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Maprotilin neuraxpharm 25 Filmtabl.

Maprotilin neuraxpharm 25 Filmtabl.
PZN: 03831457
Menge: 50 St
Darreichung: Filmtabletten
Marke:
Hersteller: neuraxpharm Arzneimittel GmbH
Alternative Packungsgrößen:
€ 12,82 19

inkl. MwSt. zzgl. Versand

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Produktdetails 

/ Pflichtangaben
  1. Beipackzettel Maprotilin neuraxpharm 25 Filmtabl.

Weitere Produktinformationen

Wirkstoffe
  • 22.1 mg Maprotilin
  • 25 mg Maprotilin hydrochlorid
Indikation/Anwendung
  • Das Arzneimittel ist ein Mittel zur Behandlung von krankhaften Verstimmungen (Depressionen) und gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als tetrazyklische Antidepressiva bezeichnet werden.
  • Das Arzneimittel wird angewendet bei depressiven Erkrankungen.
Dosierung
  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
  • Dosierung und Dauer der Anwendung müssen vom Arzt der individuellen Reaktionslage, dem Anwendungsgebiet und der Schwere der Erkrankung angepasst werden.
  • Es gilt hier, dass bei einem Ansprechen des Patienten die Dosis zwar so klein wie möglich gehalten werden sollte, dass aber auf der anderen Seite bei einem Nichtansprechen der zur Verfügung stehende Dosierungsbereich ausgenutzt werden sollte.
  • Wie oft und in welcher Menge sollten Sie einnehmen?
    • Die einleitende Behandlung ist durch eine schrittweise Steigerung der Dosis und die Beendigung der Behandlung durch eine langsame Verringerung der Dosis vorzunehmen.
    • Während die beruhigende Wirkung meist unmittelbar in den ersten Tagen einsetzt, ist die stimmungsaufhellende Wirkung in der Regel nach 1-3 Wochen zu erwarten.
    • Zur ambulanten Behandlung depressiver Erkrankungen wird eine Anfangsdosis von 1 - 3mal 1 Filmtablette (entsprechend 25 - 75 mg Maprotilinhydrochlorid/Tag) empfohlen. Die Tagesdosis kann auch als abendliche Einmaldosis verabreicht werden.
    • Die Dosis kann, abhängig von Wirksamkeit und Verträglichkeit, nach 2 Wochen um 1 weitere Filmtablette (entsprechend 25 mg Maprotilinhydrochlorid) erhöht und schrittweise auf 2 - 3mal 2 Filmtabletten/Tag (entsprechend bis zu 150 mg Maprotilinhydrochlorid/Tag) bis zum Wirkungseintritt gesteigert werden. Gegebenenfalls ist auf Darreichungsformen mit einem höheren Wirkstoffgehalt auszuweichen.
    • Die maximale Tagesdosis bei ambulanten Patienten beträgt 6 Filmtabletten (entsprechend 150 mg Maprotilinhydrochlorid), bei stationären Patienten bis 225 mg Maprotilinhydrochlorid, wobei auf Darreichungsformen mit einem höheren Wirkstoffgehalt zurückgegriffen werden sollte.
    • Nach der Rückbildung des depressiven Syndroms ist die Dosis schrittweise zu verringern auf eine tägliche Erhaltungsdosis von 1 - 2 Filmtabletten (entsprechend 25 - 50 mg Maprotilinhydrochlorid).
  • Hinweis:
    • Ältere Patienten benötigen oft eine deutlich geringere Dosis und zeigen schon häufig bei der Hälfte der üblichen Tagesdosis einen zufriedenstellenden Behandlungseffekt.

 

  • Dauer der Anwendung
    • Über die Dauer der Behandlung muss der Arzt individuell entscheiden. Gewöhnlich muss man das Arzneimittel einige Wochen nehmen, bevor man sich besser fühlt. Die mittlere Dauer einer Behandlungsperiode bis zum Nachlassen der Krankheitserscheinungen beträgt im Allgemeinen mindestens 4 - 6 Wochen.
    • Bei endogenen Depressionen soll nach Rückbildung der depressiven Symptomatik die Behandlung eventuell mit einer verringerten (ambulanten) Dosis für 4 - 6 Monate weitergeführt werden.
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben als Sie sollten
    • Das Arzneimittel kann gefährliche Vergiftungserscheinungen hervorrufen, wenn es in zu großen Mengen angewendet wird. Kinder und Kleinkinder sind dabei besonders gefährdet. Die folgenden zum Teil lebensbedrohlichen Vergiftungserscheinungen können innerhalb von wenigen Stunden auftreten: Verwirrung, Erregungszustände (Unruhe, Agitation), Krampfanfälle, Bewusstseinstrübungen bis hin zur Bewusstlosigkeit, Störung der Muskelfunktion (Ataxie, Muskelstarre, Choreoathetose, gesteigerte Reflexe), niedriger Blutdruck, Schock, schwere Herz-Kreislauf-Störungen (Beschleunigung der Herzschlagfolge, Herzrhythmusstörungen, Herzinsuffizienz, in sehr seltenen Fällen Herzstillstand), Atemnot bis zum Atemstillstand, Blaufärbung der Haut- und Schleimhäute (Zyanose), verringerte Harnausscheidung (Oligurie, Anurie), Erbrechen, Fieber, Schwitzen, erweiterte Pupillen (Mydriasis).
    • Verständigen Sie, wenn Sie einmal mehr Filmtabletten eingenommen haben, sowie bei einem Verdacht auf eine Vergiftung sofort einen Arzt/Notarzt oder suchen Sie die Notfallstation des nächstgelegenen Krankenhauses auf! Die intensivmedizinische Behandlung ist so schnell wie möglich einzuleiten!
    • Ärztliche Maßnahmen bei Überdosierung:
      • Innerhalb der ersten Stunde nach Einnahme ist eine Magenspülung aussichtsreich, gefolgt von der wiederholten Gabe von Medizinischer Kohle. Hämodialyse und Hämoperfusion sind nur innerhalb weniger Stunden nach Einnahme indiziert und auch dann von unsicherem Wert. Alkalisierung des Plasma mit Natriumhydrogencarbonat bzw. Natriumlactat hat sich auch in der Behandlung der kardialen Komplikationen gut bewährt.
      • Physostigmin kann verschiedene zentrale Vergiftungssymptome schnell und sicher durchbrechen. Auch bei Vergiftungen mit tachykarden Rhythmusstörungen eignet sich Physostigmin. Eine klinisch-toxikologische Untersuchung von Blut bzw. Plasma, Urin und erster Magenspülflüssigkeit wird empfohlen.

 

  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
    • Falls Sie einmal die Einnahme einer Dosis vergessen haben, nehmen Sie diese, sobald Sie daran denken. Danach fahren Sie fort, das Medikament zur gewohnten Zeit einzunehmen. Ist es jedoch bald Zeit für die Einnahme der nächsten Dosis, nehmen Sie die ausgelassene Dosis nicht, sondern fahren mit dem üblichen Einnahmeschema fort. Wenn Sie dazu Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

 

  • Wenn Sie die Einnahme abbrechen
    • Sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt, bevor Sie - z. B. aufgrund des Auftretens von Nebenwirkungen - eigenmächtig die Behandlung unterbrechen oder vorzeitig beenden. Sie gefährden andernfalls den Therapieerfolg.
    • Eine eventuelle Beendigung der Behandlung ist durch langsame Verringerung der Dosis vorzunehmen.
    • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Art und Weise
  • Die Einnahme erfolgt zu oder unabhängig von den Mahlzeiten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. einem Glas Wasser).
Nebenwirkungen
  • Wie alle Arzneimittel kann dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
    • Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
    • Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
    • Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
    • Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
    • Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
    • Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht
  • Sehr häufig können, vor allem zu Beginn der Behandlung, Schläfrigkeit, Müdigkeit, Unruhe und Erregungszustände, Benommenheit, leichtes Zittern (Tremor), Myoklonien (ruckartiges Zucken einzelner Muskeln), Schwindelgefühl sowie Mundtrockenheit, Verstopfung, verschwommenes Sehen (Akkommodationsstörungen) und erschwertes Wasserlassen oder Harnverhalten auftreten. Das Auftreten von Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Schlafstörungen, Angst, Delir (starke Verwirrung), Halluzinationen (Sinnestäuschungen), Hypomanie und Manie (Zustände leichter bis starker Erregung) wurde ebenfalls berichtet. Sie können aber auch als Absetzerscheinungen, vor allem nach schlagartigem Absetzen bei längerer Einnahme des Arzneimittels auftreten. Ein plötzliches Absetzen einer längerfristigen hochdosierten Behandlung mit dem Arzneimittel sollte daher vermieden werden.
  • Häufig können auftreten: Aggressivität, Alpträume, Appetitsteigerung, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, Schlaflosigkeit, Verstärkung der depressiven Krankheitszeichen, übermäßiges Ruhigverhalten am Tage (Tagessedation), Sprechstörungen (Dysarthrie), Parästhesien (Taubheitsgefühl, Prickeln), Muskelschwäche, vermehrtes Schwitzen, Hitzewallungen, allergische Hauterscheinungen in Form von Hautausschlägen und Bläschenbildung (Exanthem, Urtikaria), manchmal von Fieber begleitet, Lichtüberempfindlichkeit der Haut (Photosensibilität), kleinfleckige Hautblutungen (Petechien), Gewichtszunahme, sexuelle Störungen (Libido- und Potenzstörungen), Verdauungsstörungen, Sinustachykardie (Herzjagen), Palpitationen (unangenehmes Herzklopfen), Veränderungen der Herzstromkurve (T- und ST-Veränderungen), Ohnmacht, orthostatische Hypotonie (Blutdrucksenkung).
  • Gelegentlich können auftreten: Nervosität, Verwirrtheitszustände, Akathisie (Bewegungsunruhe), Störungen des Bewegungsablaufes (Ataxie), zerebrale Krampfanfälle (bei höherer Dosierung steigt die Gefahr der Auslösung von zerebralen Krampfanfällen), Wasseransammlungen (Ödeme), Durchfall, Erhöhung von Leberfunktionswerten (Transaminasen, alkalische Phosphatase), Herzklopfen (Herzarrhythmien), Blutdruckerhöhung, Erregungsleitungsstörungen des Herzens mit Veränderungen der Herzstromkurve (QRS-Verbreiterung, Schenkelblock, PQ-Veränderung), Arzneimittelfieber, plötzliche Glaukomanfälle (grüner Star).
  • Es wurde sehr selten über Fälle einer Aktivierung psychotischer Symptome, Depersonalisation, Dyskinesien (Störung bestimmter Nervenfunktionen der Muskeln), EEG-Veränderungen, Koordinationsstörungen, Stomatitis (Entzündung der Mundschleimhaut), Zahnkaries, Gefäßentzündungen (dermale Vaskulitis) und multiforme Erytheme, Haarausfall bis hin zum Haarverlust, Juckreiz, Purpura (Hautblutungen), Tinnitus (Ohrensausen), Geschmacksstörungen und ein Gefühl der verstopften Nase berichtet. Ferner kann es vereinzelt zur Vergrößerung der Brustdrüse (Gynäkomastie) und Milchfluss (Galaktorrhö), zum Syndrom der inadäquaten Ausschüttung des antidiuretischen Hormons (SIADH), zu Blutbildveränderungen (Leukopenie, Agranulozytose, Thrombozytopenie, Eosinophilie), Entzündungen der Leber (Hepatitis) mit und ohne Gelbsucht (Ikterus), allergischen Entzündungen der Lungenbläschen (allergischer Alveolitis) mit oder ohne Vermehrung bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophilie) sowie Bronchospasmen (Verkrampfung der Bronchien) kommen.
  • Besondere Hinweise
    • Bei herzkranken und älteren Patienten sind, insbesondere während einer hochdosierten Langzeittherapie mit dem Arzneimittel, eine regelmäßige Überwachung der Herzfunktion und EKG-Kontrollen durchzuführen. Patienten mit Neigung zum Blutdruckabfall bei Änderung der Körperlage (orthostatischer Hypotonie) bedürfen einer regelmäßigen Blutdruckkontrolle. Wenn, vor allem beim Aufrichten aus einer liegenden oder sitzenden Position, Schwindel, Benommenheit oder Ohnmacht einsetzen, kann es von Vorteil sein, wenn Sie sich langsam aufrichten. Hält dieses Problem länger an oder verschlimmert es sich sogar, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.
    • Bei Patienten mit Schilddrüsenüberfunktion können unerwünschte Wirkungen des Arzneimittels auf das Herz und Gefäßsystem verstärkt werden. In seltenen Fällen können, ausgelöst durch das Arzneimittel, aufgrund von Störungen der Blutzellreifung (Leukopenie, Agranulozytose), grippeähnliche Erscheinungen wie Fieber, Zahnfleisch- bzw. Mundschleimhautentzündung und Halsschmerzen auftreten. In diesen Fällen sollte das Blutbild kontrolliert werden. Krampfanfälle wurden unter Behandlung mit dem Arzneimittel bei Patienten mit und ohne Epilepsie in der Vorgeschichte beobachtet. Daher ist bei erhöhter Krampfbereitschaft (Epilepsie, hirnorganische Veränderungen), besonders unter höherer Dosierung mit dem Arzneimittel, die gleichzeitige Verabreichung von Antikonvulsiva in Erwägung zu ziehen.
    • Fälle von Suizidgedanken und suizidalem Verhalten während der Therapie mit dem Arzneimittel oder kurze Zeit nach Beendigung der Behandlung sind berichtet worden.
    • Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht angegeben sind.
Wechselwirkungen
  • Bei Einnahme mit anderen Arzneimitteln
    • Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
    • Die Wirkungen von Alkohol und die Wirkungen anderer zentraldämpfend wirkender Arzneimittel (z. B. Barbiturate, Benzodiazepine, systemische Anästhetika) können bei gleichzeitiger Einnahme mit dem Arzneimittel verstärkt werden.
    • Bei Schilddrüsenüberfunktion sowie bei Patienten, die Schilddrüsenpräparate erhalten, können kardiovaskuläre Nebenwirkungen verstärkt auftreten.
    • Bei gleichzeitiger Verabreichung anderer Arzneimittel, die teilweise wie das Arzneimittel wirken (anticholinerge Wirkung, z. B. Atropin, Biperiden), ist mit einer Verstärkung peripherer und zentraler Effekte zu rechnen. Die Wirkung bestimmter Arzneimittel, die das Organnervensystem beeinflussen (adrenerge Wirkungen auf das vegetative Nervensystem durch sympathomimetische Amine, z. B. Adrenalin, Noradrenalin, Isoprenalin, Ephedrin, Phenylephrin, sowie Nasentropfen und gefäßverengende Zusätze bei Lokalanästhetika) kann durch gleichzeitige Gabe durch das Arzneimittel erheblich verstärkt werden.
    • Bestimmte Arzneimittel, die auch zur Behandlung von Depressionen eingesetzt werden (MAO-Hemmer) sollen in jedem Fall mindestens 14 Tage vor der Behandlung mit dem Arzneimittel abgesetzt werden. Anderenfalls muss mit schweren Nebenwirkungen wie Erregung, Tremor, Delir, Koma, hohem Fieber, Krampfanfällen und starken Blutdruckschwankungen gerechnet werden. Dies gilt auch für die Verabreichung eines MAO-Hemmers nach vorausgehender Behandlung mit dem Arzneimittel.
    • Bei gleichzeitiger Einnahme von anderen Antidepressiva, wie z. B. Fluvoxamin oder Fluoxetin (sog. selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmstoffe) können die Plasmakonzentrationen von Maprotilinhydrochlorid stark ansteigen. Wegen der sehr langsamen Ausscheidung dieser Stoffe kann der Effekt entsprechend lange andauern.
    • Es kann zu einer Wirkungsabschwächung von bestimmten Bluthochdruckmitteln (Antihypertensiva vom Typ des Guanethidin, Bethanidin, Clonidin, Reserpin und Alpha-Methyldopa) kommen mit der Gefahr eines Wiederanstiegs des Blutdrucks (Rebound-Hypertension) bei mit Clonidin behandelten Patienten.
    • Das Arzneimittel kann die Wirksamkeit von Medikamenten zur Regulierung des Herzschlages (Antiarrhythmika besonders vom Typ Ia [z. B. Chinidin] und Typ III [z.B. Amiodaron]) verstärken. Das Arzneimittel kann das QTc-Intervall im EKG verlängern. Daher sollte es nicht gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln, die ebenfalls das QTc-Intervall verlängern können, angewendet werden, da dadurch das Risiko einer Arrhythmie (unregelmäßige Herzschlagfolge) erhöht werden kann.
    • Bei einer Kombination mit Neuroleptika (Mittel zur Behandlung bestimmter geistigseelischer Störungen) kann es zur Erhöhung der Blutspiegel tri- und tetrazyklischer Antidepressiva wie Maprotilinhydrochlorid kommen. Bei einer Kombination mit Thioridazin können schwere Herzrhythmusstörungen auftreten.
    • Bei gleichzeitiger Behandlung mit Phenothiazin-haltigen Mitteln sowie bei abrupter Dosisverringerung von Benzodiazepinen muss mit einem erhöhten Risiko des Auftretens von Krampfanfällen gerechnet werden.
    • Auch bei einer zugleich bestehenden Behandlung mit Cimetidin (Mittel gegen Magengeschwüre) kann der Blutspiegel des Arzneimittels erhöht werden.
    • Methylphenidat kann zu erhöhten Plasmakonzentrationen und einer verstärkten Wirkung des Arzneimittels führen.
    • Medikamente, die das Monooxygenasesystem der Leber aktivieren (z. B. Barbiturate, Phenytoin, Carbamazepin, orale Kontrazeptiva), können den Blutspiegel des Arzneimittels erniedrigen.
    • Gleichzeitige Gabe des Arzneimittels und Phenytoin bzw. Carbamazepin kann zu einer erhöhten Plasmakonzentration der Antikonvulsiva (Medikamente, die die Krampfschwelle beeinflussen) führen.
    • Das Arzneimittel kann den Abbau von Cumarinstoffen (Blutgerinnungshemmer) verzögern und deren Wirkung damit verstärken. Der Prothrombingehalt im Plasma muss daher sorgfältig überwacht werden.
    • In Kombination mit Insulin oder Sulfonylharnstoffen (Antidiabetika) kann deren Wirkung verstärkt werden. Bei Diabetikern ist daher zu Beginn und bei Beendigung der Therapie mit dem Arzneimittel der Blutzuckerspiegel zu überwachen.
  • Bei Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
    • Die Wirkung von Alkohol kann bei gleichzeitiger Anwendung mit dem Arzneimittel verstärkt werden.
    • Sie sollten daher während der Behandlung mit dem Arzneimittel Alkohol vermeiden.
Gegenanzeigen
  • Dieses Arzneimittel darf nicht eingenommen werden
    • bei Überempfindlichkeit (z. B. allergischen Reaktionen in Form von Hautausschlägen oder Atembeschwerden)gegen Maprotilinhydrochlorid, gegen verwandte Wirkstoffe (tri- und tetrazyklische Antidepressiva) oder gegen die sonstigen Bestandteile, bei akuten Vergiftungen mit Alkohol oder mit Arzneimitteln, die das zentrale Nervensystem dämpfen (Schlafmittel, bestimmte Schmerzmittel und Psychopharmaka), bei akuten Delirien (Verwirrtheits- und Erregungszuständen mit Sinnestäuschungen und z.T. schweren körperlichen Störungen) und Manien (starkem Erregungszustand mit krankhafter Hochstimmung), bei unbehandeltem erhöhtem Augeninnendruck (Engwinkelglaukom), bei akutem Harnverhalten, bei schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen, bei Krampfanfällen, die mit Medikamenten nicht erfolgreich therapiert werden können, bei Vergrößerung der Vorsteherdrüse mit Restharnbildung, bei Verengung des Magenausgangs (Pylorusstenose), bei Darmlähmung (paralytischer Ileus), bei schwerwiegenden unbehandelten Störungen der Blutdruckregulation, in der akuten Phase eines Herzinfarktes, bei bestehenden Erregungsleitungsstörungen des Herzens, bei bestehender oder weniger als 2 Wochen zurückliegender Therapie mit bestimmten Arzneimitteln gegen Depressionen (MAO-Hemmstoffe).
    • Kinder und Jugendliche sind von der Behandlung auszuschließen.
    • Das Arzneimittel geht in die Muttermilch über und darf daher in der Stillzeit nicht angewendet werden. Ist eine Behandlung unvermeidbar, muss abgestillt werden.
Schwangerschaft und Stillzeit
  • Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind oder stillen. Während der Schwangerschaft darf das Arzneimittel nur nach ausdrücklicher Verordnung durch den Arzt eingenommen werden, da keine ausreichenden Erfahrungen existieren.
  • Wird das Arzneimittel in der Schwangerschaft eingesetzt, so sollte die Therapie 7 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin schrittweise beendet werden, um Absetzerscheinungen (z. B. Irritabilität, Lethargie, Zucken) beim Neugeborenen zu vermeiden. Das Arzneimittel geht in die Muttermilch über und darf daher in der Stillzeit nicht angewendet werden. Ist eine Behandlung mit dem Arzneimittel unvermeidbar, muss abgestillt werden.
Patientenhinweise
  • Besondere Vorsicht bei der Einnahme ist erforderlich:
    • Im Folgenden wird beschrieben, wann Sie das Arzneimittel nur unter bestimmten Bedingungen und nur mit besonderer Vorsicht einnehmen dürfen. Befragen Sie hierzu bitte Ihren Arzt. Dies gilt auch, wenn diese Angaben früher bei Ihnen einmal zutrafen.
    • Das Arzneimittel darf nur unter Berücksichtigung aller notwendigen Vorsichtsmaßnahmen angewendet werden bei Leber- und Nierenfunktionsstörungen, bei Vergrößerung der Vorsteherdrüse ohne Restharnbildung, bei Störungen der Blutbildung, bei Epilepsie und erhöhter Krampfbereitschaft des Gehirns (z. B. Hirnschäden verschiedenster Ursache, Alkoholkrankheit), bei bestehender Herz-Kreislauf-Schwäche, bei Stoffwechselerkrankungen wie z. B. Schilddrüsenüberfunktion, Diabetes mellitus. Suizidgedanken und Verschlechterung Ihrer Depression
    • Wenn Sie depressiv sind, können Sie manchmal Gedanken daran haben, sich selbst zu verletzen oder Suizid zu begehen. Solche Gedanken können bei der erstmaligen Anwendung von Antidepressiva verstärkt sein, denn alle diese Arzneimittel brauchen einige Zeit bis sie wirken, gewöhnlich etwa zwei Wochen, manchmal auch länger.
    • Das Auftreten derartiger Gedanken ist wahrscheinlicher, wenn Sie bereits früher einmal Gedanken daran hatten, sich das Leben zu nehmen oder daran gedacht haben, sich selbst zu verletzen, wenn Sie ein junger Erwachsener sind. Ergebnisse aus klinischen Studien haben ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Suizidverhalten bei jungen Erwachsenen im Alter bis 25 Jahre gezeigt, die unter einer psychiatrischen Erkrankung litten und mit einem Antidepressivum behandelt wurden. Gehen Sie zu Ihrem Arzt oder suchen Sie unverzüglich ein Krankenhaus auf, wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt Gedanken daran entwickeln, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen.
    • Es kann hilfreich sein, wenn Sie einem Freund oder Verwandten erzählen, dass Sie depressiv sind. Bitten Sie diese Personen, diese Packungsbeilage zu lesen. Fordern Sie sie auf Ihnen mitzuteilen, wenn sie den Eindruck haben, dass sich Ihre Depression verschlimmert oder wenn sie sich Sorgen über Verhaltensänderungen bei Ihnen machen.
  • Was ist bei Kindern und älteren Menschen zu berücksichtigen?
    • Kinder und Jugendliche sind von der Behandlung mit dem Arzneimittel auszuschließen, da keine ausreichenden Erfahrungen bei der Behandlung depressiver Erkrankungen in diesen Altersstufen vorliegen.
    • Bei älteren oder geschwächten Patienten sowie Patienten mit hirnorganischen Veränderungen, Kreislauf- und Atemschwäche (chronisch obstruktive Ateminsuffizienz) sowie eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion ist Vorsicht geboten (Dosierungsanleitung beachten!).
  • Welche Vorsichtsmaßnahmen müssen beachtet werden?
    • Bei Behandlung schwer depressiver Patienten ist grundsätzlich zu berücksichtigen, dass das Risiko eines Selbstmordes mit zum Krankheitsbild gehört und trotz Behandlung bis zum Nachlassen der Krankheitserscheinungen fortbesteht. Die antriebssteigernde Wirkung des Arzneimittels kann vor dem stimmungsaufhellenden Effekt auftreten. Wenn Sie irgendwann einmal das Gefühl haben, Ihr Leben sei nicht länger lebenswert, sollten Sie unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
    • Dem jeweiligen Risiko entsprechend (Auftrittswahrscheinlichkeit der Nebenwirkung und Risikolage des Patienten) sind in regelmäßigen Abständen Kontrollen von Blutdruck, EKG, Blutbild, Leberfunktion und ggf. EEG vorzunehmen.
    • Bei einem Auftreten einer manischen Verstimmung ist das Arzneimittel sofort abzusetzen. Das gleiche gilt für das Auftreten akut produktiver Symptome bei der Behandlung depressiver Syndrome im Verlauf schizophrener Erkrankungen.
    • Das Arzneimittel kann die Krampfschwelle erniedrigen, daher kann es bei erhöhter Anfallsbereitschaft (z. B. Entzugssyndrom nach abruptem Absetzen von Benzodiazepinen oder Barbituraten) vermehrt zu Krampfanfällen kommen. Bei einer Überfunktion der Schilddrüse können Nebenwirkungen des Arzneimittels auf das Herz-Kreislauf-System verstärkt werden.
    • Diabetiker sollten ihren Blutzuckerspiegel während und nach einer Behandlung mit dem Arzneimittel besonders sorgfältig überwachen.
    • Das Arzneimittel kann zu Mundtrockenheit führen, was das Kariesrisiko erhöht. Während einer Langzeitbehandlung sollten also regelmäßig die Zähne kontrolliert werden.
    • Wenn Sie Kontaktlinsen tragen und Augenreizungen bekommen, informieren Sie Ihren Arzt.
    • Teilen Sie vor jedem chirurgischen Eingriff oder dem Beginn einer Zahnbehandlung dem verantwortlichen Arzt bzw. Zahnarzt mit, dass Sie das Arzneimittel einnehmen.
    • Das Arzneimittel kann dazu führen, dass Ihre Haut empfindlicher auf Sonnenlicht reagiert.
    • Selbst eine kurze Sonnenbestrahlung kann zu Hautausschlag, Jucken, Hautrötung oder Hautverfärbung führen. Setzen Sie sich keiner direkten Sonnenbestrahlung aus, tragen Sie eine Sonnenbrille und schützen Sie sich durch entsprechende Kleidung.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
    • Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen (z. B. Müdigkeit, verringerte Aufmerksamkeit) kann die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn und Präparatewechsel sowie auch im Zusammenwirken mit anderen zentral wirkenden Medikamenten (Schmerzmittel, Schlafmittel, Psychopharmaka). Sie können dann möglicherweise auf unerwartete und plötzliche Ereignisse nicht mehr schnell und gezielt genug reagieren. Fahren Sie in diesem Fall nicht Auto oder andere Fahrzeuge! Bedienen Sie keine elektrischen Werkzeuge und Maschinen! Arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt! Beachten Sie besonders, dass Alkohol Ihre Verkehrstüchtigkeit noch weiter verschlechtert!

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