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Neostig-Carinopharm 0,5 mg/ml

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  • PZN / EAN
    14132076 / 4150141320768
  • Darreichung
    Injektionslösung
  • Hersteller
    Carinopharm GmbH

Produktdetails & Pflichtangaben

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
verschreibungspflichtiges Arzneimittel.

Wirkstoffe

  • 0.5 mg Neostigmin metilsulfat

Hilfsstoffe

  • Wasser für Injektionszwecke
  • Stickstoff
  • Natriumchlorid
  • Das Arzneimittel beeinflusst die Erregung der Muskeln (Cholinesterasehemmer).
  • Es wird angewendet
    • zur Antagonisierung der muskelrelaxierenden Wirkung nichtdepolarisierender Muskelrelaxantien (Aufhebung der Wirkung bestimmter muskelerschlaffender Arzneimittel, die bei Operationen angewendet werden)
    • bei Myasthenia gravis (Erkrankung mit vorzeitiger Ermüdung der Muskeln bei Belastung)
Gegenanzeigen
  • Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
    • wenn Sie allergisch gegen Neostigminmetilsulfat oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
    • bei Gabe depolarisierender Muskelrelaxantien (Gabe bestimmter muskelerschlaffender Arzneimittel, z.B. Suxamethonium- oder Decamethonium-Salze)
    • bei Entzündung der Regenbogenhaut des Auges (Iritis)
    • bei Asthma bronchiale (Atemnotanfälle aufgrund einer Überempfindlichkeit)
    • bei Überfunktion der Schilddrüse
    • bei Darmverschluss (Obstruktionsileus) sowie Verengungen oder Krämpfen des Darmkanals, der Gallenwege oder der Harnwege
    • bei Myotonie (Muskelkrämpfe nach willkürlichen Bewegungen), Parkinsonismus (Schüttellähmung, eine Erkrankung mit grobschlägigem Zittern, Bewegungsverlangsamung und Starre der Muskeln)
    • bei postoperativen Kreislaufkrisen oder Schock (nach Operationen auftretende Krankheitserscheinungen mit plötzlichem Blutdruckabfall und verminderter Durchblutung)
  • Wenden Sie das Arzneimittel immer genau nach der Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
  • Dosierung
    • Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
      • Antagonisierung der muskelrelaxierenden Wirkung nichtdepolarisierender Muskelrelaxantien
        • Patienten ab 20 kg Körpergewicht erhalten 1 ml-4 ml (entsprechend 0,5 mg-2 mg Neostigminmetilsulfat). Im Bedarfsfall können bis zu 10 ml gegeben werden (entsprechend 5 mg Neostigminmetilsulfat).
        • Kinder unter 20 kg Körpergewicht erhalten 50 Mikrogramm Neostigminmetilsulfat pro kg Körpergewicht.
      • Myasthenia gravis
        • Erwachsene erhalten mehrmals täglich 1 ml (entsprechend 0,5 mg Neostigminmetilsulfat).

 

  • Dauer der Anwendung
    • Zur Antagonisierung der muskelrelaxierenden Wirkung nichtdepolarisierender Muskelrelaxantien
      • In der Regel erfolgt die Anwendung nur kurzzeitig nach einer Operation.
    • Zur Behandlung der Myasthenia gravis
      • In der Regel wird das Arzneimittel erneut gegeben, wenn die Wirkung für Sie spürbar nachlässt. Sprechen Sie hierüber bitte mit Ihrem Arzt. Bei guter Verträglichkeit ist die Dauer dieser Anwendung nicht begrenzt.
  • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge angewendet haben, als Sie sollten
    • Hierbei kann es zu Durchfall, Bauchkrämpfen, Übelkeit, Brechreiz, Schwitzen, verlangsamtem Herzschlag, erniedrigtem Blutdruck, Muskelschwäche und Schluckbeschwerden kommen, bei sehr hohen Dosen zu einer schweren Atemschwäche.
    • Holen Sie in diesen Fällen den nächst erreichbaren Arzt zu Hilfe.
    • Als Gegenmittel wird ein Arzneimittel mit dem Arzneistoff Atropinsulfat (2 mg-4 mg i. v. oder s. c.) verwendet.

 

  • Wenn Sie die Anwendung vergessen haben
    • Führen Sie die Anwendung unverändert weiter. Wenden Sie nicht die doppelte Dosis an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.

 

  • Wenn Sie die Anwendung unterbrechen oder abbrechen
    • Eine Unterbrechung oder ein Abbrechen der Behandlung führt in kurzer Zeit zu den Ihnen bekannten Myasthenia-gravis-Krankheitszeichen. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel nicht zu vertragen, so sprechen Sie hierüber bitte mit Ihrem Arzt.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Nebenwirkungen
  • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
    • Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
    • Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
    • Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
    • Selten: kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen
    • Sehr selten: kann bis zu 1 von 10000 Behandelten betreffen
    • Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
  • Die folgenden Nebenwirkungen wurden nach Anwendung des Arzneimittels berichtet:
    • Herzerkrankungen
      • Verlangsamter Herzschlag sowie verminderter Blutdruck bis hin zum Kreislaufzusammenbruch (Kollaps)
      • Bei Personen mit WPW-Syndrom (Wolff-Parkinson-White-Syndrom, eine Herzfunktionsstörung mit Neigung zu anfallsweisem Herzjagen) wurden lebensbedrohliche Tachyarrhythmien (Herzrhythmusstörungen mit schneller Herzschlagfolge) beobachtet.
    • Erkrankungen des Nervensystems
      • Bei hohen Anwendungsmengen Lähmungen
    • Erkrankungen der Atemwege
      • Bronchospasmus (erschwerte Atmung durch Krämpfe der kleinen Luftröhrenäste).
    • Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts
      • Krämpfe des Magen-Darm-Kanals, Durchfall, Zunahme von Speichelfluss
    • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
      • Zunahme von Schweißbildung
    • Erkrankungen der Skelettmuskulatur
      • Muskelzittern (Faszikulationen), Muskelkrämpfe (Spasmen) und Muskelschwäche
    • Nach chirurgischen und medizinischen Eingriffen (Operationen)
      • Sehr häufig
        • Herzrhythmusstörungen, insbesondere verlangsamter Herzschlag
      • Sehr selten
        • Herzstillstand
      • Nach künstlicher Verbindung eines Dünndarmteils mit dem Enddarm (ileorektale Anastomose) treten vermehrt Undichtigkeiten der Verbindungsnaht auf (Anastomosenlecks)
    • Erkrankungen des Immunsystems
      • Sehr selten kann es zu schweren akuten Überempfindlichkeitsreaktionen (Anaphylaxie) kommen
  • Gegenmaßnahmen
    • Folgende Nebenwirkungen können schwerwiegende Folgen haben oder unter Umständen akut lebensbedrohlich sein; wenden Sie sich deshalb umgehend an einen Arzt, falls ein derartiges Ereignis auftritt:
      • Bei Kreislaufzusammenbruch, bei schweren akuten Überempfindlichkeitsreaktionen (Anaphylaxie) oder anderen besonders stark ausgeprägten Nebenwirkungen ist umgehend der nächst erreichbare Arzt zu Hilfe zu holen.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
Patientenhinweise
Neostig-Carinopharm 0,5 mg/ml
Bitte schützen Sie das Arzneimittel vor hohen Temperaturen und direkter Sonneneinstrahlung.
Neostig-Carinopharm 0,5 mg/ml
Wenden Sie sich an Ihren Frauenarzt, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
Neostig-Carinopharm 0,5 mg/ml
Dieses Arzneimittel kann das Reaktionsvermögen beeinträchtigen. Achtung im Straßenverkehr oder beim Bedienen von Maschinen.
  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • wenn bei Ihnen ein verlangsamter Herzschlag, ein erniedrigter Blutdruck, eine Herzschwäche vorliegt und wenn Sie an einem frischen Herzinfarkt erkrankt sind
    • bei Personen mit WPW-Syndrom (Wolff-Parkinson-White-Syndrom, eine Herzfunktionsstörung mit Neigung zu anfallsweisem Herzjagen). Bei diesem Personenkreis können lebensbedrohliche Tachyarrhythmien (Herzrhythmusstörungen mit schneller Herzschlagfolge) auftreten
    • bei herztransplantierten Patienten. Es muss mit schwerwiegenden kardialen (das Herz betreffenden) Reaktionen gerechnet werden

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Sie dürfen kein Fahrzeug führen, weil das Arzneimittel durch Störung des Scharfsehens und des Sehens im Dunkeln die Sehleistung beeinträchtigen kann. Sie können dann auf unerwartete und plötzliche Ereignisse nicht mehr schnell und gezielt genug reagieren. Sie dürfen keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen. Arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt. Beachten Sie besonders, dass Alkohol Ihre Verkehrstüchtigkeit noch weiter verschlechtert.
  • Es ist nicht damit zu rechnen, dass das Arzneimittel die Plazenta (den Mutterkuchen) durchdringt oder in die Muttermilch übergeht.
  • Die intravenöse Anwendung sollte in der Schwangerschaft jedoch wegen der möglichen Gefahr einer Frühgeburt vermieden werden.
  • Nach Behandlung der Mutter mit dem Arzneimittel sind Neugeborene in den ersten zehn Tagen nach der Geburt auf Anzeichen einer Myasthenie (krankhafte Muskelschwäche und/oder Muskelermüdung) zu überwachen.
  • Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Zur Antagonisierung der muskelrelaxierenden Wirkung nichtdepolarisierender Muskelrelaxantien wird das Arzneimittel langsam in eine Vene eingespritzt (meist in ein oberflächliches Blutgefäß des Armes).
  • Zur Behandlung der Myasthenia gravis wird das Arzneimittel unter die Haut oder in einen Muskel (meist in das Gesäß) eingespritzt.
  • Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
    • Die Wirkung nachfolgend genannter Arzneistoffe bzw. Präparategruppen kann bei gleichzeitiger Behandlung mit diesem Arzneimittel beeinflusst werden:
      • Verstärkung der Wirkung und möglicherweise Verstärkung von Nebenwirkungen
        • Morphinderivate (Schmerzmittel) und
        • Barbiturate (Arzneimittel, die gegen Krämpfe, für Narkosen und als Schlafmittel angewendet werden)
    • Die Wirkung des Arzneimitels kann wie folgt beeinflusst werden
      • Verstärkung der Wirkung und möglicherweise Verstärkung von Nebenwirkungen
        • direkte oder indirekte Parasymphatikomimetika (Arzneimittel, die gegen einen Ausfall der Darm- und Blasentätigkeit genommen werden) können bei Patienten mit Myasthenia gravis zu cholinergen Krisen (Auftreten von Überdosierungserscheinungen) führen,
        • bei vorheriger Behandlung mit Beta-Rezeptorenblockern (Arzneimittel, die vor allem bei erhöhtem Blutdruck, unregelmäßigem Herzschlag und verminderter Durchblutung des Herzens eingesetzt werden) kann es zu einem langanhaltend verlangsamten Herzschlag kommen.
    • Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.
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