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AZATHIOPRIN HEXAL 100 mg Filmtabletten

AZATHIOPRIN HEXAL 100 mg Filmtabletten
PZN: 07504436
Menge: 50 St
Darreichung: Filmtabletten
Hersteller: Hexal AG
Alternative Packungsgrößen:

50 St

100 St

€ 35,96 19

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Produktdetails 

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  1. Beipackzettel AZATHIOPRIN HEXAL 100 mg Filmtabletten

Weitere Produktinformationen

Wirkstoffe
  • 100 mg Azathioprin
Indikation/Anwendung
  • Die Tabletten enthalten den Wirkstoff Azathioprin. Dieser gehört zur Arzneimittelgruppe der so genannten Immunsuppressiva. Immunsuppressiva vermindern die Stärke Ihres Immunsystems.
  • Ihr Arzt hat Ihnen aus einem der folgenden Gründe diese Tabletten verschrieben:
    • Zur Vorbeugung der Abstoßungreaktion nach einer Organtransplantation.
    • Zur Kontrolle bestimmter Erkrankungen, bei denen das Immunsystem gegen den eigenen Körper reagiert.
  • Die Tabletten können auch allein oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung von schwerer rheumatoider Arthritis, schweren entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa) oder zur Behandlung von Erkrankungen angewendet werden, bei denen das Immunsystem gegen den eigenen Körper reagiert (Autoimmunkrankheiten), einschließlich schwere entzündliche Erkrankungen der Haut, Leber, Arterien und bestimmte Bluterkrankungen.
Dosierung
  • Patienten nach einer Transplantation
    • Die Dosis am ersten Tag beträgt üblicherweise bis zu 5 mg pro kg Körpergewicht und Tag. Später beträgt die übliche Dosis 1 - 4 mg pro kg Körpergewicht und Tag.
  • Andere Erkrankungen
    • Die Dosis beträgt üblicherweise 1 - 3 mg pro kg Körpergewicht und Tag.
  • Kinder und Jugendliche
    • Die Behandlung von Kindern unter 18 Jahren mit den folgenden Erkrankungen wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten verfügbar sind:
      • juvenile chronische Arthritis,
      • systemischer Lupus erythematodes,
      • Dermatomyositis und
      • Polyarteriitis nodosa.
    • Bei den anderen Anwendungsgebieten werden für Kinder und Jugendliche die üblicherweise für Erwachsene verordneten Dosierungen angewendet.
  • Ältere Patienten
    • Ältere Patienten benötigen möglicherweise eine geringere Dosis.
  • Patienten mit Leber- oder Nierenfunktionsstörungen benötigen möglicherweise eine geringere Dosis. Patienten mit einer schweren Leberfunktionsstörung dürfen diese Tabletten nicht einnehmen.

 

  • Dauer der Anwendung
    • Über die Dauer der Behandlung mit Azathioprin entscheidet Ihr Arzt.
  • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung des Arzneimittels zu stark oder zu schwach ist.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben als Sie sollten
    • Setzen Sie sich unverzüglich mit Ihren Arzt, Apotheker oder dem nächstgelegenen Krankenhaus in Verbindung.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Art und Weise
  • Die Tabletten sollen zu den Mahlzeiten mit einem Glas Flüssigkeit eingenommen werden.
Nebenwirkungen
  • Wie alle Arzneimittel können diese Tabletten Nebenwirkungen verursachen, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Die Nebenwirkungen werden im Folgenden nach Häufigkeit aufgeführt. Bei der Bewertung werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
    • Sehr häufig: betrifft mehr als 1 Behandelten von 10
    • Häufig: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100
    • Gelegentlich: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000
    • Selten: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000
    • Sehr selten: betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000
    • Nicht bekannt: Häufi gkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
  • Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn bei Ihnen plötzlich eine pfeifende Atmung, Probleme beim Atmen, Schwellung von Augenlidern, Gesicht oder Lippen, Hautausschlag oder Juckreiz (vor allem, wenn der gesamte Körper betroffen ist) auftritt.
  • Schwerwiegende Nebenwirkungen
    • Wenn bei Ihnen eine der folgenden Nebenwirkungen auftritt, wenden Sie sich bitte sofort an Ihren Arzt:
      • starke Übelkeit
      • Durchfall
      • Fieber, Schüttelfrost
      • Muskel- oder Knochenschmerzen, Muskelsteifigkeit
      • Müdigkeit, Schwindel
      • Entzündung der Blutgefäße
      • Nierenfunktionsstörungen (Anzeichen können eine Veränderung des ausgeschiedenen Harnvolumens sowie der Farbe des Harns sein)
  • Die folgenden Nebenwirkungen wurden ebenfalls beobachtet:
    • Sehr häufig:
      • Virus-, Pilz- oder bakterielle Infektionen bei Transplantatempfängern
      • Beeinträchtigung der Funktion des Knochenmarks
      • eine geringe Anzahl an weißen Blutkörperchen in Ihrem Bluttest. Dies kann eine Infektion verursachen.
      • Übelkeit und Erbrechen, Appetitverlust (Anorexie)
    • Häufig:
      • eine geringe Anzahl an Blutplättchen im Blut.
        • Dies kann dazu führen, dass Sie leicht Blutergüsse und Blutungen bekommen.
    • Gelegentlich:
      • Virus-, Pilz- oder bakterielle Infektionen bei allen Patienten, ausgenommen Transplantatempfängern
      • eine geringe Anzahl an roten Blutkörperchen im Blut. Dies kann dazu führen, dass Sie müde
        sind, Kopfschmerzen bekommen, bei sportlicher Betätigung kurzatmig sind, sich schwindelig fühlen oder blass sind.
      • Überempfindlichkeitsreaktionen mit folgenden Beschwerden: allgemeines Unwohlsein, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Fieber, Schüttelfrost, Hautreaktionen, wie Hautrötungen und Hautausschläge, Entzündung der Blutgefäße, Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen, niedriger Blutdruck, Beeinträchtigung der Leberund Nierenfunktion und Darmproblemen.
      • Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Dies kann dazu führen, dass bei Ihnen starke Schmerzen im Oberbauch mit Übelkeit und Erbrechen, auftreten.
      • Leberfunktionsstörungen. Diese können helle Stühle, dunklen Urin, Jucken und Gelbfärbung Ihrer Haut und Ihrer Augen sowie abnormale Ergebnisse bei Leberfunktionstests verursachen.
    • Selten:
      • Probleme mit Ihrem Blut und Ihrem Knochenmark.
        • Dies kann zu Schwäche, Müdigkeit, Blässe, Kopfschmerzen, einer wunden Zunge, Atemlosigkeit, Blutergüssen oder Infektionen führen.
      • Darmprobleme. Diese können zu Durchfall, Bauchschmerzen, Verstopfung, Übelkeit und Erbrechen führen.
      • schwere Leberschädigung, die lebensbedrohlich sein kann
      • Haarausfall. Dieser kann sich wieder bessern, obwohl Sie die Einnahme der Tabletten fortführen.
      • verschiedene Arten von Krebs, einschließlich Blut-, Lymph- und Hautkrebs
    • Sehr selten:
      • lebensbedrohliche allergische Reaktionen, die zu schwerwiegenden Zuständen an der Haut führen können (Stevens-Johnson-Syndrom und toxisch-epidermale Nekrolyse)
      • Lungenentzündung. Diese kann Atemlosigkeit, Husten und Fieber verursachen.
  • Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht angegeben sind.
Wechselwirkungen
  • Bei Einnahme mit anderen Arzneimitteln
    • Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt, z. B.:
      • Allopurinol, Oxipurinol oder Thiopurinol (Mittel zur Gicht-Behandlung)
      • Muskelrelaxantien wie Curare, d-Tubocurarin, Pancuronium oder Succinylcholin
      • andere Immunsuppressiva wie Ciclosporin oder Tacrolimus
      • Infliximab (Mittel zur Behandlung von Morbus Crohn)
      • Olsalazin, Mesalazin oder Sulfasalazin (Mittel zur Behandlung von Colitis ulcerosa)
      • Warfarin oder Phenprocoumon (Blutverdünner)
      • ACE-Hemmer (bestimmte Mittel zur Behandlung von Bluthochdruck oder Herzleistungsschwäche)
      • Trimethoprim und Sulfamethoxazol (Antibiotika)
      • Cimetidin (Mittel zur Behandlung von Geschwüren im Verdauungstrakt)
      • Indometacin (Mittel gegen Rheuma)
      • Arzneimittel zur Behandlung von Krebs oder Arzneimittel, welche die Bildung von neuen Blutkörperchen verlangsamen bzw. stoppen
      • Furosemid (Mittel zur Entwässerung bei Herzleistungsschwäche)
      • Impfstoffe, zum Beispiel gegen Hepatitis B
      • jede Art von Lebendimpfstoff
Gegenanzeigen
  • Die Tabletten dürfen nicht eingenommen werden,
    • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Azathioprin, Mercaptopurin oder einen der sonstigen Bestandteile dieser Tabletten sind. Eine allergische Reaktion kann Hautausschlag, Juckreiz, Probleme beim Atmen oder Schwellungen von Gesicht, Lippen, Rachen oder Zunge beinhalten.
    • wenn Sie an einer schweren Infektion leiden.
    • wenn bei Ihnen eine schwere Einschränkung der Leber- oder Knochenmarkfunktion vorliegt.
    • wenn Sie an einer Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung) leiden.
    • wenn Sie vor kurzem mit einem Lebendimpfstoff geimpft wurden, zum Beispiel gegen Pocken oder Gelbfieber.
    • wenn Sie schwanger sind (außer Ihr Arzt teilt Ihnen mit, dass Sie die Tabletten einnehmen sollen).
    • wenn Sie stillen.
Schwangerschaft und Stillzeit
  • Schwangerschaft
    • Sie dürfen Azathioprin während der Schwangerschaft nur auf Anweisung Ihres Arztes einnehmen. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind oder vermuten, dass Sie schwanger sein könnten.
    • Männer und Frauen im geschlechtsreifen Alter sollten keine Intrauterinpessare (z. B. Spirale, Kupfer-T-Spirale), sondern ein anderes Verhütungsmittel anwenden.
    • Sie sollten bis mindestens 3 Monate nach Beendigung der Behandlung mit Azathioprin empfängnisverhütende Maßnahmen treffen.
  • Stillzeit
    • Während der Behandlung mit Azathioprin dürfen Sie nicht stillen, da die im Körper gebildeten Abbauprodukte in die Muttermilch übergehen und Ihr Kind schädigen können.
  • Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Patientenhinweise
  • Besondere Vorsicht bei der Einnahme ist erforderlich
    • Sie werden diese Tabletten nur erhalten, wenn Sie im Hinblick auf Nebenwirkungen beobachtet werden können.
    • Bei Geschwüren im Hals, Fieber, Infektionen, Blutergüssen oder Blutungen wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt.
    • Teilen Sie Ihrem Arzt auch sofort mit, falls Sie
      • während der Einnahme dieses Arzneimittels geimpft werden sollen
      • an einer Erkrankung leiden, bei der der Körper eine zu geringe Menge einer natürlichen chemischen Substanz mit dem Namen Thiopurin-Methyltransferase (TPMT) bildet
      • am so genannten Lesch-Nyhan-Syndrom leiden.
    • Bei Patienten, die mit Immunsuppressiva behandelt werden, könnte das Krebsrisiko erhöht sein, insbesondere der Entwicklung eines Non-Hodgkin-Lymphoms, Sarkoms (z. B. Kaposi-Sarkom und andere Sarkome), einer örtlich begrenzten Krebserkrankung in der Gebärmutter und von Hautkrebs.
    • Während der Behandlung mit diesem Arzneimittel sollten Sie starkes Sonnenlicht oder UV-Strahlen vermeiden.
    • Wenn die Filmtablette halbiert werden muss, ist jeder Hautkontakt mit Tablettenstaub oder den Bruchstellen zu vermeiden.
    • Blutuntersuchungen
      • Während der ersten 8 Behandlungswochen ist einmal pro Woche eine Blutuntersuchung erforderlich. Häufigere Blutuntersuchungen können erforderlich sein, wenn Sie
        • höheren Alters sind
        • eine hohe Dosis einnehmen
        • eine Leber- oder Nierenfunktionsstörung haben
        • unter einer eingeschränkten Knochenmarkfunktion leiden
        • an einer Überfunktion der Milz leiden.
      • Es ist wichtig, dass Sie eine wirksame Empfängnisverhütung (zum Beispiel mit Kondomen) praktizieren, da die Einnahme der Tabletten durch Männer oder Frauen zu Geburtsfehlern führen kann.
    • Warnhinweis
      • Das Absetzen von Azathioprin soll stets unter engmaschiger Kontrolle erfolgen. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
    • Sie können sich während der Einnahme des Arzneimittels an das Steuer eines Fahrzeugs setzen oder Maschinen bedienen, es sei denn, bei Ihnen tritt Schwindel auf. Schwindel kann durch Alkohol noch verstärkt werden. Wenn Sie Alkohol getrunken haben, sollten Sie sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen oder Maschinen bedienen.

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