Egal ob in den Alpen oder im Mittelgebirge: Regelmäßig zieht es Tausende Deutsche raus in die Natur zum Wandern. Und dafür gibt es mehr gute Gründe als Sie vielleicht denken, denn Wandern beschert Ihnen nicht nur tolle Aussichten, sondern ist gleichermaßen Balsam für Körper und Seele. Wir haben die größten Vorteile für Sie zusammengefasst.

Wandern ist sanfter Ausdauersport

Der Mythos, dass Wandern kein Sport ist, hält sich hartnäckig. Zu Unrecht, denn etwa bei der Kalorienverbrennung muss sich Wandern keinesfalls vor anderen Sportarten verstecken: Abhängig vom Terrain verbraucht ein Wanderer zwischen 350 und 550 Kalorien pro Stunde, also nur ein Drittel weniger als durch Jogging. Wanderer bewegen sich aber meist deutlich länger und bewältigen in drei bis fünf Stunden Strecken zwischen 10-20 Kilometern. Zusätzlich stärkt die konstante Bewegung das Herz-Kreislauf System, verbessert die Blutwerte, bringt den Stoffwechsel auf Trab und stärkt Ihre Muskeln und Knochen. Die positiven Effekte des Wanderns wurden mittlerweile auch von vielen Krankenkassen anerkannt: Wer regelmäßig wandert, kann an attraktiven Bonusprogrammen teilnehmen und sogar Geld sparen.

Wandern ist gesellig

Wer sich einmal gemeinsam mit Freunden einen besonders anstrengenden Anstieg heraufgekämpft hat oder abends in einer geselligen Hütte eingekehrt ist, der hat wahrscheinlich die besondere Gemeinschaftlichkeit des Wanderns erlebt. Immer wieder tauscht man sich mit Gleichgesinnten über die Strecke, das Wetter oder das jeweilige Ziel aus, ohne sich zu Small Talk verpflichtet zu fühlen. Wenn Sie in Ihrem Freundeskreis keine Wanderer haben, finden Sie beim Deutschen Wanderverband oder auch dem Deutschen Alpenverein schnell Anschluss. Aber auch alleine ist Wandern ein besonderes Erlebnis und ideal wenn Sie einmal den Kopf frei bekommen möchten.

Wandern als intensives Naturerlebnis

Einer der besten Gründe zu Wandern ist natürlich der direkte Kontakt mit der Natur. Denn wer sich leise zu Fuß fortbewegt, sieht und hört seine Umwelt in allen Details. Diese Ruhe ist es, die für viele Menschen einen wichtigen Gegenpol zu ihrem hektischen Alltag in der Stadt bildet. Insbesondere die Atmosphäre im Wald gilt als besonders stressreduzierend und kann die Grundstimmung über mehrere Tage nachweislich positiv beeinflussen – kein Vergleich also zu einem stickigen und überfüllten Fitnesscenter.

Wie beginne ich am besten mit dem Wandern?

Im Gegensatz zu vielen anderen Natursportarten ist der Einstieg ins Wandern nur mit geringen Kosten verbunden. Neben Wanderschuhen, ein paar Wandersocken und einem geeigneten Rucksack müssen Sie erst einmal kaum Geld investieren. Achten Sie aber unbedingt auf die richtigen Wanderschuhe, denn gesunde Füße sind im wahrsten Sinne des Wortes die Basis eines guten Wanderausflugs. Gerade am Anfang sollten Sie sich daher in einem Fachgeschäft beraten lassen und nicht am falschen Ende sparen. Noch ein Hinweis zur Schuhauswahl: Mittlerweile sind auch bei Wanderern Halbschuhe mit niedrigem Schaft in Mode gekommen. Dies ist jedoch zu Anfang nur empfehlenswert, wenn Sie bereits über eine kräftige Beinmuskulatur verfügen. In der Regel sind Wanderstiefel mit überknöchelhohem Schaft vielseitiger und reduzieren die Gefahr des Umknickens und damit die Verletzungsgefahr. Sollten Sie dazu neigen sich Blasen zu laufen, hier ein Tipp: Cremen Sie sich vor und nach der Wanderung Ihre Füße mit einer schützenden Creme ein, idealerweise auf Hirschtalgbasis. Auf diese Weise wird Ihre Haut geschmeidig und belastbar, außerdem schützt die Creme als positiven Nebeneffekt vor Fußgeruch.

Sicherheit beim Wandern

Auch wenn Wandern eine gesunde und sichere Sportart ist, kommt es insbesondere durch schlechte Vorbereitung auch immer wieder zu Unfällen. Mit den folgenden Tipps sollte jedoch einer schönen Wanderung nichts im Wege stehen:

  • Bleiben Sie besonders zu Beginn auf gut markierten und gesicherten Wegen. Empfehlenswert sind zum Beispiel die Premiumwanderwege des Deutschen Wanderinstituts
  • Schätzen Sie sich und ihre Fitness realistisch ein, um sich nicht körperlich zu überlasten
  • Wenn auf Wanderwegen „besondere Trittsicherheit“ gefordert ist, führt der Weg zumindest teilweise durch unwegsames Gelände. Sie sollten also immer über ausreichende Kraftreserven und gute koordinative Fähigkeiten verfügen um Stürze zu vermeiden
  • Nehmen Sie immer ein Handy mit, idealerweise mit GPS Funktion. So können Sie sich rasch orientieren wenn Sie den Weg verloren haben und in einem Notfall Hilfe holen. Nennen Sie dem Notdienst Ihre GPS Position oder den Wanderweg auf dem Sie sich befinden. In vielen Wäldern existieren mittlerweile auch sogenannte Forstrettungspunkte, die eine individuelle Nummer haben und mit der Ihre Position bestimmt werden kann
  • Nehmen Sie immer ein Erste Hilfe Set und eine Rettungsdecke mit

Quelle: Deutsches Wanderinstitut