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LISVY

LISVY
PZN: 11222175
Menge: 3 St
Darreichung: Pflaster transdermal
Marke:
Hersteller: Gedeon Richter Pharma GmbH
außer Handel
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Produktdetails 

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Weitere Produktinformationen

Wirkstoffe
  • 2.1 mg Gestoden
  • 0.06 mg Gestoden
  • 0.55 mg Ethinylestradiol
  • 0.01 mg Ethinylestradiol
Indikation/Anwendung
  • Das Präparat ist ein Pflaster zur Empfängnisverhütung (Kontrazeptivum).
  • Jedes Pflaster enthält zwei verschiedene weibliche Geschlechtshormone, nämlich Gestoden und Ethinylestradiol, die über einen Zeitraum von 7 Tagen kontinuierlich in kleinen Mengen abgegeben werden.
  • Da das Präparat eine Kombination aus zwei Hormonen enthält, gehört es zur Gruppe der „kombinierten hormonalen Kontrazeptiva".
Dosierung
  • Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Das Arzneimittel verhindert, dass Sie schwanger werden, indem es Hormone über Ihre Haut in Ihren Körper bringt. Das Pflaster muss fest auf der Haut kleben, um seine Funktion richtig erfüllen zu können.
  • Die Wirksamkeit des Arzneimittels hängt davon ab, wie genau Sie die Anweisungen zur Anwendung des Pflasters befolgen. Je genauer Sie diese Anweisungen befolgen, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie schwanger werden.
  • Wenden Sie deshalb das Arzneimittel immer genauso an wie es hier beschrieben wird. Wenn Sie sich nicht an diese Anweisungen halten, erhöhen Sie Ihr Risiko für eine Schwangerschaft.
  • Wenn Sie mit der Anwendung des Arzneimittels das erste Mal beginnen
    • Notieren Sie sich den Tag der Woche, an dem Sie Ihr erstes Pflaster anwenden. Dieser Wochentag wird zu Ihrem wöchentlichen „Pflasterwechseltag" (siehe Abschnitt „Pflasterwechseltag" unten in diesem Abschnitt).
    • Befolgen Sie die Regeln für den Beginn oder die Umstellung auf dieses Arzneimittel, indem Sie die Verhütungsmethode, die im Vormonat verwendet wurde, in der linken Spalte der folgenden Tabelle auswählen:
      • Regeln für den Beginn oder die Umstellung auf dieses Arzneimittel
        • Verhütungsmethode, die im Vormonat verwendet wurde: Keine hormonale Empfängnisverhütung
          • Beginnen Sie mit mit der Anwendung dieses Arzneimittels am ersten Tag Ihres Zyklus (Tag 1 Ihrer Monatsblutung). Die Wirkung des Arzneimittels setzt sofort ein und es ist nicht notwendig, eine zusätzliche Verhütungsmethode anzuwenden.
          • Sie können auch erst am 2. bis 5. Tag Ihrer Monatsblutung mit dem ersten Pflaster beginnen. Allerdings müssen Sie in diesem Fall während der ersten 7 Tage der Anwendung dieses Arzneimittels eine zusätzliche Verhütungsmethode anwenden (z. B. Kondom).
        • Verhütungsmethode, die im Vormonat verwendet wurde: Kombinierte hormonale Empfängnisverhütung: „Pille"
          • Es wird empfohlen, die Anwendung dieses Arzneimittels am Tag nachdem Sie die letzte wirkstoffhaltige Tablette Ihrer Pillenpackung eingenommen haben, zu beginnen. Das bedeutet, Sie machen keine tablettenfreie Einnahmepause. Wenn Ihre Pillenpackung auch hormonfreie Tabletten enthält, können Sie mit dem Arzneimittel nach der Einnahme der letzten wirkstoffhaltigen Tablette beginnen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche dies ist, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
          • Sie können auch später beginnen, aber niemals später als am ersten Tag nach dem Ende der Einnahmepause Ihrer Pille (oder am ersten Tag nach der letzten hormonfreien Tablette Ihrer Pille).
        • Verhütungsmethode, die im Vormonat verwendet wurde: Kombinierter empfängnisverhütender Vaginalring
          • Beginnen Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels am Tag der Entfernung des letzten Vaginalringes einer Zykluspackung, spätestens aber am Tag, an dem die nächste Anwendung fällig gewesen wäre.
        • Verhütungsmethode, die im Vormonat verwendet wurde: Kombiniertes empfängnisverhütendes Pflaster
          • Beginnen Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels am Tag der Entfernung des letzten Pflasters einer Zykluspackung, spätestens aber am Tag, an dem die nächste Anwendung fällig gewesen wäre.
        • Verhütungsmethode, die im Vormonat verwendet wurde: Pille, die nur ein Hormon (Gelbkörperhormon/Gestagen) enthält (sog. „Minipille")
          • Die Umstellung auf ieses Arzneimittel kann an jedem beliebigen Tag ohne Pause erfolgen.
          • Sie müssen während der 7 Tage, an denen das erste Pflaster getragen wird, eine zusätzliche Verhütungsmethode (z. B. Kondom) anwenden.
        • Verhütungsmethode, die im Vormonat verwendet wurde: Implantat, das nur ein Hormon (Gelbkörperhormon/Gestagen) enthält
          • Beginnen Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels am Tag der Entfernung.
          • Sie müssen während der 7 Tage, an denen das erste Pflaster getragen wird, eine zusätzliche Verhütungsmethode (z. B. Kondom) anwenden.
        • Verhütungsmethode, die im Vormonat verwendet wurde: Gelbkörperhormon/Gestagen-freisetzendes Intrauterinpessar („Spirale")
          • Beginnen Sie mit der Anwendung des Arzneimittels am Tag der Entfernung.
          • Sie müssen während der 7 Tage, an denen das erste Pflaster getragen wird, eine zusätzliche Verhütungsmethode (z. B. Kondom) anwenden.
        • Verhütungsmethode, die im Vormonat verwendet wurde: Injektionspräparat, das nur ein Hormon (Gelbkörperhormon/Gestagen) enthält
          • Beginnen Sie mit der Anwendung des Arzneimittels am Tag, an dem normalerweise die nächste Injektion erfolgen müsste.
          • Sie müssen während der 7 Tage, an denen das erste Pflaster getragen wird, eine zusätzliche Verhütungsmethode (z. B. Kondom) anwenden.
    • Nach einer Fehlgeburt oder Abtreibung
      • Befolgen Sie den Rat Ihres Arztes.
    • Wenn Sie ein Kind bekommen haben
      • Wenn Sie gerade ein Kind bekommen haben, wird Ihr Arzt Ihnen raten, bis nach Ihrer ersten normalen Periode zu warten, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen. Manchmal kann früher begonnen werden. Ihr Arzt wird Sie beraten.
      • Wenn Sie nach der Geburt vor Beginn der Anwendung des Arzneimittels Geschlechtsverkehr hatten, sollten Sie sicher sein, dass Sie nicht schwanger sind oder Ihre nächste Monatsblutung abwarten, bevor Sie das Pflaster anwenden.
      • Wenn Sie nach der Geburt des Kindes stillen und mit der Anwendung des Arzneimittels beginnen wollen, besprechen Sie dies zuerst mit Ihrem Arzt.
      • Wenn Sie sich nicht sicher sind, fragen Sie Ihren Arzt, wann Sie mit der Anwendung des Arzneimittels beginnen können.
  • Hinweise zur weiteren Anwendung
    • Jedes Pflaster sollte wie folgt angewendet werden: Drei Pflaster, jeweils für 1 Woche angewendet, und das 7-tägige pflasterfreie Intervall ergeben einen Zyklus von 4 Wochen.
    • Sie dürfen unter keinen Umständen länger als 7 Tage in Folge kein Pflaster tragen.
    • Wenn Sie mehr als 7 Tage kein Pflaster tragen, sind Sie möglicherweise nicht vor einer Schwangerschaft geschützt.
    • Wenn Sie während eines solchen verlängerten pflasterfreien Intervalls Geschlechtsverkehr hatten, können Sie vielleicht schon schwanger geworden sein. Benutzen Sie eine zusätzliche Verhütungsmethode, wie z. B. Kondome.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge angewendet haben, als Sie sollten
    • Es ist unwahrscheinlich, dass das Arzneimittel zu einer Überdosierung führt, da das Pflaster eine gleichmäßige Menge an Hormonen abgibt. Verwenden Sie nie mehr als ein Pflaster gleichzeitig. Es wurde über keine schweren Nebenwirkungen berichtet, wenn hohe Dosen von hormonalen Kontrazeptiva versehentlich eingenommen wurden.
    • Bei einer Überdosierung durch gleichzeitige Verwendung von mehreren Pflastern kann es zu Übelkeit und Erbrechen kommen.
    • Bei jungen Mädchen kann es zu Blutungen aus der Scheide kommen. Im Fall einer Überdosierung wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

 

  • Wenn Sie die Anwendung vergessen haben
    • Was Sie bei abgelösten, vergessenen oder nicht ersetzten Pflastern tun müssen:
      • Wenn sich ein Pflaster teilweise oder ganz abgelöst hat
        • weniger als 1 Tag (bis zu 24 Stunden):
          • Versuchen Sie, das Pflaster wieder an derselben Stelle festzukleben oder ersetzen Sie es sofort durch ein neues Pflaster. Es ist keine zusätzliche Verhütungsmethode erforderlich. Der „Pflasterwechseltag" ändert sich nicht.
        • mehr als 1 Tag (24 Stunden oder länger) oder wenn Sie nicht wissen, wann sich das Pflaster gelöst hat:
          • Sie sind möglicherweise nicht vor einer Schwangerschaft geschützt. Beenden Sie den aktuellen Verhütungszyklus und beginnen Sie sofort einen neuen Zyklus durch Aufkleben eines neuen Pflasters. Sie haben nun einen neuen „Tag 1" und einen neuen „Pflasterwechseltag". In der ersten Woche des neuen Zyklus müssen Sie eine zusätzliche Verhütungsmethode anwenden, z. B. Kondom, Spermizide oder Diaphragma. Ein Pflaster sollte nicht wieder aufgeklebt werden, wenn es nicht mehr richtig haftet, wenn es an sich selbst oder an einer anderen Fläche klebt, anderes Material an ihm klebt oder wenn es sich bereits früher gelockert hat oder abgefallen ist. Wenden Sie sofort ein neues Pflaster an, wenn ein Pflaster nicht wieder angeklebt werden kann. Verwenden Sie keine anderen Klebstoffen oder Verbände um das Arzneimittel zu fixieren.
      • Wenn Sie den Pflasterwechsel vergessen haben
        • zu Beginn eines beliebigen Pflaster-Zyklus (Woche 1/Tag 1):
          • Sie sind möglicherweise nicht vor einer Schwangerschaft geschützt. Sie sollten das erste Pflaster Ihres neuen Zyklus aufkleben, sobald Sie sich daran erinnern. Sie haben nun einen neuen „Pflasterwechseltag" und einen neuen „Tag 1". In der ersten Woche des neuen Zyklus müssen Sie eine zusätzliche Verhütungsmethode anwenden, z. B. Kondom, Spermizide oder Diaphragma.
        • in der Mitte eines Pflaster-Zyklus (Woche 2/Tag 8 oder Woche 3/Tag 15):
          • wenn Sie 1 oder 2 Tage (bis zu 48 Stunden) zu spät sind, kleben Sie sofort ein neues Pflaster auf. Kleben Sie das nächste Pflaster am gewohnten „Pflasterwechseltag" auf. Es ist keine zusätzliche Verhütungsmethode erforderlich.
          • Wenn Sie mehr als 2 Tage (48 Stunden oder länger) zu spät sind, sind Sie möglicherweise nicht vor einer Schwangerschaft geschützt. Beenden Sie den aktuellen Verhütungszyklus und beginnen Sie sofort einen neuen Zyklus von 4 Wochen durch Aufkleben eines neuen Pflasters. Sie haben nun einen neuen „Pflasterwechseltag" und einen neuen „Tag 1". Eine Woche lang sind zusätzliche Verhütungsmethoden erforderlich.
        • am Ende des Pflaster-Zyklus (Woche 4/Tag 22):
          • Wenn Sie vergessen haben, das Pflaster zu entfernen, sollten Sie dies nachholen, sobald Sie sich daran erinnern (spätestens bis Tag 28). Beginnen Sie den nächsten Zyklus durch Aufkleben eines neuen Pflasters am gewohnten „Pflasterwechseltag", dies ist der Tag nach Tag 28. Es ist keine zusätzliche Verhütungsmethode erforderlich.
    • Die Konsequenzen abgelöster, vergessener oder nicht ersetzter Pflaster und was Sie tun müssen, ist in der unten stehenden Tabelle angegeben:
      • Pflaster abgelöst
        • < 24 Stunden
          • Wirksamkeit der Kontrazeption nicht beeinträchtigt
          • Erforderliche Maßnahmena
            • Sofort neues Pflaster aufkleben
            • Keine zusätzlichen Verhütungsmethoden erforderlich
            • „Pflasterwechseltag" unverändert
        • > 24 Stunden
          • Wirksamkeit der Kontrazeption beeinträchtigt
            • Erforderliche Maßnahmena
              • Sofort durch Aufkleben eines neuen Pflasters neuen Zyklus von 4 Wochen beginnen
              • In den nächsten 7 Tagen zusätzliche Verhütungsmethodenb anwenden
              • Neuen „Pflasterwechseltag" notieren
      • Pflaster nicht rechtzeitig ersetzta
        • 1. Pflaster (Woche 1, Tag 1) nicht rechtzeitig aufgeklebt
          • 1. Pflaster nicht am „Pflasterwechseltag" aufgeklebt
            • Wirksamkeit der Kontrazeption beeinträchtigt
              • Erforderliche Maßnahmena
                • Sofort durch Aufkleben eines neuen Pflasters neuen Zyklus von 4 Wochen beginnen
                • In den nächsten 7 Tagen zusätzliche Verhütungsmethodenb anwenden
                • Neuen „Pflasterwechseltag" notieren
        • 1. oder 2. Pflaster (Woche 1/2 oder 2/3) nicht rechtzeitig ersetzt
          • < 48 Stunden
            • Wirksamkeit der Kontrazeption nicht beeinträchtigt
              • Erforderliche Maßnahmena
                • Sofort neues Pflaster aufkleben
                • Keine zusätzlichen Verhütungsmethodenb erforderlich
                • „Pflasterwechseltag" unverändert
          • > 48 Stunden
            • Wirksamkeit der Kontrazeption beeinträchtigt
              • Erforderliche Maßnahmena
                • Sofort durch Aufkleben eines neuen Pflasters neuen Zyklus von 4 Wochen beginnen
                • In den nächsten 7 Tagen zusätzliche Verhütungsmethodenb anwenden
                • Neuen „Pflasterwechseltag" notieren
        • 3. Pflaster (Woche 3/4) nicht rechtzeitig entfernt
          • Wirksamkeit der Kontrazeption nicht beeinträchtigtc
            • Erforderliche Maßnahmena
              • Pflaster entfernen
              • Nächsten Zyklus von 4 Wochen am gewohnten „Pflasterwechseltag" beginnen
      • a Gilt für alle Zyklen.
      • b Zusätzliche Verhütungsmethoden bedeutet die zusätzliche Anwendung einer beliebigen nicht-hormonalen Verhütungsmethode mit Ausnahme der Kalendermethode nach Knaus-Ogino und der Temperaturmethode.
      • c Vorausgesetzt, dass das 3. Pflaster spätestens am regulären Tag 1 des neuen Pflaster-Zyklus durch ein neues Pflaster ersetzt wurde.
    • Veranlassen Sie die Verschreibung der nächsten Packung rechtzeitig, insbesondere vor der Verwendung des letzten Pflasters der Packung, um sicherzustellen, dass Sie noch Pflaster vorrätig haben.

 

  • Was Sie im Falle einer Hautreizung tun sollen
    • Sollte das Pflaster eine unangenehme Hautreizung an der Klebestelle verursachen, sollten Sie es abnehmen und ein neues Pflaster an einer anderen Stelle aufkleben. Das neue Pflaster wird bis zum nächsten planmäßigen „Pflasterwechseltag" getragen.

 

  • Wenn Sie Ihren „Pflasterwechseltag" auf einen anderen Tag verlegen wollen
    • Wenn Sie Ihren „Pflasterwechseltag" verlegen möchten, sollte der aktuelle Zyklus beendet und das dritte Pflaster am richtigen Tag entfernt werden. Während der pflasterfreien Woche können Sie durch Aufkleben eines neuen Pflasters an einem früheren (niemals späteren) Tag den „Pflasterwechseltag" auf den gewünschten Wochentag vorverlegen. Auf keinen Fall dürfen Sie länger als 7 Tage kein Pflaster tragen.

 

  • Was müssen Sie beachten, wenn Sie an Erbrechen oder schwerem Durchfall leiden?
    • Die Hormonmenge, die Sie durch Anwendung dieses Arzneimittels erhalten, wird nicht durch Erbrechen oder Durchfall beeinflusst.

 

  • Wenn Sie die Anwendung abbrechen
    • Sie können die Anwendung dieses Arzneimittel jederzeit beenden. Wenn Sie nicht schwanger werden wollen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über andere sichere Verhütungsmethoden. Wenn Sie schwanger werden möchten, beenden Sie die Anwendung von Lisvy und warten Ihre Monatsblutung ab, bevor Sie versuchen, schwanger zu werden. So können Sie das Datum der voraussichtlichen Entbindung einfacher berechnen.
    • Sie können unregelmäßige, wenige oder keine Monatsblutungen bekommen, wenn Sie die Anwendung dieses Arzneimittels beenden, besonders, wenn Ihre Periode bereits vor der Anwendung dieses Arzneimittels unregelmäßig war.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.


 

 

Art und Weise
  • Das Pflaster muss fest auf der Haut kleben, um seine Funktion richtig erfüllen zu können.
  • Die Wirksamkeit des Arzneimittels hängt davon ab, wie genau Sie die Anweisungen zur Anwendung des Pflasters befolgen. Je genauer Sie diese Anweisungen befolgen, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie schwanger werden.
  • Wenden Sie deshalb das Arzneimittel immer genauso an wie es hier beschrieben wird. Wenn Sie sich nicht an diese Anweisungen halten, erhöhen Sie Ihr Risiko für eine Schwangerschaft.
  • Notieren Sie sich den Tag der Woche, an dem Sie Ihr erstes Pflaster anwenden. Dieser Wochentag wird zu Ihrem wöchentlichen „Pflasterwechseltag" (siehe Abschnitt „Pflasterwechseltag" unten in diesem Abschnitt).
  • Wo das Pflaster aufgeklebt wird
    • Das Pflaster soll nur auf eine der folgenden Stellen aufgeklebt werden: Bauch, Gesäß oder Außenseite der Oberarme, an einer Stelle, wo das Pflaster nicht durch enganliegende Kleidung weggerieben werden kann. Zum Beispiel sollte das Arzneimittel nicht unter dem Bund Ihrer Kleidung aufgeklebt werden.
    • Stellen Sie sicher, dass die Anwendungsstelle Ihrer Haut intakt, gesund, sauber, trocken und vorzugsweise unbehaart ist. Das Pflaster darf nicht auf die Brüste, auf durch eine Schnittwunde verletzte, gerötete oder gereizte Haut oder auf dieselbe Stelle wie bei der letzten Anwendung geklebt werden.
    • Verwenden Sie keine Lotionen, Cremes, Öle, Puder, Make-ups oder andere Produkte auf der Hautstelle, auf die das Pflaster aufgeklebt ist bzw. aufgeklebt werden soll. Sonst klebt das Pflaster möglicherweise nicht mehr richtig oder es kann sich Ablösen.
    • Wechseln Sie die Stelle, an der Sie das Pflaster aufkleben, indem Sie verschiedene Bereiche derselben Anwendungsstelle benutzen. Beispielsweise können Sie von der linken zur rechten Seite des Bauches oder von links nach rechts am Gesäß oder Oberarm wechseln.
    • Sie können auch jede Woche eine andere Anwendungsstelle benutzen (z. B. eine Woche den äußeren Oberarm, in der nächsten Woche den Bauch).
  • Kontrollieren Sie das Pflaster täglich, um sicherzustellen, dass es richtig auf Ihrer Haut klebt.
  • Bitte beachten Sie
    • Tragen Sie jeweils nur ein Pflaster.
    • Wenn Ihr Pflaster richtig aufgeklebt ist, können Sie damit wie gewohnt baden oder duschen.
    • Es gibt keine Einschränkungen bezüglich Schwimmen, Besuch einer Sauna oder körperlicher Anstrengung, solange das Pflaster richtig aufgeklebt bleibt.
    • Das transparente Pflaster hat einen UV/Sonnenschutz, sodass es der Sonne ausgesetzt werden kann und nicht durch Kleidung bedeckt werden muss.
  • Hinweise zur weiteren Anwendung
    • Jedes Pflaster sollte wie folgt angewendet werden: Drei Pflaster, jeweils für 1 Woche angewendet, und das 7-tägige pflasterfreie Intervall ergeben einen Zyklus von 4 Wochen.
      • Wenden Sie ein neues Pflaster immer am selben Wochentag, dem sog. „Pflasterwechseltag", über den Zeitraum von drei aufeinanderfolgenden Wochen an (siehe Abschnitt „Pflasterwechseltag" unten in diesem Abschnitt).
      • Stellen Sie sicher, dass Sie Ihr altes Pflaster entfernt haben, bevor Sie das neue Pflaster anwenden, denn es darf jeweils nur ein Pflaster getragen werden.
      • Stellen Sie sicher, dass Sie eine andere Stelle für das neue Pflaster verwenden.
      • Tragen Sie während der 4. Woche kein Pflaster. Stellen Sie sicher, dass Sie Ihr altes Pflaster entfernt haben. Ihre Monatsblutung sollte während dieser Woche einsetzen. Falls Ihre Monatsblutung nicht einsetzt, lesen Sie Kategorie "Patientenhinweis" unter „Was tun, wenn die Blutung ausbleibt". Bezüglich des genauen Zeitplans für das Aufkleben/Entfernen des Pflasters, beachten Sie den Abschnitt „Pflasterwechseltag" unten in diesem Abschnitt.
      • Am Tag nach dem Ende der 4. Woche beginnen Sie am selben Wochentag („Pflasterwechseltag") durch Aufkleben eines neuen Pflasters einen neuen Zyklus von 4 Wochen, unabhängig davon, ob Ihre Monatsblutung anhält oder beendet ist.
      • Wiederholen Sie dieselben Schritte alle 4 Wochen.
  • Pflasterwechseltag
    • Kleben Sie jedes neue Pflaster am selben Tag der Woche auf. Dieser Tag ist Ihr „Pflasterwechseltag". Wenn beispielsweise das erste Pflaster an einem Sonntag aufgeklebt wird, müssen alle weiteren Pflaster ebenfalls an einem Sonntag aufgeklebt werden. Tragen Sie immer nur 1 Pflaster gleichzeitig.
      • 1. Pflaster Woche 1 (Zyklustag 1): Aufkleben des 1. Pflasters
      • 2. Pflaster Woche 2 (Zyklustag 8): Entfernen des 1. Pflasters und unmittelbar danach Aufkleben des 2. Pflasters
      • 3. Pflaster Woche 3 (Zyklustag 15): Entfernen des 2. Pflasters und unmittelbar danach Aufkleben des 3. Pflasters
      • Kein Pflaster Woche 4 (Zyklustag 22): Entfernen des 3. Pflasters, kein Pflaster an den Zyklustagen 22 - 28!
    • Sie können Ihr Pflaster zu jeder Tageszeit am „Pflasterwechseltag" wechseln.
    • Beginnen Sie Ihren nächsten Zyklus am selben „Pflasterwechseltag" am Ende des 7-tägigen pflasterfreien Intervalls (Tage 22 - 28).
  • Pflasterfreie Tage
    • Tragen Sie während der 4. Woche (von Zyklustag 22 - 28) kein Pflaster.
    • Sie dürfen unter keinen Umständen länger als 7 Tage in Folge kein Pflaster tragen.
    • Wenn Sie mehr als 7 Tage kein Pflaster tragen, sind Sie möglicherweise nicht vor einer Schwangerschaft geschützt.
    • Wenn Sie während eines solchen verlängerten pflasterfreien Intervalls Geschlechtsverkehr hatten, können Sie vielleicht schon schwanger geworden sein. Benutzen Sie eine zusätzliche Verhütungsmethode, wie z. B. Kondome.
  • Weitere Informationen siehe Gebrauchsinformation.

 

Nebenwirkungen
  • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Wenn Sie Nebenwirkungen bekommen, insbesondere wenn diese schwerwiegend und anhaltend sind oder wenn sich Ihr Gesundheitszustand verändert und Sie dieses auf Lisvy zurückführen, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt.
  • Alle Frauen, die kombinierte hormonale Kontrazeptiva anwenden, haben ein erhöhtes Risiko für Blutgerinnsel in den Venen (venöse Thromboembolie [VTE]) oder Arterien (arterielle Thromboembolie [ATE]). Weitere Einzelheiten zu den verschiedenen Risiken im Zusammenhang mit der Anwendung kombinierter hormonaler Kontrazeptiva siehe Kategorie "Patientenhinweis" unter „Was sollten Sie vor der Anwendung beachten?".
  • Schwerwiegende Nebenwirkungen
    • Bezüglich Nebenwirkungen einschließlich schwerwiegender Reaktionen im Zusammenhang mit der Anwendung von kombinierten hormonalen Kontrazeptiva siehe Kategorie "Patientenhinweis" unter „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen", „Blutgerinnsel" und „Kombinierte hormonale Kontrazeptiva und Krebs" und Kategorie "Kontraindikation". Bitte lesen Sie sich diese Abschnitte sorgfältig durch und wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt, wenn etwas davon auf Sie zutrifft.
  • Folgende Nebenwirkungen wurden bei Anwenderinnen dieses Arzneimittel beobachtet:
    • Sehr häufig: (betrifft mehr als 1 Anwenderin von 10)
      • Hautreaktionen an der Anwendungsstelle
    • Häufig: (betrifft bis zu 1 Anwenderin von 10)
      • Stimmungsschwankungen
      • Migräne
      • Übelkeit
      • Blutungen aus dem Genitaltrakt
      • Brustschmerzen
    • Gelegentlich: (betrifft bis zu 1 Anwenderin von 100)
      • Depression/depressive Verstimmung
      • Abnahme und Verlust des sexuellen Verlangens (Libido)
    • Selten: (betrifft bis zu 1 Anwenderin von 1.000)
      • Gesundheitsschädliche Blutgerinnsel in einer Vene oder Arterie
  • Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
    • Nebenwirkungen mit sehr geringer Häufigkeit oder mit verzögertem Einsetzen von Symptomen, die in Zusammenhang mit der Gruppe der kombinierten hormonalen Kontrazeptiva gesehen werden, sind nachfolgend aufgelistet:
      • Blutgerinnsel
        • Gesundheitsschädliche Blutgerinnsel in einer Vene oder Arterie, zum Beispiel:
          • in einem Bein oder Fuß (d. h. TVT)
          • in einer Lunge (d. h. LE)
          • Herzinfarkt
          • Schlaganfall
          • Mini-Schlaganfall oder vorübergehende, einem Schlaganfall ähnelnde Symptome, die als transitorische ischämische Attacke (TIA) bezeichnet werden
          • Blutgerinnsel in der Leber, dem Magen/Darm, den Nieren oder dem Auge.
        • Die Wahrscheinlichkeit für ein Blutgerinnsel kann erhöht sein, wenn Sie an einer anderen Erkrankung leiden, die dieses Risiko erhöht (weitere Informationen zu den Erkrankungen, die das Risiko für ein Blutgerinnsel erhöhen und die Symptome eines Blutgerinnsels siehe Kategorie "Patientenhinweis").
      • Tumoren
        • Die Diagnosehäufigkeit von Brustkrebs unter Anwenderinnen von kombinierten hormonalen Kontrazeptiva ist geringfügig erhöht. Da bei Frauen unter 40 Jahren Brustkrebs selten auftritt, ist das zusätzliche Risiko im Verhältnis zum Gesamtrisiko, an Brustkrebs zu erkranken, gering. Ein Zusammenhang mit der Anwendung von kombinierten hormonalen Kontrazeptiva ist nicht bekannt.
        • Lebertumoren (benigne und maligne).
      • Sonstige Erkrankungen
        • Hauterkrankung, gekennzeichnet durch Ausschlag mit rötlichen und geschwollenen Flecken (Erythema multiforme)
        • Hauterkrankung, gekennzeichnet durch schmerzhafte, rötliche Hautknötchen (Erythema nodosum)
        • Erhöhte Blutfettspiegel (Hypertriglyceridämie verbunden mit einem erhöhten Risiko für eine Pankreatitis [Entzündung der Bauchspeicheldrüse]) bei der Anwendung von kombinierten hormonalen Kontrazeptiva)
        • Hoher Blutdruck
        • Auftreten oder Verschlechterung von Erkrankungen, für die ein Zusammenhang mit der Einnahme von kombinierten hormonalen Kontrazeptiva nicht eindeutig nachgewiesen ist: Gelbsucht und/oder Juckreiz, bedingt durch eine Blockade des Gallenflusses (cholestatischer Ikterus), Gallensteinbildung, Porphyrie (eine metabolische Erkrankung), systemischer Lupus erythematodes (Erkrankung des Immunsystems), hämolytisch-urämisches Syndrom (Nierenversagen, bedingt durch Blutgerinnungserkrankung), eine Nervenerkrankung, bei der plötzliche unwillkürliche Körperbewegungen auftreten, genannt Chorea Sydenham, Bläschenausschlag während der Schwangerschaft (Herpes gestationis), Schwerhörigkeit
        • Bei Frauen mit hereditärem Angioödem (gekennzeichnet durch plötzliches Anschwellen von z. B. Gesicht, Zunge oder Rachen) können exogen zugeführte Estrogene Symptome eines Angioödems auslösen oder verschlimmern.
        • Leberfunktionsstörungen
        • Veränderungen der Glucosetoleranz oder Einfluss auf die periphere Insulinresistenz
        • Verschlimmerung einer entzündlichen Darmerkrankung (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
        • Verschlimmerung von Epilepsie
        • Gold-braune Pigmentflecken (Chloasma, auch als „Schwangerschaftsflecken" bezeichnet, vorwiegend im Gesicht)
        • Überempfindlichkeit (einschließlich Symptome wie Hautausschlag, Urtikaria).
      • Wechselwirkungen
        • Wechselwirkungen anderer Arzneimittel mit kombinierten hormonalen Kontrazeptiva können Durchbruchblutungen und/oder ein Versagen der kontrazeptiven Wirksamkeit zur Folge haben (z. B. das pflanzliche Arzneimittel Johanniskraut oder Arzneimittel gegen Epilepsie, Tuberkulose, HIV- und Hepatitis C-Virus Infektionen). Siehe Kategorie „Wechselwirkungen".
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
Wechselwirkungen
  • Anwendung zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol
    • Es ist nicht zu erwarten, dass Nahrungsmittel, Getränke oder Alkohol die Wirkung des Arzneimittels beeinflussen.
Gegenanzeigen
  • Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden
    • Sie dürfen das Arzneimittel nicht anwenden, wenn einer der nachstehend aufgeführten Punkte auf Sie zutrifft. Wenn einer der nachstehend aufgeführten Punkte auf Sie zutrifft, müssen Sie dies Ihrem Arzt mitteilen. Ihr Arzt wird dann mit Ihnen besprechen, welche andere Form der Empfängnisverhütung für Sie besser geeignet ist.
      • Wenn Sie ein Blutgerinnsel in einem Blutgefäß der Beine (tiefe Beinvenenthrombose, TVT), der Lunge (Lungenembolie, LE) oder eines anderen Organs haben (oder in der Vergangenheit hatten);
      • wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie an einer Störung der Blutgerinnung leiden - beispielsweise Protein-C-Mangel, Protein-S-Mangel, Antithrombin-III-Mangel, Faktor-V-Leiden-Mutation oder Antiphospholipid-Antikörper;
      • wenn Sie operiert werden müssen oder längere Zeit bettlägerig sind (siehe Abschnitt „Blutgerinnsel");
      • wenn Sie jemals einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatten;
      • wenn Sie eine Angina pectoris (eine Erkrankung, die schwere Brustschmerzen verursacht und ein erstes Anzeichen eines Herzinfarkts sein kann) oder eine transitorische ischämische Attacke (TIA - vorübergehende Symptome eines Schlaganfalls) haben (oder früher einmal hatten);
      • wenn Sie an einer der folgenden Krankheiten leiden, die das Risiko für ein Blutgerinnsel in einer Arterie erhöhen können:
        • schwerer Diabetes mit Schädigung der Blutgefäße
        • sehr hoher Blutdruck
        • sehr hoher Blutfettspiegel (Cholesterin oder Triglyceride)
        • eine Krankheit, die als Hyperhomocysteinämie bekannt ist;
      • wenn Sie an einer bestimmten Form von Migräne (sog. „Migräne mit Aura") leiden (oder in der Vergangenheit gelitten haben);
      • wenn Sie eine Lebererkrankung (Anzeichen dafür sind Gelbfärbung der Haut oder Juckreiz am gesamten Körper) haben (oder in der Vergangenheit hatten) und Ihre Leber noch nicht wieder normal funktioniert;
      • wenn Sie Krebs haben (oder in der Vergangenheit hatten), der unter dem Einfluss von Geschlechtshormonen wachsen könnte (z. B. Brustkrebs oder Krebs der Genitalorgane)
      • wenn Sie einen gutartigen oder bösartigen Lebertumor haben (oder in der Vergangenheit hatten);
      • wenn Sie jegliche unerklärliche Blutungen aus der Scheide haben;
      • wenn Sie allergisch gegen Ethinylestradiol, Gestoden oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Dies kann Jucken, Ausschlag oder Schwellungen verursachen.
    • Wenn einer dieser Punkte während der Verwendung des Arzneimittels zum ersten Mal auftritt, entfernen Sie das Pflaster sofort, wenden es nicht weiter an und fragen Sie Ihren Arzt um Rat. In der Zwischenzeit sollten nicht-hormonale Verhütungsmethoden verwendet werden. Siehe auch Kategorie "Patientenhinweis" unter „Allgemeine Hinweise".
Schwangerschaft und Stillzeit
  • Sie dürfen das Arzneimittel nicht anwenden, wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie glauben, dass Sie schwanger sein könnten. Wenn Sie während der Anwendung schwanger werden, sollten Sie sofort das Pflaster entfernen und sich an Ihren Arzt wenden.
  • Wenn Sie schwanger werden möchten, können Sie as Arzneimittel jederzeit absetzen.
  • Das Arzneimittel sollte generell nicht in der Stillzeit angewendet werden. Wenn Sie das Arzneimittel anwenden möchten, während Sie stillen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Patientenhinweise
  • Allgemeine Hinweise
    • Bitte lesen Sie die Informationen zu Blutgerinnseln, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen. Es ist besonders wichtig, die Informationen zu den Symptomen eines Blutgerinnsels zu lesen (siehe Abschnitt „Blutgerinnsel").
    • Bevor Sie dieses Arzneimittel anwenden, wird Ihr behandelnder Arzt Sie zu Ihrer Krankengeschichte und zu der Ihrer nahen Verwandten befragen. Der Arzt wird Ihren Blutdruck messen und, abhängig von Ihrer persönlichen Situation, weitere Untersuchungen durchführen.
    • In der Gebrauchsinformation sind verschiedene Fälle beschrieben, bei deren Auftreten Sie das Arzneimittel absetzen sollten oder bei denen die Zuverlässigkeit dieses Arzneimittels herabgesetzt sein kann. In diesen Fällen sollten Sie entweder keinen Geschlechtsverkehr haben oder andere, nicht-hormonale Verhütungsmethoden anwenden, wie z. B. ein Kondom oder eine andere Barrieremethode. Wenden Sie aber keine Kalender- oder Temperaturmethoden an. Diese Methoden können versagen, weil das Arzneimittel die monatlichen Schwankungen der Körpertemperatur und des Gebärmutterhalsschleims verändert.
    • Wie alle hormonellen Empfängnisverhütungsmittel bietet dieses Arzneimittel keinerlei Schutz vor einer HIV-Infektion (AIDS) oder anderen sexuell übertragbaren Krankheiten.
  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Wann sollten Sie sich an Ihren Arzt wenden?
      • Suchen Sie unverzüglich ärztliche Hilfe auf,
        • wenn Sie mögliche Anzeichen eines Blutgerinnsels bemerken, die bedeuten könnten, dass Sie ein Blutgerinnsel im Bein (d. h. tiefe Beinvenenthrombose), ein Blutgerinnsel in der Lunge (d. h. Lungenembolie), einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall haben (siehe den Abschnitt „Blutgerinnsel" [Thrombose] unten).
    • Für eine Beschreibung der Symptome dieser schwerwiegenden Nebenwirkungen siehe den Abschnitt „So erkennen Sie ein Blutgerinnsel".
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie dieses Arzneimittel anwenden.
    • In einigen Situationen ist besondere Vorsicht bei der Anwendung des Arzneimittels oder von anderen kombinierten hormonalen Kontrazeptiva erforderlich und regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Arzt können notwendig sein.
    • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft. Wenn die Krankheit ausbricht oder sich während der Anwendung des Arzneimittels verschlimmert, sollten Sie ebenfalls Ihren Arzt informieren.
      • Wenn Sie rauchen;
      • wenn Sie an der Zuckerkrankheit leiden (Diabetes mellitus);
      • wenn Sie übergewichtig sind;
      • wenn Sie einen hohen Blutdruck haben;
      • wenn Sie an Herzproblemen leiden (Herzklappenerkrankung, Herzrhythmusstörung);
      • wenn einer Ihrer nächsten Angehörigen ein Blutgerinnsel (im Bein [Beinvenenthrombose], in der Lunge [Lungenembolie] oder einer anderen Stelle), einen Herzinfarkt oder Schlaganfall in jungen Jahren hatte;
      • wenn Sie an Migräne leiden;
      • wenn Sie an Epilepsie leiden;
      • wenn bei einer nahen Verwandten Brustkrebs auftritt (oder früher aufgetreten ist);
      • wenn Sie eine Leber- oder Gallenblasenerkrankung haben;
      • wenn Sie unter Depressionen leiden;
      • wenn Sie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa (chronisch entzündliche Darmerkrankung) haben;
      • wenn Sie systemischen Lupus erythematodes (SLE - eine Krankheit, die Ihr natürliches Abwehrsystem beeinträchtigt) haben;
      • wenn Sie ein hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS - eine Störung der Blutgerinnung, die zu Nierenversagen führt) haben;
      • wenn Sie Sichelzellanämie (eine erbliche Erkrankung der roten Blutkörperchen) haben;
      • wenn Sie erhöhte Blutfettspiegel (Hypertriglyceridämie) haben oder diese Erkrankung in Ihrer Familie vorgekommen ist. Hypertriglyceridämie wurde mit einem erhöhten Risiko für eine Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse) verbunden;
      • wenn Sie operiert werden müssen oder längere Zeit bettlägerig sind (siehe Abschnitt „Blutgerinnsel");
      • wenn Sie vor Kurzem entbunden haben, ist Ihr Risiko für Blutgerinnsel erhöht. Fragen Sie Ihren Arzt, wie bald nach der Entbindung Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen können;
      • wenn Sie in den Venen unter der Haut eine Entzündung haben (oberflächliche Thrombophlebitis);
      • wenn Sie Krampfadern (Varizen) haben;
      • wenn bei Ihnen eine Erkrankung zum ersten Mal aufgetreten ist oder sich während einer Schwangerschaft oder der früheren Anwendung von Geschlechtshormonen verschlechtert hat (z. B. Schwerhörigkeit, eine Stoffwechselkrankheit, die Porphyrie genannt wird, eine Hautkrankheit mit Bläschenausschlag während der Schwangerschaft, die Herpes gestationis genannt wird oder Chorea Sydenham, eine Nervenerkrankung, bei der plötzliche unwillkürliche Körperbewegungen auftreten);
      • wenn Sie gold-braune Pigmentflecken, sogenannte „Schwangerschaftsflecken", vorwiegend im Gesicht (Chloasma) haben (oder in der Vergangenheit hatten). In diesem Fall empfiehlt es sich, direkte Sonnenbestrahlung oder ultraviolettes Licht zu meiden;
      • wenn Sie an einem hereditärem Angioödem leiden. Sie sollten umgehend Ihren Arzt aufsuchen, wenn Symptome eines Angioödems, wie Schwellungen von Gesicht, Zunge und/oder Rachen und/oder Schluckschwierigkeiten oder Hautausschlag zusammen mit Atemproblemen, auftreten. Arzneimittel, die Estrogene enthalten, können Symptome eines Angioödems auslösen oder verschlimmern.
  • Blutgerinnsel
    • Bei der Anwendung eines kombinierten hormonalen Kontrazeptivums wie diesem ist Ihr Risiko für die Ausbildung eines Blutgerinnsels höher als wenn Sie keines anwenden. In seltenen Fällen kann ein Blutgerinnsel Blutgefäße verstopfen und schwerwiegende Probleme verursachen.
    • Blutgerinnsel können auftreten
      • in Venen (sog. „Venenthrombose", „venöse Thromboembolie" oder VTE)
      • in den Arterien (sog. „Arterienthrombose", „arterielle Thromboembolie" oder ATE).
    • Die Ausheilung eines Blutgerinnsels ist nicht immer vollständig. Selten kann es zu schwerwiegenden anhaltenden Beschwerden kommen, und sehr selten verlaufen Blutgerinnsel tödlich.
    • Es ist wichtig, nicht zu vergessen, dass das Gesamtrisiko eines gesundheitsschädlichen Blutgerinnsels aufgrund dieses Arzneimittels gering ist.
    • So erkennen Sie ein Blutgerinnsel
      • Suchen Sie dringend ärztliche Hilfe auf, wenn Sie eines der folgenden Anzeichen oder Symptome bemerken.
        • Schwellung eines Beins oder längs einer Vene im Bein oder Fuß, vor allem, wenn gleichzeitig Folgendes auftritt:
          • Schmerz oder Druckschmerz im Bein, der möglicherweise nur beim Stehen oder Gehen bemerkt wird
          • Erwärmung des betroffenen Beins
          • Änderung der Hautfarbe des Beins, z. B. aufkommende Blässe, Rot- oder Blaufärbung
            • Woran könnten Sie leiden?
              • Tiefe Beinvenenthrombose
        • plötzliche unerklärliche Atemlosigkeit oder schnelle Atmung;
        • plötzlicher Husten ohne offensichtliche Ursache, bei dem Blut ausgehustet werden kann;
        • stechender Brustschmerz, der bei tiefem Einatmen zunimmt;
        • starke Benommenheit oder Schwindelgefühl;
        • schneller oder unregelmäßiger Herzschlag;
        • starke Magenschmerzen.
          • Wenn Sie sich nicht sicher sind, sprechen Sie mit einem Arzt, da einige dieser Symptome wie Husten oder Kurzatmigkeit mit einer leichteren Erkrankung wie z. B. einer Entzündung der Atemwege (z. B. einem grippalen Infekt) verwechselt werden können.
          • Woran könnten Sie leiden?
            • Lungenembolie
        • Symptome, die meistens in einem Auge auftreten:
          • sofortiger Verlust des Sehvermögens oder
          • schmerzloses verschwommenes Sehen, welches zu einem Verlust des Sehvermögens fortschreiten kann.
            • Woran könnten Sie leiden?
              • Thrombose einer Netzhautvene (Blutgerinnsel in einer Vene im Auge)
        • Brustschmerz, Unwohlsein, Druck, Schweregefühl
        • Enge- oder Völlegefühl in Brust, Arm oder unterhalb des Brustbeins;
        • Völlegefühl, Verdauungsstörungen oder Erstickungsgefühl;
        • in den Rücken, Kiefer, Hals, Arm und Magen ausstrahlende Beschwerden im Oberkörper;
        • Schwitzen, Übelkeit, Erbrechen oder Schwindelgefühl;
        • extreme Schwäche, Angst oder Kurzatmigkeit;
        • schnelle oder unregelmäßige Herzschläge
          • Woran könnten Sie leiden?
            • Herzinfarkt
        • plötzliche Schwäche oder Taubheitsgefühl des Gesichtes, Arms oder Beins, die auf einer Körperseite besonders ausgeprägt ist;
        • plötzliche Verwirrtheit, Sprech- oder Verständnisschwierigkeiten;
        • plötzliche Sehstörungen in einem oder beiden Augen;
        • plötzliche Gehschwierigkeiten, Schwindelgefühl, Gleichgewichtsverlust oder Koordinationsstörungen;
        • plötzliche schwere oder länger anhaltende Kopfschmerzen unbekannter Ursache;
        • Verlust des Bewusstseins oder Ohnmacht mit oder ohne Krampfanfall.
          • In manchen Fällen können die Symptome eines Schlaganfalls kurzfristig sein und mit einer nahezu sofortigen und vollständigen Erholung einhergehen. Sie sollten sich aber trotzdem dringend in ärztliche Behandlung begeben, da Sie erneut einen Schlaganfall erleiden könnten.
          • Woran könnten Sie leiden?
            • Schlaganfall
        • Schwellung und leicht bläuliche Verfärbung einer Extremität;
        • starke Magenschmerzen (akutes Abdomen)
          • Woran könnten Sie leiden?
            • Blutgerinnsel, die andere Blutgefäße verstopfen
    • Blutgerinnsel in einer Vene
      • Was kann passieren, wenn sich in einer Vene ein Blutgerinnsel bildet?
        • Die Anwendung kombinierter hormonaler Kontrazeptiva wurde mit einem höheren Risiko für Blutgerinnsel in einer Vene (Venenthrombose) in Verbindung gebracht. Diese Nebenwirkungen kommen jedoch nur selten vor. Meistens treten sie im ersten Jahr der Anwendung eines kombinierten hormonalen Kontrazeptivums auf.
        • Wenn es in einer Vene im Bein oder Fuß zu einem Blutgerinnsel kommt, kann dieses eine tiefe Beinvenenthrombose (TVT) verursachen.
        • Wenn ein Blutgerinnsel vom Bein in die Lunge wandert und sich dort festsetzt, kann es eine Lungenembolie verursachen.
        • Sehr selten kann sich ein Blutgerinnsel in einer Vene eines anderen Organs wie z. B. dem Auge (Thrombose einer Netzhautvene) bilden.
      • Wann ist das Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels in einer Vene am größten?
        • Das Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels in einer Vene ist im ersten Jahr der erstmaligen Anwendung eines kombinierten hormonalen Kontrazeptivums am größten. Das Risiko kann außerdem erhöht sein, wenn Sie die Anwendung eines kombinierten hormonalen Kontrazeptivums (gleiches oder anderes Arzneimittel) nach einer Unterbrechung von 4 oder mehr Wochen wieder aufnehmen.
        • Nach dem ersten Jahr sinkt das Risiko, es bleibt aber stets geringfügig höher als wenn kein kombiniertes hormonales Kontrazeptivum angewendet würde.
        • Wenn Sie die Anwendung von Lisvy beenden, kehrt das Risiko für ein Blutgerinnsel in wenigen Wochen auf den Normalwert zurück.
      • Wie groß ist das Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels?
        • Das Risiko ist abhängig von Ihrem natürlichen Risiko für VTE und der Art des von Ihnen angewendeten kombinierten hormonalen Kontrazeptivums.
        • Das Gesamtrisiko für ein Blutgerinnsel in Bein oder Lunge (TVT oder LE) mit Lisvy ist gering.
        • Ungefähr 2 von 10.000 Frauen, die weder schwanger sind noch ein kombiniertes hormonales Kontrazeptivum anwenden, erleiden im Verlauf eines Jahres ein Blutgerinnsel.
        • Ungefähr 5 - 7 von 10.000 Frauen, die ein Levonorgestrel, Norethisteron oder ein Norgestimat enthaltendes kombiniertes hormonales Kontrazeptivum anwenden, erleiden im Verlauf eines Jahres ein Blutgerinnsel.
        • Ungefähr 9 bis 12 von 10.000 Frauen, die ein Gestoden enthaltendes kombiniertes hormonales Kontrazeptivum (wie Lisvy) anwenden, erleiden im Verlauf eines Jahres ein Blutgerinnsel.
        • Es ist bislang nicht bekannt, wie groß das Risiko für ein Blutgerinnsel bei Anwendung des Arzneimittels ist im Vergleich zum Risiko bei Anwendung eines kombinierten hormonalen Kontrazeptivums, welches Levonorgestrel enthält und bei Anwendung eines kombinierten oralen Kontrazeptivums, welches Gestoden enthält.
        • Das Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels ist entsprechend Ihrer persönlichen medizinischen Vorgeschichte unterschiedlich hoch (siehe folgenden Abschnitt „Faktoren, die das Risiko für ein Blutgerinnsel in einer Vene erhöhen").
          • Frauen, die kein kombiniertes hormonales Präparat in Form einer Pille/eines Pflasters/eines Rings anwenden und nicht schwanger sind
            • Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels pro Jahr: Ungefähr 2 von 10.000 Frauen
          • Frauen, die eine Levonorgestrel, Norethisteron oder Norgestimat enthaltende kombinierte hormonale Pille anwenden
            • Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels pro Jahr: Ungefähr 5 - 7 von 10.000 Frauen
          • Frauen, die ein Gestoden enthaltendes kombiniertes hormonales Kontrazeptivum (Pille) anwenden
            • Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels pro Jahr: Ungefähr 9 - 12 von 10.000 Frauen
      • Faktoren, die das Risiko für ein Blutgerinnsel in einer Vene erhöhen
        • Das Risiko für ein Blutgerinnsel bei Anwendung dieses Arzneimittels ist gering, wird aber durch einige Erkrankungen und Risikofaktoren erhöht. Das Risiko ist erhöht:
          • wenn Sie stark übergewichtig sind (Body-Mass-Index oder BMI über 30 kg/m²);
          • wenn bei einem Ihrer nächsten Angehörigen in jungen Jahren (d. h. jünger als 50 Jahre) ein Blutgerinnsel im Bein, in der Lunge oder in einem anderen Organ aufgetreten ist. In diesem Fall haben Sie womöglich eine erbliche Blutgerinnungsstörung;
          • wenn Sie operiert werden müssen oder aufgrund einer Verletzung oder Krankheit längere Zeit bettlägerig sind oder ein Bein eingegipst ist. Es kann erforderlich sein, dass die Anwendung von Lisvy mehrere Wochen vor einer Operation oder bei eingeschränkter Beweglichkeit beendet werden muss. Wenn Sie die Anwendung dieses Arzneimittels beenden müssen, fragen Sie Ihren Arzt, wann Sie die Anwendung wieder aufnehmen können.
          • wenn Sie älter werden (insbesondere ab einem Alter von ungefähr 35 Jahren);
          • wenn Sie vor wenigen Wochen entbunden haben.
        • Das Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels steigt mit der Anzahl der vorliegenden Erkrankungen und Risikofaktoren.
        • Flugreisen (> 4 Stunden) können Ihr Risiko für ein Blutgerinnsel vorübergehend erhöhen, insbesondere wenn bei Ihnen weitere der aufgeführten Faktoren vorliegen.
        • Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt informieren, wenn einer dieser Punkte auf Sie zutrifft, auch wenn Sie sich nicht sicher sind. Ihr Arzt kann dann entscheiden, das Arzneimittel abzusetzen.
        • Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn es bei einem der oben erwähnten Punkte während der Anwendung des Arzneimittels zu einer Veränderung kommt, zum Beispiel wenn bei einem nahen Angehörigen aus unbekannter Ursache eine Thrombose auftritt oder wenn Sie stark zunehmen.
    • Blutgerinnsel in einer Arterie
      • Was kann passieren, wenn sich in einer Arterie ein Blutgerinnsel bildet?
        • Genau wie ein Blutgerinnsel in einer Vene kann auch ein Gerinnsel in einer Arterie schwerwiegende Probleme verursachen. Es kann zum Beispiel einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hervorrufen.
      • Faktoren, die das Risiko für ein Blutgerinnsel in einer Arterie erhöhen
        • Es ist wichtig zu beachten, dass das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall aufgrund der Anwendung dieses Arzneimittels sehr gering ist, jedoch ansteigen kann:
          • mit zunehmendem Alter (älter als 35 Jahre);
          • wenn Sie rauchen. Bei der Anwendung eines kombinierten hormonalen Kontrazeptivums wie Lisvy wird geraten, mit dem Rauchen aufzuhören. Wenn Sie nicht mit dem Rauchen aufhören können und älter als 35 Jahre sind, kann Ihr Arzt Ihnen raten, eine andere Art von Verhütungsmittel anzuwenden;
          • wenn Sie übergewichtig sind;
          • wenn Sie einen hohen Blutdruck haben;
          • wenn einer Ihrer nächsten Angehörigen in jungen Jahren (jünger als 50 Jahre) einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatte. In diesem Fall könnten Sie ebenfalls ein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall haben;
          • wenn Sie oder einer Ihrer nächsten Angehörigen einen hohen Blutfettspiegel (Cholesterin oder Triglyceride) haben;
          • wenn Sie Migräne und insbesondere Migräne mit Aura haben;
          • wenn Sie an Herzproblemen leiden (Herzklappenerkrankung, Rhythmusstörung namens Vorhofflimmern);
          • wenn Sie die Zuckerkrankheit (Diabetes) haben.
        • Wenn mehr als einer dieser Punkte auf Sie zutrifft oder eine dieser Erkrankungen besonders schwer ist, kann Ihr Risiko für die Ausbildung eines Blutgerinnsels zusätzlich erhöht sein.
        • Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn es bei einem der oben erwähnten Punkte während der Anwendung es Arzneimittels zu einer Veränderung kommt, zum Beispiel wenn Sie mit dem Rauchen anfangen, bei einem nahen Angehörigen aus unbekannter Ursache eine Thrombose auftritt oder wenn Sie stark zunehmen.
  • Kombinierte hormonale Kontrazeptiva und Krebs
    • Brustkrebs wird bei Frauen, die kombinierte hormonale Kontrazeptiva anwenden, etwas häufiger festgestellt, es ist aber nicht bekannt, ob dies durch die Anwendung selbst verursacht wird. Zum Beispiel kann es sein, dass bei Frauen, die kombinierte hormonale Kontrazeptiva anwenden, häufiger Tumoren entdeckt werden, da sie öfter von ihrem Arzt untersucht werden. Das Auftreten von Brusttumoren nimmt nach Absetzen kombinierter hormonaler Kontrazeptiva langsam ab. Es ist wichtig, dass Sie regelmäßig Ihre Brüste untersuchen. Wenn Sie Knoten spüren, müssen Sie Ihren Arzt aufsuchen.
    • In seltenen Fällen wurden gutartige Lebertumoren und noch seltener bösartige Lebertumoren bei Anwenderinnen von kombinierten hormonalen Kontrazeptiva festgestellt. In Einzelfällen haben diese Tumoren zu lebensbedrohlichen inneren Blutungen geführt. Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn Sie ungewöhnlich starke Bauchschmerzen haben.
    • Der wichtigste Risikofaktor für Gebärmutterhalskrebs ist eine bestehende Infektion mit dem Humanen Papillomavirus (HPV). Einige Studien deuten darauf hin, dass die Langzeitanwendung von kombinierten hormonalen Kontrazeptiva das Risiko einer Frau erhöht, Gebärmutterhalskrebs zu entwickeln. Es ist jedoch nicht geklärt, in welchem Ausmaß das Sexualverhalten oder andere Faktoren wie etwa eine Infektion mit dem Humanen Papillomavirus dieses Risiko erhöhen.
  • Zwischenblutungen
    • Bei allen kombinierten hormonalen Kontrazeptiva kann es in den ersten Anwendungsmonaten zu unerwarteten Blutungen zwischen den Monatsblutungen kommen (Schmier- oder Durchbruchsblutungen). Sie müssen eventuell Hygieneartikel benutzen. Wenden Sie das Arzneimittel dennoch weiterhin wie gewohnt an.
    • Die unregelmäßigen Blutungen hören normalerweise auf, wenn sich Ihr Körper an das Arzneimittel gewöhnt hat (üblicherweise nach ungefähr 3 Zyklen). Bei andauernden, stärkeren oder wiederholten Blutungen informieren Sie bitte Ihren Arzt.
  • Was tun, wenn die Blutung ausbleibt
    • Wenn Sie das Arzneimittel korrekt angewendet und keine anderen Arzneimittel eingenommen haben, ist es sehr unwahrscheinlich, dass Sie schwanger sind. Wenden Sie das Arzneimittel weiterhin wie gewohnt an.
    • Wenn Sie das Arzneimittel nicht korrekt angewendet haben oder wenn Sie das Arzneimittel korrekt angewendet haben und trotzdem zwei Monatsblutungen nacheinander ausgeblieben sind, könnte es sein, dass Sie schwanger sind. Kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt. Setzen Sie die Anwendung nicht mit dem nächsten Pflaster fort, bis Sie sicher sind, dass Sie nicht schwanger sind. In der Zwischenzeit benutzen Sie nicht-hormonale Verhütungsmethoden. Siehe auch „Allgemeine Hinweise" weiter oben.
  • Kinder und Jugendliche
    • Die Sicherheit und Wirksamkeit des Arzneimittels bei Jugendlichen im Alter unter 18 Jahren ist nicht erwiesen.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Sie können Fahrzeuge steuern oder Maschinen bedienen, während Sie dieses Arzneimittel anwenden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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  • LISVY 3 St | Pflaster transdermal € 21,60