Höchstwahrscheinlich werden Sie in den nächsten Jahren sehr viele Windeln wechseln und einige Zeit mit Ihrem kleinen Schatz vor der Wickelkommode verbringen. Deswegen haben wir Ihnen hier einige Tipps und Handgriffe zusammengestellt, mit denen das Wickeln zu einer entspannten Pflege- und Schmusezeit wird.
So werden Windeln richtig angelegt.
- Die wichtigste Regel: Bitte nicht, wie oft gesehen, die Beine des Babys mit einer Hand in die Luft heben, sondern den Po des Babys anheben, indem Sie mit der einen Hand den gegenüberliegenden Oberschenkel heben. Das andere Beinchen liegt dabei auf Ihrem Arm.
- Achten Sie darauf, dass die Windelmitte nicht aufbauscht und bequem anliegt. Die Windel sollte nicht zu locker aber auch nicht zu fest sitzen. Testen Sie das am besten mit Ihren Fingern – ein bis zwei Finger sollten locker zwischen Windel und Bauch passen.
Die richtige Windel-Passform.
Wichtigste Voraussetzung: Eine Windel muss gut sitzen und Babys Po trocken halten. Oft ist es gar nicht so einfach die richtige Windel für das Baby zu finden, da die optimale Passform auch vom Körperbau des Babys abhängt. Ist das Baby also eher schmal, kann eine Windel mit Herstellerangabe 4 bis 6 kg perfekt passen, obwohl das Kind schon 7 kg wiegt. Andersherum kann ein kräftiges Baby bereits eine Windel für 6 bis 9 kg benötigen, obwohl der kleine Wonneproppen erst 5 kg wiegt. Hier ist das Auge von Mama und Papa gefragt, denn die Herstellerangaben zu den Gewichtsklassen der Babys sind nur ungefähre Richtwerte und auch die Schnitte der Windeln sind von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Die Größe 2 der einen Marke fällt genau so aus wie die Größe 3 einer anderen Marke und es kann ebenfalls vorkommen, dass die Größe 3 einer Marke besonders gut passt, die nächst höhere Größe jedoch überhaupt nicht mehr sitzt. Der einzige Weg die „beste“ Windel für Ihr Baby zu finden ist schlichtweg Testen. Probieren Sie einfach verschiedene Windeln aus und sie werden merken, mit welcher Windel sich Ihr kleiner Schatz am wohlsten fühlt.
Die richtige Windel-Größe.
Grundsätzlich richten sich die Größen der Windeln nach dem Körpergewicht des Kindes. Eine Windel in Größe 1 ist somit für ein Neugeborenes zwischen zwei und fünf Kilo geeignet, während eine Windel in Größe 6 bis zu einem Körpergewicht von 30kg passend ist. Wie schon gesagt, sollten Sie die Angaben auf der Windelpackung jedoch stets als Richtwert betrachten. Natürlich kann es aber auch sein, dass die Angabe auf der Packung ganz genau zu Ihrem Baby passt.
Wann ist eigentlich der richtige Zeitpunkt, um auf eine neue Windelgröße umzusteigen?
Das einfachste Anzeichen: Es ist Zeit für eine größere Windel, wenn sich die Windel am Bäuchlein kaum noch schließen lässt oder die Beinchen des Babys abschnürt. Zu enge Windeln können zu wunden Stellen der Haut führen. Schauen Sie sich also beim Windelwechseln die Haut im Windelbereich genau an, es dürfen keine roten Druckstellen sichtbar sein. Auch wenn die gut sitzende Windel plötzlich ausläuft, sollten Sie darüber nachdenken eine größere Windel zu benutzen. Denn mit der Windelgröße steigt in der Regel auch die Saugkraft. Eine zu große Windel jedoch kann auch dazu führen, dass diese nicht dicht ist. Hier lautet das Motto wirklich „probieren geht über studieren“. Damit Sie jedoch nicht gleich eine Großpackung Windeln kaufen müssen, die dann eventuell auch nicht optimal passen, bieten viele Hersteller Probepackungen an. So können Sie ganz einfach testen, welche Windel am besten zu Ihrem Kind passt.
Ein gut ausgestatteter Wickelplatz.
Auf Ihrer Wickelkommode sollte alles griffbereit liegen, was Sie zum Wickeln benötigen. Dazu gehören natürlich Windeln, Babyöl, Tücher zum Reinigen, Waschlappen, Wundschutzcreme und frische Kleidung. Außerdem alles, was Sie zusätzlich für Ihre Wickel-Routine benötigen, wie zum Beispiel ein besonders Spielzeug oder ein Fieberthermometer. Auch wenn sich Neugeborene eigentlich noch nicht selber drehen können, sollten Sie niemals allein auf dem Wickeltisch liegen und ältere Babys, die schon etwas mobiler sind schon gar nicht. Denn Stürze vom Wickeltisch können so wirklich vermieden werden. Babys mögen es beim Wickeln warm, deswegen ist eine Wärmelampe über dem Wickeltisch wirklich zu empfehlen. Außerdem eignet sich eine abwaschbare Wickelunterlage am besten, denn Babys pieseln gern beim Wickelvorgang los. Legen Sie Ihr Baby jedoch nicht direkt auf die abwaschbare Wickelunterlage, sondern benutzen Sie zusätzlich eine weiche Auflage.
Richtig Trockenlegen: weniger ist mehr.
Wenn Sie Ihren kleinen Schatz unterwegs wickeln müssen, führt wohl kein Weg an Feuchttüchern vorbei. Zuhause sollten Sie aber bewusst auf warmes Wasser und einen Waschlappen oder Baumwoll-Tücher setzen. Auch wenn das Wasser Schüsselchen auf dem Wickeltisch etwas umständlicher ist – für die Haut Ihres Babys ist es das Beste und die Umwelt schon es noch dazu. Hartnäckige „Reste“ lassen sich mit ein wenig Babyöl sehr gut entfernen.
Frische Luft für Babys Po.
Machen Sie aus Ihrer Wickel-Routine keine schnelle Nummer: Lassen Sie sich und Ihrem Baby etwas Zeit. Die zarte Babyhaut wird es Ihnen danken, wenn sie eine Weile Luft bekommt und Sie Ihr Baby nackt strampeln lassen, bevor die neue Windel angelegt wird. Natürlich nur, wenn es schön warm ist am Wickelplatz.
Werden Sie zum Entertainer.
Selbst die Kleinsten lieben Mobiles über dem Wickeltisch, ein paar Wochen später interessieren sich die Babys schon für Greifspielzeug. Spielzeug kann kleine Wickelmuffel ablenken und Wunder bewirken. Tauschen Sie das Spielzeug am Wickeltisch regelmäßig aus, damit es den kleinen Entdeckern nicht langweilig wird. Benutzen Sie am Wickeltisch ein ganz besonderes Spielzeug, das sonst nicht greifbar für Ihr Kind ist. Machen Sie aus Ihrer Wickel-Routine eine kleine Schmuse- und Erzähl-Einheit. So nimmt das Kind das Wickeln nicht als langweilige und notwendige Prozedur wahr, sondern verbindet es mit etwas Positiven.

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