Oft sind Eltern verunsichert, wenn ihr kleiner Schatz nachts regelmäßig oder auch mehrmals in der Nacht wach wird. Auch bei Kleinkindern kommt es nachts noch häufig vor, dass sie aufwachen und dann nicht oder schlecht wieder einschlafen wollen. Hier brauchen die Kleinen ganz besonders die Unterstützung von Mama oder Papa, denn Ihr Kind muss wissen, dass eine Bezugsperson in der Nähe ist. Was noch wichtig für ein entspanntes zu Bett bringen ist und was ihr Kind für einen erholten Schlaf braucht, erfahren Sie in diesem Artikel.
Wann ist die ideale Schlafenszeit?
Ihr Kind muss nicht zwingend immer zu einer bestimmten Uhrzeit ins Bett gehen. Denn ob das Kind müde ist, hat nicht immer etwas mit der Tageszeit zu tun, sondern viel mehr mit dem individuellen Schlafbedürfnis des Kindes und auch mit dem gesamten Tagesablauf. So sind die Kleinen nach einem Tag an der frischen Luft mit viel Bewegung natürlich müder, als an einem eher ruhigen Tag in der Wohnung. Kleinkinder benötigen auch während des Tages noch ein Mittagsschläfchen. Je nachdem wie lange das Kind am Tag schläft, passt sich auch der Zeitpunkt für die Nachtruhe an. Nehmen Sie selbst ein wenig Druck raus und bestehen Sie nicht darauf, dass Ihr Kind um Punkt 19 Uhr schlafen muss. Schauen Sie einfach, was individuell für Sie und das Kind für den jeweiligen Tag das Richtige ist.
Ruhe am Abend finden.
Manchmal sind Kinder von neuen Reizen oder Entwicklungssprüngen so überwältigt, dass es ihnen schwer fällt Ruhe zu finden. Schlaf kann nicht herbeigezwungen werden,
sondern funktioniert nur, wenn das Kind ausreichend müde ist. Während Babys ihre Müdigkeit oft deutlich zeigen, ist es bei einem Kleinkind gar nicht so einfach den richtigen Moment fürs Schlafengehen zu finden. Wenn ein Schlafzeitfenster erst mal verpasst wurde, kann es oft eine ganze Weile dauern, bis Kids wieder Ruhe finden können. Vermeiden Sie Aufregung am Abend, denn sonst fahren die Kleinen noch mal richtig hoch. Lassen Sie den Abend ruhig ausklingen: Eine Extra-Runde Kuscheln, Vorlesen oder Singen kann eine schöne abendliche Stimmung erzeugen. Sind die Kuscheltiere auch schon ganz müde? Dann sagen Sie Teddybär und Co. gemeinsam mit Ihrem Kind „Gute Nacht“.
Sorgen und Ängste nehmen.
Ein Kuscheltier oder ein Sorgenfresser können helfen die Sorgen und Ängste der Kleinen zu nehmen. Wenn Ihr Kind Ängste hat, ist es wichtig, diese ernst zu nehmen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Es reicht dabei nicht immer aus einfach zu erklären, dass es zum Beispiel gar keine Monster gibt. Suchen Sie nach Lösungen, die der Phantasie des Kindes helfen. Hängen Sie ein „Monster verboten“ Schild auf oder erklären Sie Ihrem Kind, dass ein ganz besonderes Kuscheltier es beim Schlafen beschützt und alle Monster fernhält.
Dunkelheit fördert einen guten Schlaf.
Je dunkler es ist, desto besser kann der Körper das Schlafhormon Melatonin ausschütten. Versuchen Sie also das Kinderzimmer zum Schlafen möglichst dunkel zu machen. Wenn Ihr Kind ein Nachtlicht braucht, dann sollte es am besten rot sein, da rotes Licht den Schlaf am wenigsten stört.
Mama kommt gleich wieder…
Oft kann es helfen, wenn man Kindern ab ca. zwei Jahren erklärt: „Mama geht jetzt raus, aber nach ein paar Minuten komme ich wieder rein und schaue, ob alles in Ordnung ist.“ Wiederholen Sie das Reinkommen ein paar Mal, verlängern Sie dabei aber die Zeiten.
Kommen Sie zu Beginn vielleicht 4 Mal alle 2 Minuten rein und verlängern Sie die Abstände dann um ein bis zwei Minuten. Am nächsten Abend kommen Sie nur noch zwei bis drei Mal in das Zimmer zurück und am übernächsten Abend nur noch ein Mal. Kleinkinder brauchen einfach noch Mamas oder Papas Nähe und Geborgenheit, damit sie entspannt und sicher einschlafen können.
So können Kleinkinder besser schlafen: Tipps auf einen Blick.
Wie bereits erwähnt entscheidet der Tagesablauf, wie gut es am Abend mit dem Einschlafen klappt. Denn der Tag beeinflusst, wie müde oder eben nicht müde das Kind abends ist. Mittagsschlaf, Essen und Aktivitäten spielen dabei eine Rolle.
Es gibt weitere Faktoren, die einen besseren Schlaf bei Kleinkindern unterstützen können:
- Gehen Sie oft und möglichst bei jedem Wetter mit Ihrem Kind raus an die frische Luft
- Geben Sie Ihrem Kind genügend Möglichkeiten sich zu bewegen
- Fernseher und Smartphone sollten für Kinder in diesem Alter tabu sein. Filme und Spiele sind viel zu aufregend für die Kleinen.
- Der Mittagsschlaf sollte nicht zu spät stattfinden
- Unternehmungen und aufregende Situationen in den Abendstunden besser vermeiden

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