Umgang mit Multiple Sklerose

Umgang mit Multiple Sklerose

Leben mit Multipler Sklerose (MS) II

Wenn Sie eine Erkältung haben oder ein gebrochenes Bein, dann wissen Sie, dass Sie nach einiger Zeit wieder „auf dem Damm” sind und alles normal weitergeht. Haben Sie eine chronische Erkrankung wie Multiple Sklerose, sehen Sie Ihrer gesundheitlichen Zukunft womöglich unsicherer entgegen.

Die Multiple Sklerose (MS) wird Ihr Leben auf vielerlei Arten und über lange Zeit beeinflussen. Wenn Sie MS haben, müssen Sie lernen, mit der Erkrankung umzugehen und mit dieser Erkrankung zu leben. Sie richten Ihr Leben auf die MS aus und werden den Willen und die Kraft aufbringen, zu lernen, wie Sie Ihre Erkrankung diszipliniert managen.

Nach Erhalt der Diagnose MS sind Sie zwar Patient oder Patientin mit einer chronischen Erkrankung, aber Sie sind immer noch Sie selbst! Sie haben mit der MS eine schwerere Last zu tragen, aber Sie sind immer noch derselbe Mensch, der Sie bereits vor der Diagnose waren.

Was wäre das Beste, was Sie tun können? Versuchen Sie, Ihr Leben mit Rücksicht auf Ihre Diagnose zu gestalten. Hier einige Ratschläge dafür:

1 – Holen Sie sich Rat und Hilfe, wenn Sie sie benötigen  

Sobald Sie das Gefühl haben, mit der Krankheit nicht mehr klarzukommen, sollten Sie Hilfe holen; das ist ein sehr wichtiger Schritt. Sie sollten sich möglichst gut über die Krankheit informieren und lernen, wie Sie mit Stress oder den MS-Symptomen umgehen können. Eine psychologische Beratung kann Ihnen dabei helfen. Wenn Sie unter Depressionen leiden, scheuen Sie sich nicht, mit Ihrem Arzt darüber zu sprechen.

2 – Selbsthilfegruppe

Es ist ungemein wertvoll gemeinsame Erfahrungen zu teilen und auszutauschen. Sie lernen in Selbsthilfegruppen auch Methoden, um mit Ihrer Krankheit umzugehen und nicht zuletzt machen Sie die Erfahrung, dass Sie nicht allein sind.

3 – Achten Sie auf sich selbst

Befolgen Sie die Ernährungsregeln (Tipps zur Ernährung bei MS), treiben Sie Sport, entwickeln Sie ein Stressmanagement und nehmen Sie sich genügend Zeit für Ruhe und Schlaf.

4 – Führen Sie ein Tagebuch

Schreiben Sie Ihre Symptome, Erfahrungen und Gefühle nieder. Sie können dafür die Symptomabfrage-Funktion in dieser App verwenden. Sie lernen dabei, Ihre Symptome besser zu beschreiben und Ihre Stimmungen sensibler wahrzunehmen. Die App erstellt außerdem aus Ihren Eintragungen eine Statistik, die Sie zu Ihrer nächsten Besprechung mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin mitbringen können.

5 – Bleiben Sie zukunftsgewandt

Identifizieren Sie besondere Herausforderungen und Hürden, die vor Ihnen stehen oder zu erwarten sind und die Ihr Leben beeinflussen können. So wappnen Sie sich gegen potenziell unliebsame Überraschungen.

6 – Nehmen Sie sich Zeit für sich 

Sie werden sie brauchen, um den vergangenen Tag zu reflektieren und sich auf den kommenden vorzubereiten.

7 – Bekämpfen Sie selbstzerstörerische Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen

Glauben Sie nicht immer, was Sie denken, und lassen Sie sich nicht von (negativen) Emotionen lenken.

Zuletzt aktualisiert am 12.07.2022

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