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Plastufer® 100mg Weichkapseln

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  • PZN
    04569671Pharmazentralnummer
  • Darreichung
    Weichkapseln
  • Hersteller
    MEDA Pharma GmbH & Co.KG

Produktdetails & Pflichtangaben

Angewendung bei Eisenmangelzuständen

Wirkstoffe & Hilfsstoffe

Wirkstoffe

  • Eisen(II)-sulfat, getrocknetes 302,30-316,26mg

Hilfsstoffe

  • Cochenillerot A
  • Eisen(II,III)-oxid
  • Phospholipide (Sojabohne)
  • Partiell hydrierte Pflanzenöle
  • Sojaöl, hydriert
  • Rapsöl, raffiniert
  • Gelatine
  • Titandioxid
  • Wachs, gelbes
  • Glycerol

Weitere Produktinformationen

Indikation/Anwendung

  • Das Präparat ist ein Arzneimittel gegen Erkrankungen, die durch einen Eisenmangel im Körper verursacht werden (Antianämikum).
  • Es wird angewendet bei Kindern ab 12 Jahren und Erwachsenen bei Eisenmangelzuständen, vor allem Blutarmut (Eisenmangelanämie), bedingt durch
    • Mangelernährung, besonders in Phasen erhöhten Eisenbedarfs (Schwangerschaft, Wachstum)
    • vermehrten Eisenverlust (z. B. bei verstärkten Regelblutungen, Blutverlusten durch Operationen oder Unfälle, Blutspenden, Magen- und/oder Darmblutungen)
    • verminderte Eisenaufnahme in den Körper (Malabsorption), z. B. nach operativer Entfernung von Magen- oder Darmabschnitten.

Dosierung

  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Die empfohlene Dosis beträgt:
    • Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren nehmen täglich 1 Weichkapsel ein.
    • Um Überdosierungen zu vermeiden, sollte die maximale Dosis bei Kindern und Jugendlichen 5 mg pro kg Körpergewicht nicht überschreiten.
    • Eine Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren ist nicht vorgesehen.
  • Ältere Patienten
    • Für Dosierungsanpassungen bei älteren Patienten liegen keine hinreichenden Daten vor.
  • Patienten, die an einer Nieren- oder Lebererkrankung leiden
    • Für Dosierungsanpassungen bei eingeschränkter Nieren- / Leberfunktion liegen keine hinreichenden Daten vor.

 

  • Dauer der Anwendung
    • Über die Dauer der Anwendung entscheidet Ihr Arzt. Sie richtet sich nach der Ursache und dem Grad des vorhandenen Eisendefizits sowie nach dem Behandlungsverlauf. Nachdem durch die Behandlung der Eisenwert des Blutes zur Norm zurückgekehrt ist (dies kann bis zu 10 Wochen dauern), ist die Fortsetzung der Behandlung (unter Umständen über 3 bis 6 Monate) zur Auffüllung der Eisenreserve des Körpers zu empfehlen.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • Wurde eine größere Menge als die vom Arzt empfohlene Anzahl an Weichkapseln eingenommen, können folgende Symptome als Anzeichen einer Überdosierung auftreten: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Magenschmerzen. In schweren Fällen kann es zu Kreislaufkollaps, Schläfrigkeit, verminderter Harnausscheidung und Schock kommen.
    • Bei Verdacht auf eine Überdosierung ist sofort ein Arzt zu benachrichtigen.

 

  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

 

  • Wenn Sie die Einnahme abbrechen
    • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie die Behandlung abbrechen.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Art und Weise

  • Nehmen Sie die Weichkapsel unzerkaut mit Wasser ein. Lutschen oder zerkauen Sie die Weichkapsel nicht, und lassen Sie die Weichkapsel nicht länger im Mund.
  • Der Anwendung auf nüchternen Magen (etwa 1/2 bis 1 Stunde vor einer Hauptmahlzeit) ist der Vorzug zu geben, da dann die Aufnahme des Eisens in den Körper am höchsten ist. Nur wenn bei Nüchterneinnahme wiederholt Magen-Darm-Störungen aufgetreten sind, kann zur besseren Verträglichkeit die Einnahme mit oder nach den Mahlzeiten erfolgen. Wenn das Präparat in Einzelfällen auch mit einer Mahlzeit nicht vertragen wird, kann z. B. eine niedrigere Dosis gegeben werden.
  • Magen-Darm-Störungen können außerdem durch langsame Steigerung der Dosis bei Behandlungsbeginn vermieden werden.

Nebenwirkungen

  • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Die folgenden Nebenwirkungen können möglicherweise während der Behandlung auftreten
    • Gelegentlich (bei weniger als 1 von 100 Patienten zu erwarten)
      • Appetitlosigkeit,
      • Magendruck, Völlegefühl
      • Durchfall
      • Verstopfung
    • Selten (bei weniger als 1 von 1.000 Patienten zu erwarten)
      • Brechreiz
      • Erbrechen
    • Sehr selten (bei weniger als 1 von 10.000 Patienten zu erwarten)
      • Überempfindlichkeitsreaktionen
    • Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
      • Mundgeschwüre (bei falscher Anwendung, wenn die Weichkapseln zerkaut, gelutscht oder länger im Mund gelassen werden). Bei älteren Patienten oder Patienten mit Schluckbeschwerden besteht zudem das Risiko von Geschwüren im Bereich des Rachens, der Speiseröhre (der Verbindung zwischen Mund und Magen) oder der Bronchien (der Hauptluftröhrenäste der Lunge), wenn die Weichkapseln in die Atemwege gelangen.
    • Hinweis:
      • Die genannten Magen-Darm-Störungen können möglicherweise durch die Einnahme während der Mahlzeit verringert oder behoben werden. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Eisenaufnahme durch die gleichzeitige Aufnahme mit der Nahrung vermindert werden kann.
      • Die während der Behandlung auftretende Dunkelfärbung des Stuhls ist ohne Bedeutung.
    • Andere mögliche Nebenwirkungen:
      • Die in diesem Arzneimittel enthaltenen sonstigen Bestandteile können sehr selten allergische Reaktionen hervorrufen.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

Wechselwirkungen

  • Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden.
    • Eisenpräparate behindern die Aufnahme gleichzeitig eingenommener Arzneistoffe wie
      • bestimmte Antibiotika (Tetrazykline und Gyrasehemmer z. B. Ciprofloxazin, Levofloxazin, Norfloxazin, Ofloxazin)
      • Penicillamin (Gegenmittel bei Metallvergiftungen; auch Arzneistoff u. a. zur Anwendung bei bestimmten Formen von Bindegewebserkrankungen
      • Levodopa und Carbidopa (Antiparkinsonmittel)
      • Methyldopa (Arzneistoff gegen Bluthochdruck)
      • Thyroxin (Schilddrüsenmittel)
      • Zink
    • Folgende Präparate vermindern die Eisenaufnahme:
      • bestimmte Aluminium-, Magnesium-, Kalzium- bzw. Wismut-haltige Antazida, die bei Sodbrennen und säurebedingten Magenbeschwerden eingenommen werden
      • Colestyramin, ein Arzneistoff zur Senkung der Blutfette
      • Kalzium- und Magnesium-Ergänzungspräparate
      • Eisen vermindert bei gleichzeitiger Einnahme die Wirkung von Vitamin E.
    • Sie sollten das Präparat nicht innerhalb der folgenden 2 - 3 Stunden nach Einnahme einer der oben genannten Substanzen einnehmen.
  • Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
    • Dieses Arzneimittel sollte nicht zusammen mit stark gerbstoffhaltigen Getränken wie Kaffee oder Tee oder mit Alkohol eingenommen werden, da diese das Eisen binden und die Eisenaufnahme vermindern. Auch mit Milch wird Eisen schlechter aufgenommen.
    • Bestimmte Nahrungsbestandteile vegetarischer Kost enthalten Inhaltsstoffe (Eisenkomplexbildner wie z. B. Phosphate, Phytate, Oxalate), die eine schwerlösliche Verbindung mit Eisen bilden und damit die Eisenaufnahme hemmen. Das Arzneimittel sollte deshalb nicht gleichzeitig eingenommen werden.

Gegenanzeigen

  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden
    • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile sind
    • wenn bei Ihnen eine Anhäufung von Eisen im Blut (erhöhte Eisenwerte, Abbau der roten Blutkörperchen) vorliegt
    • wenn bei Ihnen eine Eisenverwertungsstörung vorliegt (hervorgerufen durch verschiedene Formen der Blutarmut, so genannte Anämien)
    • wenn bei Ihnen eine Eisenunverträglichkeit vorliegt
    • wenn Sie unter Blutarmut leiden, die durch Infektionen oder Krebserkrankungen verursacht ist, sofern nicht gleichzeitig ein Eisenmangel besteht
  • Kinder
    • Für Kinder unter 12 Jahren ist das Präparat nicht geeignet.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Eine Behandlung mit diesem Präparat sollte nur nach einer sorgfältigen Nutzen-Risiko-Abwägung und Rücksprache mit Ihrem Arzt erfolgen.
  • Stillzeit
    • Auch während der Stillzeit sollte dieses Arzneimittel nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung und nach Rücksprache mit Ihrem Arzt eingenommen werden.

Patientenhinweise

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie das Präparat einnehmen.
    • Falls Sie diätetische oder andere Eisensalz-Ergänzungen verwenden, müssen Sie das Risiko einer möglichen Eisenüberdosierung beachten.
    • Wenn Sie an vorbestehenden Entzündungen oder Geschwüren der Magen- und Darmschleimhaut leiden, sollte der Nutzen der Behandlung sorgfältig gegen das Risiko einer Verschlimmerung der Magen-Darmerkrankung abgewogen werden.
    • Bitte befragen Sie in diesen Fällen einen Arzt.
    • Aufgrund des Risikos von Mundgeschwüren (Mundulzera) und Zahnverfärbungen dürfen die Weichkapseln nicht gelutscht, zerkaut oder länger im Mund gelassen werden, sondern sollen unzerkaut mit Wasser geschluckt werden. Falls Sie diese Anweisung nicht befolgen können oder Schwierigkeiten beim Schlucken haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
    • Kinder
      • Um Überdosierungen bei der Einnahme von Eisenpräparaten zu vermeiden, sollte die Dosierung bei Kindern dem Körpergewicht angepasst werden.
      • Das Arzneimittel ist daher nicht für die Behandlung von Kindern unter 12 Jahren vorgesehen.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

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