{"id":693,"date":"2020-12-10T09:35:42","date_gmt":"2020-12-10T09:35:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.shop-apotheke.com/magazin/familie\/?p=693"},"modified":"2022-01-27T05:43:36","modified_gmt":"2022-01-27T05:43:36","slug":"kinder-im-strassenverkehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.shop-apotheke.com/magazin/familie\/kinder-im-strassenverkehr\/","title":{"rendered":"Kinder im Stra\u00dfenverkehr: Wie sicher sind Grundschulkinder unterwegs?"},"content":{"rendered":"<h2>Was sehen Kinder im Stra\u00dfenverkehr?<\/h2>\n<ul>\n<li>Kinder k\u00f6nnen wegen ihrer geringeren Gr\u00f6\u00dfe die Stra\u00dfe nicht so \u00fcberblicken wie Erwachsene. Ihr Blickwinkel ist viel kleiner und h\u00e4ufig versperren ihnen parkende Autos die Sicht komplett.<\/li>\n<li>Bis zum Alter von ca. 5 Jahren k\u00f6nnen Kinder Farben und hell und dunkel gut unterscheiden. Sie sehen also, ob die Ampel gr\u00fcn oder rot ist.<\/li>\n<li>Entfernungen k\u00f6nnen jedoch noch nicht gut eingesch\u00e4tzt werden und auch Geschwindigkeit zu beurteilen f\u00e4llt den Kleinen schwer. Die F\u00e4higkeit, zwischen schnell und langsam zu unterscheiden, entwickelt sich nur schrittweise und ist auch mit 14 Jahren noch nicht vollst\u00e4ndig abgeschlossen.<\/li>\n<li>Auf Grundschulkinder wirken alle Autos schnell. Kinder bis 5 oder 6 Jahre k\u00f6nnen nicht einmal zwischen stehenden und fahrenden Fahrzeugen unterscheiden.<\/li>\n<li>Erst mit 7 Jahren k\u00f6nnen Kinder wirklich zwischen \u201erechts\u201c und \u201elinks\u201c unterscheiden. Untersuchungen aus der Praxis haben gezeigt, dass nur gut die H\u00e4lfte der Erstkl\u00e4ssler, erst nach links und dann nach rechts schauen, bevor sie die Stra\u00dfe \u00fc<\/li>\n<li>Kinder sehen wie mit Scheuklappen: Was Erwachsene im Augenwinkel irgendwie noch mitbekommen, sehen Kinder nicht. Ihr Blickfeld ist deutlich enger.<\/li>\n<li>Auch sehen Kinder langsamer als Erwachsene, sie brauchen l\u00e4nger, um Sinneseindr\u00fccke zu verarbeiten.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Was h\u00f6ren Kinder im Stra\u00dfenverkehr?<\/h2>\n<ul>\n<li>Bis zum Alter von 6 Jahren ist es Kindern nur eingeschr\u00e4nkt m\u00f6glich, Ger\u00e4usche richtig einzuordnen, ihre Herkunft zu orten und wichtig von unwichtig zu unterscheiden.<\/li>\n<li>Die Vielzahl der unterschiedlichen akustischen Reize im Stra\u00dfenverkehr gepaart mit den vielen optischen Eindr\u00fccken k\u00f6nnen Kinder \u00fcberfordern. Sie sind oft abgelenkt und reagieren dann kopflos.<\/li>\n<li>Aus den vielen Ger\u00e4uschen um sie herum k\u00f6nnen Kinder die wichtigen oft nicht herausfiltern.<\/li>\n<li>Eindr\u00fccke, Reize und Stimmungen f\u00fchren dazu, dass ein Kind oft gar nicht hinh\u00f6rt. So kann zum Beispiel ein Hund die ganze Aufmerksamkeit auf sich ziehen, w\u00e4hrend ein hupendes Auto gar nicht geh\u00f6rt wird.<\/li>\n<li>6 bis 7-J\u00e4hrige k\u00f6nnen noch nicht erkennen, aus welcher Richtung ein Ger\u00e4usch \u00fcberhaupt kommt. Sie h\u00f6ren das Klingeln oder Hupen, k\u00f6nnen aber nicht lokalisieren, von wo die Gefahr naht.<\/li>\n<li>Kinder verlassen sich im Verkehr mehr auf das Sehen als auf das H\u00f6ren. Erst mit ca. 8 Jahren nutzen sie ihr Geh\u00f6r im Stra\u00dfenverkehr.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Gefahrenbewusstsein von Grundschulkindern.<\/h2>\n<p>Das Bewusstsein f\u00fcr Gefahren entwickelt sich nur sehr langsam bei Kindern. Erstes Gefahrenempfinden stellt sich mit ca. 5 bis 6 Jahren ein. Da dieses Bewusstsein jedoch eine wichtige Voraussetzung f\u00fcr eine sichere Teilnahme am Stra\u00dfenverkehr ist, sollten Kinder bis zu diesem Alter in Begleitung unterwegs sein. Mit ungef\u00e4hr 6 Jahren verf\u00fcgen Kinder \u00fcber ein akutes Gefahrenbewusstsein. Das bedeutet, dass sie eine gef\u00e4hrliche Situation erst erkennen, wenn sie eingetreten ist. Zeit zum Handeln bleibt dann kaum noch. Das sogenannte vorausschauende Gefahrenbewusstsein setzt ca. mit 8 Jahren ein. Das bedeutet, ihr Kind erkennt die Gefahr im Vorfeld. Es kann sich die weitere Entwicklung der Gefahrensituation vorstellen und hat die M\u00f6glichkeit zu handeln und Einfluss auf das Geschehen zu nehmen. Vorbeugendes Gefahrenbewusstsein entwickeln Kinder in der Regel erst mit 9 oder 10 Jahren. Sie k\u00f6nnen nun bewusst so handeln, dass m\u00f6gliche Gefahren gar nicht erst eintreten. Um einigerma\u00dfen sicher im Stra\u00dfenverkehr unterwegs zu sein, sollte ein Kind mindestens das Alter des vorausschauenden Gefahrenbewusstseins erreicht haben.<\/p>\n<p>Kinder ben\u00f6tigen bis ins Grundschulalter hinein konkrete Anschauungen. Sie m\u00fcssen lernen, dass zum Beispiel unterschiedliche Verkehrsmittel auch unterschiedliche Gefahren mit sich bringen. Die Erfahrungen, die ein Kind als Fu\u00dfg\u00e4nger im Stra\u00dfenverkehr sammelt, machen es auf dem Fahrrad nicht automatisch auch verkehrssicher.<\/p>\n<h2>Der Schulweg sollte immer direkt vor Ort ge\u00fcbt werden.<\/h2>\n<p>Was ein 6-j\u00e4hriges Kind an Kreuzung A lernt, kann es noch nicht auf Kreuzung B \u00fcbertragen. Kinder sehen alles aus ihrer Perspektive, die Sicht von anderen k\u00f6nnen sie noch nicht einnehmen. Mit 6 bis 7 Jahren machen Kinder einen gewaltigen Schritt in ihrer geistigen Entwicklung. Die Konzentrationsf\u00e4higkeit nimmt stark zu und Kids beginnen Zusammenh\u00e4nge zu erkennen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kinder im Grundschulalter k\u00f6nnen Gefahren oft noch nicht richtig einsch\u00e4tzen. Die Kleinen reagieren im Stra\u00dfenverkehr h\u00e4ufig v\u00f6llig unverst\u00e4ndlich f\u00fcr Erwachsene. Was f\u00fcr uns aufgrund jahrelanger Erfahrung selbstverst\u00e4ndlich ist, m\u00fcssen Kinder erst noch lernen. Doch wie sicher bewegen sich Grundschulkinder im Stra\u00dfenverkehr? Das h\u00e4ngt immer vom Alter und Entwicklungsstand des Kindes ab. In diesem Artikel erfahren Sie mehr \u00fcber das Thema Kinder im Stra\u00dfenverkehr.<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":694,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1036,1732],"tags":[1460,1459,1461],"yst_prominent_words":[357,1141,310,174,165,928],"class_list":["post-693","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-entwicklung","category-entwicklung_schulkind","tag-gefahrenbewusstsein","tag-schulweg","tag-strassenverkehr"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.shop-apotheke.com/magazin/familie\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/693","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.shop-apotheke.com/magazin/familie\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.shop-apotheke.com/magazin/familie\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.shop-apotheke.com/magazin/familie\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.shop-apotheke.com/magazin/familie\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=693"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.shop-apotheke.com/magazin/familie\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/693\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":716,"href":"https:\/\/www.shop-apotheke.com/magazin/familie\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/693\/revisions\/716"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.shop-apotheke.com/magazin/familie\/wp-json\/wp\/v2\/media\/694"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.shop-apotheke.com/magazin/familie\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=693"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.shop-apotheke.com/magazin/familie\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=693"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.shop-apotheke.com/magazin/familie\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=693"},{"taxonomy":"yst_prominent_words","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.shop-apotheke.com/magazin/familie\/wp-json\/wp\/v2\/yst_prominent_words?post=693"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}