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Flammazine Creme

Flammazine Creme
PZN: 04502402
Menge: 25 g
Darreichung: Creme
Marke:
Hersteller: ALLIANCE PHARMACEUTICALS LIMITED
Alternative Packungsgrößen:
€ 17,96 19

inkl. MwSt. zzgl. Versand

(71,84 € / 100 g)
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Produktdetails 

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Weitere Produktinformationen

Wirkstoffe
  • 7.01 mg Sulfadiazin
  • 10 mg Sulfadiazin silber
Indikation/Anwendung
  • Das Präparat ist eine Sulfonamid-Silbersalzhaltige Creme zum Auftragen auf die Haut.
  • Es wird angewendet bei oberflächlichen, frischen und infektionsgefährdeten Wunden nach Verbrennungen, Verbrühungen und leichteren Säureverätzungen der Haut.
Dosierung
  • Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
  • Falls vom Arzt nicht anders verordnet, wird dieses Arzneimittel im Allgemeinen einmal täglich angewendet.

 

  • Dauer der Anwendung:
    • Die Dauer der Behandlung richtet sich nach der zu Grunde liegenden Erkrankung und wird von Ihrem Arzt bestimmt. Meist liegt die Anwendungsdauer bei 10 bis 14 Tagen.
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge angewendet haben, als Sie sollten:
    • Bei großflächiger Anwendung, insbesondere bei starker Hautentzündung oder bei schweren Verbrennungen, sind die nach oraler Einnahme von Sulfadiazin bekannten Nebenwirkungen wie Blutbildveränderungen, Anämie, Leber- und Nierenveränderungen (Lebernekrose, interstitielle Nephritis), Kristallurie, Arzneimittelfieber, urtikarielle Hautausschläge und Hypoglykämie nicht völlig auszuschließen.

 

  • Wenn Sie die Anwendung vergessen haben:
    • Sollten Sie einmal zu wenig angewendet haben oder eine Anwendung vergessen haben, so besteht die Möglichkeit, dass sich die Wirkung nicht voll entfalten kann. Wenden Sie beim nächsten Mal jedoch nicht die doppelte Menge an, sondern bleiben Sie bei Ihrem Dosierungsplan.

 

  • Wenn Sie die Anwendung abbrechen:
    • Unterbrechen Sie die Behandlung oder beenden Sie die Anwendung vorzeitig, müssen Sie damit rechnen, dass sich die gewünschte Wirkung nicht einstellt bzw. sich das Krankheitsbild wieder verschlechtert. Nehmen Sie deshalb bitte Rücksprache mit Ihrem Arzt, wenn Sie die Behandlung eigenständig beenden oder unterbrechen wollen.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Art und Weise
  • Das Arzneimittel wird entweder direkt - z. B. mit einem Spatel - auf die geschädigten Hautbezirke in einer Schicht von 2 bis 3 mm Dicke unter sterilen Bedingungen oder mittels steriler Gaze als Wundauflage aufgetragen.
  • Die Dose darf nur für ein und denselben Patienten benutzt werden. Es empfiehlt sich, die Creme mit einem Spatel zu entnehmen. Am Ende der Behandlung soll in der Dose verbliebene, unverbrauchte Creme nicht weiterverwendet werden.
  • Hinweise:
    • Alte Cremereste sind jeweils vor der Anwendung zu entfernen.
    • Verbände sind nicht erforderlich, können aber genutzt werden, wenn es die persönlichen Gegebenheiten erfordern.
Nebenwirkungen
  • Wie alle Arzneimittel kann dieses Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Bei den Häufigkeitsangaben werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
    • Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
    • Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
    • Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
    • Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
    • Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
    • Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
  • Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten sollten, und Maßnahmen, wenn Sie betroffen sind:
    • Sollten bei Ihnen unter der Behandlung unerwünschte Arzneimittelwirkungen auftreten, wenden Sie sich bitte an Ihren behandelnden Arzt. Dieser wird dann über die Art der weiteren Behandlung entscheiden.
    • Selten:
      • Selten kann bei der Therapie schwerer Verbrennungen mit der Creme eine Verminderung der Anzahl der weißen Blutkörperchen (Leukopenie) auftreten. Diese Blutbildveränderungen normalisieren sich in den meisten Fällen trotz Weiterbehandlung. Ein ursächlicher Zusammenhang zwischen diesen Blutbildveränderungen und
        der Behandlung mit diesem Arzneimittel konnte nicht nachgewiesen werden.
      • Bei großflächiger Anwendung, insbesondere bei starker Hautentzündung oder bei schweren Verbrennungen, sind die nach oraler Einnahme von Sulfadiazin bekannten Nebenwirkungen wie Blutbildveränderungen, Blutarmut (Anämie), Leber- und Nierenveränderungen (Lebernekrose, interstitielle Nephritis), Kristallurie, Arzneimittelfieber, quaddelartige (urtikarielle) Hautausschläge und Abfall des Blutzuckerspiegels (Hypoglykämie) nicht völlig auszuschließen.
    • Gelegentlich:
      • Gelegentlich können unter der Therapie mit diesem Arzneimittel Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten. Hautreaktionen, wie Hautrötungen (skin rash), brennendes Gefühl oder Schmerz oder auch eine Absonderung von grauer Wundflüssigkeit auf der Wundoberfläche wurden beobachtet. Mit diesen Wundabsonderungen werden jedoch nur so wenig Salze ausgeschieden, dass der Salzhaushalt des Körpers nicht oder nur geringfügig beeinflusst wird.
      • Besonders unter dem Einfluss von Sonnenlicht (UV-Licht) kann es zu einer Graufärbung der Haut im Anwendungsbereich der Creme (= Argyrose) kommen.
    • Sehr selten:
      • Sehr selten können unter der Therapie mit diesem Arzneimittel Überempfindlichkeitsreaktionen in der Form von allergischer Dermatitis, Kontaktdermatitis oder Ekzemen auftreten.
  • Andere mögliche Nebenwirkungen:
    • Folgende Nebenwirkungen, die nach oraler Einnahme auftreten können, traten bisher bei lokaler Anwendung nicht auf. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Haut- und Schleimhautblutungen (Purpura), lichtbedingte allergische Hauterkrankungen (Photodermatose), knotiger Ausschlag der Haut (Erythema nodosum), blasenbildende Entzündung der Haut (Stevens-Johnson-Syndrom) und blasige Ablösung der Haut (Lyell-Syndrom), Schuppung der Haut (exfoliative lestatische Hepatose) und Folsäuremangel.
    • Bei zwei Schwerstverbrannten, die mit außerordentlich hohen Dosen (mehr als 10 kg Creme pro Tag) behandelt wurden, wurde eine deutlich erhöhte Serumosmolalität beschrieben.
  • Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht angegeben sind.
Wechselwirkungen
  • Bei Anwendung mit anderen Arzneimitteln:
    • Das Arzneimittel enthält ein Sulfonamid, das Sulfadiazin. Dieses Sulfonamid, ein Antibiotikum, kann vom Körper aus der Creme aufgenommen werden. Deshalb sollte aus theoretischen Gründen an folgende Wechselwirkungen zwischen dem Sulfonamid und anderen eingenommenen Medikamenten gedacht werden.
    • Die in den Körper aufgenommene Sulfonamidmenge wird im Blut an bestimmte Eiweiße gebunden. Dadurch können die Wirksubstanzen anderer Arzneien aus ihrer Eiweißbindung verdrängt werden. So kann es schließlich zur Wirkungsverstärkung einiger Arzneimittel kommen, z. B. von Medikamenten mit blutgerinnungshemmenden Wirkstoffen (Antikoagulantien) oder mit blutzuckersenkendem Effekt (orale Antidiabetika). Aber auch die Wirkung von Diphenylhydantoin (Mittel gegen Anfallsleiden), Methotrexat (ein Chemotherapeutikum) oder von Thiopental (ein Narkosemittel) kann dadurch verstärkt werden.
    • Andererseits können verschiedene andere Arzneimittel eine Wirkungsverstärkung des in den Körper aufgenommenen Sulfonamides auslösen, indem sie selbst das Sulfonamid aus der Bluteiweißbindung verdrängen. Dazu gehören Indometacin, Phenylbutazon sowie Salicylate (gehören zur Gruppe der entzündungshemmenden Arzneien) und Sulfinpyrazon sowie Probenecid (Mittel zur Erhöhung der Harnsäureausscheidung).
    • Ferner kann das aus der Creme in den Körper aufgenommene Sulfonamid direkt mit anderen Wirkstoffen reagieren. Dazu gehören Paraldehyd (ein Schlafmittel), Methenamin und Mandelsäure (Mittel gegen Harnwegsinfekte).
    • Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.
    • Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Gegenanzeigen
  • Das Arzneimittel darf unter folgenden Bedingungen nicht angewendet werden:
    • Es sind keine Vorerkrankungen oder Umstände bekannt, bei denen das Arzneimittel grundsätzlich nicht angewendet werden darf.
    • Da es mit dem Sulfadiazin aber ein zu den Antibiotika zählendes Sulfonamid enthält, sollte das Arzneimittel bei allen Vor- und Begleiterkrankungen, die durch Aufnahme von Sulfonamiden nachteilig beeinflusst werden können, nur nach sorgfältiger Überprüfung von Nutzen und Risiken einer Anwendung eingesetzt werden.
    • Dies betrifft Patienten mit bekannter Sulfonamidüberempfindlichkeit, Überempfindlichkeit gegenüber einem der anderen Bestandteile dieses Arzneimittels, blasenbildender Entzündung der Haut (Erythema exsudativum multiforme (auch in der Vorgeschichte)), krankhaften Blutbildveränderungen mit Verminderung der Zahl der weißen Blutkörperchen (Leukopenie), angeborenem Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel der Erythrozyten, Hämoglobinanomalien wie Hb Köln und Hb Zürich, schweren Nierenfunktionsstörungen (Kreatinin-Clearance unter 25 ml/min/1,73 m2), schweren Leberschäden oder Leberfunktionsstörungen (z. B. akute Hepatitis) und akuter Porphyrie (Störung der Bildung des roten Blutfarbstoffes).
Schwangerschaft und Stillzeit
  • Schwangerschaft:
    • Da ein geringer Teil des in diesem Arzneimittel enthaltenen Sulfonamid-Antibiotikums „Sulfadiazin" vom Körper aufgenommen wird, ist das Arzneimittel während der Schwangerschaft, vor allem im 1. Schwangerschaftsdrittel, nur unter strenger Nutzen-Risiko-Abschätzung anzuwenden.
    • In den letzten Wochen der Schwangerschaft sollte die Anwendung von Sulfadiazin-Silber (wie in diesem Arzneimittel enthalten) gleichfalls nur in eng begrenzten Fällen erfolgen, da durch den vom Körper aufgenommenen Sulfonamidanteil beim Ungeborenen eine frühkindliche Hirnschädigung (Kernikterus) ausgelöst werden kann.
  • Stillzeit:
    • Auch nach der Entbindung kann über das Stillen mit der Muttermilch ein Anteil des aus der Creme in den Körper der Mutter aufgenommenen Sulfonamides an das Neugeborene weitergegeben werden. Diese Menge stellt für gesunde Säuglinge aber sehr wahrscheinlich kein besonderes Risiko dar.
    • Da aber alle Sulfonamide das Risiko eines Kernikterus (Einlagerung von giftigem Bilirubin im Gehirn von Neugeborenen) erhöhen, ist bei der Anwendung dieses Arzneimittels während der Stillzeit Vorsicht geboten.
    • Neugeborene mit einem erhöhten Gehalt von Gallenfarbstoffen im Blut (= Hyperbilirubinämie) sowie Frühgeborene sollten dagegen während der mütterlichen Behandlung mit diesem Arzneimittel nicht gestillt werden. Das gilt auch für Neugeborene mit einer Stoffwechselstörung der roten Blutkörperchen in Form des Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase Mangels.
Patientenhinweise
  • Besondere Vorsicht bei der Anwendung ist erforderlich,
    • wenn Sie an einer bekannten Überempfindlichkeit gegen Sulfonylharnstoff-Antidiabetika und Diuretika (harntreibende Mittel) auf Sulfonamidbasis bzw. an einer leichten Nieren-, Leber- oder Schilddrüsenfunktionsstörung leiden, sollte dieses Arzneimittel nur nach sorgfältigem Abwägen von Nutzen und eventuellen Risiken angewendet werden.
    • Obwohl bislang nicht über Sulfadiazin-Silber ausgelöste Überempfindlichkeitsreaktionen berichtet wurde, sollten diese aus rein theoretischen Gründen nicht ausgeschlossen werden.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
    • Es wurden keine Studien bezüglich der Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit oder dem Bedienen von Maschinen durchgeführt.

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