Auf den deutschen Wochenmärkten gibt es jetzt im Juni besonders viel Auswahl an heimischen Obst- und Gemüsesorten. Neben Himbeeren, Erdbeeren und Spargel finden sich dort auch Klassiker wie Kohlrabi und Stachelbeeren. Wie viel Gesundheit in ihnen steckt und wie man Kohlrabi und Stachelbeeren am besten genießt, erfahren Sie hier in unserem Blog.

Kohlrabi: Gemüsekohl mit Biss

Biologisch gehört der Kohlrabi zur Familie des Gemüsekohls. Sein Name leitet sich jedoch vom lateinischen Wort rapa, das so viel wie Rübe bedeutet. Gegessen wird vom Kohlrabi die weißliche, oberirdisch wachsende Knolle. Diese Knolle bildet sich beim Kohlrabi im ersten Jahr, im zweiten wächst der Stängel. Während der Wachstumsphase benötigt der Kohlrabi warme Temperaturen, begnügt sich sonst aber auch mit kühlerem Wetter. Zu viel Regen schadet den Knollen jedoch.

Kohlrabi: Gesund und vielseitig

Kohlrabi ist wie die meisten Gemüsesorten durch einen niedrigen Fett- und Kohlehydratanteil und einen hohen Prozentsatz an Wasser sehr kalorienarm. So enthalten 100 Gramm der Knolle nur rund 24 Kilokalorien. Für Vitamine und Mineralien ist im Kohlrabi dennoch genug Platz. Er ist besonders reich an Kalium (380 mg / 100 g), Vitamin C (65 mg / 100 g), Magnesium (45 mg / 100 g), Eisen (0,9 mg / 100 g) und Calcium (70 mg / 100 g). All diese Vitamine und Mineralstoffe erfüllen im Körper lebenswichtige Funktionen und müssen über die tägliche Nahrung aufgenommen werden, da unser Organismus sie nicht selbst herstellen kann. Calcium und Magnesium unterstützten zum Beispiel gesunde Knochen, Zähne und tragen zur normalen Muskelfunktion bei. Kalium hilft, das Zellwachstum zu regulieren und kontrolliert gleichzeitig einen gesunden Säure-Basen-Haushalt. Eisen unterstützt dagegen unsere natürliche Schönheit von innen, macht einen rosigen Teint und hält Fingernägel und Haare stark und schön. Vitamin C hilft, das Immunsystem gesund zu erhalten.

Kohlrabi wird besonders gern als Beilage zu Fleisch- und Kartoffelgerichten gegessen, zum Beispiel in einem Püree. Das Gemüse kann jedoch auch blanchiert oder gekocht genossen werden. Es eignet sich gehobelt und eingelegt sogar als leichte und vitaminreiche Rohkost.

Stachelbeeren: Süßlich bis sauer

Stachelbeeren gehören biologisch zur Gattung der Johannisbeeren. Der Name Stachelbeere kommt von der Familie der Gewächse, dem Stachelbeergewächs. Die weißen, grünen oder roten Früchte wachsen an Sträuchern, die bis zu 1,5 Meter hoch werden können. Viele Sträucher sind allerding mit bis zu einem Meter deutlich kleiner. Besonders durch die Kultivierung von Stachelbeeren in privaten Gärten hat sich die Kreuzung der Stachelbeere über die Jahrhunderte als praktisch erwiesen. Je nach Sorte schmecken Stachelbeeren süßlich oder leicht säuerlich.

Stachelbeeren: Erfrischend gesund

Stachelbeeren sind nicht nur lecker, sondern enthalten auch viele gesundheitsrelevante Vitamine und Mineralstoffe. Dabei sind sie mit circa 45 Kilokalorien pro 100 Gramm Frucht kalorienarm. Stachelbeeren enthalten wie Kohlrabi vor allem Kalium (200 mg / 100 g), Magnesium (15 mg / 100 g), Vitamin C (35 mg / 100 g) und Calcium (30 mg / 100 g). Darüber hinaus sind in 100 Gramm der Früchte circa 30 Milligramm Phosphor enthalten. Dieses erfüllt im menschlichen Körper eine Vielzahl an wichtigen Funktionen. So unterstützt es zusammen mit Calcium die Gesundheit und Stabilität von Knochen und Zähnen, spielt jedoch auch bei der Energiegewinnung eine Rolle und unterstützt den Aufbau der Zellwände.

Stachelbeeren eignen sich pur als gesunder und frischer Snack. Besonders beliebt sind die Beeren auch in Marmeladen, weil sie diesen in Kombination mit anderen Obstsorten, wie zum Beispiel mit Erdbeeren, eine säuerlich-fruchtige Note verleihen. Besonders praktisch an den Früchten ist ihre relativ lange Haltbarkeit. Werden sie frisch und prall gekauft, halten sich Stachelbeeren unverarbeitet bis zu einer Woche im Kühlschrank. Die Beeren lassen sich auch einfrieren, um einen Vorrat fürs Einkochen zu haben, und sind dann circa ein Jahr lang verwendbar.