{"id":1111,"date":"2022-03-17T07:36:56","date_gmt":"2022-03-17T07:36:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.shop-apotheke.com/magazin/familie\/?p=1111"},"modified":"2022-04-27T08:51:06","modified_gmt":"2022-04-27T08:51:06","slug":"tics-bei-kindern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.shop-apotheke.com/magazin/familie\/tics-bei-kindern\/","title":{"rendered":"Tics bei Kindern: ignorieren oder abgew\u00f6hnen?"},"content":{"rendered":"<h3>Tic: was ist das eigentlich?<\/h3>\n<p>Erst mal vorweg: Tics bei Kindern sind nicht selten: tats\u00e4chlich entwickeln 15% aller Kinder im Grundschulalter diese immer wiederkehrenden Bewegungen oder Ger\u00e4usche. Dabei handelt es sich meistens um motorische Tics, wie Blinzeln, Augenrollen oder Grimassen schneiden. Es treten aber auch auff\u00e4lligere Bewegungen wir H\u00fcpfen, Stampfen oder Bei\u00dfen auf. Auch H\u00fcsteln, R\u00e4uspern oder Pfeifen geh\u00f6ren zu den Tics. Manche Kinder kombinieren auch mehrere Tics. Diese k\u00f6nnen gleichzeitig auftreten oder sich auch in Phasen abwechseln. Die meisten Tics entwickeln sich bei Kindern zwischen sechs und zw\u00f6lf Jahren.<\/p>\n<h3>Was ist der Ausl\u00f6ser f\u00fcr Tics?<\/h3>\n<p>Das ist tats\u00e4chlich noch nicht gekl\u00e4rt. Es wird aber vermutet, dass Gene beteiligt sind. Wenn also schon jemand aus der Familie zu Tics neigt, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind auch einen Tic entwickelt. Experten denken, dass bei einer Tic-St\u00f6rung die optimale Abstimmung zwischen verschiedenen Hirnarealen fehlt, die f\u00fcr die Koordination von Bewegungswunsch und -ausf\u00fchrung verantwortlich sind. Es wird vermutet, dass die Nervenbahnen zwischen diesen Hirnregionen nicht in gleicher Geschwindigkeit reifen und so ein Ungleichgewicht bei der Bewegungssteuerung entsteht.<\/p>\n<h3>Mein Kind hat einen Tic: und jetzt?<\/h3>\n<p>Beobachten Sie erst einmal genau in welcher Situation der Tic bei Ihrem Kind auftritt. Dann hei\u00dft es, diese Situation zu durchbrechen. Das kann durch sofortige Ablenkung oder auch langfristig durch mehr Ruhephasen erfolgen. Versuchen Sie den Tic Ihres Kindes zu filmen und zeigen Sie das Video Ihrem Kinderarzt. So kann der Arzt auf einen Blick sagen, dass es sich tats\u00e4chlich um einen Tic handelt und nicht etwa um Epilepsie.<\/p>\n<h3>Sollte man Tics bei Kindern abgew\u00f6hnen?<\/h3>\n<p>Verfallen Sie erst mal nicht in Panik und bleiben Sie entspannt, wenn Sie einen Tic bei Ihrem Kind bemerken. Die meisten Tics bei Kindern verschwinden nach ca. zw\u00f6lf Wochen von selbst wieder. Am besten ignorieren Sie Tics erst mal und sprechen sie auch nicht an. Denn es ist f\u00fcr Kinder in diesem Alter fast unm\u00f6glich den Tic zu unterdr\u00fccken. Sie k\u00f6nnen den Tic also lieber durchbrechen als abgew\u00f6hnen, etwa durch Ansprache oder Ber\u00fchrung.<\/p>\n<p>Sprechen Sie auf keinen Fall ein Verbot aus, signalisieren Sie dem Kind, dass Sie es lieb haben.<\/p>\n<h3>Und wenn der Tic nicht verschwindet?<\/h3>\n<p>Verschwinden Tics nicht von allein und halten l\u00e4nger als zw\u00f6lf Monate, spricht man von einem chronischen Tic. Der Kinderarzt wird eventuell die Aktivit\u00e4t des Gehirns mit einem EEG gemessen, um Erkrankungen auszuschlie\u00dfen. Bleibt es bei der Diagnose Tic-St\u00f6rung, muss diese nur selten behandelt werden, weil der Tic doch noch irgendwann von selbst verschwindet. Nur etwa f\u00fcnf Prozent nehmen den Tic mit ins Erwachsenenalter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Grimasse, ein R\u00e4uspern oder schnelles Blinzeln \u2013 wenn Sie bemerken, dass Ihr Kind eine schnelle Bewegung oder ein Ger\u00e4usch macht, sind Sie erst einmal verunsichert. Hat mein Kind etwa einen Tic? Muss ich dem Kind das nun abgew\u00f6hnen oder gibt sich das von selbst wieder? In diesem Beitrag lesen Sie mehr zum Thema Tics und wie Sie damit umgehen sollten. <\/p>\n","protected":false},"author":13,"featured_media":1112,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1036],"tags":[1769,1768,1770,1767],"yst_prominent_words":[1330,354,174,165,749,341,359,167],"class_list":["post-1111","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-entwicklung","tag-augenrollen","tag-blinzeln","tag-grimasse","tag-tics"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.shop-apotheke.com/magazin/familie\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1111","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.shop-apotheke.com/magazin/familie\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.shop-apotheke.com/magazin/familie\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.shop-apotheke.com/magazin/familie\/wp-json\/wp\/v2\/users\/13"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.shop-apotheke.com/magazin/familie\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1111"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.shop-apotheke.com/magazin/familie\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1111\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1148,"href":"https:\/\/www.shop-apotheke.com/magazin/familie\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1111\/revisions\/1148"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.shop-apotheke.com/magazin/familie\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1112"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.shop-apotheke.com/magazin/familie\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1111"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.shop-apotheke.com/magazin/familie\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1111"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.shop-apotheke.com/magazin/familie\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1111"},{"taxonomy":"yst_prominent_words","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.shop-apotheke.com/magazin/familie\/wp-json\/wp\/v2\/yst_prominent_words?post=1111"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}