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Beloc Zok mite Retardtabletten

Beloc Zok mite Retardtabletten
PZN: 03879435
Menge: 50 St
Darreichung: Retard-Tabletten
Marke:
Hersteller: AstraZeneca GmbH
Alternative Packungsgrößen:
€ 22,96 19

inkl. MwSt. und Versand

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Produktdetails 

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Weitere Produktinformationen

Wirkstoffe
  • 38.91 mg Metoprolol
  • 47.5 mg Metoprolol succinat
Indikation/Anwendung
  • Das Präparat ist ein Arzneimittel, das die Betarezeptoren des Herzens blockiert und dadurch das Herz gegen Übererregbarkeit schützt.
  • Es wird angewendet bei
    • Erwachsene:
      • Bluthochdruck,
      • Brust- bzw. Herzschmerzen (Angina pectoris),
      • funktionellen Herz-Kreislauf-Beschwerden, die sich z. B. in einer Neigung zu dauerhaft erhöhter Herzfrequenz und zeitweise erhöhtem Blutdruck äußern können (hyperkinetisches Herzsyndrom),
      • schnellen Formen von Herzrhythmusstörungen,
      • Langzeitbehandlung nach Herzinfarkt,
      • vorbeugender Behandlung der Migräne,
      • einer gering bis mäßig ausgeprägten Herzleistungsschwäche (Ejektionsfraktion </= 40 %), die sich in ihrem Schweregrad nicht ändert und seit mindestens 4 Wochen andauert. Es wird zusätzlich zur üblichen Standardbehandlung mit blutgefäßerweiternden (ACE-Hemmern) und harntreibenden Arzneimitteln (Diuretika) und gegebenenfalls Herzglykosiden eingenommen.
    • Kinder ab 6 Jahren und Jugendliche:
      • Bluthochdruck.
Dosierung
  • Nehmen Sie das Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
    • Erwachsene:
      • Bluthochdruck
        • 1-mal täglich 1 Retardtablette (47,5 mg Metoprololsuccinat) morgens.
        • Falls die Wirkung dieser Dosis nicht ausreicht, kann Ihr Arzt die Dosis maximal auf 1 Retardtablette à 190 mg erhöhen.
      • Brust- bzw. Herzschmerzen (Angina pectoris)
        • 1-mal täglich 1 Retardtablette (47,5 mg Metoprololsuccinat) morgens.
        • Falls die Wirkung dieser Dosis nicht ausreicht, kann Ihr Arzt die Dosis maximal auf 1 Retardtablette à 190 mg erhöhen.
        • Wenn die Brust- bzw. Herzschmerzen bei Ihnen nachts auftreten, können Sie die Tabletten auch abends einnehmen.
      • funktionelle Herz-Kreislauf-Beschwerden
        • 1-mal täglich 1 Retardtablette (47,5 mg Metoprololsuccinat) morgens.
        • Falls die Wirkung dieser Dosis nicht ausreicht, kann Ihr Arzt die Dosis maximal auf 1 Retardtablette à 190 mg erhöhen.
      • nach Herzinfarkt
        • Nach der Sofortbehandlung des Herzinfarktes:
          • 1-mal täglich 2 Retardtabletten (95 mg Metoprololsuccinat). Hierfür steht auch Arzneimittel à 95 mg zur Verfügung.
          • Falls die Wirkung dieser Dosis nicht ausreicht, kann Ihr Arzt die Dosis maximal auf 1 Retardtablette à 190 mg erhöhen.
      • schnelle Formen von Herzrhythmusstörungen
        • 1-mal täglich 1 Retardtablette (47,5 mg Metoprololsuccinat) morgens.
        • Falls die Wirkung dieser Dosis nicht ausreicht, kann Ihr Arzt die Dosis maximal auf 1 Retardtablette à 190 mg erhöhen.
      • Migränevorbeugung
        • 1-mal täglich 2 Retardtabletten (95 mg Metoprololsuccinat) sind im Allgemeinen ausreichend.
        • Hierfür steht auch ein Arzneimittel à 95 mg zur Verfügung.
      • Herzmuskelschwäche
        • Bevor Sie mit der Einnahme des Arzneimittels beginnen, müssen Sie mit der üblichen Standardbehandlung gegen Herzleistungsschwäche mit blutgefäßerweiternden (ACE-Hemmern) und harntreibenden Arzneimitteln (Diuretika) und gegebenenfalls Herzglykosiden behandelt worden sein. Ihr Arzt wird bei Ihnen eine genaue Dosisanpassung vornehmen.
        • Während der ersten zwei Wochen:
          • 1 Retardtablette à 23,75 mg (23,75 mg Metoprololsuccinat) 1-mal täglich.
        • Bei ausgeprägter Herzleistungsschwäche (NYHA-Klasse III) in der ersten Woche:
          • 1/2 Retardtablette à 23,75 mg 1-mal täglich.
        • Anschließend:
          • Ihr Arzt wird alle 2 Wochen eine Verdopplung der Dosis bis zu einer Maximaldosis von 190 mg Metoprololsuccinat verordnen, wenn Sie das Arzneimittel gut vertragen. Dafür stehen neben dem Arzneimittel à 47,5 mg auch Arzneimittel mit einer Dosierung à 95 mg und 190 mg zur Verfügung.
          • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Sie müssen bei jeder Dosierungserhöhung ärztlich überwacht werden.
    • Kinder und Jugendliche:
      • Bluthochdruck
        • Die Dosis des Arzneimittels zur Behandlung von Bluthochdruck bei Kindern ab 6 Jahren und Jugendlichen richtet sich nach dem Körpergewicht Ihres Kindes bzw. des Jugendlichen. Ihr Arzt wird die richtige Dosis berechnen.
        • Eine Anwendung von des Arzneimittels zur Behandlung von Bluthochdruck bei Kindern unter 6 Jahren wird nicht empfohlen.
    • Ältere Patienten
      • Es gibt keine Untersuchungen über die Anwendung des Arzneimittels bei Patienten, die älter als 80 Jahre sind. Wenn Sie älter als 80 Jahre sind, wird Ihr Arzt bei eventuell notwendigen Dosiserhöhungen besonders vorsichtig sein.
    • Patienten mit Leberfunktionsstörungen
      • Bei stark verminderter Leberfunktion wird Ihr Arzt über eine Dosisanpassung entscheiden. Wenn Sie an einer schon lang andauernden Herzinsuffizienz und an Leberfunktionsstörungen leiden, wird Ihr Arzt bei eventuell notwendigen Dosiserhöhungen besonders vorsichtig sein.
    • Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
      • Wenn Sie an einer schon lang andauernden Herzinsuffizienz und an Nierenfunktionsstörungen leiden, wird Ihr Arzt bei eventuell notwendigen Dosiserhöhungen besonders vorsichtig sein.

 

  • Dauer der Behandlung
    • Die Dauer der Behandlung des Arzneimittels bestimmt Ihr Arzt.
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung des Arzneimittels zu stark oder zu schwach ist.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge des Arzneimittels eingenommen haben, als Sie sollten,
    • können bei Ihnen in Abhängigkeit des Ausmaßes der Überdosierung eine Verstärkung von Nebenwirkungen auftreten bzw. Symptome wie starker Blutdruckabfall, Herzmuskelschwäche, Schock, verlangsamter Herzschlag bis hin zum Herzstillstand, Atembeschwerden, Bronchialverkrampfung, Erbrechen, Bewusstseinsstörungen, Krampfanfälle.
    • Wenn Sie den Verdacht einer Überdosierung haben, wenden Sie sich bitte sofort an den nächsten Arzt.

 

  • Wenn Sie die Einnahme des Arzneimittels vergessen haben,
    • nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, sondern fahren Sie mit der Einnahme wie üblich fort.

 

  • Wenn Sie die Einnahme des Arzneimittels abbrechen:
    • Sie dürfen nur auf ärztliche Anweisung die Behandlung unterbrechen oder die Dosierung verändern. Dies sollte langsam und mit einer allmählichen Dosisverringerung erfolgen (mindestens über einen Zeitraum von zwei Wochen). Ein abruptes Absetzen kann zu einer Verschlechterung der Herzmuskelschwäche mit einem erhöhten Risiko des plötzlichen Herztodes oder zu einer Minderdurchblutung des Herzmuskels mit Verschlimmerung von Herz- bzw. Brustschmerzen (Angina pectoris), zu einem Herzinfarkt oder zu einer Verschlimmerung eines erhöhten Blutdrucks führen.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Art und Weise
  • Nehmen Sie die Retardtabletten bitte 1-mal täglich unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (vorzugsweise ein Glas Wasser) ein. Sie können die Retardtabletten unabhängig von den Mahlzeiten einnehmen; bei Bedarf können Sie die Retardtabletten teilen.
Nebenwirkungen
  • Wie alle Arzneimittel kann dieses Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
    • Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
    • Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
    • Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1000
    • Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10 000
    • Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10 000
    • Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
  • Mögliche Nebenwirkungen:
    • Herz-Kreislauf-System
      • Häufig kann es zu verstärktem Blutdruckabfall auch beim Übergang vom Liegen zum Stehen kommen, sehr selten mit Bewusstlosigkeit. Häufig kommt es auch zu langsamem Herzschlag, Kältegefühl in Armen und Beinen und Herzklopfen. Gelegentlich treten Erregungsleitungsstörungen an den Herzvorhöfen, Verstärkung einer Herzmuskelschwäche mit Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe und Herzschmerzen auf. Gelegentlich kann während eines Herzanfalls ein schwerwiegender Blutdruckabfall auftreten (kardiogener Schock). Selten wurden Erregungsleitungsstörungen am Herzen und Herzrhythmusstörungen beobachtet. Sehr selten kann es zu einer Verstärkung bereits bestehender Durchblutungsstörungen in Armen oder Beinen kommen (bis zum Absterben des Gewebes). Eine Verstärkung der Beschwerden bei Patienten mit zeitweilig aussetzendem Hinken oder mit Gefäßkrämpfen im Bereich der Zehen und Finger ist beobachtet worden.
    • Nervensystem
      • Insbesondere zu Beginn der Behandlung kann es sehr häufig zu Müdigkeit, häufig auch zu Schwindelgefühl und Kopfschmerzen kommen. Gelegentlich treten Depressionen, Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen bzw. Schläfrigkeit, intensives Träumen, Kribbeln in Armen oder Beinen und Muskelkrämpfe auf. Selten wird über Nervosität oder Ängstlichkeit berichtet. Sehr selten werden Muskelschwäche, Verwirrtheit, Persönlichkeitsveränderungen (z. B. Gefühlsschwankungen), Halluzinationen oder Gedächtnisstörungen/Erinnerungsschwierigkeiten beobachtet. Diese Erscheinungen sind gewöhnlich leichterer Art und vorübergehend.
    • Magen-Darm- Trakt
      • Häufig können vorübergehend Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Leibschmerzen, Verstopfung oder Durchfall auftreten. Gelegentlich ist mit Erbrechen, selten mit Mundtrockenheit zu rechnen.
    • Bewegungsapparat
      • Sehr selten wurden Gelenkschmerzen beobachtet.
    • Haut
      • Gelegentlich können Hautreaktionen wie Rötung und Juckreiz sowie Hautausschläge (auch ähnlich einer Schuppenflechte) und übermäßiges Schwitzen vorkommen. Selten kann es zu Haarausfall und sehr selten zu Lichtempfindlichkeit mit Auftreten von Hautausschlägen nach Lichteinwirkung kommen. Sehr selten wurde über eine Verschlimmerung einer Schuppenflechte berichtet.
    • Blutbild
      • Sehr selten kam es zu einer Verminderung der Blutplättchen und weißen Blutkörperchen im Blut.
    • Stoffwechsel
      • Gelegentlich ist eine Gewichtszunahme beobachtet worden.
    • Leber und Galle
      • Selten sind veränderte Leberfunktionswerte, sehr selten eine Leberentzündung beschrieben worden.
    • Sinnesorgane
      • Selten ist mit Bindehautentzündung, vermindertem Tränenfluss (dies ist beim Tragen von Kontaktlinsen zu beachten), Sehstörungen und gereizten Augen zu rechnen. Sehr selten kann es zu Geschmacksstörungen, Hörstörungen oder Ohrgeräuschen kommen.
    • Atemwege
      • Wenn Sie bereits an Asthma leiden, kann es bei Ihnen häufig zu Atemnot, insbesondere nach einer Anstrengung, und gelegentlich zu einer Verengung der Atemwege kommen. Selten wurde ein allergischer Schnupfen beobachtet.
    • Harn- und Geschlechtsapparat
      • Selten sind Störungen des Sexualtriebes und der Potenz sowie eine bindegewebige Verhärtung des Penis beschrieben worden.
    • Sonstige Nebenwirkungen
      • In seltenen Fällen kann eine nicht offenkundige Zuckerkrankheit in Erscheinung treten oder eine bereits bestehende sich verschlechtern. Zeichen des erniedrigten Blutzuckers (z. B. schneller Puls) können verschleiert werden.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
Wechselwirkungen
  • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
  • Die Wirkung nachfolgend genannter Arzneistoffe bzw. Präparategruppen kann bei gleichzeitiger Behandlung mit dem Arzneimittel beeinflusst werden.
    • Blutzuckersenkende Arzneimittel zum Einnehmen, Insulin: Deren blutzuckersenkende Wirkung wird durch das Arzneimittel verstärkt. Warnzeichen eines niedrigen Blutzuckerspiegels, insbesondere schnelle Herzfrequenz und Zittern, sind verschleiert oder abgemildert. Deshalb sollte Ihr Blutzuckerspiegel regelmäßig kontrolliert werden.
    • Blutdrucksenkende Arzneimittel (z. B. Prazosin, Calciumantagonisten vom Nifedipintyp): Deren Wirkung kann verstärkt werden.
    • Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen (z. B. Calciumantagonisten vom Verapamil- oder Diltiazemtyp): Verstärkung der herzschwächenden Wirkung, Blutdruckabfall, langsame Herzfrequenz oder andere Herzrhythmusstörungen und Herzversagen.
    • Arzneimittel für örtliche Betäubung (z. B. Lidocain): Deren Ausscheidung aus dem Körper kann vermindert werden.
    • Blutdrucksteigernde Arzneimittel, die z. B. in Hustenmitteln, Nasen- und Augentropfen enthalten sein können, oder die Ihnen vom Arzt in Notfällen per Injektion verabreicht werden (z. B. Noradrenalin oder Adrenalin): Es kann zu einem beträchtlichen Blutdruckanstieg kommen.
  • Das Arzneimittel wird wie folgt beeinflusst:
    • Die Konzentration des Arzneimittels im Blut kann erhöht werden durch:
      • bestimmte Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen,
      • bestimmte Arzneimittel gegen Bluthochdruck, die den Wirkstoff Hydralazin enthalten,
      • bestimmte Arzneimittel gegen allergische Reaktionen, wie z. B. Heuschnupfen,
      • bestimmte Arzneimittel gegen Magen-Darm-Erkrankungen (Histamin-2-Rezeptorantagonisten),
      • bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen,
      • bestimmte Arzneimittel gegen psychische Erkrankungen,
      • bestimmte Arzneimittel gegen Schmerzen und entzündliche Erkrankungen des Bewegungsapparates (COX-2-Inhibitoren),
      • Narkosemittel. Informieren Sie vor Operationen den Narkosearzt darüber, dass Sie das Arzneimittel einnehmen.
    • Wenn Sie Medikamente aus einer der vorgenannten Arzneimittelgruppen einnehmen oder sich nicht sicher sind, fragen Sie vor der Einnahme bitte Ihren Arzt.
  • Abschwächung der Wirkung:
    • entzündungshemmende Arzneimittel (so genannte Prostaglandin-Synthetase-Hemmer, z. B. Indometacin),
    • bestimmte Antibiotika (Rifampicin).
  • Sonstige mögliche Wechselwirkungen:
    • Arzneimittel gegen Herzleistungsschwäche (z. B. Digitalis) und bestimmte Arzneimittel gegen hohen Blutdruck (z. B. Reserpin, Alphamethyldopa, Guanfacin, Clonidin): langsame Herzfrequenz, Verzögerung der Erregungsleitung am Herzen. Wenn Sie gleichzeitig mit Clonidin und diesem Arzneimittel behandelt werden und Clonidin abrupt absetzen, kann Ihr Blutdruck plötzlich sehr stark ansteigen. Sie dürfen Clonidin erst absetzen, wenn Sie einige Tage zuvor die Einnahme dieses Arzneimittels beendet haben. Anschließend können Sie Clonidin stufenweise absetzen (fragen Sie bitte Ihren Arzt). Sie dürfen die Behandlung mit dem Arzneimittel erst mehrere Tage nach dem Absetzen von Clonidin beginnen.
    • Andere Arzneimittel, die Betarezeptoren hemmen (auch in Augentropfen): Sagen Sie Ihrem Arzt, dass Sie dieses Arzneimittel einnehmen. Er entscheidet, ob Ihre Behandlung enger überwacht werden muss.
    • Bestimmte MAO-Hemmstoffe (Arzneimittel gegen Depressionen) sollten nicht zusammen mit dem Arzneimittel eingenommen werden, weil dann ein übermäßiger und schneller Anstieg des Blutdrucks auftreten könnte.

 

  • Einnahme mit Nahrungsmitteln und Getränken
    • Die dämpfenden Wirkungen des Arzneimittels und Alkohol können sich gegenseitig verstärken.
Gegenanzeigen
  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden
    • wenn Sie allergisch gegenüber Metoprololsuccinat oder andere Betarezeptorenblockern, verwandte Stoffen oder einen der sonstigen Bestandteile sind,
    • wenn bei Ihnen die Erregungsleitung von den Herzvorhöfen auf die Herzkammern gestört ist (AV-Block II. und III. Grades),
    • wenn Sie einen unregelmäßigen Herzschlag haben, der häufig sehr langsam ist und manchmal sehr schnell (Sinusknotensyndrom), es sei denn, Sie haben dauerhaft einen Herzschrittmacher,
    • wenn bei Ihnen die Erregungsleitung zwischen dem Sinusknoten und dem Herzvorhof gestört ist,
    • wenn Sie an einem Schock leiden,
    • wenn Ihr Ruhepuls vor der Behandlung unter 50 Schlägen pro Minute liegt,
    • wenn Ihr oberer Blutdruckwert unter 90 mm Hg liegt,
    • wenn Sie an einer Übersäuerung des Blutes (Azidose) leiden,
    • wenn die Durchblutung Ihrer Arme oder Beine stark vermindert ist,
    • wenn Sie zu Bronchialverkrampfungen neigen,
    • wenn Sie gleichzeitig bestimmte MAO-Hemmstoffe (Arzneimittel gegen Depressionen) nehmen. Ausgenommen sind MAO-B-Hemmstoffe (Arzneimittel gegen die Parkinson'sche Krankheit).
  • Wenn Sie an einer lang andauernden Herzleistungsschwäche leiden, dürfen Sie das Arzneimittel nicht einnehmen, wenn bei Ihnen zusätzlich
    • diese Herzleistungsschwäche nicht durch ärztliche Maßnahmen stabilisiert wurde (instabile, dekompensierte Herzinsuffizienz) und Sie an Wasseransammlung in der Lunge, verminderter Durchblutung oder niedrigem Blutdruck leiden,
    • eine dauerhafte oder zeitweise Behandlung mit Arzneimitteln erfolgt, die die Betarezeptoren aktivieren sollen,
    • ein Ruhepuls vor der Behandlung von unter 68 Schlägen pro Minute vorliegt,
    • der obere Blutdruckwert wiederholt unter 100 mm Hg liegt.
    • Wenn Sie das Arzneimittel einnehmen, dürfen Ihnen bestimmte Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen (Calciumantagonisten vom Verapamil- und Diltiazemtyp oder andere Antiarrhythmika) nicht in die Venen gespritzt werden. Sagen Sie Ihrem Arzt, dass Sie dieses Arzneimittel einnehmen.
Schwangerschaft und Stillzeit
  • Schwangerschaft
    • Sie dürfen das Arzneimittel in der Schwangerschaft (insbesondere in den ersten drei Monaten) nur nach strenger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses einnehmen. Nehmen Sie deshalb das Arzneimittel während der Schwangerschaft nur auf ausdrückliche Anweisung Ihres Arztes ein. Es liegen keine Erfahrungen in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft vor. Eine mögliche Schädigung des Ungeborenen kann nicht ausgeschlossen werden.
  • Stillzeit
    • Der Wirkstoff des Arzneimittels geht in die Muttermilch über. Obwohl die mit der Milch aufgenommene Wirkstoffmenge wahrscheinlich keine Gefahr für das Kind darstellt, sollte Ihr Arzt die Herzfunktion des Säuglings überwachen.
Patientenhinweise
  • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen.
  • Besondere Vorsicht bei der Einnahme ist erforderlich,
    • wenn bei Ihnen eine gering ausgeprägte Störung der Erregungsleitung von den Herzvorhöfen auf die Herzkammern vorliegt (AV-Block I. Grades), da es zu einer Verschlimmerung kommen kann, die zu einer kompletten Blockierung dieser Erregungsleitung führen kann.
    • wenn Sie zuckerkrank sind und Ihre Blutzuckerwerte stark schwanken,
    • wenn Sie fasten,
    • wenn Sie einen Tumor des Nebennierenmarks (Phäochromozytom) haben, da dieser zuvor und begleitend mit bestimmten Medikamenten behandelt werden sollte,
    • wenn Ihre Leberfunktion stark eingeschränkt ist
    • Ihr Arzt muss Sie in diesen Fällen sorgfältig überwachen.
  • Ferner ist besondere Vorsicht bei der Einnahme erforderlich,
    • wenn bei Ihnen selbst oder in Ihrer Familie schon einmal eine Schuppenflechte aufgetreten ist,
    • wenn Sie an Asthma leiden, da eine bronchienerweiternde Behandlung bei Ihnen entweder noch begonnen werden sollte oder, wenn Sie schon Asthmamedikamente nehmen, die Dosierung Ihrer bronchienerweiternden Medikamente angepasst werden sollte.
  • Wenn Ihr Herzschlag langsamer und langsamer wird, wenden sie sich so schnell wie möglich an Ihren Arzt. hr Arzt wird Ihnen eine geringere Dosis von Metoprolol verschreiben oder das Arzneimittel nach und nach absetzen.
  • Bei Patienten mit akutem Herzinfarkt zeigte sich unter Metoprololtherapie ein erhöhtes Risiko für einen schwerwiegenden Blutdruckabfall (kardiogener Schock). Da Patienten mit instabiler Kreislaufsituation in besonderem Maße betroffen waren, darf Metoprolol erst nach Stabilisierung des Kreislaufs des Infarktpatienten gegeben werden.
  • Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen können bei Einnahme von Arzneimitteln wie dieses schwerer verlaufen.
  • Sie dürfen die Einnahme nicht abrupt beenden.
  • Es liegt noch keine Erfahrung vor bei der Behandlung von Patienten mit Herzleistungsschwäche, die:
    • eine sehr schwere, in ihrem Ausmaß schwankende (instabile) Herzleistungsschwäche (NYHA-Klasse IV) haben,
    • in den letzten vier Wochen unterschiedlich starke Herz- bzw. Brustschmerzen (Angina pectoris) hatten,
    • an Nieren- oder Leberfunktionsstörungen leiden,
    • über 80 oder unter 40 Jahre alt sind,
    • eine Erkrankung der Herzklappen haben, die die Funktion des Herzens beeinflusst,
    • an einer Erkrankung des Herzmuskels leiden, durch die der Herzinnenraum verengt wird,
    • am Herzen operiert wurden oder bald am Herzen operiert werden sollen, wenn das Arzneimittel in den nächsten vier Monaten eingenommen werden soll.
  • a) Kinder
    • Die Wirksamkeit und Sicherheit der Anwendung bei Kindern unter 6 Jahren wurden nicht untersucht. Eine Anwendung bei dieser Altersgruppe wird daher nicht empfohlen.
  • b) ältere Menschen
    • Es gibt keine Untersuchungen über die Anwendung bei Patienten, die älter als 80 Jahre sind.
  • c) Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
    • Die Anwendung des Arzneimittels kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Die Behandlung mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle. Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann das Reaktionsvermögen so weit verändert sein, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.
Sonstiges
Besonderheiten dieser Darreichungsform:
- Die Retardtabletten bestehen aus einigen hundert Perlen, die mit dem Wirkstoff Metoprololsuccinat beschichtet sind.
- Jede Perle ist mit einer Membran überzogen, die die Freisetzungsrate des Wirkstoffes kontrolliert.
- Nach der Einnahme zerfällt die Retardtablette schnell, wodurch sich die Perlen im Magen-Darm-Kanal verteilen und gleichmäßig über ca. 20 Stunden den Wirkstoff freisetzen.
- Daher wird bei einer Einnahme alle 24 Stunden eine gleichmäßige Konzentration des Wirkstoffes im Blut erreicht.

- Bei Zuckerkrankheit kann es nach längerem strengen Fasten oder schwerer körperlicher Belastung bei gleichzeitiger Anwendung des Arzneimittels zu erniedrigtem Blutzucker (hypoglykämische Zustände) kommen. Die Warnzeichen eines erniedrigten Blutzuckers, insbesondere erhöhte Herzfrequenz (Tachykardie) und Zittern der Finger (Tremor), können verschleiert werden.

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