Ein ungebetener Gast: Fußpilz bei Kindern.

Ein ungebetener Gast: Fußpilz bei Kindern.

Auch wenn Kinder grundsätzlich weniger anfällig für Fußpilz sind, weil sich Kinderhaut schneller erneuert, als die von Erwachsenen, kann es doch hin und wieder auch bei Kindern zu Fußpilz kommen. Ob Schwimmbad oder Umkleidekabine, der Erreger lauert überall dort, wo Menschen sich barfuß bewegen. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie den ungebetenen Gast zwischen den Zehen schnell wieder los werden.

Wie entsteht Fußpilz und wie macht er sich bemerkbar?

Zu den häufigsten Erregern von Fußpilz zählen die sogenannten Fadenpilze. Diese können ganz schön tückisch sein und auch außerhalb der Haut sehr gut überleben. Die Pilzsporen befinden sich in infizierten Hautschüppchen, die an vielen Orten auf Ihr nächstes Opfer warten. So ist das Barfußlaufen der Hauptrisikofaktor für eine Fußpilzinfektion. Die Folge sind juckende oder auch brennende Bereiche an den Füßen, insbesondere aber in den Zehenzwischenräumen.

Wie wird Fußpilz behandelt?

Die Behandlung von Fußpilz bei Kindern unterscheidet sich kaum von der Behandlung Erwachsener. Auch bei jungen Betroffenen kommen antimykotische Cremes oder Sprays zum Einsatz. Klagt ihr Kind über Jucken an den Zehen, sollte dies in Abstimmung mit einem Arzt möglichst schnell und konsequent behandelt werden. Auch wenn der Juckreiz bereits nach kurzer Zeit nachlässt, sollten Sie die betroffenen Stellen über einen Zeitraum von mindestens drei bis vier Wochen weiter behandeln, damit das Mittel den Pilz auch in den tieferen Hautschichten bekämpfen kann.

Welche Kinder sind besonders betroffen?

In der Regel stecken sich Kinder bei den Erwachsenen mit Fußpilz an. Wenn also ein Familienmitglied an Fußpilz leidet, befinden sich wahrscheinlich in der gesamten Wohnung oder im Haus winzig kleine infizierte Hautschüppchen über die sich auch Kinder anstecken können. Auch Kinder, die viel Sport treiben sind häufiger betroffen als andere Kinder, da sie sich häufig in Umkleidekabinen aufhalten. Eine noch größere Ansteckungsgefahr lauert allerdings im Hallen- oder Freibad, weil sich dort viele Menschen barfuß bewegen und die feuchte Umgebung der perfekte Nährboden für Pilze ist.

Mythos Salzwasser gegen Fußpilz?

Eltern wünschen sich bei der Behandlung Ihrer Kinder besonders schonende Methoden, deshalb stehen natürliche Heilmethoden ohne Nebenwirkungen hoch im Kurs. Wenn es um die Behandlung von Fußpilz geht, liest man häufig den Tipp mit dem Salzwasser – aber kann das wirklich eine Pilzinfektion bekämpfen? Wir wissen, dass Meerwasser grundsätzlich eine positive Wirkung bei verschiedenen Hautproblemen haben kann. Gegen den Fußpilz hilft es jedoch nicht, denn es kann weder den Erreger abtöten noch eine wunde Hautstelle desinfizieren. Fußpilz kann nur bekämpft werden, wenn das Wachstum der Pilze mit einem Anti-Pilz-Mittel gestoppt wird.

Fußpilz vorbeugen: unsere Tipps.

  • Wählen Sie Socken aus natürlichen Materialien, wie Baumwolle oder Wolle. Am besten werden Socken regelmäßig bei 60 Grad gewaschen.
  • Lassen Sie Luft an die Füße: Offene oder atmungsaktive Schuhe sind zu empfehlen.
  • Lassen Sie Schuhe mindestens 24 Stunden trocknen, bevor diese wieder getragen werden. Behandeln Sie Schuhe nach einer Pilz-Infektion mit einem geeigneten Desinfektionsmittel.
  • In Schwimmbädern oder Umkleidekabinen immer Badeschlappen tragen.
  • Achten Sie auf eine gesunde Ernährung und Lebensweise. Das stärkt unser Immunsystem im Kampf gegen die Erreger.

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