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Thiola 250 mg

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  • PZN
    16807621
  • Darreichung
    Überzogene Tabletten
  • Marke
    Thiola
  • Hersteller
    Desitin Arzneimittel GmbH

Produktdetails & Pflichtangaben

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
verschreibungspflichtiges Arzneimittel

Wirkstoffe

  • 250 mg Tiopronin

Hilfsstoffe

  • Carnaubawachs
  • Siliciumdioxid, hochdisperses
  • Cellulose, mikrokristalline
  • Butylmethacrylat-Copolymer, basisches
  • Povidon K29-32
  • Magnesium stearat (pflanzlich)
  • 94.1 mg Saccharose
  • 102 mg Lactose
  • Schellack
  • Dimeticon 100
  • Titandioxid
  • Wachs, gebleichtes
  • Arabisches Gummi, sprühgetrocknet
  • Calciumcarbonat
  • Talkum

Quelle: Avoxa/ABDATA Pharma-Daten-Service

  • Dies ist ein Arzneimittel zur Behandlung von Erkrankungen bzw. Störungen im Bereich der Harnwege (Urologikum).
  • Das Präparat ist ein Arzneimittel zur Behandlung von Schwermetallvergiftungen (Antidot).
  • Es wird angewendet bei:
    • einer vermehrten Ausscheidung von Cystin durch die Niere (Cystinurie), der Bildung von Cystinsteinen in den ableitenden Harnwegen (Cystinurolithiasis),
    • Schwermetallvergiftungen, insbesondere bei Quecksilber, Kupfer, Eisen, Eisenüberladung in inneren Organen (Hämosiderose),
    • Kupferüberladung im Organismus (Morbus Wilson).
Gegenanzeigen
  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
    • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Tiopronin oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
    • wenn bei Ihnen eine erhöhte Ausscheidung von Eiweiß im Urin (Albuminurie) bekannt ist.
    • wenn Sie unter einer Erkrankung der Nierenkörperchen (Glomerulonephritis) leiden.
    • wenn bei Ihnen bestimmte Formen von Muskellähmung oder Muskelschwäche und -schmerzen (Myasthenie oder Polymyositis) bekannt sind.
    • wenn bei Ihnen eine Arzneimittelbedingte Erkrankung mit Verminderung von Blutzellen (Zytopenien) beobachtet wurde.
    • wenn bei Ihnen eine akute Hauterkrankung mit Bläschenbildung (Pemphigus) vorliegt.
    • wenn Sie stillen.
  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Die Dosierung muss von Ihrem Arzt dem vorliegenden Krankheitsbild, Ihrer persönlichen Situation sowie möglichen Begleitumständen angepasst werden.
  • Die empfohlene Dosis beträgt:
    • Die nachfolgenden Tabellen geben Ihnen Auskunft über Einzel- und Tagesgesamtdosis:
  • Dosierung bei einer vermehrten Ausscheidung von Cystin durch die Niere (Cystinurie, Cystinurolithiasis)
    • Für Kinder mit einem Gewicht kleiner 44 kg stehen Präparate mit niedrigerer Wirkstärke zur Verfügung.
    • Die Höhe der Dosierung bestimmt Ihr Arzt anhand der Laborwerte. Bei Erwachsenen mussmerfahrungsgemäß die Dosierung während der Therapie erhöht werden. Jedoch sollte eine gesamte Tagesdosis von 2000 mg Tiopronin, unabhängig vom Körpergewicht, nicht überschritten werden.
    • Kinder ab 44 - 52 kg (ca. 13 - 14 Jahre)
      • Einzeldosis
        • 1 Tablette (entsprechend 250 mg Tiopronin)
      • Tagesgesamtdosis
        • 2 - 3 x 1 Tablette (entsprechend 500 bis 750 mg Tiopronin)
    • Jugendliche und Erwachsene über 52 kg (ab 15 Jahren)
      • Einzeldosis
        • 1 - 2 Tabletten (entsprechend 250 bis 500 mg Tiopronin)
      • Tagesgesamtdosis
        • 2 x 1 - 3 x 2 Tabletten (entsprechend 500 bis 1500 mg Tiopronin)
    • Spezielle Therapiehinweise:
      • Vor allem bei Cystinurie sollten Sie regelmäßig und reichlich Flüssigkeit (2 bis 3 Liter täglich) zu sich nehmen.
      • Bei Cystinurie sollten Sie den Verzehr von Salz einschränken. Eine erhöhte Salzaufnahme führt zu einer vermehrten Ausscheidung von Cystin durch die Nieren. Dies könnte Ihr Krankheitsbild verstärken.
  • Dosierung bei Schwermetallvergiftungen
    • Die Dosierung bei Schwermetallvergiftungen sollte der Vergiftung (Intoxikation) entsprechen. Bei chronischen Schwermetallvergiftungen sollte die Behandlung mit einer niedrigen Dosierung beginnen.
      • Jugendliche und Erwachsene über 52 kg (ab 15 Jahren)
        • Einzeldosis
          • 1 - 2 Tabletten (entsprechend 250 bis 500 mg Tiopronin)
        • Tagesgesamtdosis
          • 2 x 1 - 3 x 2 Tabletten (entsprechend 500 bis 1500 mg Tiopronin)
  • Dosierung bei Anreicherung von Kupfer (Morbus Wilson) bzw. Eisen (Hämosiderose)
    • Die Dosierung sollte dem Schweregrad der Erkrankung entsprechen.
      • Jugendliche und Erwachsene über 52 kg (ab 15 Jahren)
        • Einzeldosis
          • 1 - 2 Tabletten (entsprechend 250 bis 500 mg Tiopronin)
        • Tagesgesamtdosis
          • 2 x 1 - 2 x 2 Tabletten (entsprechend 500 bis 1000 mg Tiopronin)
  • Weitere Therapiehinweise
    • Während einer längeren Therapie mit dem Arzneimittel ist die Gabe von Vitamin B6 zu empfehlen.

 

  • Dauer der Anwendung
    • Ihr behandelnder Arzt bestimmt die Dauer der Anwendung.
  • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • Bei Verdacht auf eine Überdosierung informieren Sie bitte Ihren Arzt. Normalerweise ist das Arzneimittel auch bei hoher Dosis gut verträglich.

 

  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Eine nachträgliche Einnahme ist nicht erforderlich.

 

  • Wenn Sie die Einnahme abbrechen
    • Wenn Sie die Therapie vorzeitig abbrechen, können die Beschwerden wieder auftreten oder sich verstärken. Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn Sie die Therapie mit dem Arzneimittel abbrechen.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker
Nebenwirkungen
  • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
    • Sehr häufig: Mehr als 1 Behandelter von 10
    • Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
    • Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
    • Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
    • Sehr selten: Weniger als 1 Behandelter von 10 000
    • Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
  • Wenn Sie von einer der nachfolgenden Nebenwirkungen betroffen sind, müssen Sie das Arzneimittel absetzen und Kontakt mit einem Arzt aufnehmen.
  • Gelegentlich:
    • Magen-Darm-Beschwerden wie: Magenverstimmung, Durchfall (Diarrhöe)
    • Störung des Geschmacksinns
    • Temperaturerhöhung
    • Hautreaktionen wie Juckreiz (Pruritus), Entzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis), Blasenbildung (Pemphigus) sowie verschiedene Arten von Hautausschlägen (maculopapuläre Exantheme, Erythema multiforme und ekzematöse Eruptionen).
  • Selten:
    • Anstieg der Leberwerte (Transaminasen), Leberentzündung (Hepatitis)
    • Verminderung von Blutzellen (Thrombozytopenie, Leukopenie), in Einzelfällen kann eine Störung des Blutbildes eintreten (Agranulozytose)
    • Nierenschädigung (Nephropathie)
    • Nephrotisches Syndrom: Krankheitsbild bei einer Nierenerkrankung mit großer Ausscheidung von Eiweißen im Urin (Proteinurie), Ansammlung von Wasser im Gewebe (Ödemen), erhöhten Blutfetten und Risiko zur Bildung eines Blutgerinnsels (Thrombose)
    • Ausscheidung von Eiweißen im Urin (Albuminurie)
    • Senkung des Blutzuckerspiegels.
  • Ihr Arzt sollte daher regelmäßig die Leberwerte (Transaminasen), das Blutbild und die Nierenwerte (Urinstatus) überprüfen.
  • Sehr selten:
    • Erkrankung der Muskulatur (Myopathie)
    • Erkrankung der Lunge (Pneumopathie)
    • Entzündung der kleinen Luftwege (Bronchiolitis obliterans)
    • krankhafte Muskelschwäche mit Lähmungserscheinungen (Myasthenia gravis)
  • Hinweis:
    • Nebenwirkungen, die möglicherweise bei einer früheren Behandlung mit dem Wirkstoff Penicillamin beobachtet wurden, müssen nicht zwangsläufig auch bei einer Behandlung mit dem Wirkstoff Tiopronin auftreten.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
Patientenhinweise
Thiola 250 mg
Bitte schützen Sie das Arzneimittel vor hohen Temperaturen und direkter Sonneneinstrahlung.
Thiola 250 mg
Diese Tablette ist nicht teilbar.
Thiola 250 mg
Dieses Arzneimittel ist vor den Mahlzeiten einzunehmen, sofern nicht anders vom Arzt verordnet.
Thiola 250 mg
Von einer Anwendung in der Stillzeit wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Insbesondere bei höherer Dosierung können individuell unterschiedliche Reaktionen auftreten. Das Arzneimittel kann die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen beeinträchtigen. Dies gilt in verstärktem Maße bei Beginn der Behandlung sowie bei gleichzeitiger
    • Einnahme von Alkohol, Beruhigungs- und Schlafmitteln.
  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Schwangerschaft:
    • Es liegen keine Erfahrungen zur Anwendung bei Schwangeren vor. Das mögliche Risiko für das Ungeborene ist nicht bekannt. Daher dürfen Sie das Arzneimittel während der Schwangerschaft nur einnehmen, wenn Ihr Arzt aufgrund Ihrer Erkrankung einen lebensbedrohlichen Zustand festgestellt hat.
  • Stillzeit:
    • Es ist nicht bekannt, ob das Arzneimittel in die Muttermilch übertritt. Die Einnahme des Präparates kann unerwünschte Wirkungen bei Ihrem Kind verursachen. Sie dürfen es in der Stillzeit nicht einnehmen (siehe Kategorie "Kontraindikation"). Weiterhin kann die Einnahme des Arzneimittels eine frühzeitige Unterdrückung der Bildung von Muttermilch bewirken.
  • Sie sollten das Präparat eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit (z. B. einem Glas Trinkwasser) einnehmen.
  • Nehmen Sie das Arzneimittel über den Tag verteilt (z. B. morgens, mittags oder abends) ein.
  • Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen / angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen / anzuwenden.
    • Die gleichzeitige Einnahme von diesem Präparat kann die Wirkung folgender Arzneimittel verstärken
      • Mittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit (Antidiabetika)
      • Mittel zur Behandlung rheumatischer Krankheiten (Antirheumatika)
      • Mittel zur Verflüssigung von Schleim in den oberen Luftwegen (Mukolytika).
    • Die gleichzeitige Einnahme von diesem Präparat kann die Wirkung folgender Arzneimittel abschwächen
      • eisenhaltige Präparate. Sie sollten eisenhaltige Präparate nicht zeitgleich mit diesem Arzneimittel einnehmen.
    • Die gleichzeitige Einnahme von diesem Präparat kann die Nebenwirkungen folgender Arzneimittel verstärken
      • Mittel zur Behandlung einer Virus-Erkrankung (Aciclovir, systemisch): die bekannten Nebenwirkungen können verstärkt werden.
      • Mittel zur Blutdrucksenkung (ACE-Hemmer), Mittel zur Behandlung eines Pilzbefalls (Amphotericin-B), Mittel zur Behandlung von Virus-Erkrankungen (Cidofovir, Foscarnet, Ganciclovir): es besteht ein erhöhtes Risiko für eine Nierenschädigung.
      • Mittel zur Behandlung bösartiger Geschwulsterkrankungen (Alemtuzumab, Amsacrin, Epirubicin, Temozolomid, Vindesin): es besteht ein erhöhtes Risiko für Veränderungen im Blutbild.
      • Mittel zur Behandlung infektiöser Krankheiten (Aminoglykoside [systemisch]) sowie Mittel zur Behandlung bösartiger Geschwulsterkrankungen (Cisplatin, Teniposid): es besteht ein erhöhtes Risiko für eine Schädigung des Innenohrs sowie für eine Nierenschädigung.
  • Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken und Alkohol
    • Sie dürfen während der Behandlung mit dem Arzneimittel keinen Alkohol trinken.

Fragen und Antworten zu Thiola 250 mg

Wann und in welcher Dosierung wird Thiola 250 mg eingenommen oder gegeben?

Frage von Fiene N.

Bitte wenden Sie Thiola® 250 mg so an, wie es Ihnen Ihre Ärztin oder Ihr Arzt verordnet. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre Arztpraxis, sollten Sie die ärztlich verordnete Dosierung vergessen haben.

Die übliche Dosierung für Erwachsene ist abhängig vom Anwendungsgebiet:

Bei Cystinurie/Cystinsteinen: üblicherweise 500 bis 1.500 mg Tiopronin täglich, verteilt auf 2 bis 3 Einnahmen. Die Einzeldosis beträgt 1 - 2 Tabletten (entsprechend 250 bis 500 mg Tiopronin). Die Tagesdosis von 2.000 mg Tiopronin darf nicht überschritten werden. Bei Cystinurie wird empfohlen, regelmäßig 2 bis 3 Liter Flüssigkeit täglich zu trinken und die Salzaufnahme einzuschränken.

Bei Schwermetallvergiftungen: üblicherweise 500 bis 1.500 mg Tiopronin täglich, verteilt auf 2 bis 3 Einnahmen. Die Einzeldosis ist 1 - 2 Tabletten (entsprechend 250 bis 500 mg Tiopronin).

Bei Morbus Wilson oder Hämosiderose: üblicherweise 500 bis 1.000 mg Tiopronin täglich, verteilt auf 2 Einnahmen. Die Einzeldosis ist 1 - 2 Tabletten (entsprechend 250 bis 500 mg Tiopronin).

Die Anwendung des Medikamentes sollte eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten erfolgen. Die Tabletten sollen unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit (z. B. einem Glas Wasser) eingenommen werden. Die Einnahme sollte über den Tag verteilt, beispielsweise morgens, mittags oder abends, erfolgen.

Diese Angaben sind ein unvollständiger Auszug aus der aktuellen Packungsbeilage (Stand November 2023). Bitte lesen Sie diese sorgfältig durch.

Beantwortet durch unser Team aus Apothekern und PTAs. Falls Fragen offenbleiben sollten, lesen Sie bitte die Packungsbeilage des jeweiligen Medikaments oder sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder unserer pharmazeutischen Beratung.

Wie lange muss Thiola 250 mg eingenommen werden?

Frage von Samantha S.

Die Dauer der Behandlung mit Thiola® 250 mg wird von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt bestimmt. Üblicherweise wird das Arzneimittel über einen individuell festgelegten Zeitraum angewendet, der sich nach dem Krankheitsbild, dem Behandlungserfolg und den ärztlichen Kontrollen richtet.

Bitte beenden Sie die Therapie nicht, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist, ohne Rücksprache mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem Arzt zu halten. Bei einem vorzeitigen Abbruch der Behandlung können die Beschwerden wieder auftreten oder sich verstärken.

Diese Angaben sind ein unvollständiger Auszug aus der aktuellen Packungsbeilage (Stand November 2023). Bitte lesen Sie diese sorgfältig durch.

Beantwortet durch unser Team aus Apothekern und PTAs. Falls Fragen offenbleiben sollten, lesen Sie bitte die Packungsbeilage des jeweiligen Medikaments oder sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder unserer pharmazeutischen Beratung.

Welche Wechselwirkungen können durch die Einnahme von Thiola 250 mg vorkommen?

Frage von Mayla E.

Informieren Sie Ihre Ärztin oder Apothekerin, Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden bzw. vor Kurzem angewendet haben. Hierzu zählen auch nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel und pflanzliche Präparate.

Thiola® 250 mg kann mit folgenden Wirkstoffen bzw. Wirkstoffgruppen Wechselwirkungen hervorrufen:

  • Antidiabetika zur Behandlung der Zuckerkrankheit – Wirkung kann verstärkt werden.
  • Antirheumatika zur Behandlung rheumatischer Erkrankungen – Wirkung kann verstärkt werden.
  • Mukolytika zur Schleimlösung bei Atemwegserkrankungen – Wirkung kann verstärkt werden.
  • Eisenpräparate zur Behandlung oder Vorbeugung von Eisenmangel – Wirkung kann abgeschwächt werden; keine zeitgleiche Einnahme.
  • Aciclovir zur Behandlung von Virusinfektionen – Nebenwirkungen können verstärkt werden.
  • ACE-Hemmer zur Behandlung von Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen – erhöhtes Risiko einer Nierenschädigung.
  • Amphotericin B zur Behandlung von Pilzinfektionen – erhöhtes Risiko einer Nierenschädigung.
  • Cidofovir, Foscarnet oder Ganciclovir zur Behandlung von Virusinfektionen – erhöhtes Risiko einer Nierenschädigung.
  • Alemtuzumab, Amsacrin, Epirubicin, Temozolomid oder Vindesin zur Behandlung bösartiger Tumorerkrankungen – erhöhtes Risiko für Blutbildveränderungen.
  • Aminoglykoside, Cisplatin oder Teniposid zur Behandlung von Infektionen bzw. Krebserkrankungen – erhöhtes Risiko für Innenohr- und Nierenschädigungen.

und Weitere.

Bitte berücksichtigen Sie außerdem die folgenden Hinweise:

Alkohol:

  • Während der Behandlung mit Thiola® 250 mg dürfen Sie keinen Alkohol trinken.

Eisenpräparate:

  • Eisenhaltige Präparate sollen nicht zeitgleich mit Thiola® 250 mg eingenommen werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft: Zur Anwendung dieses Arzneimittels in der Schwangerschaft liegen keine Erfahrungen vor. Das mögliche Risiko für das ungeborene Kind ist nicht bekannt. Daher darf es während der Schwangerschaft nur eingenommen werden, wenn die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt aufgrund der Erkrankung einen lebensbedrohlichen Zustand festgestellt hat.

Stillzeit: Das Arzneimittel darf während der Stillzeit nicht eingenommen werden. Es ist nicht bekannt, ob der Wirkstoff in die Muttermilch übertritt. Unerwünschte Wirkungen beim Kind können nicht ausgeschlossen werden. Außerdem kann die Einnahme die Bildung von Muttermilch frühzeitig unterdrücken.

Diese Angaben sind ein unvollständiger Auszug aus der aktuellen Packungsbeilage (Stand November 2023). Bitte lesen Sie diese sorgfältig durch.

Beantwortet durch unser Team aus Apothekern und PTAs. Falls Fragen offenbleiben sollten, lesen Sie bitte die Packungsbeilage des jeweiligen Medikaments oder sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder unserer pharmazeutischen Beratung.

Welche Nebenwirkungen können durch die Einnahme von Thiola 250 mg auftreten?

Frage von Yannik A.

Wie bei jedem anderen Arzneimittel, können auch bei der Anwendung von Thiola® 250 mg Nebenwirkungen auftreten, die jedoch nicht bei jeder Anwenderin oder jedem Anwender vorkommen müssen.

Häufigkeitsangaben laut Packungsbeilage:

Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000

  • Magenverstimmung
  • Durchfall (Diarrhöe)
  • Geschmacksstörungen
  • Temperaturerhöhung (Fieber)
  • Juckreiz (Pruritus)
  • Entzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis)
  • Hautausschläge verschiedener Art
  • Blasenbildung der Haut (Pemphigus)

und Weitere.

Sollten Sie die möglichen Nebenwirkungen in Sorge versetzen oder bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich bitte an Ihre behandelnde Ärztin oder Ihren behandelnden Arzt.

Setzen Sie das Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Diese Angaben sind ein unvollständiger Auszug aus der aktuellen Packungsbeilage (Stand November 2023). Bitte lesen Sie diese sorgfältig durch.

Beantwortet durch unser Team aus Apothekern und PTAs. Falls Fragen offenbleiben sollten, lesen Sie bitte die Packungsbeilage des jeweiligen Medikaments oder sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder unserer pharmazeutischen Beratung.

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