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Kivexa Filmtabletten

Abbildung ähnlich
PZN: 00462309
Menge: 3X30 St
Darreichung: Filmtabletten
Marke:
Hersteller: ViiV Healthcare GmbH
Alternative Packungsgrößen:

30 St

3X30 St

€ 2.302,10 19

inkl. MwSt. und Versand

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Weitere Produktinformationen

Wirkstoffe
  • 300 mg Lamivudin
  • 600 mg Abacavir
  • 702.76 mg Abacavir hemisulfat
Indikation/Anwendung
  • Das Arzneimittel wird zur Behandlung der HIV (humanes Immundefizienz-Virus)-Infektion bei Erwachsenen und bei Kindern über 12 Jahren eingesetzt.
  • Es enthält zwei Wirkstoffe, die zur Behandlung der HIV-Infektion angewendet werden: Abacavir und Lamivudin. Diese Wirkstoffe gehören zu einer Gruppe von antiretroviralen Arzneimitteln, die nukleosidanaloge Reverse-Transkriptase-Hemmer (NRTIs) genannt werden.
  • Das Arzneimittel kann Ihre HIV-Infektion nicht vollständig heilen; es senkt die Viruslast in Ihrem Körper und hält sie auf einem niedrigen Wert. Es steigert auch die CD4-Zellzahl in Ihrem Blut. CD4-Zellen sind eine Art von weißen Blutkörperchen, die Ihrem Körper beim Kampf gegen Infektionen helfen.
  • Nicht jeder spricht gleich auf die Behandlung mit dem Präparat an. Ihr Arzt wird die Wirksamkeit Ihrer Behandlung überwachen.
Dosierung
  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Die empfohlene Dosis für Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahren mit einem Gewicht von 40 kg oder darüber beträgt eine Tablette einmal täglich.
  • Bleiben Sie in regelmäßigem Kontakt mit Ihrem Arzt
    • Das Arzneimittel hilft, Ihre Erkrankung unter Kontrolle zu halten. Es ist erforderlich, dass Sie das Präparat regelmäßig jeden Tag einnehmen, um eine Verschlechterung Ihrer Erkrankung zu verhindern. Es können nach wie vor andere Infektionen oder Erkrankungen, die mit der HIV-Infektion in Zusammenhang stehen, auftreten.
      • Bleiben Sie in regelmäßigem Kontakt mit Ihrem Arzt und beenden Sie die Einnahme nicht, ohne vorher den Rat Ihres Arztes eingeholt zu haben.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben als Sie sollten
    • Wenn Sie versehentlich zu viel eingenommen haben, informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker oder nehmen Sie mit der nächsten Notfallaufnahme Kontakt auf, um weiteren Rat einzuholen.

 

  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Wenn Sie die Einnahme einer Dosis vergessen haben, nehmen Sie diese, sobald Sie daran denken, ein. Setzen Sie dann die Einnahme wie vorher fort. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
    • Es ist wichtig, das Arzneimittel regelmäßig einzunehmen, da eine unregelmäßige Einnahme das Risiko einer Überempfindlichkeitsreaktion erhöhen kann.

 

  • Wenn Sie die Einnahme abbrechen
    • Falls Sie die Einnahme aus irgendeinem Grund unterbrochen haben -- besonders wenn Sie der Meinung waren, Nebenwirkungen oder auch eine andere Erkrankung zu bekommen:
      • Suchen Sie vor einer erneuten Einnahme unbedingt Ihren Arzt auf. Ihr Arzt wird überprüfen, ob die bei Ihnen aufgetretenen Symptome auf eine Überempfindlichkeitsreaktion zurückzuführen sein könnten. Wenn Ihr Arzt meint, dass ein möglicher Zusammenhang besteht, wird er Sie anweisen, nie wieder das Präparat oder ein anderes Abacavir-haltiges Arzneimittel (z. B. Trizivir oder Ziagen) einzunehmen. Es ist wichtig, dass Sie diese Anweisung befolgen.

 

  • Wenn Ihr Arzt Sie angewiesen hat, das Arzneimittel erneut einzunehmen, können Sie gebeten werden, Ihre ersten Dosen in einer Einrichtung einzunehmen, wo eine rasche medizinische Hilfe, falls erforderlich, gewährleistet ist.
Art und Weise
  • Nehmen Sie die Tabletten unzerkaut mit Wasser ein. Das Arzneimittel kann mit oder ohne eine Mahlzeit eingenommen werden.
Nebenwirkungen
  • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Wenn Sie wegen einer HIV-Infektion behandelt werden, kann man nicht immer mit Sicherheit sagen, ob ein aufgetretenes Symptom eine durch das Präparat oder durch andere gleichzeitig eingenommene Arzneimittel bedingte Nebenwirkung ist, oder durch die HIV-Erkrankung selbst verursacht wird. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass Sie Ihren Arzt über alle Veränderungen Ihres Gesundheitszustandes informieren.
    • In einer klinischen Studie entwickelten etwa 3 bis 4 von 100 Patienten, die mit Abacavir behandelt wurden und die kein Gen namens HLA-B*5701 hatten, eine Überempfindlichkeitsreaktion (schwerwiegende allergische Reaktion). Bitte Lesen Sie den Abschnitt „Überempfindlichkeitsreaktionen". Es ist sehr wichtig, dass Sie die Information über diese schwerwiegende Reaktion lesen und verstehen.
  • Neben den nachfolgend aufgeführten Nebenwirkungen können sich auch andere Begleiterkrankungen unter einer HIV-Kombinationstherapie entwickeln.
    • Es ist wichtig, dass Sie die weiter unten stehenden Informationen „Andere mögliche Nebenwirkungen einer HIV-Kombinationstherapie" lesen.
  • Überempfindlichkeitsreaktionen
    • Das Arzneimittel enthält Abacavir (das auch ein Wirkstoff in Trizivir und Ziagen ist).
    • In einer klinischen Studie entwickelten etwa 3 bis 4 von 100 Patienten, die mit Abacavir behandelt wurden und die kein Gen namens HLA-B*5701 hatten, eine Überempfindlichkeitsreaktion (eine schwerwiegende allergische Reaktion).
    • Bei wem kann diese Reaktion auftreten?
      • Jeder, der das Arzneimittel einnimmt, kann eine Überempfindlichkeitsreaktion auf Abacavir entwickeln, die lebensbedrohlich werden kann, wenn das Präparat weiterhin eingenommen wird.
      • Bei Ihnen kann sich mit höherer Wahrscheinlichkeit diese Reaktion entwickeln, wenn Sie Träger eines Gens namens HLA-B*5701 sind (Sie können diese Reaktion aber auch entwickeln, wenn Sie nicht Träger dieses Gens sind). Sie müssen vor Verschreibung auf das Vorhandensein dieses Gens getestet werden. Falls Ihnen bekannt ist, dass Sie Träger dieses Gens sind, sollten Sie Ihren Arzt vor der Einnahme informieren.
    • Was sind die Symptome?
      • Die häufigsten Symptome sind:
        • Fieber (erhöhte Körpertemperatur) und Hautausschlag.
      • Andere häufige Symptome sind:
        • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauch(Magen-)schmerzen, starke Müdigkeit.
      • Weitere Symptome beinhalten:
        • Muskel- und Gelenkbeschwerden, Nackenschwellung, Kurzatmigkeit, Halsschmerzen, Husten, Kopfschmerzen
        • Gelegentlich: Augenentzündungen (Bindehautentzündung), Geschwüre im Mund, niedriger Blutdruck, Kribbeln oder Taubheit der Hände und Füße.
    • Falls Sie die Einnahme fortsetzen, können sich diese Symptome verschlechtern und lebensbedrohlich werden.
    • Wann können diese Symptome auftreten?
      • Überempfindlichkeitsreaktionen können zu jeder Zeit während der Behandlung auftreten, treten aber gewöhnlich innerhalb der ersten 6 Wochen nach Beginn der Behandlung auf.
      • Gelegentlich sind nach Wiederaufnahme der Einnahme von Abacavir bei Patienten Reaktionen aufgetreten, die vor Absetzen von Abacavir nur eines der in dem Patientenpass aufgeführten Symptome zeigten.
      • In sehr seltenen Fällen sind bei Patienten Reaktionen aufgetreten, die vor Absetzen von Abacavir keines der Symptome zeigten.
    • Setzen Sie sich sofort mit Ihrem Arzt in Verbindung:
      • 1) wenn Sie einen Hautausschlag bekommen oder
      • 2) wenn Sie mindestens 2 Symptome aus den folgenden Gruppen entwickeln:
        • Fieber
        • Kurzatmigkeit, Halsschmerzen oder Husten
        • Übelkeit oder Erbrechen oder Durchfall oder Bauchschmerzen
        • starke Müdigkeit oder diffuse Schmerzen oder ein allgemeines Krankheitsgefühl
    • Ihr Arzt kann Sie anweisen, die Einnahme abzubrechen.
    • Tragen Sie Ihren Patientenpass immer bei sich, solange Sie das Arzneimittel einnehmen.
    • Wenn Sie das Präparat abgesetzt haben
      • Wenn Sie das Präparat aufgrund einer solchen Überempfindlichkeitsreaktion abgesetzt haben, nehmen Sie nie wieder das Arzneimittel oder ein anderes Abacavir-haltiges Arzneimittel (Trizivir oder Ziagen) ein. Sollten Sie dies dennoch tun, kann es innerhalb von Stunden zu einem lebensbedrohlichen Blutdruckabfall kommen, der zum Tod führen kann.
      • Wenn Sie die Einnahme aus irgendeinem Grund abgebrochen haben - insbesondere, wenn Sie der Meinung waren, Nebenwirkungen oder eine andere Erkrankung zu bekommen:
        • Sprechen Sie vor einer erneuten Einnahme mit ihrem Arzt. Ihr Arzt wird überprüfen, ob die bei Ihnen aufgetretenen Symptome auf eine Überempfindlichkeitsreaktion zurückzuführen sein könnten.
        • Wenn Ihr Arzt meint, dass ein möglicher Zusammenhang besteht, wird er Sie anweisen, nie wieder das Arzneimittel oder ein anderes Abacavir-haltiges Arzneimittel (Trizivir oder Ziagen) einzunehmen. Es ist wichtig, dass Sie diese Anweisung befolgen.
      • Wenn Ihr Arzt Sie angewiesen hat, das Präparat erneut einzunehmen, können Sie gebeten werden, Ihre ersten Dosen in einer Einrichtung einzunehmen, wo eine rasche medizinische Hilfe, falls erforderlich, gewährleistet ist.
    • Falls Sie überempfindlich auf das Präparat sind, bringen Sie alle Ihre restlichen Tabletten zur sicheren Entsorgung zurück. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Häufige Nebenwirkungen
    • Diese können bis zu 1 Person von 10 betreffen.
      • Überempfindlichkeitsreaktionen
      • Kopfschmerzen
      • Erbrechen
      • Übelkeit
      • Durchfall
      • Magenschmerzen
      • Appetitlosigkeit
      • Müdigkeit, Kraftlosigkeit
      • Fieber (erhöhte Körpertemperatur)
      • allgemeines Unwohlsein
      • Schlafstörungen
      • Muskelschmerzen und -beschwerden
      • Gelenkschmerzen
      • Husten
      • gereizte oder laufende Nase
      • Hautausschlag
      • Haarausfall.
  • Gelegentliche Nebenwirkungen
    • Diese können bis zu 1 Person von 100 betreffen.
      • niedrige Anzahl roter Blutkörperchen (Anämie) oder niedrige Anzahl weißer Blutkörperchen (Neutropenie)
      • Anstieg von Leberenzymen
      • Abnahme der Zellen, die für die Blutgerinnung wichtig sind (Thrombozytopenie).
  • Seltene Nebenwirkungen
    • Diese können bis zu 1 Person von 1.000 betreffen.
      • Lebererkrankungen wie Gelbsucht, Lebervergrößerung oder Fettleber, Leberentzündung (Hepatitis)
      • Laktatazidose (siehe nächster Abschnitt „Andere mögliche Nebenwirkungen einer HIVKombinationstherapie")
      • Entzündung der Bauchspeicheldrüse
      • Zerfall von Muskelgewebe.
      • Seltene, in Bluttests erkennbare Nebenwirkungen sind:
        • Anstieg eines Enzyms namens Amylase.
  • Sehr seltene Nebenwirkungen
    • Diese können bis zu 1 Person von 10.000 betreffen.
      • Taubheit, kribbelndes Gefühl an der Haut („Ameisenkribbeln")
      • Schwächegefühl in den Gliedmaßen
      • Hautausschlag, der Blasen bilden kann und wie kleine Zielscheiben (zentrale dunkle Flecken umgeben von einer helleren Fläche mit einem dunkel eingesäumten Ring) aussieht (Erythema multiforme)
      • ausgedehnter Hautausschlag mit Bläschen und Hautablösung, besonders um den Mund, die Nase, die Augen und die Geschlechtsorgane herum (Stevens-Johnson-Syndrom), sowie eine schwerere Form mit Hautablösungen bei mehr als 30% der Körperoberfläche (toxische epidermale Nekrolyse).
      • Informieren Sie unverzüglich einen Arzt, wenn eines dieser Symptome bei Ihnen auftritt.
      • Sehr seltene, in Bluttests erkennbare Nebenwirkungen sind:
        • eine Störung der Produktion neuer roter Blutzellen im Knochenmark (Erythroblastopenie).
  • Sollten bei Ihnen Nebenwirkungen auftreten
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht angegeben sind.
  • Andere mögliche Nebenwirkungen einer HIV-Kombinationstherapie
    • Eine Kombinationstherapie mit dem Präparat kann andere Erkrankungen während der HIV-Behandlung hervorrufen.
  • Symptome einer Infektion und Entzündung
    • Personen mit fortgeschrittener HIV-Infektion (AIDS) haben ein schwaches Immunsystem und können daher mit höherer Wahrscheinlichkeit schwere Infektionen entwickeln (opportunistische Infektionen).
    • Vor Behandlungsbeginn waren solche Infektionen möglicherweise „still" und wurden von dem schwachen Immunsystem nicht erkannt. Nach Behandlungsbeginn wird das Immunsystem stärker und kann die Infektionen bekämpfen, wodurch Symptome einer Infektion oder Entzündung auftreten können. Zu den Symptomen zählen in der Regel Fieber und u. a.:
      • Kopfschmerzen
      • Magenschmerzen
      • Atemschwierigkeiten
    • In seltenen Fällen kann das stärker gewordene Immunsystem auch gesundes Körpergewebe angreifen (Autoimmunerkrankungen). Die Symptome von Autoimmunerkrankungen können viele Monate nach Beginn der Behandlung Ihrer HIV-Infektion auftreten. Zu den Symptomen können zählen:
      • Herzklopfen (schneller oder unregelmäßiger Herzschlag) oder Zittern
      • Übermäßige Unruhe und Bewegung (Hyperaktivität)
      • Schwäche, die in den Händen und Füßen beginnt und sich in Richtung Rumpf fortsetzt.
    • Wenn bei Ihnen Symptome einer Infektion oder einer Entzündung auftreten, oder wenn Sie eines der oben genannten Symptome bemerken:
      • Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt. Nehmen Sie keine anderen Arzneimittel gegen die Infektion ein, ohne den Rat Ihres Arztes einzuholen.
  • Ihre Körperform kann sich ändern:
    • Personen unter ein erHIV-Kombinationstherapie können eine Veränderung ihrer Körperform durch eine veränderte Fettverteilung beobachten:
      • Verlust von Fett an Beinen, Armen und im Gesicht.
      • Zusätzliche Fettzunahme am Bauch (Bauchraum), an den Brüsten oder um innere Organe.
      • Fettgeschwülste, die am Nacken auftreten können (auch Stiernacken genannt).
    • Die Ursache dieser Veränderungen und ihre Langzeitauswirkungen auf Ihre Gesundheit sind derzeit nicht bekannt. Wenn Sie Veränderungen Ihrer Körperform bemerken: Informieren Sie Ihren Arzt.
  • Eine Laktatazidose ist eine seltene, aber schwerwiegende Nebenwirkung
    • Einige Personen können unter der Behandlung mit dem Präparat oder anderen Arzneimitteln wie dieses (NRTIs) eine Erkrankung entwickeln, die als Laktatazidose bezeichnet wird und gleichzeitig mit einer Lebervergrößerung auftritt.
    • Eine Laktatazidose wird durch eine Erhöhung der Milchsäure im Körper verursacht. Sie tritt selten auf; falls sie auftritt, entwickelt sie sich üblicherweise nach einigen Monaten der Behandlung. Sie kann lebensbedrohlich sein und zum Versagen innerer Organe führen.
    • Eine Laktatazidose tritt mit höherer Wahrscheinlichkeit bei Personen mit Lebererkrankungen oder bei Übergewichtigen (sehr starkes Übergewicht), besonders bei Frauen, auf.
    • Anzeichen einer Laktatazidose beinhalten:
      • Übelkeit, Erbrechen
      • Magenschmerzen
      • Allgemeines Unwohlsein
      • Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme
      • tiefes, beschleunigtes Atmen, Atemschwierigkeiten
      • Taubheitsgefühl oder Schwäche in den Gliedmaßen
    • Ihr Arzt wird Sie während der Behandlung auf Anzeichen für eine Laktatazidose hin überwachen. Wenn Sie eines der oben aufgeführten Symptome an sich beobachten, oder ein anderes Sie beunruhigendes Symptom:
      • Suchen Sie schnellstmöglich Ihren Arzt auf.
  • Sie können Probleme mit Ihren Knochen haben
    • Bei einigen Personen, die eine Kombinationsbehandlung gegen HIV erhalten, kann sich eine als Osteonekrose bezeichnete Knochenerkrankung entwickeln. Bei dieser Erkrankung können Teile des Knochengewebes infolge unzureichender Blutversorgung des Knochens absterben. Diese Erkrankung können Personen mit höherer Wahrscheinlichkeit bekommen:
      • wenn sie eine Kombinationsbehandlung bereits über einen langen Zeitraum einnehmen
      • wenn sie zusätzlich antientzündliche Arzneimittel, die Kortikosteroide genannt werden, einnehmen
      • wenn sie Alkohol trinken
      • wenn ihr Immunsystem sehr schwach ist
      • wenn sie übergewichtig sind.
    • Anzeichen einer Osteonekrose können sein:
      • Gelenksteife
      • Gelenkbeschwerden und -schmerzen (insbesondere in Hüfte, Knie und Schulter)
      • Schwierigkeiten bei Bewegungen.
      • Wenn Sie eines dieser Anzeichen bei sich bemerken:
        • Informieren Sie Ihren Arzt.
  • Andere, in Bluttests erkennbare Nebenwirkungen sind:
    • Eine HIV-Kombinationstherapie kann außerdem verursachen:
      • erhöhte Milchsäurewerte im Blut, die in seltenen Fällen zu einer Laktatazidose führen können.
      • erhöhte Zucker- und Fettwerte (Triglyzeride und Cholesterin) im Blut
      • Insulinresistenz (falls Sie zuckerkrank sind, müssen Sie gegebenenfalls Ihre Insulindosis ändern, um Ihren Blutzucker zu kontrollieren).
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
Wechselwirkungen
  • Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen oder kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben, auch wenn es sich um pflanzliche Arzneimittel oder andere nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
    • Denken Sie daran, Ihren Arzt oder Apotheker zu informieren, wenn Sie mit der Einnahme eines neuen Arzneimittels beginnen, während Sie das Präparat einnehmen.
    • Diese Arzneimittel sollten nicht zusammen mit dem Präparat angewendet werden:
      • Emtricitabin, zur Behandlung der HIV-Infektion
      • andere Lamivudin-enthaltende Arzneimittel, zur Behandlung der HIV-Infektion oder der Hepatitis-B-Infektion
      • hohe Dosen von Trimethoprim/Sulfamethoxazol, einem Antibiotikum
      • Cladribin, zur Behandlung der Haarzell-Leukämie.
      • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie mit einem dieser Arzneimittel behandelt werden.
    • Wechselwirkungen einiger Arzneimittel mit dem Präparat
      • Zu diesen gehören:
        • Phenytoin, zur Behandlung von Epilepsien.
          • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Phenytoin einnehmen. Ihr Arzt kann eine engmaschigere Überwachung für erforderlich halten, während Sie das Präparat einnehmen.
        • Methadon, zur Heroinsubstitution. Abacavir erhöht die Geschwindigkeit, mit der Methadon aus Ihrem Körper entfernt wird. Wenn Sie Methadon einnehmen, werden Sie auf Anzeichen von Entzugssymptomen hin untersucht werden. Gegebenenfalls muss Ihre Methadon-Dosis angepasst werden.
          • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Methadon einnehmen.
        • Ribavirin, zur Behandlung der Hepatitis-C-Infektion. Abacavir kann die Wirksamkeit der Kombination aus Ribavirin und pegyliertem Interferon auf die Reduktion der Hepatitis-C Viren im Körper abschwächen.
          • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Ribavirin einnehmen.
Gegenanzeigen
  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
    • wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Abacavir (oder ein anderes Arzneimittel, das Abacavir enthält -- z. B. Trizivir oder Ziagen), gegen Lamivudin oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
    • wenn Sie eine schwere Lebererkrankung haben
  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie glauben, dass eine dieser Bedingungen bei Ihnen zutrifft. Nehmen Sie dann das Arzneimittel nicht ein.
Schwangerschaft und Stillzeit
  • Schwangerschaft
    • Das Arzneimittel wird nicht zur Anwendung während der Schwangerschaft empfohlen. Das Präparat und ähnliche Arzneimittel können Nebenwirkungen bei ungeborenen Kindern hervorrufen. Wenn Sie während der Einnahme schwanger werden, kann Ihr Kind zusätzlichen Kontrolluntersuchungen (einschließlich Blutuntersuchungen) unterzogen werden, um eine normale Entwicklung sicherzustellen.
    • Wenn Sie schwanger sind, schwanger werden oder eine Schwangerschaft planen:
      • Sprechen Sie unverzüglich mit Ihrem Arzt über mögliche Risiken und den Nutzen einer Einnahme des Präparates oder anderen Arzneimitteln zur Behandlung einer HIV-Infektion während Ihrer Schwangerschaft.
  • Stillzeit
    • HIV-infizierte Frauen dürfen ihre Kinder nicht stillen, da die HIV-Infektion über die Muttermilch auf das Kind übertragen werden kann.
    • Wenn Sie stillen oder beabsichtigen zu stillen:
      • Sprechen Sie unverzüglich mit Ihrem Arzt darüber.
Patientenhinweise
  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Einige Personen, die das Arzneimittel oder andere HIV-Kombinationstherapien einnehmen, haben ein erhöhtes Risiko für schwere Nebenwirkungen. Sie sollten sich dieser zusätzlichen Risiken bewusst sein:
      • wenn Sie jemals eine Lebererkrankung hatten, einschließlich einer Hepatitis B oder C (falls Sie an einer Hepatitis-B-Infektion leiden, setzen Sie das Arzneimittel keinesfalls ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab, da Sie einen Hepatitis-Rückfall erleiden könnten)
      • wenn Sie stark übergewichtig sind (insbesondere wenn Sie weiblichen Geschlechts sind)
      • wenn Sie Diabetiker sind und Insulin anwenden
      • wenn Sie Nierenprobleme haben
      • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn eine dieser Bedingungen bei Ihnen zutrifft, bevor Sie das Präparat einnehmen. In diesen Fällen können zusätzliche Kontrolluntersuchungen einschließlich Blutkontrollen bei Ihnen erforderlich sein, solange Sie Ihr Arzneimittel einnehmen.
    • Überempfindlichkeitsreaktionen
      • In einer klinischen Studie entwickelten etwa 3 bis 4 von 100 Patienten, die mit Abacavir behandelt wurden und die kein Gen namens HLA-B*5701 hatten, eine Überempfindlichkeitsreaktion (eine schwerwiegende allergische Reaktion).
        • Lesen Sie alle Informationen zu Überempfindlichkeitsreaktionen sorgfältig durch.
    • Herzinfarktrisiko
      • Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Abacavir das Herzinfarktrisiko erhöhen kann.
      • Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn Sie Probleme mit Ihrem Herzen haben, rauchen oder an Krankheiten leiden, die das Risiko für Herzerkrankungen erhöhen, zum Beispiel hoher Blutdruck oder Diabetes. Setzen Sie das Arzneimittel nicht ab, es sei denn, Ihr Arzt hat Sie angewiesen, dies zu tun.
    • Achten Sie auf wichtige Symptome
      • Bei einigen Personen, die Arzneimittel zur Behandlung der HIV-Infektion einnehmen, können andere - auch schwerwiegende - Erkrankungen auftreten. Sie sollten wissen, auf welche wichtigen Anzeichen und Symptome Sie achten müssen, während Sie das Präparat einnehmen.
    • Schützen Sie andere Menschen
      • Die HIV-Infektion wird durch Sexualkontakt mit einem Infizierten oder durch Übertragung von infiziertem Blut (z. B. durch gemeinsame Verwendung von Injektionsnadeln) verbreitet. Auch während der Einnahme dieses Arzneimittels können Sie HIV auf andere übertragen, obwohl das Risiko durch eine effektive antiretrovirale Therapie verringert ist. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Vorsichtsmaßnahmen, die notwendig sind, um eine Infizierung anderer Menschen zu verhindern.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Das Arzneimittel kann Nebenwirkungen verursachen, die Ihre Fähigkeit, ein Fahrzeug zu führen oder eine Maschine zu bedienen, beeinträchtigen kann.
    • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihre Verkehrstüchtigkeit oder Ihre Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen während der Einnahme.

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