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VAGANTIN® RIEMSER 50 mg

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In folgenden Packungsgrößen erhältlich

    • PZN / EAN
      10985824 / 4150109858241
    • Darreichung
      Überzogene Tabletten
    • Hersteller
      Dermapharm AG (D)

    Produktdetails & Pflichtangaben

    Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
    verschreibungspflichtiges Arzneimittel.

    Wirkstoffe

    • 50 mg Methanthelinium bromid

    Hilfsstoffe

    • Gelborange S
    • Hypromellose
    • Carnaubawachs
    • Ton, weißer
    • Siliciumdioxid, hochdisperses
    • Povidon K30
    • Magnesium stearat (pflanzlich)
    • 62 mg Saccharose
    • Maisstärke
    • Lactose-1-Wasser
    • Macrogol 6000
    • Titandioxid
    • Arabisches Gummi
    • Calciumcarbonat
    • Talkum
    • Dieses Arzneimittel gehört zur Gruppe der sogenannten Anticholinergika bzw. Vagolytika.
    • Das Arzneimittel wird angewendet bei persistenter exzessiver idiopathischer primärer Hyperhidrosis axillaris, d.h. es dient bei sonst Gesunden zur Verminderung einer fortbestehenden temperaturunabhängigen erheblich übersteigerten, das tägliche Leben stark störenden krankhaften Schweißdrüsenaktivität unter den Achseln.
    • Dieses Symptom muss mindestens seit einem Jahr bestehen und ist mit äußerlichen Behandlungen nicht ausreichend zu kontrollieren.
    • Das Arzneimittel wird angewendet bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren.
    Gegenanzeigen
    • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
      • wenn Sie allergisch gegen Methantheliniumbromid oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
      • wenn bei Ihnen mechanische Verengungen des Magen-Darm-Traktes, schwere chronische entzündliche Darmerkrankungen oder eine schwerwiegende Erkrankung des Dickdarms (toxisches Megakolon) vorliegen,
      • wenn Sie an Harnverhalten wegen einer Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostata) oder wegen anderer Verengungen der Harnröhre leiden,
      • wenn Sie an grünem Star (Engwinkelglaukom) leiden,
      • wenn bei Ihnen Herzrhythmusstörungen mit Beschleunigung des Herzschlages auftreten,
      • wenn Sie Patient mit krankhafter Muskelschwäche (Myasthenia gravis) sind.
    • Kinder unter 12 Jahren dürfen das Arzneimittel nicht einnehmen.
    • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
    • Dosierung
      • Die empfohlene Einzeldosis beträgt eine Tablette, die Einnahme erfolgt situationsbedingt (z.B. bei psychischem Stress oder Prüfungsangst). Nach der Einnahme einer überzogenen Tablette tritt die Hauptwirkung in der Regel nach zwei Stunden auf, wobei mit einer Wirkungsdauer von etwa 6 Stunden zu rechnen ist.
      • Wenn Sie einen täglichen Zeitraum von ca. 18 Stunden, etwa von 6 bis 24 Uhr, für ihre täglichen Aktivitäten benötigen, können Sie die Einnahme auf maximal 3-mal täglich steigern (eine überzogene Tablette im Abstand von 6 Stunden; max. 150 mg Methanteliniumbromid pro Tag). Treten dabei zu starke Mundtrockenheit oder andere Nebenwirkungen auf, versuchen Sie zunächst, die Tagesdosis von 3 auf 2 überzogenen Tabletten zu reduzieren, indem Sie auf die dritte (abendliche) Einnahme verzichten.

     

    • Dauer der Anwendung
      • Die Dauer der Einnahme wird von Ihrem Arzt festgelegt und richtet sich nach dem klinischen Bild.
      • Zu einer Anwendungsdauer von mehr als 4 Wochen liegen keine Daten vor.


    • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
      • Vergiftungserscheinungen beim Menschen sind bisher nicht bekannt geworden.
      • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten, können Störungen des vegetativen Nervensystems, wie Sehstörungen, beschleunigter Herzschlag, Mundtrockenheit und Hautrötungen auftreten.
      • Stellen Sie sich in diesem Falle bitte Ihrem Arzt vor. Dieser kann die Störungen behandeln.

     

    • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
      • Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Fahren Sie mit der Einnahme wie oben beschrieben fort.

     

    • Wenn Sie die Einnahme abbrechen
      • Es sind keine besonderen Risiken zu erwarten.

     

    • Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
    Nebenwirkungen
    • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
    • Bei der Behandlung mit diesem Arzneimittel kann es zu sogenannten anticholinergen Nebenwirkungen kommen. Diese treten wegen der Wirkungsweise an speziellen Übertragungsstellen von Nervenimpulsen in verschiedenen Organen auf. Diese Nebenwirkungen sind nur vorübergehend und klingen nach Absetzen des Präparates wieder ab.
      • Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):
        • Mundtrockenheit
      • Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
        • Sehstörungen, besonders durch gestörte Nah- und Ferneinstellung der Augen (gilt vorwiegend für Patienten, die weitsichtig sind und nicht ausreichend korrigiert werden)
        • Störungen der Harnentleerung (Miktionsstörungen), Restharnbildung
        • trockene Schleimhaut (Auge, Nase, Vagina)
        • Heiserkeit
        • Nasen-Rachen-Entzündung
        • Halsschmerzen
      • Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
        • Störungen des Magen-Darm-Traktes, wie z.B. Bauchschmerzen
      • Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
        • schneller Herzschlag (Tachykardie)
        • erweiterte Pupillen (Mydriasis)
        • Reaktionen an der Haut, wie z.B. Hautrötung, Juckreiz, Nesselsucht, Schuppung der Haut, Hautausschlag, exfoliative Dermatitis
        • allergische Dermatitis
        • Erbrechen
        • Hinweise zu ggf. enthaltenen Hilfsstoffen und damit verbundenen Risiken, siehe Gebrauchsinformation.
    • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
    Patientenhinweise
    VAGANTIN® RIEMSER 50 mg
    Diese Tablette ist nicht teilbar.
    VAGANTIN® RIEMSER 50 mg
    Bitte schützen Sie das Arzneimittel vor hohen Temperaturen und direkter Sonneneinstrahlung.
    VAGANTIN® RIEMSER 50 mg
    Dieses Arzneimittel ist vor den Mahlzeiten einzunehmen, sofern nicht anders vom Arzt verordnet.
    VAGANTIN® RIEMSER 50 mg
    Von einer Anwendung in der Stillzeit wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
    VAGANTIN® RIEMSER 50 mg
    Wenden Sie sich an Ihren Frauenarzt, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
    VAGANTIN® RIEMSER 50 mg
    Dieses Arzneimittel kann das Reaktionsvermögen beeinträchtigen. Achtung im Straßenverkehr oder beim Bedienen von Maschinen.
    • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
      • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Präparat einnehmen, wenn bei Ihnen
        • eine eingeschränkte Nierenfunktion vorliegt und/oder
        • eine vorbestehende Lebererkrankung bekannt ist.
      • Patienten, die aufgrund einer Krankheit (z.B. Diabetes, Hyperthyreose, Fettleibigkeit) stark schwitzen (sekundäre Hyperhidrose), sind zur Behandlung nicht geeignet, da die Behandlung dieser speziellen Erkrankung hierzu notwendig ist.
      • Unter der Therapie kann es zu einer verminderten Bildung von Tränenflüssigkeit kommen, was das Tragen von Kontaktlinsen beeinträchtigen kann.
      • Durch das Auftreten von Mundtrockenheit unter der Therapie mit diesem Präparat kann das Risiko für das Entstehen von Schäden der Zahnsubstanz erhöht sein.
      • Kinder und Jugendliche
        • Bei Anwendung des Präparates bei Jugendlichen ab 12 Jahren ist Vorsicht geboten, da keine ausreichenden Daten vorhanden sind.
      • Warnhinweise zu ggf. enthaltenen Hilfstoffen finden Sie in der Gebrauchsinformation.

     

    • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
      • Wie andere Anticholinergika kann das Präparat Akkommodationsstörungen mit verschwommenem Sehen verursachen. Patienten, die dieses Präparat einnehmen, sollten das Steuern eines Fahrzeugs oder das Bedienen von gefährlichen Maschinen bis 6 Stunden nach der letzten Einnahme vermeiden.
    • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
    • Schwangerschaft
      • Es liegen keine hinreichenden Daten für die Anwendung von Methantheliniumbromid bei Schwangeren vor. Ebenso ist nicht untersucht, ob der Wirkstoff das ungeborene Kind im Mutterleib erreicht. Die Einnahme des Präparates sollte in der Schwangerschaft daher nur nach strengster Nutzen-Risiko-Abwägung durch den behandelnden Arzt erfolgen.
    • Stillzeit
      • Es ist nicht bekannt, ob Methantheliniumbromid in die Muttermilch übergeht. Arzneimittel wie dieses können die Milchabgabe (Laktation) vermindern. Die Einnahme sollte in der Stillzeit daher nur nach strengster Nutzen-Risiko-Abwägung durch den behandelnden Arzt erfolgen.
    • Fortpflanzungsfähigkeit
      • Es liegen keine Daten zur Beeinflussung der Zeugungsfähigkeit für dieses Präparat beim Menschen vor.
    • Nehmen Sie die Tablette 15 - 30 Minuten vor einer Mahlzeit unzerkaut und mit ausreichend Flüssigkeit (vorzugsweise ein ca. 250 ml großes Glas Wasser) ein.
    • Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
      • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen.
      • Die Aufnahme gleichzeitig verabreichter Medikamente kann verzögert oder verstärkt werden, da das Arzneimittel die Bewegungen im Magen-Darm-Trakt vermindert.
      • Nebenwirkungen können verstärkt auftreten, wenn das Präparat gleichzeitig mit folgenden anderen Arzneimitteln angewendet wird:
        • trizyklische Antidepressiva (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen)
        • Antihistaminika (Arzneimittel zur Behandlung von Allergien)
        • Amantadin (Arzneimittel zur Behandlung von Parkinson und von Grippe)
        • Chinidin (Arzneimittel u. a. zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen)
        • Disopyramid (Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen)
        • Arzneimittel, die zur gleichen Gruppe wie dieses gehören (Anticholinergika).
        • Bitte fragen Sie Ihren Arzt, ob Ihr Medikament zu dieser Gruppe gehört.
      • Das Arzneimittel kann auch die Wirkung von Medikamenten erhöhen, die den Herzschlag beschleunigen (ß-Sympathikomimetika).
    Rezeptpflichtige Medikamente dürfen nur gegen Vorlage eines Originalrezepts abgegeben werden. Scannen Sie dafür einfach Ihr E-Rezept oder schicken Sie uns Ihr herkömmliches Rezept per Post zu.

    Was passiert eigentlich mit meinem Rezept?

    Damit Sie einen Einblick in unsere tägliche Arbeit bekommen und sehen können, was alles mit Ihrem Original-Rezept geschieht, haben wir ein Video mit allen relevanten Informationen produziert.