{"id":915,"date":"2021-08-12T06:15:08","date_gmt":"2021-08-12T06:15:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.shop-apotheke.com/magazin/familie\/?p=915"},"modified":"2022-01-26T20:12:59","modified_gmt":"2022-01-26T20:12:59","slug":"neurodermitis-bei-kindern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.shop-apotheke.com/magazin/familie\/neurodermitis-bei-kindern\/","title":{"rendered":"Neurodermitis: besonders h\u00e4ufig bei Kindern bis zwei Jahren."},"content":{"rendered":"<h2><strong>3 Fakten \u00fcber Neurodermitis<\/strong><\/h2>\n<ol>\n<li>Neurodermitis ist nicht ansteckend: Sie wird nicht durch Erreger \u00fcbertragen, sondern geht auf eine genetische Veranlagung zur\u00fcck. Neurodermitis tritt geh\u00e4uft bei Kindern auf, deren Eltern <a href=\"https:\/\/www.shop-apotheke.com/magazin/familie\/reagiert-mein-kind-allergisch\/\">Allergien<\/a>, wie z. B. <a href=\"https:\/\/www.shop-apotheke.com/magazin/familie\/heuschnupfen-bei-kindern-so-haben-pollen-keine-chance\/\">Heuschnupfen<\/a> oder allergisches Asthma haben.<\/li>\n<li>Neurodermitis ist keine Allergie: Bei den Betroffenen liegt jedoch ein erh\u00f6htes Allergie-Risiko vor und bestimmte Allergene k\u00f6nnen auch einen Neurodermitis-Schub ausl\u00f6sen.<\/li>\n<li>Neurodermitis ist nicht heilbar: Die Krankheit selbst kann also nicht geheilt werden, allerdings lassen sich die Symptome in der Regel gut in den Griff bekommen. Wichtig sind eine gute Basistherapie und die richtige Hautpflege sowie ein positiver Umgang mit der Erkrankung.<\/li>\n<\/ol>\n<h2>So erkennen Sie Neurodermitis bei Ihrem Kind.<\/h2>\n<p>Bei Neurodermitis kommt es immer wieder zu Ausbr\u00fcchen mit unterschiedlichem Ausma\u00df. W\u00e4hrend sich die typischen Ekzeme bei Erwachsenen h\u00e4ufig in Armbeuge, Kniekehle, im Nacken und an den H\u00e4nden zeigen, tritt die Krankheit bei Kindern unter zwei Jahren eher im Gesicht, auf der Kopfhaut und auf der Streckseite von Armen und Beinen auf.<\/p>\n<ul>\n<li>Betroffen sind Gesicht, Wangen, Kopfhaut (\u201eMilchschorf\u201c) und die Streckseiten der Arme und Beine.<\/li>\n<li>Typisch sind gro\u00dffl\u00e4chige R\u00f6tungen und Pusteln der Haut sowie n\u00e4ssende und verkrustete Hautpartien.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Ursachen und Ausl\u00f6ser von Neurodermitis.<\/h2>\n<p>Eigentlich ist der Begriff Neurodermitis, der so viel bedeutet wie Nervenentz\u00fcndung, heutzutage veraltet. Denn die Neurodermitis hat nichts mit einer Entz\u00fcndung der Nerven zu tun. Die korrekte Bezeichnung lautet atopisches Ekzem oder atopische Dermatitis. Warum genau sich nun eine Neurodermitis entwickelt, ist bis heute noch nicht vollst\u00e4ndig erforscht. Man geht davon aus, dass folgende Faktoren eine Rolle spielen k\u00f6nnten:<\/p>\n<p>Die Gene: Die Veranlagung f\u00fcr trockene und zu Allergien neigende Haut ist erblich. H\u00e4ufig sind in der Familie gleich mehrere Personen von Neurodermitis betroffen.<\/p>\n<p>Die Hautbarriere: Bei Neurodermitis ist die Haut sehr trocken und empfindlich. Die Zellen der \u00e4u\u00dferen Hautschicht sind nicht so gut vernetzt. Zudem weist die Haut h\u00e4ufig einen Mangel an Feuchtigkeit und Hautfetten auf. Die Haut reagiert deshalb viel empfindlicher auf Umwelteinfl\u00fcsse und ist f\u00fcr Allergene besser zug\u00e4nglich.<\/p>\n<p>Die Hautflora: Man hat festgestellt, dass bei Betroffenen h\u00e4ufig die Zusammensetzung der Keime auf der Haut, die sogenannte Hautflora, ver\u00e4ndert ist. W\u00e4hrend eine gesunde Hautflora viele verschiedene Mikroben aufweist, zeigen sich bei Neurodermitis eine deutlich verringerte Mikrobenzahl &#8211; das kann zur Folge haben, dass sich bestimmte Bakterien leichter vermehren k\u00f6nnen, die wiederum einen Schub ausl\u00f6sen k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2>Welche Faktoren k\u00f6nnen au\u00dferdem zu einem Neurodermitis-Schub f\u00fchren?<\/h2>\n<p>Sogenannte Triggerfaktoren k\u00f6nnen au\u00dferdem Krankheitssch\u00fcbe ausl\u00f6sen oder die Symptome verschlimmern. Dazu z\u00e4hlen h\u00e4ufiger Kontakt mit Wasser und Seife, Tabakrauch oder auch kratzige Textilien. Auch Stress, Infekte oder klimatische Einfl\u00fcsse wirken sich h\u00e4ufig negativ auf die Neurodermitis aus. Zudem k\u00f6nnen bestimmte Nahrungsmittel eine Rolle spielen, so ist etwa ein Drittel der Kinder, die Neurodermitis haben, von einer Nahrungsmittelallergie betroffen.<\/p>\n<h2>Leidet mein Kind unter Neurodermitis?<\/h2>\n<p>Falls Sie bei Ihrem Kind verd\u00e4chtige Hautstellen entdeckt haben, sollten Sie Ihren Kinderarzt aufsuchen. Der Arzt wird dann sicher feststellen, ob es sich wirklich um ein atopisches Ekzem handelt. Au\u00dferdem wird er die Behandlung mit Ihnen besprechen.<\/p>\n<p>Ziel ist es, dass der Hautausschlag m\u00f6glichst komplett verschwindet. Au\u00dferdem sollen neue Sch\u00fcbe verhindert werden.<\/p>\n<h2>Behandlung von Neurodermitis bei Kleinkindern.<\/h2>\n<p><strong>Bei akuten Krankheitssch\u00fcben:<\/strong> Ist die Neurodermitis in vollem Gange, ist eine rasche und konsequente Linderung der entz\u00fcndeten Hautstellen wichtig. Dazu werden in der Regel f\u00fcr das jeweilige Alter geeignete Kortison-Salben eingesetzt. Zur Behandlung von besonders empfindlichen Bereichen, wie die Achselh\u00f6hle oder Leistenregion werden Cremes mit sogenannten Calcineurin-Inhibitoren eingesetzt.<\/p>\n<p><strong>Stabilisierung der Hautbarriere:<\/strong> Eine konsequente Hautpflege ist bei Neurodermitis das A und O. R\u00fcckfettende Pflegeprodukte und eine besonders sanfte Reinigung der Haut sind unerl\u00e4sslich, um die gest\u00f6rte Hautbarriere nicht zus\u00e4tzlich zu reizen, sondern zu verbessern. Das gilt auch in symptomfreien Phasen, d.h. wenn die Haut gar keine Symptome zeigt. Diese Basistherapie mit besonders mild pflegenden Produkten kann helfen, neue Krankheitssch\u00fcbe zu verhindern.<\/p>\n<p><strong>Vorbeugung und Behandlung von Infektionen der Haut:<\/strong> Die gereizte Haut von Neurodermitis-Geplagten ist besonders anf\u00e4llig f\u00fcr Infektionen. So k\u00f6nnen sich z. B. Staphylokokken (Bakterien) leicht ausbreiten. Auch zus\u00e4tzliche Pilzinfektionen sind keine Seltenheit.<\/p>\n<h2>Wussten Sie schon\u2026?<\/h2>\n<p>Ein kleiner Lichtblick: Bei etwa 60 Prozent der erkrankten Kinder, verschwinden die Symptome bis zum fr\u00fchen Erwachsenenalter von selbst. Die Chancen, dass bei Ihrem Kind die Neurodermitis sp\u00e4ter einfach gar nicht mehr ausbricht, stehen also ganz gut.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neurodermitis auch atopisches Ekzem genannt ist eine der h\u00e4ufigsten Hauterkrankungen im Kindesalter und tritt besonders h\u00e4ufig bei Kindern unter zwei Jahren auf. In Deutschland leiden ca. 13 Prozent aller Kinder unter Neurodermitis. In diesem Beitrag haben wir Ihnen Wissenswertes \u00fcber Symptome, Ausl\u00f6ser und die Behandlung zusammengestellt.<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":916,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1038,1737],"tags":[1627,1625,1624,1628,1626,1629,1623],"yst_prominent_words":[783,792,788,192,174,341,948,407,359,682],"class_list":["post-915","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-gesundheit","category-gesundheit_kleinkind","tag-atopisches-ekzem","tag-dermatitis","tag-ekzem","tag-hautausschlag","tag-hautflora","tag-kortison","tag-neurodermitis"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.shop-apotheke.com/magazin/familie\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/915","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.shop-apotheke.com/magazin/familie\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.shop-apotheke.com/magazin/familie\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.shop-apotheke.com/magazin/familie\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.shop-apotheke.com/magazin/familie\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=915"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.shop-apotheke.com/magazin/familie\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/915\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":933,"href":"https:\/\/www.shop-apotheke.com/magazin/familie\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/915\/revisions\/933"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.shop-apotheke.com/magazin/familie\/wp-json\/wp\/v2\/media\/916"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.shop-apotheke.com/magazin/familie\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=915"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.shop-apotheke.com/magazin/familie\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=915"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.shop-apotheke.com/magazin/familie\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=915"},{"taxonomy":"yst_prominent_words","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.shop-apotheke.com/magazin/familie\/wp-json\/wp\/v2\/yst_prominent_words?post=915"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}