Tipps & Ratschläge für eine glückliche Stillzeit.

Tipps & Ratschläge für eine glückliche Stillzeit.

Muttermilch ist das Beste für ein Baby – sie enthält alle wichtigen Nährstoffe, die das Kind für eine gesunde Entwicklung braucht und ist perfekt auf das Verdauungssystem des Babys abgestimmt. Darüber hinaus ist Stillen noch viel mehr: nämlich Liebe, körperliche Zuwendung und das wohl innigste Gefühl der Welt. Aber keine Panik, wenn das Stillen nicht gleich klappt – wir haben Ihnen hier mal einige Infos rund um einen gelungenen Stillstart und eine glückliche Stillzeit zusammengestellt.

Ein guter Stillbeginn.

Oft erfordert der Stillbeginn ein wenig Übung. Und zwar für Mama und Baby gleichermaßen. Gönnen Sie sich vor allen Dingen eins: Ruhe! Denn je entspannter Sie sind, desto besser kommt Ihre Milchbildung in Schwung und Sie und Ihr Baby können zu einem guten Still-Team zusammenwachsen. Ihr kleiner Schatz mag es am liebsten ganz gelassen: Zu viel Trubel, Besuch oder Hektik kann auch Ihr Baby schnell unruhig werden lassen und vom Trinken abhalten. Am besten Sie und Ihr Baby ziehen sich anfangs fürs Stillen an ein ruhiges Plätzchen zurück.

Das richtige Anlegen.

Nehmen Sie sich in der ersten Zeit ausreichend Zeit um Ihr Baby anzulegen und achten Sie auf eine möglichst bequeme Haltung. Wenn Sie und Ihr Baby noch in der Übungsphase sind, kann ein Stillkissen eine gute Unterstützung für die richtige Position bieten.  Halten Sie Ihr Baby mit einem Arm und greifen Sie mit der anderen Hand Ihre Brust. Nun können Sie gleichzeitig mit Daumen und Zeigefinger Ihrem Baby die Brustwarze anbieten. Achten Sie dabei darauf, dass Ihr Kind immer möglichst die gesamte Brustwarze und einen Teil des Vorhofes in den Mund nimmt, das ist für Sie angenehmer und hilft dem Baby mit dem richtigen Milchfluss. Apropos Milchfluss – gerade in der Anfangszeit kann es vorkommen, dass die Milch unwillkürlich aus der Brust tropft, hier sollten junge Mütter auf Stilleinlagen zurückgreifen, um die Milch diskret abzufangen.

Stilldauer: Wie lange soll das Baby trinken?

Die Stillmahlzeit ist für Ihr Baby wie ein 3-Gänge-Menü. Als erstes erhält das Kind eine durstlöschende, kalorienarme Milch, sozusagen die Vorspeise. Erst nach einiger Zeit kommt die nahrhafte, kalorienreiche Milch. Es gibt keine genaue Zeitangabe für die optimale Stilldauer. Am Anfang kann das bis zu 20 Minuten später nur noch 5 bis 10 Minuten dauern, bis das Baby die nahrhafte Milch bekommt. Die Nachspeise holt sich Ihr kleiner Schatz dann an der anderen Brust – ein Mix aus Anfangs- und nahrhafter Milch. Lassen Sie einfach Ihr Baby entscheiden, wann es die Stillmahlzeit beenden möchte. Sobald Sie merken, dass Ihr Baby nur noch an der Brust nuckelt ohne zu trinken, sollte es von der Brust abgenommen werden. Lassen Sie Ihrem Kind einfach die Zeit, die es braucht. Manche Babys trinken schnell und hastig, andere wiederum sind richtige kleine Genießer und lassen sich beim Trinken eben ein bisschen mehr Zeit.

Wie oft soll gestillt werden?

Da Muttermilch im Magen des Babys schnell verdaut wird, kann es sein, dass der Säugling alle zwei Stunden nach Milch verlangt. So kann es in 24 Stunden zu 8 bis 12 Mahlzeiten kommen. Neugeborene haben sogar oft alle 1,5 Stunden Hunger. Die Stillabstände können zwischen 1,5 und 6 Stunden liegen. Meist stellt sich für jedes Baby ein individueller Rhythmus ein. Die meisten Kinder trinken ca. alle 2,5 bis 4 Stunden – auch in der Nacht.

Ob Babys hungrig sind erkennt man zum Beispiel daran, dass sie die Zunge rausstrecken oder am Händchen saugen. Manche Babys machen auch durch Schmatzen auf sich aufmerksam. Generell gilt, dass es keine einheitliche Richtlinie zur Häufigkeit des Stillens gibt. Halten Sie, wenn Sie unsicher sind, Rücksprache mit Ihrer Hebamme.

Freiraum für Mamis: Muttermilch abpumpen.

So großartig das Stillen auch ist, es gibt Situationen, in denen stillende Mamis sich einfach ein bisschen Freiraum wünschen. Hier bietet das Abpumpen von Muttermilch eine gute Lösung, denn so kann auch der Papi den kleinen Schatz mal füttern. Milchpumpen sind übrigens auch praktische Helfer, um zum Beispiel einen Milchstau zu verhindern. Am besten beginnen Sie mit dem Abpumpen, wenn sich der Still-Rhythmus Ihres Babys bereits eingestellt hat.

 

So klappt´s mit dem Stillen – unsere Tipps und Ratschläge auf einen Blick

  • Versuchen Sie gleich nach der Geburt Ihr Baby anzulegen, nach einem Kaiserschnitt ebenso schnell wie möglich.
  • Verzichten Sie kurz nach der Geburt auf Schnuller und Flasche, weil diese ein ganz anderes Saugverhalten fördern können
  • Stillen Sie nach dem Milcheinschuss nur dann, wenn das Baby auch Hunger hat und nicht nur, weil die Brust spannt – sonst wird eventuell zu viel Milch produziert.
  • Achten auch Sie darauf, dass Sie viel trinken – besonders gut sind spezielle Still-Tees.
  • Achten Sie auf Ihre Ernährung und vermeiden Sie Lebensmittel und Getränke, die beim Baby zu wundem Po oder Blähungen führen können.
  • Vermeiden Sie Stress und versuchen Sie genügend zu schlafen, damit die Milchproduktion nicht gehemmt wird.
  • Durch das richtige Anlegen können wunde Brustwarzen vermieden werden
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Baby an beiden Brüsten trinkt

Halten Sie, wenn Sie unsicher sind oder Probleme haben, Rücksprache mit Ihrer Hebamme

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