Schläft Ihr Kind gut durch oder hat es auch wie viele andere Kinder in dem Alter Probleme mit dem Durchschlafen oder zu Bett gehen? In diesem Beitrag erfahren Sie, wie ein anregender Tag, entspannte abendliche Abläufe oder besondere Einschlafrituale für eine entspannte Nacht bei Kindern und Eltern sorgen können.
Ist Ihr Kind gut ausgelastet?
Anregung am Tag durch neue Erfahrungen und Bewegung an der frischen Luft sorgen ganz automatisch am Abend für einen Erschöpfungszustand beim Kind. Auch wenn der Bewegungsdrang von Kind zu Kind unterschiedlich groß ist, braucht jedes Kind sein Maß an Bewegung, das es irgendwann am Tag und am besten draußen, ausleben sollte. Aber nicht nur körperliche Anregung ist wichtig – auch das Köpfchen möchte gefordert werden. So benötigen Kinder auch eine Beschäftigung, die das Denken fördert. Wichtig ist, dass Kinder ausreichend Raum und Möglichkeiten zum Spielen haben. Dann sind sie abends zufrieden und müde – die beste Voraussetzung für eine entspannte Nacht.
Gewohnte Abläufe am Tag.
Feste Strukturen und Routinen am Tag sind für Kinder eine hilfreiche Orientierung. Ein regelmäßiger Tagesablauf, feste Essenszeiten und Zeiten fürs Spielen, geben dem Kind die Möglichkeit sich auf das einzustellen, was Sie erwartet. Das gilt auch für die Zeit für das Zubettgehen. Wenn das Kind eine feste Zubettgehzeit hat, wird es nicht plötzlich ins Bett geschickt, sondern kann sich allein durch den Tages- und Abendablauf auf das Schlafengehen einstimmen. So lassen sich bestimmt einige Konflikte um das Zubettgehen vermeiden. Am Wochenende oder im Urlaub sind natürlich Ausnahmen möglich.
Haben Sie besondere Einschlaf-Rituale?
Oft fällt es Kindern schwer, die aufregenden Dinge am Tag loszulassen. Nehmen Sie sich in der letzten halben Stunde vor dem Einschlafen Zeit, um Ihr Kind entspannt ins Bett zu bringen. Dabei kann ein regelmäßiges Einschlaf-Ritual helfen, dass das Kind zur Ruhe kommt. Sie können Ihrem Kind so ein sicheres Gefühl vermitteln und es fühlt sich geborgen. Ein Einschlaf-Ritual kann ganz unterschiedlich aussehen: eine Geschichte erzählen oder vorlesen, singen, über die Eindrücke des Tages reden – lassen Sie das abendliche Ritual möglichst immer in ähnlicher Form ablaufen – das gibt Ihrem Kind Sicherheit und das Gefühl, dass alles seine Ordnung hat. Sie sollten allerdings darauf achten, dass das Einschlaf-Ritual nicht von Abend zu Abend länger wird.
Sicherheit am Tag macht stark für die Nacht.
Kinder, die tagsüber in Ihrer Eigenaktivität unterstützt werden gewinnen an Selbstvertrauen und gehen auch stark in die Nacht. Wenn Sie Ihr Kind am Tag darin unterstützen, sich selbst auszuprobieren, und ihm gleichzeitig die Nähe und Sicherheit bieten, die es hierfür braucht, bildet das eine gute Grundlage für den nächtlichen Schlaf. Denn das ist eine gute Voraussetzung dafür, dass sich ein Kind auch in der Nacht weniger schnell verlassen fühlt und lernt, eigenständig wieder einzuschlafen. Oft sind Kinder, die am Tag schon sehr eigenständig sind, am Abend und in der Nacht besonders anhänglich. Zeigen Sie Ihrem Kind vor dem Einschlafen noch mal ganz deutlich, dass es geliebt wird und sich geborgen fühlen kann.
Kuschelige Schlafbegleiter.
Kuscheltuch oder -tier sind für die Kleinen oft eine große Hilfe beim Schlafen. So werden Teddy & Co. zu sogenannten Übergangsobjekten, welche die abendliche Trennung von den Eltern erleichtern und als Elternersatz Trost spenden. Auch tagsüber kann ein kuscheliger Freund ein hilfreicher Tröster sein. Es gibt aber auch Kinder, die sich überhaupt nicht für Kuscheltiere interessieren. Auch hier gilt: jedes Kind ist anders und das ist auch gut so.
Der gewohnte Schlafplatz schafft Verlässlichkeit.
Kinder schlafen einfach besser, wenn Ihnen der Schlafplatz vertraut ist und sie sich dort geborgen fühlen. Deshalb sollten Kinder, wenn möglich, immer im selben Bett schlafen und dort auch die ganze Nacht verbringen. Kinder wachen in der Nacht mehrmals auf, ist ihnen die Umgebung dann vertraut, schlafen sie meist beruhigter wieder ein. Ob Ihr Kind nun im eigenen Bettchen oder im Familienbett schläft ist dabei zweitrangig und ganz allein Ihre Entscheidung. Wie auch immer Sie es handhaben, wichtig ist, dass der Schlafplatz für Ihr Kind klar ist und die ganze Familie auch zum Schlafen kommt.
Mehr Tipps zum Thema einschlafen finden Sie auch hier: Besser einschlafen: So wird das Schlafen zur entspannten Sache.

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