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Kyleena® 19.5Mg 8Mg Wirk

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  • PZN
    16388822
  • Darreichung
    Intrauterinpessar
  • Marke
    Kyleena
  • Hersteller
    ACA Müller/ADAG Pharma AG

Produktdetails & Pflichtangaben

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
verschreibungspflichtiges Arzneimittel

Wirkstoffe

  • 19.5 mg Levonorgestrel

Hilfsstoffe

  • Polydimethylsiloxan, quervernetzt
  • Polyethylen
  • Siliciumdioxid, hochdisperses
  • Polypropylen
  • Bariumsulfat
  • Pigment blue 15
  • Silber
  • Das Arzneimittel ist ein T-förmiges intrauterines Wirkstofffreisetzungssystem, auch bekannt als Verhütungsschirmchen/Hormonspirale.
  • Sie verhindert bis zu 5 Jahre lang eine Schwangerschaft - sie ist ein Verhütungsmittel.
  • Das Arzneimittel enthält ein Hormon namens Levonorgestrel.
  • Wie das Arzneimittel wirkt
    • Ein Arzt wird das Arzneimittel in Ihre Gebärmutter einsetzen.
    • Wenn sie eingelegt ist, gibt sie kontinuierlich eine kleine Menge des Hormons ab.
    • Das Arzneimittel verhindert, dass Eizelle und Spermium miteinander in Kontakt kommen. Dadurch wird eine Schwangerschaft verhindert.
    • Das passiert aufgrund der folgenden Wirkungen:
      • Sie macht den Schleim im Gebärmutterhals (Zervix) dickflüssiger. Dadurch wird verhindert, dass Spermien durchkommen.
      • Sie sorgt dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) dünn bleibt.
Gegenanzeigen
  • Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
    • wenn Sie schwanger sind (siehe Kategorie „Schwangerschaftshinweis").
    • wenn Sie eine Infektion der Gebärmutter, der Eileiter oder Eierstöcke haben (Beckenentzündung) oder wenn Sie dies früher mehrfach gehabt haben.
    • wenn Sie anfällig für Beckenentzündungen sind. Zum Beispiel, wenn Sie sexuell übertragbare Krankheiten haben oder Krankheiten haben, die Ihre Abwehr schwächen, wie fortgeschrittene Stadien von HIV.
    • wenn Sie eine Infektion der Scheide oder des Gebärmutterhalses (Zervix) haben.
    • wenn Sie in den letzten 3 Monaten ein Kind geboren haben, einen Schwangerschaftsabbruch oder eine Fehlgeburt in den letzten 3 Monaten hatten und danach eine Infektion der Gebärmutter hatten.
    • wenn Ihr letzter Gebärmutterhalsabstrich (Gebärmutterhalskrebs-Screening) auffällig war.
    • wenn Sie Krebs in der Gebärmutter oder im Gebärmutterhals (Zervix) haben oder Ihr Arzt glaubt, dass Sie dies haben könnten.
    • wenn Sie einen Tumor haben, der beim Wachstum empfindlich auf Geschlechtshormone (Gestagene) reagiert, z.B. Brustkrebs.
    • wenn Sie aus der Scheide bluten und die Ursache dafür nicht bekannt ist.
    • wenn Sie einen Gebärmutterhals oder eine Gebärmutter haben, die nicht normal geformt ist, z.B. wegen gutartiger Wucherungen in der Gebärmutter (Myome).
    • wenn Sie eine Lebererkrankung oder einen Lebertumor haben.
    • wenn Sie allergisch gegen Levonorgestrel oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
    • Verwenden Sie das Arzneimittel nicht, wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft. Wenn Sie sich nicht sicher sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
  • Beginn der Anwendung
    • Bevor das Arzneimittel eingelegt werden kann, muss sichergestellt werden, dass Sie nicht schwanger sind.
    • Sie sollten das Arzneimittel innerhalb von 7 Tagen nach Beginn Ihrer Regelblutung einlegen lassen. Wenn das Arzneimittel an diesen Tagen eingelegt wird, wirkt sie sofort und verhindert, dass Sie schwanger werden.
    • Wenn das Arzneimittel nicht innerhalb von 7 Tagen nach Beginn Ihrer Regelblutung eingelegt werden kann oder wenn Ihre Regelblutung zu unvorhersehbaren Zeiten eintritt, kann das Arzneimittel an jedem anderen Tag eingelegt werden. In diesem Fall dürfen Sie seit Ihrer letzten Regelblutung keinen ungeschützten Geschlechtsverkehr gehabt haben und vor dem Einlegen muss ein negativer Schwangerschaftstest vorliegen. Außerdem kann das Arzneimittel eine Schwangerschaft möglicherweise nicht sofort zuverlässig verhindern. Daher sollten Sie in den ersten 7 Tagen nach dem Einlegen des Arzneimittels eine Barrieremethode zur Schwangerschaftsverhütung anwenden (z.B. Kondome) oder auf vaginalen Geschlechtsverkehr verzichten.
    • Das Arzneimittel ist keine Notfallverhütung wie die „Pille danach".
  • Beginn der Anwendung von dem Arzneimittel nach einer Geburt
    • Das Arzneimittel kann nach einer Geburt eingelegt werden, sobald die Gebärmutter wieder ihre normale Größe erreicht hat, aber nicht früher als 6 Wochen nach der Entbindung (siehe Kategorie "Nebenwirkungen").
    • Beachten Sie dazu auch die obere Kategorie „Beginn der Anwendung" für weitere Informationen zum Zeitpunkt des Einlegens.
  • Beginn der Anwendung des Arzneimittels nach einem Schwangerschaftsabbruch
    • Das Arzneimittel kann unmittelbar nach einem Schwangerschaftsabbruch eingelegt werden, wenn die Schwangerschaft weniger als 3 Monate andauerte und keine Genitalinfektionen vorliegen. Sie wirkt dann sofort.
  • Beginn der Anwendung eines neuen Präparates, wenn Ihre derzeitige ausgetauscht werden muss
    • Das Arzneimittel kann jederzeit während Ihres Menstruationszyklus durch ein neues Präparat ersetzt werden. Sie wirkt dann sofort.
  • Wechsel von einer anderen Verhütungsmethode (z.B. kombinierte hormonelle Verhütungsmittel, Implantat)
    • Das Arzneimittel kann sofort eingelegt werden, wenn hinreichend sicher ist, dass Sie nicht schwanger sind.
    • Wenn seit dem Beginn Ihrer Regelblutung mehr als 7 Tage vergangen sind, sollten Sie in den nächsten 7 Tagen auf vaginalen Geschlechtsverkehr verzichten oder zusätzliche Verhütungsmethoden anwenden.
  • Was passiert, wenn das Arzneimittel eingelegt wird?
    • Untersuchung vor der Einlage
      • Manchmal wird Ihr Arzt vor der Einlage einige Untersuchungen durchführen, zum Beispiel:
        • einen Abstrich des Gebärmutterhalses
        • eine Brustuntersuchung
        • je nach Bedarf andere Tests, z.B. auf sexuell übertragbare Krankheiten.
  • Einlegen des Arzneimittels
    • Zunächst untersucht der Arzt, wie groß Ihre Gebärmutter ist und wie genau sie in Ihrem Unterleib liegt (Beckenuntersuchung).
    • Der Arzt führt ein Instrument (Spekulum) in Ihre Scheide ein und säubert Ihren Gebärmutterhals (Zervix) mit einer antiseptischen Flüssigkeit. Manchmal trägt der Arzt ein lokales Betäubungsmittel auf dem Gebärmutterhals auf. Dann führt der Arzt das Arzneimittel mit einem dünnen, biegsamen Plastikröhrchen (Insertionsröhrchen) in Ihre Gebärmutter ein.
    • Manchmal kann das Einlegen des Arzneimittels unangenehm sein. Manche Frauen fühlen sich schwindelig oder werden ohnmächtig. Sie können auch Schmerzen verspüren oder aus Ihrer Scheide bluten. Dies ist nicht ungewöhnlich.
    • Nach der Einlage erhalten Sie von Ihrem Arzt eine Karte: die Patientinnenerinnerungskarte. Auf dieser Karte können Sie vermerken, wann Ihr nächster Kontrolltermin ist. Bringen Sie diese Karte zu jedem Arzttermin mit.
  • Kontrollen nach der Einlage
    • Sie sollten das Arzneimittel 4-6 Wochen nach der Einlage von einem Arzt kontrollieren lassen. Ihr Arzt wird entscheiden, wie oft Sie danach zur Kontrolle kommen sollten. Sie sollten Ihr Arzneimittel mindestens einmal im Jahr kontrollieren lassen. Bringen Sie die Patientinnenerinnerungskarte bitte bei jedem Arzttermin mit.
  • Wie Sie selbst prüfen, ob das Arzneimittel an der richtigen Stelle ist
    • Sie können dies überprüfen, indem Sie einen Finger vorsichtig in Ihre Scheide einführen. Sie sollten dann die Fäden am oberen Ende Ihrer Scheide, in der Nähe des Gebärmutterhalses, spüren können. Der Gebärmutter-hals ist der Eingang zu Ihrer Gebärmutter. Hinweis: Ziehen Sie nicht an den Fäden, da Sie sonst versehentlich das Arzneimittel herausziehen könnten.
    • Wenn Sie die Fäden nicht spüren können,
      • müssen Sie von Ihrem Arzt überprüfen lassen, ob das Arzneimittel noch an der richtigen Stelle ist. Sie sollten keinen Geschlechtsverkehr haben, bis Sie Ihren Arzt aufgesucht haben, es sei denn, Sie verwenden ein Kondom oder ein Diaphragma.
    • Wenn Sie das untere Kunststoffende des Arzneimittels fühlen können,
      • oder wenn Ihr Partner es fühlt, ist das Arzneimittel nicht an der richtigen Stelle. Gehen Sie sofort zu Ihrem Arzt. Sie sollten keinen Geschlechtsverkehr haben, bis Sie Ihren Arzt aufgesucht haben, es sei denn, Sie verwenden ein Kondom oder ein Diaphragma.
  • Entfernung
    • Das Arzneimittel wirkt bis zu 5 Jahre. Sie sollten sie nach 5 Jahren entfernen lassen. Sie können sie aber auch zu jedem Zeitpunkt vor Ablauf der 5 Jahre entfernen lassen. Ihr Arzt wird sie entfernen. Nachdem das Arzneimittel entfernt wurde, können Sie wieder schwanger werden.
    • Die Entfernung kann ein bisschen unangenehm sein. Manche Frauen fühlen sich während der Entfernung oder unmittelbar danach schwindelig oder werden ohnmächtig. Sie können auch leichte Schmerzen verspüren und Blutungen aus Ihrer Scheide haben. Dies ist nicht ungewöhnlich.
  • Fortsetzen der Schwangerschaftsverhütung nach der Entfernung
    • Wenn Sie nicht schwanger werden möchten, nachdem das Arzneimittel entfernt wurde, müssen Sie Folgendes wissen:
      • Es ist am besten, wenn Sie das Arzneimittel innerhalb von 7 Tagen nach Beginn Ihrer Regelblutung entfernen lassen. Wenn Sie das Arzneimittel nicht während Ihrer Regelblutung entfernen lassen, müssen Sie 7 Tage lang vor der Entfernung ein Kondom oder ein Diaphragma beim Geschlechtsverkehr verwenden.
      • Falls Sie unregelmäßige oder keine Regelblutung haben, müssen Sie für mindestens 7 Tage vor der Entfernung ein Kondom oder ein Diaphragma beim Geschlechtsverkehr verwenden. Unregelmäßige Regelblutung heißt, dass die Anzahl der Tage zwischen Ihren Regelblutungen nicht immer gleich ist.
      • Ein neues Arzneimittel kann auch sofort nach der Entfernung eingesetzt werden. In diesem Fall ist kein zusätzlicher Schutz erforderlich. Wenn Sie die Methode nicht weiter anwenden möchten, fragen Sie Ihren Arzt nach anderen zuverlässigen Verhütungsmethoden.
Nebenwirkungen
  • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Schwerwiegende Nebenwirkungen
    • Es gibt einige schwerwiegende Nebenwirkungen. Wenn diese bei Ihnen auftreten, wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt:
      • Bauchschmerzen, Fieber, ungewöhnlicher Ausfluss oder abnormale Blutungen aus Ihrer Scheide oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Dies kann eine Infektion der Gebärmutter, der Eileiter oder der Eierstöcke sein, siehe unten unter „Beckeninfektion".
      • starke Schmerzen, wie z.B. Menstruationsschmerzen, mehr Schmerzen als erwartet oder sehr starke Blutungen aus der Scheide nach dem Einlegen. Oder Sie haben Schmerzen oder Blutungen, die länger als ein paar Wochen anhalten, plötzliche Veränderungen in Ihrem Menstruationszyklus, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder können die Fäden des Arzneimittels nicht mehr spüren. Dies können Anzeichen für eine Durchstoßung (Perforation) sein, siehe unten unter „Durchstoßung (Perforation)".
      • Ihre Regelblutung ist ausgeblieben, aber Sie haben Blutungen aus der Scheide, die nicht aufhören, oder Schmerzen im unteren Teil des Bauches, die stark sind oder nicht weg gehen. Dies können Anzeichen für eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter sein, siehe unten unter „Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter".
      • Sie haben Stimmungsschwankungen und depressive Symptome, siehe unten unter „Probleme mit der mentalen Gesundheit".
      • allergische Reaktionen, z.B. Hautausschlag, Quaddeln oder eine Schwellung von Zunge, Lippen, Gesicht oder Rachen. Diese Art der Reaktion ist sehr selten.
    • Wenn Sie glauben, dass einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft, sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt.
  • Andere Nebenwirkungen
    • Im Folgenden sind weitere Nebenwirkungen aufgeführt, die bei Ihnen auftreten können. Die häufigsten Nebenwirkungen stehen am Anfang dieser Liste. Die seltensten Nebenwirkungen stehen am Ende.
    • Sehr häufige Nebenwirkungen: kann mehr als 1 von 10 Personen betreffen
      • Kopfschmerzen
      • Bauchschmerzen oder Beckenschmerzen
      • Pickel (Akne) oder fettige Haut
      • Veränderungen bei der Regelblutung, zum Beispiel:
        • stärkere oder schwächere Blutung als üblich
        • Blutung oder schwache Blutung (Schmierblutung) außerhalb der Regelblutung
        • unregelmäßige oder seltene Regelblutungen
        • vollständiges Ausbleiben der Regelblutungen
        • Mehr dazu erfahren Sie im Abschnitt „Unregelmäßige oder seltene Regelblutungen" weiter unten.
      • kleiner, mit Flüssigkeit gefüllter Sack am Eierstock (Eierstockzyste). Mehr dazu erfahren Sie im Abschnitt „Eierstockzyste" weiter unten.
      • Entzündung der Schamlippen und Scheide (Vulvovaginitis)
    • Häufige Nebenwirkungen: kann bis zu 1 von 10 Personen betreffen
      • verminderter Geschlechtstrieb (verminderte Libido)
      • Migräne
      • Schwindelgefühl
      • Übelkeit
      • Haarausfall
      • Schmerzen während der Regelblutung
      • schmerzhafte oder empfindliche Brüste
      • das Präparat wird aus der Gebärmutter ausgestoßen (ganz oder teilweise). Mehr dazu erfahren Sie im Abschnitt „Wenn das Präparat ausgestoßen wird" weiter unten.
      • Ausfluss aus der Scheide
      • Gewichtszunahme
    • Gelegentliche Nebenwirkungen: kann bis zu 1 von 100 Personen betreffen
      • Zunahme der Körperbehaarung
  • Beschreibung ausgewählter möglicher Nebenwirkungen:
    • Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter
      • Zu den Anzeichen einer Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter gehören:
        • Ihre Regelblutung hat aufgehört, aber dann wieder anhaltende Blutungen aus Ihrer Scheide, die nicht aufhören.
        • Sie haben Schmerzen im unteren Teil Ihres Bauches, die stark sind oder nicht abklingen.
        • Sie haben normale Schwangerschaftsanzeichen, z.B. Übelkeit oder empfindliche Brüste, aber Sie haben auch Blutungen aus Ihrer Scheide und fühlen sich schwindelig.
        • Sie haben einen positiven Schwangerschaftstest.
      • Sie müssen sofort Ihren Arzt aufsuchen, wenn Sie eines dieser Symptome haben.
      • Das Risiko, dass Sie trotz des Präparats schwanger werden, ist sehr gering. Wenn Sie jedoch während der Anwendung schwanger werden, besteht ein größeres Risiko, dass die befruchtete Eizelle nicht in der Gebärmutter ist, sondern stattdessen in Ihrem Eileiter oder in der Bauchhöhle (ektope Schwangerschaft). Etwa 2 von 1 000 Frauen, die das Arzneimittel ein Jahr lang anwenden, haben eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter. Eine solche Schwangerschaft ist ein ernster Zustand und muss sofort medizinisch behandelt werden. Sie müssen möglicherweise operiert werden.
      • Manche Frauen haben ein höheres Risiko für eine ektope Schwangerschaft. Dies sind Frauen, die:
        • schon einmal eine ektope Schwangerschaft hatten
        • eine Operation an den Eileitern hatten
        • eine Beckeninfektion hatten.
    • Unregelmäßige oder seltene Blutungen
      • Es ist wahrscheinlich, dass sich Ihre Regelblutung durch das Präparat verändert. Zum Beispiel:
        • Es kann sein, dass Sie ein wenig bluten, wenn Sie nicht Ihre Regelblutung haben. Diese Blutung nennt man Schmierblutung.
        • Es kann sein, dass Sie Ihre Regelblutung weniger regelmäßig haben. In diesem Fall ist die Anzahl der Tage zwischen Ihren Regelblutungen nicht immer die gleiche.
        • Sie können kürzere oder längere Regelblutungen haben.
        • Möglicherweise verlieren Sie während Ihrer Regelblutung weniger oder mehr Blut als sonst.
        • Es kann sein, dass Ihre Regelblutung ganz ausbleibt.
      • Manchmal treten diese Veränderungen nur in den ersten Monaten nach dem Einlegen auf. Zum Beispiel:
        • Blutungen außerhalb der Regelblutung oder Schmierblutungen sind in den ersten 3 bis 6 Monaten am häufigsten.
        • Manche Frauen haben anfangs eine stärkere Regelblutung als sonst.
      • Möglicherweise verlieren Sie allmählich jeden Monat weniger Blut und haben eine kürzere Regelblutung. Bei einigen Frauen kann die Regelblutung schließlich ganz ausbleiben.
      • Haben Sie gar keine Regelblutung mehr? Das ist grundsätzlich normal. In den meisten Fällen bedeutet dies nicht, dass Sie schwanger sind oder sich in den Wechseljahren befinden. Der Grund dafür ist folgender: Normalerweise verdickt sich die Gebärmutterschleimhaut jeden Monat, um sich auf eine Schwangerschaft vorzubereiten. Sie wird dann wieder dünner, wenn Sie Ihre Regelblutung haben. Das Arzneimittel verringert die Verdickung der Gebärmutterschleimhaut. Dadurch kann Ihre Regelblutung ausbleiben. Ihre Hormonspiegel bleiben üblicherweise normal. Wenn Sie das Präparat entfernen lassen, bekommen Sie normalerweise wieder Ihre normale Regelblutung. Wenn dies nicht passiert, wenden Sie sich an Ihren Arzt.
    • Beckeninfektion
      • Das Präparat ist frei von Bakterien, Viren und Pilzen (steril). Das gilt auch für das Insertionsröhrchen. Trotzdem können Sie während der Einlage des Präparats oder in den ersten 3 Wochen danach eine Infektion in Ihrem Becken bekommen. Zum Beispiel in der Gebärmutterschleimhaut, den Eileitern oder den Eierstöcken. Dies kann bei bis zu 1 von 10 Anwenderinnen auftreten. Sie können bekommen:
        • Bauchschmerzen
        • Fieber
        • ungewöhnlichen Ausfluss aus der Scheide
        • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.
      • Sie haben ein höheres Risiko für eine Infektion in Ihrem Becken, wenn:
        • Sie eine sexuell übertragbare Krankheit haben
        • Sie oder Ihr Partner mehrere Geschlechtspartner haben
        • Sie früher bereits eine Infektion in Ihrem Becken hatten.
      • Bei einer Beckeninfektion ist es wichtig, dass Sie sofort einen Arzt aufsuchen. Eine Beckeninfektion kann Folgendes verursachen:
        • anschließende Probleme mit der Fortpflanzungsfähigkeit. Dies kann bedeuten, dass es schwieriger wird, schwanger zu werden
        • eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter (ektope Schwangerschaft), wenn Sie schwanger werden
        • eine schwere Infektion oder Blutvergiftung. Dies ist sehr selten und tritt kurz nach dem Einlegen des Präparats auf. Eine Blutvergiftung bedeutet, dass Sie aufgrund einer Infektion sehr krank sind. Eine Blutvergiftung kann tödlich sein, wenn sie nicht behandelt wird.
      • Sie müssen das Präparat entfernen lassen, wenn die Beckeninfektion:
        • mehrmals wieder auftritt
        • sehr schwerwiegend ist
        • mit der Behandlung nicht abklingt.
    • Wenn das Präparat ausgestoßen wird
      • Das Präparat kann ihre Lage in der Gebärmutter verändern oder sie kann ganz ausgestoßen werden. Dies wird durch die Muskelkontraktionen der Gebärmutter verursacht, wenn Sie Ihre Regelblutung haben. Dies kann bei bis zu 1 von 10 Anwenderinnen auftreten, insbesondere wenn Sie:
        • übergewichtig sind, wenn das Präparat eingelegt wird
        • vorher starke Regelblutungen hatten.
      • Wenn sich das Präparat nicht an der richtigen Stelle befindet, kann sie vielleicht nicht mehr richtig wirken. Sie haben dann ein höheres Risiko, schwanger zu werden. Wenn das Präparat aus der Gebärmutter ausgestoßen wird, kann es eine Schwangerschaft nicht länger verhindern. Wenn sich das Arzneimittel nicht an der richtigen Stelle befindet oder aus der Gebärmutter ausgestoßen wurde, kann es sein, dass Sie Schmerzen oder Blutungen aus der Scheide haben, die anders als normal sind. Es ist auch möglich, dass das Präparat aus der Gebärmutter ausgestoßen wird, ohne dass Sie es bemerken.
      • Das Arzneimittel verringert normalerweise die Menge an Blut, die Sie bei Ihrer Regelblutung verlieren.
      • Je länger Sie das Präparat anwenden, desto weniger Blut verlieren Sie bei der Regelblutung. Das heißt, wenn Sie während Ihrer Regelblutung plötzlich wieder mehr Blut verlieren, kann es sein, dass das Präparat aus der Gebärmutter ausgestoßen wurde. In der Gebrauchsinformation erfahren Sie, wie Sie überprüfen können, ob das Präparat korrekt sitzt.
      • Außerdem erfahren Sie, was zu tun ist, wenn Sie glauben, dass das Präparat nicht mehr an der richtigen Stelle ist.
    • Durchstoßung (Perforation)
      • Es kann vorkommen, dass das Präparat in die Gebärmutterwand oder durch die Gebärmutterwand gestoßen wird. Dies wird als Durchstoßung (Perforation) bezeichnet. Eine Durchstoßung tritt in der Regel auf, wenn das Präparat eingelegt wird. Eine Durchstoßung tut nicht immer weh und daher bemerken Sie sie möglicherweise erst später. Wenn das Präparat wegen einer Durchstoßung nicht mehr an der richtigen Stelle ist, wirkt sie nicht mehr gegen eine Schwangerschaft. Ein Arzt muss sie dann so schnell wie möglich entfernen. Manchmal ist eine Operation nötig.
      • Eine Durchstoßung kommt bei bis zu 1 von 1 000 Anwenderinnen vor. Das Risiko für eine Durchstoßung ist größer (bis zu 1 von 100 Anwenderinnen), wenn:
        • Sie stillen, wenn Ihnen das Präparat eingesetzt wird
        • Sie in den letzten 9 Monaten vor der Einlage des Präparats ein Kind bekommen haben.
      • Sie können eine Durchstoßung haben, wenn Sie:
        • starke Schmerzen haben, die sich wie Regelschmerzen anfühlen, oder mehr Schmerzen als erwartet haben
        • sehr starke Blutungen aus der Scheide nach dem Einlegen haben
        • Schmerzen oder Blutungen haben, die länger als ein paar Wochen andauern
        • plötzliche Veränderungen in Ihrem Menstruationszyklus haben
        • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr haben
        • die Fäden des Präparats nicht mehr spüren können.
      • Wenn Sie eine Durchstoßung vermuten, suchen Sie umgehend einen Arzt auf. Informieren Sie diesen Arzt darüber, dass Sie das Präparat anwenden, insbesondere dann, wenn es sich nicht um die Person handelt, die sie eingelegt hat.
    • Eierstockzyste
      • Manchmal kommt es mit diesem Präparat zu einem kleinen, mit Flüssigkeit gefüllten Sack auf einem Eierstock. So ein Sack wird als Eierstockzyste bezeichnet.
      • Anzeichen für eine Eierstockzyste können sein:
        • Schmerzen im Becken
        • Schmerzen oder ein unangenehmes Gefühl beim Geschlechtsverkehr.
      • Eine Eierstockzyste verschwindet normalerweise von selbst. Es kann jedoch sein, dass eine ärztliche Behandlung erforderlich ist. In seltenen Fällen kann eine Operation nötig sein. Wenn Sie glauben, dass Sie eine Eierstockzyste haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt.
    • Probleme mit der mentalen Gesundheit
      • Manche Frauen, die hormonelle Verhütungsmittel wie dieses anwenden, bekommen eine Depression oder eine depressive Verstimmung.
      • Depressionen können schwerwiegend sein. Sie können manchmal zu Selbstmordgedanken führen. Wenn Sie Stimmungsschwankungen und depressive Symptome haben, wenden Sie sich so schnell wie möglich an Ihren Arzt. Depressionen und depressive Verstimmungen können bei bis zu 1 von 100 Anwenderinnen dieses Präparats auftreten.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
Patientenhinweise
Kyleena® 19.5Mg 8Mg Wirk
Bitte schützen Sie das Arzneimittel vor hohen Temperaturen und direkter Sonneneinstrahlung.
Kyleena® 19.5Mg 8Mg Wirk
Das Arzneimittel darf in der Schwangerschaft nicht angewendet werden.
  • Wissenswertes über das Arzneimittel
    • Ihr Arzt muss sich sicher sein, dass dieses Verhütungsmittel für Sie geeignet ist. Deshalb wird er zunächst einige Fragen zu Ihrer Gesundheit stellen. Erst dann erhalten Sie ein Rezept.
    • Das Arzneimittel ist ein Verhütungsmittel, das Schwangerschaften verhindert. Aber kein Verhütungsmittel verhindert jede Schwangerschaft. Jedes Jahr werden etwa 2-3 von 1 000 Frauen, die das Arzneimittel anwenden, schwanger.
    • Das Arzneimittel schützt Sie nicht vor HIV-Infektionen oder anderen sexuell übertragbaren Krankheiten.
    • Sie ist keine Notfallverhütung wie die „Pille danach". Frauen, die kurz vor dem Einlegen ungeschützten Geschlechtsverkehr hatten, können schwanger werden.
  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bevor Sie das Arzneimittel anwenden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie
      • Diabetes haben. Normalerweise müssen Sie während der Anwendung Ihre Diabetesmedikamente nicht ändern. Dies muss aber unter Umständen von Ihrem Arzt überprüft werden.
      • an Epilepsie leiden. Beim Einlegen oder Entfernen kann es zu einem Anfall (Krampfanfall) kommen.
      • in der Vergangenheit eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter (ektope Schwangerschaft) hatten.
      • an Migräne leiden, die Sehstörungen, wie z.B. plötzlicher Verlust des Sehvermögens auf einem Auge oder andere Probleme verursacht (Migräne mit Aura),
      • andere starke Kopfschmerzen ohne bekannte Ursache haben.
      • Gelbsucht haben (Haut, Nägel und das Weiß der Augen werden gelb).
      • hohen Blutdruck haben.
      • jemals einen Schlaganfall oder Herzinfarkt hatten.
      • Wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft (oder Sie unsicher sind), sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Ihnen das Arzneimittel eingelegt wird.
    • Sprechen Sie während der Anwendung sofort mit Ihrem Arzt, wenn Sie
      • Anzeichen einer Schwangerschaft oder einen positiven Schwangerschaftstest haben, siehe Kategorie „Schwangerschaftshinweis".
      • Anzeichen einer Schwangerschaft, aber auch Schmerzen haben, aus Ihrer Scheide bluten oder sich schwindelig fühlen. Dies kann bedeuten, dass Sie eine Schwangerschaft außerhalb Ihrer Gebärmutter haben, siehe Kategorie „Schwangerschaftshinweis".
      • Bauchschmerzen, Fieber, ungewöhnlichen Ausfluss aus der Scheide oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr haben. Das kann darauf hindeuten, dass Sie eine Infektion haben und schnell Medikamente bekommen müssen. Siehe Kategorie "Nebenwirkungen".
      • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr haben. Sie haben möglicherweise einen kleinen, mit Flüssigkeit gefüllten Sack (Zyste) in Ihrem Eierstock. Siehe Kategorie "Nebenwirkungen".
      • starke Schmerzen haben, sehr stark bluten oder die Fäden nicht mehr spüren können. Möglicherweise liegt eine Durchstoßung (Perforation) vor. Siehe Kategorie "Nebenwirkungen".
    • Wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt, falls bei Ihnen eines der oben genannten Symptome auftritt.
      • Sprechen Sie auch mit Ihrem Arzt über das Arzneimittel, wenn Sie
        • zum ersten Mal eine Migräne oder sehr starke Kopfschmerzen haben.
        • bemerken, dass Ihre Haut, Ihre Nägel und das Weiß Ihrer Augen gelb werden. Dies sind Anzeichen für Gelbsucht.
        • bemerken, dass Ihr Blutdruck ansteigt.
        • einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt hatten.
          • Ihr Arzt wird dann entscheiden, ob Sie das Arzneimittel auch weiterhin sicher anwenden können.
    • Achten Sie auf Anzeichen dafür, dass das Arzneimittel nicht an der richtigen Stelle ist Anzeichen dafür, dass das Arzneimittel nicht an der richtigen Stelle ist, sind:
      • Sie können mit Ihrem Finger die Fäden des Arzneimittels in Ihrer Scheide nicht mehr spüren, siehe Kategorie "Art der Anwendung".
      • Sie können das untere Kunststoffende des Arzneimittels spüren oder Ihr Partner spürt es. Siehe Kategorie "Art der Anwendung".
      • Es treten plötzlich Veränderungen bei Ihren Regelblutungen auf. Zum Beispiel: Ihre Regelblutung ist ausgeblieben und tritt dann plötzlich wieder auf.
      • Diese Anzeichen können darauf hindeuten, dass das Arzneimittel aus der Gebärmutter ausgestoßen wurde, siehe Kategorie "Nebenwirkungen". Oder es könnte bedeuten, dass bei Ihnen eine Durchstoßung (Perforation) aufgetreten ist, siehe Kategorie "Nebenwirkungen".
        • Wenn Sie eines der Anzeichen haben, dass das Arzneimittel nicht an der richtigen Stelle ist, sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt. Sie sollten keinen Geschlechtsverkehr haben, es sei denn, Sie verwenden ein Kondom oder ein Diaphragma, bis Ihr Arzt überprüft hat, dass das Arzneimittel noch an der richtigen Stelle ist
        • Ihr Partner spürt möglicherweise die Fäden beim Geschlechtsverkehr. Dies bedeutet nicht, dass das Arzneimittel nicht an der richtigen Stelle ist. Wenn es Ihrem Partner jedoch unangenehm ist, die Fäden zu spüren, kann Ihr Arzt für Abhilfe sorgen.
    • Brustkrebs
      • Frauen, die die „Pille" (als Verhütungsmittel) einnehmen, haben ein leicht erhöhtes Brustkrebsrisiko. Dieses geht innerhalb von 10 Jahren nach Absetzen der „Pille" wieder auf das altersentsprechende Grundrisiko zurück. Einige wissenschaftliche Studien deuten auf ein geringfügig erhöhtes Brustkrebsrisiko bei der Verwendung von Levonorgestrel-Hormonspiralen hin, während andere Studien nicht auf ein erhöhtes Risiko hindeuten. Sprechen Sie mit ihrer Ärztin bzw. ihrem Arzt, wenn Sie Bedenken haben.
    • Menstruationsprodukte
      • Wenn Sie Ihre Regelblutung haben, sollten Sie am besten Binden verwenden. Falls Sie Tampons oder eine Menstruationstasse benutzen, wechseln Sie diese vorsichtig. Andernfalls könnten Sie versehentlich an den Fäden des Arzneimittels ziehen. Wenn Sie glauben, dass Sie das Arzneimittel möglicherweise herausgezogen haben und sie möglicherweise nicht mehr an der richtigen Stelle ist (siehe Aufzählung oben für mögliche Anzeichen), sollten Sie keinen Geschlechtsverkehr haben, bis Sie Ihren Arzt aufgesucht haben, es sei denn, Sie verwenden ein Kondom oder ein Diaphragma.
    • Probleme mit der mentalen Gesundheit
      • Manche Frauen, die hormonelle Verhütungsmittel anwenden, bekommen eine Depression oder eine depressive Verstimmung. Siehe Kategorie "Nebenwirkungen" für weitere Informationen.
    • Kinder und Jugendliche
      • Mädchen, die noch keine Regelblutung hatten, dürfen das Arzneimittel nicht anwenden.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Das Arzneimittel hat keinen bekannten Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
  • Schwangerschaft
    • Lassen Sie das Arzneimittel nicht einlegen, wenn Sie schwanger sind.
    • Wenn Sie während der Anwendung keine Regelblutung mehr haben
      • Einige Frauen haben keine Regelblutung während der Anwendung. Wenn Sie Ihre Regelblutung nicht mehr haben, liegt das wahrscheinlich am Arzneimittel. Mehr dazu erfahren Sie in Kategorie "Nebenwirkungen".
      • Hatten Sie seit 6 Wochen keine Regelblutung? Dann können Sie einen Schwangerschaftstest machen. Wenn der Test aussagt, dass Sie nicht schwanger sind, muss kein weiterer Test durchgeführt werden.
    • Wenn Sie Anzeichen einer Schwangerschaft bemerken
      • Wenn Sie Anzeichen einer Schwangerschaft haben, wie z.B. das Ausbleiben der Regelblutung, Übelkeit und empfindliche Brüste, sollten Sie:
      • 1. einen Schwangerschaftstest machen
      • 2. sich von Ihrem Arzt untersuchen lassen.
    • Wenn Sie schwanger werden
      • Wenn Sie trotz des Arzneimittels schwanger werden, wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt. Er wird das Arzneimittel entfernen.
      • Es besteht das Risiko, dass Sie eine Fehlgeburt haben, wenn das Arzneimittel entfernt wird. Wenn Sie des Arzneimittels trotz Ihrer Schwangerschaft weiter anwenden, haben Sie ein größeres Risiko für:
        • eine Fehlgeburt
        • eine Frühgeburt.
      • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über den Nutzen und die Risiken, wenn die Schwangerschaft trotz des Arzneimittels fortgesetzt wird. Ihr Arzt wird Sie sehr engmaschig überwachen. Sie müssen Ihren Arzt sofort kontaktieren, wenn folgende Beschwerden auftreten:
        • Bauchkrämpfe
        • Bauchschmerzen
        • Fieber
      • Das Arzneimittel enthält ein Hormon, genannt Levonorgestrel. Fragen Sie Ihren Arzt nach der Wirkung, die das Hormon auf Ihr ungeborenes Kind haben kann. Es gibt sehr wenige Berichte über Auswirkungen von Levonorgestrel-Spiralen auf die Genitalien weiblicher Babys in der Gebärmutter.
    • Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter
      • Das Risiko, trotz des Arzneimittels schwanger zu werden, ist sehr gering. Wenn Sie jedoch während der Anwendung des Arzneimittels schwanger werden, haben Sie ein höheres Risiko, dass die befruchtete Eizelle nicht in Ihrer Gebärmutter ist, sondern stattdessen in Ihrem Eileiter oder in der Bauchhöhle (ektope Schwangerschaft). Solch eine Schwangerschaft ist ein ernstzunehmender Zustand und muss sofort ärztlich behandelt werden. Nach einer ektopen Schwangerschaft kann es schwieriger sein, wieder schwanger zu werden. Siehe Kategorie "Nebenwirkungen".
  • Stillzeit
    • Sie können das Arzneimittel während der Stillzeit anwenden. Eine kleine Menge des Hormons gelangt in die Muttermilch. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass das Arzneimittel die Qualität oder Menge Ihrer Muttermilch oder das Wachstum und die Entwicklung Ihres gestillten Säuglings beeinflusst.
  • Fortpflanzungsfähigkeit
    • Wenn Sie schwanger werden möchten, müssen Sie das Arzneimittel von Ihrem Arzt entfernen lassen.
    • Nachdem das Arzneimittel entfernt wurde, beeinflusst es Ihre Fortpflanzungsfähigkeit nicht mehr.
  • Einlage des intrauterinen Wirkstofffreisetzungssystems (IUS)
    • Untersuchung vor der Einlage durch Ihren Arzt/Ihre Ärztin
    • Nach der gynäkologischen Untersuchung geschieht folgendes:
      • Ein als Spekulum bezeichnetes Instrument wird in Ihre Scheide eingeführt und der Gebärmutterhals kann mit einer antiseptischen Lösung gesäubert werden. Anschließend wird das IUS mit einem dünnen, biegsamen Plastikröhrchen (Einlegeröhrchen) in die Gebärmutter eingeführt. Vor der Einlage kann der Gebärmutterhals lokal betäubt werden.
      • Manche Frauen fühlen sich bei der Einlage oder danach oder bei der Entfernung schwindlig oder werden ohnmächtig.
      • Während oder kurz nach der Einlage können bei Ihnen Schmerzen und Blutungen auftreten.
  • Nach der Einlage sollten Sie eine Patientenerinnerungskarte für die Nachuntersuchungen durch Ihren Arzt/Ärztin erhalten. Bringen Sie diese Erinnerungskarte zu jedem Arzttermin mit.
  • Entfernung des IUS
    • Das IUS kann jederzeit einfach von Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin entfernt werden, danach ist eine Schwangerschaft möglich. Manche Frauen fühlen sich schwindlig oder werden ohnmächtig während oder nachdem das Arzneimittel entfernt wird. Sie können bei der Entfernung Schmerzen und Blutungen haben.
  • Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen.
Rezeptpflichtige Medikamente dürfen nur gegen Vorlage eines Originalrezepts abgegeben werden. Scannen Sie dafür einfach Ihr E-Rezept oder schicken Sie uns Ihr herkömmliches Rezept per Post zu.

Was passiert eigentlich mit meinem Rezept?

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