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Famotidin ratiopharm 20 mg Filmtabl.

Famotidin ratiopharm 20 mg Filmtabl.
PZN: 00601225
Menge: 100 St
Darreichung: Filmtabletten
Marke:
Hersteller: ratiopharm GmbH
Alternative Packungsgrößen:
€ 19,85 19

inkl. MwSt. und Versand

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Weitere Produktinformationen

Wirkstoffe
  • 20 mg Famotidin
Indikation/Anwendung
  • Das Arzneimittel ist ein Magen-Darm-Mittel und gehört zur Gruppe der sog. Histamin-H2-Rezeptorenblocker, die die Magensäureabsonderung verringern.
  • Anwendungsgebiete
    • Zur Behandlung folgender Erkrankungen, bei denen eine Verminderung der Magensäureabsonderung (Magensäuresekretion) angezeigt ist:
      • Zwölffingerdarmgeschwüre (Ulcera duodeni)
      • gutartige Magengeschwüre (Ulcera ventriculi)
      • Zollinger-Ellison-Syndrom
Dosierung
  • Nehmen Sie das Arzneimittel immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
  • Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
    • Zur Behandlung akuter Zwölffingerdarmgeschwüre sowie gutartiger Magengeschwüre beträgt die empfohlene Tagesdosis 2 Filmtabletten (entsprechend 40 mg Famotidin) am Abend. Hierfür stehen auch Filmtabletten mit 40 mg Famotidin zur Verfügung.
    • Bei Zollinger-Ellison-Syndrom sollte die Therapie bei Patienten, die nicht mit sekretionshemmenden Medikamenten vorbehandelt wurden, mit 1 Filmtablette (entsprechend 20 mg Famotidin) alle 6 Stunden eingeleitet werden. Die Dosierung richtet sich nach dem Ausmaß der Magensäureabsonderung sowie dem klinischen Ansprechen des Patienten; Tagesdosen bis zu 800 mg Famotidin wurden bis zur Dauer eines Jahres eingesetzt, ohne dass vermehrt Nebenwirkungen oder ein Wirkungsverlust aufgetreten sind. Mit einem anderen H2-Antagonisten vorbehandelte Patienten können unmittelbar auf eine höhere als die für Neueinstellungen empfohlene Anfangsdosis von Famotidin umgestellt werden; diese Anfangsdosis ist abhängig von der Schwere des Krankheitsbildes und der vor der Umstellung zuletzt eingenommenen Dosierung der Vormedikation. Abhängig von der erforderlichen Einzeldosis sollte die Anwendung von Filmtabletten zu 40 mg Famotidin erwogen werden.
  • Dosierungsanleitung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
    • Famotidin wird hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden.
    • Deshalb wird bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min bzw. Serum-Kreatinin über 3,0 mg/100 ml) eine Reduzierung der Tagesdosis auf 1 Filmtablette (entsprechend 20 mg Famotidin) empfohlen.
  • Anwendung bei Kindern
    • Über die Sicherheit und Wirksamkeit von Famotidin bei Kindern liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor. Kinder sollten deshalb vorerst nicht mit dem Arzneimittel behandelt werden.

 

  • Dauer der Anwendung
    • Bei akuten Zwölffingerdarmgeschwüren und gutartigen Magengeschwüren sollte die Behandlung 4-8 Wochen betragen. Sie kann sich jedoch verkürzen, wenn endoskopisch eine Abheilung des Geschwüres nachgewiesen ist. Sind die Geschwüre nach 4 Wochen endoskopisch noch nicht abgeheilt, so sollte die Behandlung über weitere 4 Wochen fortgesetzt werden.
    • Bei Zollinger-Ellison-Syndrom sollte die Therapie so lange fortgeführt werden, wie sie klinisch erforderlich ist.
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung des Arzneimittels zu stark oder zu schwach ist.
    • Wenn Sie eine größere Menge des Arzneimittels eingenommen haben als Sie sollten Die Nebenwirkungen, die bei Überdosierungen beobachtet wurden, entsprechen denen, die man normalerweise aus klinischen Erfahrungen kennt.
    • Wenn nach Einnahme großer Tablettenmengen ein Verdacht auf eine Vergiftung besteht, ist umgehend ein Arzt zu benachrichtigen.

 

  • Wenn Sie die Einnahme des Arzneimittels vergessen haben
    • Die regelmäßige Einnahme des Arzneimittels - entsprechend den Dosierungsempfehlungen und Anweisungen des Arztes - trägt entscheidend zum Behandlungserfolg bei.
    • Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

 

  • Wenn Sie die Einnahme des Arzneimittels abbrechen
    • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Art und Weise
  • Die Filmtabletten werden mit etwas Flüssigkeit (z. B. 1 Glas Wasser) eingenommen und unzerkaut geschluckt. Die Einnahme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen.
Nebenwirkungen
  • Wie alle Arzneimittel kann diese Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
    • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
      • Sehr selten:
        • Thrombozytopenie
        • Leukopenie
        • Agranulozytose
        • Panzytopenie (Verminderung aller oder nur bestimmter Blutzellen)
        • Neutropenie
    • Herzerkrankungen
      • Nicht bekannt:
        • AV-Block unter intravenös verabreichten Histamin-H2-Rezeptor-Antagonisten
    • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
      • Gelegentlich:
        • Hautausschlag
        • Juckreiz (Pruritus)
      • Selten:
        • Nesselsucht (Urticaria)
      • Sehr selten:
        • Haarausfall
        • schwere Hautreaktion (Stevens-Johnson-Syndrom/ toxische epidermale Nekrolyse)
    • Erkrankungen der Leber und Gallenblase
      • Selten:
        • Erhöhung von Laborwerten (Transaminasen, Gamma- GT, alkalische Phosphatase, Bilirubin)
        • intrahepatische Cholestase (sichtbares Zeichen: Gelbsucht)
    • Erkrankungen der Atemwege und des Brustraums
      • Nicht bekannt:
        • interstitielle Pneumonie
        • Engegefühl im Brustkorb
    • Erkrankungen des Verdauungstraktes
      • Häufig:
        • Durchfall
        • Verstopfung
      • Gelegentlich:
        • Mundtrockenheit
        • Übelkeit
        • Erbrechen
        • Magen-Darm-Beschwerden
        • Blähungen
        • Appetitlosigkeit
      • Nicht bekannt:
        • Geschmacksstörung
    • Skelettmuskulatur- und Bindegewebserkrankungen
      • Selten:
        • Gelenkschmerzen (Arthralgien)
      • Sehr selten:
        • Muskelkrämpfe
    • Erkrankungen des Nervensystems
      • Häufig:
        • Kopfschmerzen
        • Schwindel
      • Gelegentlich:
        • Müdigkeit
      • Sehr selten:
        • Parästhesien (Missempfindungen)
        • Schläfrigkeit
        • Schlaflosigkeit
        • epileptische Anfälle (Grand mal)
      • Nicht bekannt:
        • Krämpfe bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
    • Psychiatrische Erkrankungen
      • Sehr selten:
        • reversible psychische Störungen (wie Halluzinationen, Desorientiertheit, Verwirrtheits-, Angst- und Unruhezustände, Depression)
    • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
      • Sehr selten:
        • Impotenz
        • verminderte Libido
        • Brustspannung
    • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
      • Selten:
        • Überempfindlichkeitsreaktionen (Anaphylaxie, angioneurotisches Ödem, Bronchospasmus)
  • Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn einer der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht angegeben sind.
Wechselwirkungen
  • Bei Einnahme mit anderen Arzneimitteln
    • Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
    • Bei gleichzeitiger Anwendung von Substanzen, deren Aufnahme vom Säuregehalt des Magens beeinflusst wird, ist deren möglicherweise veränderte Resorption zu beachten. Im Falle von Atazanavir, Ketoconazol und Itraconazol kann diese vermindert sein. Die Einnahme von Ketoconazol sollte deshalb 2 Stunden vor der Gabe von Famotidin erfolgen.
    • Bei gleichzeitiger Einnahme von Mitteln zur Bindung von Magensäure (Antazida) und Famotidin kann die Resorption von Famotidin vermindert sein.
    • Deshalb sollte das Präparat etwa 2 Stunden vor einem Antazidum eingenommen werden.
    • Die gleichzeitig Einnahme von Sucralfat vermindert die Aufnahme von Famotidin. Deshalb sollte Sucralfat grundsätzlich im Abstand von 2 Stunden zur Gabe von Famotidin eingenommen werden.
    • Die Einnahme von Probenecid kann die Ausscheidung von Famotidin verzögern. Auf eine gleichzeitige Anwendung mit diesem Präparat und Probenecid sollte verzichtet werden.
Gegenanzeigen
  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden
    • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Famotidin oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels sind
    • wenn Sie schon einmal überempfindlich auf einen anderen Histamin-H2-Rezeptor-Antagonisten reagiert haben, denn in dieser Stoffklasse wurde Kreuz- Überempfindlichkeit beobachtet.
Schwangerschaft und Stillzeit
  • Schwangerschaft und Stillzeit
    • Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
    • Schwangerschaft
      • Die Anwendung während der Schwangerschaft wird nicht empfohlen. Wenn Sie schwanger sind, dürfen Sie das Arzneimittel nur dann einnehmen, wenn Ihr Arzt den Nutzen als größer erachtet als die möglichen Risiken für Ihr ungeborenes Kind.
    • Stillzeit
      • Der Wirkstoff geht in die Muttermilch über. Da über die Auswirkungen einer Famotidinaufnahme durch den Säugling nichts bekannt ist und eine Störung der Magensäureabsonderung nicht auszuschließen ist, sollten Sie während der Behandlung nicht stillen. Gegebenenfalls muss das Präparat nach Absprache mit dem Arzt abgesetzt werden.
Patientenhinweise
  • Besondere Vorsicht bei der Einnahme ist erforderlich
    • wenn Sie an eingeschränkter Nierenfunktion leiden. Dann ist die Tagesdosis zu reduzieren.
    • Ein Ansprechen der Symptome auf die Behandlung mit diesem Präparat schließt eine Bösartigkeit des Geschwürs nicht aus. Vor der Behandlung mit Famotidin muss eine Bösartigkeit von Magengeschwüren durch geeignete diagnostische Maßnahmen ausgeschlossen werden.
    • Bei nur geringfügigen Magen-Darm-Beschwerden ist die Gabe dieses Arzneimittels nicht angezeigt.
    • Bei Patienten mit Zwölffingerdarm- und Magengeschwür sollte der H. pylori-Status bestimmt werden.
    • Für H. pylori-positive Patienten ist, wo immer möglich, eine Beseitigung des Bakteriums H. pylori durch eine Eradikationstherapie anzustreben.
    • Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?
      • Über die Sicherheit und Wirksamkeit von Famotidin bei Kindern liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor. Kinder sollten deshalb vorerst nicht mit diesem Präparat behandelt werden.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
    • Wenn Sie Nebenwirkungen wie Schwindel oder Kopfschmerzen während der Einnahme bei sich bemerken, sollten Sie nicht Auto fahren und keine Maschinen bedienen.

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