Wir lieben das schöne Wetter und vor allen Dingen die Zeit, die wir mit unseren Kindern im Garten, am See oder im Wald verbringen können. Doch mit dem Frühsommer kommen auch die lästigen Plagegeister, die uns die gute Laune ganz schön vermiesen können. Sie schwirren durch die Luft, sitzen im Gras und im schlimmsten Fall stechen und beißen sie uns. Die meisten Stiche von Insekten sind zwar harmlos, können jedoch ziemlich schmerzhaft sein. Reagiert Ihr Kind allerdings allergisch, ist es besonders wichtig zu wissen, von welchem Insekt es gestochen wurde. Mücke, Wespe oder Biene? In unserem kleinen Insektenstich-Guide erklären wir Ihnen die Unterschiede.
Mücke
- sticht meist unbemerkt, da sie beim Stechen eine schmerzstillende Substanz abgibt
- Juckreiz nach dem Stich, gerötete Einstichstelle
- Nach kurzer Zeit bildet sich eine Quaddel
- Innerhalb von 24 Stunden wird die Quaddel zu einer Art Knötchen
Biene
- sehr schmerzhafter Stich
- gerötete Schwellung um die Einstichstelle
- Stachel mit Giftsack bleibt in der Regel in der Haut stecken
- Stachel muss entfernt werden, weil er weiter Gift in die Haut abgibt
- Biene stirbt nach dem Stich
Wespe
- sehr schmerzhafter Stich
- Stachel bleibt nicht in der Haut
- Stichstelle schmerzt, schwillt an und wird rot
- Kann starke allergische Reaktionen auslösen
Bremse
- Bremsen werden speziell von Schweiß angelockt und sobald sie gelandet sind, beginnen sie sofort zu beißen. Sommerliche Kleidung stellt für sie kein Hindernis dar.
- sehr schmerzhaft aufgrund säbelartiger Mundwerkzeuge
- Blutergüsse um die Einstichstelle möglich
- Starker Juckreiz
- Rötung und Schwellung um die Einstichstelle
Stechfliege
- sticht meist unbemerkt wie die Mücke
- Stichstelle blutig unterlaufen und schwillt an
- starke Quaddelbildung und rote Einstichstelle
Stiche selbst behandeln.
Wenn Ihr Kind nicht allergisch reagiert, können Sie die Stiche selbst behandeln. Im Normalfall verschwinden Juckreiz und Schwellung nach zwei bis drei Tagen von selbst.
- Waschen Sie die Einstichstelle bei Bienen- und Wespenstichen sofort ab. Denn diese markieren die Stelle mit einer Alarmsubstanz, die auf andere Bienen und Wespen aggressionsfördernd wirkt.
- Desinfizieren Sie die Einstichstelle.
- Kühlen Sie die Einstichstelle.
- Gegen Schwellung und Juckreiz wirken spezielle Gele oder Lotionen.
- Erklären Sie Ihrem Kind, dass es den Stich besser nicht aufkratzen soll, denn so könnte sich die Haut zusätzlich infizieren.
Ab wann zum Arzt?
Bei einer Allergie treten die Symptome innerhalb weniger Sekunden bis Minuten nach dem Stich auf. Wenn eine Allergie, zum Beispiel gegen Wespenstiche, bekannt ist, sollten Sie stets eine Notfallapotheke griffbereit haben. Anzeichen für eine Allergie sind zum Beispiel Atemnot, Quaddeln, beschleunigter Puls, Übelkeit oder Schüttelfrost. Bemerken Sie bei Ihrem Kind ein oder mehrere dieser Symptome, sollten Sie sofort den Notarzt anrufen.
Auch eine Entzündung der Einstichstelle sollte nicht unterschätzt werden. Diese entsteht hauptsächlich durch das Aufkratzen der juckenden Stichs, wodurch offene Wunden entstehen, in die die Bakterien eindringen können. Auch durch den Insektenstich selbst kann eine Entzündung ausgelöst werden. Hier sollte ebenfalls der Arzt aufgesucht werden.
Gut zu wissen…
- Die stechenden Plagegeister werden meist durch unseren Körpergeruch und Schweiß angelockt. Dagegen hilft häufigeres Duschen. Außerdem kann man den Körpergeruch durch Insektensprays speziell für Kinder überdecken.
- Ätherische Öle wie Zitronella, Lavendel und Nelke sollen Insekten abschrecken. Diese können zum Beispiel auf die Kleidung gesprüht werden.
- Leichte langärmelige Kleidung in nicht zu bunten Farben tragen
- Süße Getränke und Speisen abdecken und Reste sofort entsorgen

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