstoffe wie Acetylsalicylsäure, Indometacin und Phenylbutazon können die Ausscheidung von Penicillinen verzögern. Die Dosis und/ oder Behandlungsdauer muss eventuell geändert werden, um eine wirksame Behandlung zu gewährleisten.
      • Arzneimittel zur Empfängnisverhütung (hormonale Kontrazeptiva)
        • Das Präparat kann in seltenen Fällen die Zuverlässigkeit der empfängnisverhütenden Wirkung der „Pille" abschwächen. Es empfiehlt sich deshalb, zusätzlich nicht hormonale empfängnisverhütende Maßnahmen (z. B. Kondom) anzuwenden.
Gegenanzeigen
  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
    • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Sultamicillin oder einen der sonstigen Bestandteile des Präparates sind.
    • Wegen der Gefahr einer lebensbedrohlichen allergischen Reaktion (anaphylaktischer Schock) darf das Arzneimittel bei bekannter Überempfindlichkeit auf Penicilline nicht angewendet werden. Bei bestehenden Allergien und insbesondere bei Allergien gegenüber der Wirkstoffklasse der Cephalosporine ist unter einer Behandlung mit dem Präparate eher mit allergischen Reaktionen zu rechnen. Wenn allergische Reaktionen auftreten, sollten Sie das Arzneimittel absetzen und umgehend Ihren Arzt aufsuchen.
    • Bei Patienten mit Pfeifferschem Drüsenfieber oder bei einer besonderen Erkrankung der weißen Blutkörperchen (lymphatische Leukämie) sollten gleichzeitige bakterielle Infektionen nicht mit dem Arzneimittel behandelt werden, da diese Patienten häufiger zu masernähnlichen Hautreaktionen (roter Hautausschlag) neigen.
    • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn einer der oben aufgeführten Punkte auf Sie zutrifft, da Sie dann das Präparat nicht einnehmen dürfen.
Schwangerschaft und Stillzeit
  • Schwangerschaft
    • Aus bisherigen, unzureichenden Erfahrungen mit der Anwendung des Arzneimittels bei Schwangeren haben sich keine Anhaltspunkte für fruchtschädigende Wirkungen ergeben.
    • Vorsichtshalber sollte eine Anwendung in der Schwangerschaft jedoch nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den behandelnden Arzt erfolgen.
  • Stillzeit
    • Ampicillin geht in die Muttermilch über. Beim gestillten Säugling können deshalb Durchfälle und eine Pilzbesiedlung der Schleimhäute auftreten. Wenn eine Behandlung der Mutter mit dem Präparat für dringend notwendig erachtet wird, sollte sie ihr Kind während der Behandlung vorsichtshalber nicht stillen.
  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Patientenhinweise
  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bei schweren Magen-Darm-Störungen mit Erbrechen und Durchfall ist die Einnahme des Arzneimittels nicht angezeigt, da eine ausreichende Aufnahme des Präparates nicht gewährleistet ist.
    • Aus Vorsichtsgründen sollten bei einer Behandlung, die länger als 1 Woche dauert, von Arzt Ihre Leberenzymwerte und die Blutzuckerwerte überprüft werden, obwohl sich bei der Anwendung des Präparates bei Diabetikern keine Auswirkungen auf die Glucoseverfügbarkeit ergab.
    • Bei länger dauernder Behandlung (mehr als 14 Tage) sollte Ihr Arzt regelmäßige Kontrollen des Blutbilds sowie der Nieren- und Leberfunktion durchführen.
    • Wie bei jeder Antibiotikatherapie muss auf die Zeichen einer Überwucherung mit nicht empfindlichen Keimen (einschließlich Pilzen) geachtet werden (Anzeichen dafür sind beispielsweise Entzündungen im Mund- oder Genitalbereich). Sobald eine Infektion mit diesen Organismen auftritt, sollte das Präparat abgesetzt und/oder eine geeignete Behandlung eingeleitet werden.
    • Hautpilze und Penicilline können die gleichen Überempfindlichkeitsreaktionen auslösen (Antigengemeinschaft). Deshalb sind bei Personen, die an einer Hautpilzinfektion erkrankt sind oder waren, auch bei erstmaliger Penicillingabe Überempfindlichkeitsreaktionen, wie sie nach Zweitkontakt vorkommen, nicht auszuschließen.
    • Sollte es bei Ihnen während oder (bis zu 2 Monaten) nach der Behandlung mit dem Arzneimittel zu schweren, anhaltenden Durchfällen kommen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit Ihrem behandelnden Arzt auf.
    • Wenn Sie unter einer Ampicillin-Therapie bereits Nebenwirkungen hatten, ist zu erwarten, dass diese auch unter der Behandlung mit dem Präparat auftreten.
    • Bei Säuglingen mit wiederkehrenden Durchfällen sollte das Arzneimittel mit Ausnahme einer kurzfristigen Fortführung einer intravenösen oder intramuskulären Behandlung nicht eingesetzt werden.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Es liegen keine Erfahrungen hinsichtlich der Beeinträchtigung der Verkehrstüchtigkeit und der Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen vor. Sie sollten jedoch bedenken, dass es selten zum Auftreten von Benommenheit kommen kann.

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