Um das Thema Schwangerschaft grassieren jede Menge Mythen und Märchen. Essen für zwei, die Form des Babybauchs, seltsame Gelüste: es gibt viele Verhaltensregeln für werdende Mamis – doch sind diese wirklich alle korrekt? Wir haben einige Mythen durchleuchtet und klären Schwangerschafts-Märchen auf.

Schwangere müssen für zwei essen!

Stimmt nicht! In den ersten drei Schwangerschaftsmonaten hat eine werdende Mutter einen erhöhten Bedarf an Nährstoffen, nicht aber an Energie. Deshalb sollten Schwangere sich vitamin- und mineralstoffreich, aber möglichst fettarm ernähren. Essen Sie mehr Obst, Gemüse, Vollkorn- und Milchprodukte und verzichten Sie auf ungesunde Lebensmittel. Ab dem 4. Monat erhöht sich der Energiebedarf nur etwa um 300 Kalorien pro Tag

Jede werdende Mami hat komische Gelüste.

Stimmt nicht! Zwar kann sich der Geruchs- und Geschmackssinn aufgrund der Hormonumstellung während der Schwangerschaft verändern, das trifft aber nicht für jede Frau zu. Einige Frauen bekommen Lust auf Lebensmittel, die sie vorher nicht mochten, einige mögen plötzlich Ihre Lieblingsspeisen nicht mehr. Das ist von Frau zu Frau unterschiedlich.

In den ersten 3 Monaten leiden alle werdenden Mamis unter Übelkeit.

Stimmt nicht! Der Körper benötigt etwas Zeit bis er sich auf die neue Hormonsituation eingestellt hat. Das kann sich vor allem in den ersten 3 Monaten durch Übelkeit und Erbrechen äußern. Bei einem Viertel aller Schwangeren treten diese Symptome aber gar nicht auf, im schlechtesten Fall leiden Frauen während der gesamten Schwangerschaft an Übelkeit.

Haut einölen, verhindert Schwangerschaftsstreifen.

Stimmt leider nicht: Einen 100%gen Schutz vor Schwangerschaftsstreifen gibt es leider nicht, denn ob sich Streifen bilden oder nicht hängt von der Veranlagung ab. Dennoch kann jede Frau ihrer Haut und Ihrem Bindegewebe mit speziellen Cremes oder Ölen etwas Gutes tun.

Einmal Kaiserschnitt, immer Kaiserschnitt?

Stimmt nicht! Die Chance auf eine normale Geburt nach einem Kaiserschnitt liegt bei etwa 60%. Wenn also keine Faktoren vorliegen, die eine natürliche Geburt unmöglich machen, wie zum Beispiel ein zu hohes Gewicht des Kindes oder ein zu schmales Becken der Mutter, kommt durchaus eine „normale“ Geburt in Frage.

Junge oder Mädchen? Der Babybauch verrät es!

Stimmt nicht! Dass die Form des Bauches das Geschlecht des Kindes verrät ist wirklich eines der größten Schwangerschafts-Märchen. Hinter der jeweiligen Wölbung stecken lediglich der Körperbau der Mutter und die Position des Kindes.

Ein Schwangerschaftstest kann direkt nach dem Sex durchgeführt werden.

Stimmt nicht! Nach der Befruchtung einer Eizelle dauert es sechs bis sieben Tage, bevor der Körper das Schwangerschaftshormon hCG produziert. Einige weitere Tage vergehen, bis ein Schwangerschaftstest die Konzentration des Hormons feststellen kann. Einige Tests können also bereits sechs Tage vor dem Ausblieben der Regel verwendet werden. Wir empfehlen aber immer eine Wiederholung des Tests bei Fälligkeit der Periode.

Heiße Bäder können Wehen auslösen.

Stimmt nicht. Jedoch sollte eine Badetemperatur von 38 Grad nicht überschritten werden, um den Kreislauf von Mami und Baby nicht zu stark zu belasten. Bei bestehenden We-hen, kann ein heißes Bad aber zeigen, ob die Wehen echt sind oder nicht. Übungswe-hen verschwinden bei Wärme wieder, echte Wehen werden sogar stärker.