Insektenstiche bei Babys vorbeugen und behandeln.

Insektenstiche bei Babys vorbeugen und behandeln.

Wenn Mücken, Bienen und Wespen wieder unterwegs sind, können sie uns die schönsten Sommertage ganz schön vermiesen. Für uns Erwachsene ist ein Insektenstich zwar nervig, wir können aber selber etwas dagegen machen – Babys hingegen können das noch nicht und sind auf die Hilfe von Mama und Papa angewiesen. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihren kleinen Schatz schützen können und was im Falle eines Stichs zu tun ist.

Mückenstiche beim Baby? Meistens harmlos.

Zum Glück sind die meisten Mückenstiche bei uns in Deutschland harmlos. Außer man reagiert allergisch oder man wurde von einer seltenen Mückenart gestochen. Wenn Sie bei Ihrem Baby einen Mückenstich entdecken, sollten Sie den Stich auf jeden Fall genau beobachten.

  • Kühlen Sie die Einstichstelle mit einem feuchten Umschlag.
  • Bei Juckreiz können Cremes oder Gele aus der Apotheke helfen. Lassen Sie sich beraten, welche Mittel für Babys geeignet sind.
  • In Sachen Homöopathie haben sich das Mittel Ledum und Apis bewährt. Und auch Arnika-Tinktur kann auf die betroffene Stelle getupft werden.

Gut zu wissen:

Wir Erwachsenen wissen „bloß nicht kratzen“ aber unsere kleinsten Erdenbürger wissen das noch nicht und handeln instinktiv, wenn es juckt. Falls Sie also einen Mückenstich entdecken, sollten Sie aufpassen, dass Ihr Kind die Einstichstelle nicht aufkratzt, denn sonst kann sich der Mückenstich entzünden. Schneiden Sie die Fingernägel Ihres Babys früh genug zurück, dann kann der Stich nicht so leicht aufgekratzt werden. Wenn Sie den Stich dann noch mit einem kleinen Quarkwickel schützen, wird der Juckreiz bald gelindert.

Bei manchen Menschen fällt dieser Prozess allerdings heftiger aus. Sie reagieren besonders sensibel auf Insektenstiche und leiden möglicherweise unter stark schmerzenden roten Quaddeln oder Blasen. Reagiert Ihr Baby allergisch, ist es besonders wichtig zu wissen, von welchem Insekt es gestochen wurde.

Sollten Sie bereits nach kurzer Zeit feststellen, dass der Stich ungewöhnlich stark anschwillt, Ihr Kind möglicherweise sogar Fieber entwickelt oder aber sich anders verhält als sonst, sollten Sie Ihren Kinderarzt unverzüglich zu Rate ziehen.

Insektenstichen vorbeugen.

Ein guter und sicherer Schutz gegen Stiche sind Mückenschutzmittel. Doch gerade bei Säuglingen ist hier Vorsicht geboten: Denn die meisten Mittel sind für Kinder unter 2 Jahren nicht geeignet. Inhaltsstoffe wie Deet und Icaridin können bei den Kleinen die Schleimhäute reizen und Allergien auslösen. Grundsätzlich sollten also Mückenschutzmittel nicht im ersten Lebensjahr und am besten auch nicht unter 2 Jahren angewendet werden.

Natürlicher Mückenschutz für Babys?

Neben den chemischen Mitteln gibt es einige pflanzliche Alternativen, dessen Duft oder Inhaltsstoffe die kleinen stechenden Plagegeister gar nicht mögen. So sagt man, dass Kokosöl eine mückenabweisende Wirkung hat. Das Öl hat natürlich einen großen Vorteil: es kann bedenkenlos bei Babys genutzt werden. Ob es jedoch hilft, muss man einfach ausprobieren. Auch ätherische Öle wie Lavendel, Bergamotte oder Citronella können Stechmücken vertreiben. Jedoch sollten die ätherischen Öle nicht unverdünnt auf der Haut der Säuglinge zum Einsatz kommen, das kann zu schlimmen Hautreizungen führen. Besser einige Tropfen des Öls in eine kleine Schale mit Wasser geben und sicher im Raum platzieren. Der sicherste Schutz ist immer noch langärmelige helle Kleidung und ein Insektenschutznetz über dem Kinderbettchen und -wagen.

Insektenstiche bei Babys: Ab wann wird es gefährlich?

Wie gesagt, die meisten Mückenstiche sind harmlos und heilen nach ein paar Tagen von selber ab. Einige Insektenstiche sind jedoch schlimmer als andere:
Unter Umständen kann ein Wespen- oder Bienenstich sogar richtig gefährlich werden. Wird Ihr kleiner Schatz im Mundraum gestochen, kann es zu starken Schwellungen und dadurch entstehende Erstickungsgefahr kommen. In diesem Fall muss sofort der Notarzt gerufen werden. Wespenstiche haben das größte allergene Potential. Wenn Sie bemerken, dass die Einstichstelle stark anschwillt oder das Kind Symptome, wie Atemprobleme, beschleunigter Herzschlag oder Quaddeln am ganzen Körper zeigt, sollte auch sofort der Notarzt verständigt werden.

Kommentare