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ROCURONIUM Aguettant 10 mg/ml Inj.-Lsg.Fertigspr.
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Packungsgröße: 10x5 ml
Nicht im Sortiment
- PZN
- 18782664
- Darreichung
- Injektionslösung
- Hersteller
- Aguettant Deutschland GmbH
Produktdetails & Pflichtangaben
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
verschreibungspflichtiges Arzneimittel
Wirkstoffe
- 50 mg Rocuronium bromid
Hilfsstoffe
- Wasser für Injektionszwecke
- Essigsäure zur pH-Wert-Einstellung
- Natriumchlorid
- Natriumacetat-3-Wasser
Indikation
- Dieses Arzneimittel ist ein Muskelrelaxans für Erwachsene und Kinder ab 2 Jahren.
- Muskelrelaxanzien werden bei chirurgischen Verfahren unterstützend zur Allgemeinnarkose eingesetzt. Bei einer Operation muss Ihr Körper völlig entspannt sein. So kann der Chirurg den Eingriff besser durchführen. Normalerweise senden die Nerven Signale an die Muskeln. Dieses Präparat kann diese Signale vorübergehend blockieren, sodass Ihre Muskeln entspannen. Da dabei auch die Muskeln entspannt werden, die Sie zum Atmen benötigen, werden Sie künstlich beatmet, bis Sie wieder eigenständig atmen können. Während des chirurgischen Eingriffs wird die Wirkung des Muskelrelaxans kontinuierlich überwacht, und bei Bedarf erhalten Sie etwas mehr von dem Arzneimittel. Nach dem Eingriff lässt die Wirkung davon nach, und Sie beginnen wieder, selbstständig zu atmen. In einigen Fällen wird ein weiteres Medikament verabreicht, damit die Wirkung schneller nachlässt. Dieses Arzneimittel kann auch in der Intensivmedizin eingesetzt werden.
- Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden
- wenn Sie allergisch gegen Rocuronium oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind Informieren Sie Ihren Arzt, wenn dies auf Sie zutrifft.
Dosierung
- Ihr Arzt ermittelt die Dosis von dem Arzneimittel auf Grundlage folgender Faktoren:
- verwendetes Anästhetikum
- erwartete Dauer des chirurgischen Eingriffs
- andere von Ihnen eingenommene Medikamente
- Ihr Alter und Gesundheitszustand
- Das Präparat wird Ihnen vor und/oder während eines chirurgischen Eingriffs von medizinischem Personal verabreicht. Die Standarddosis beträgt 0,6 mg Rocuroniumbromid pro Kilogramm Körpergewicht, und die Wirkung hält 30 bis 40 Minuten an. Während des Eingriffs wird überprüft, ob die Wirkung von dem Präparat noch anhält. Bei Bedarf erhalten Sie weitere Dosen.
- Wenn Sie eine größere Menge angewendet haben als Sie sollten
- Da Ihr Zustand durch medizinisches Personal sorgfältig überwacht wird, ist es unwahrscheinlich, dass Ihnen zu viel von dem Arzneimittel verabreicht wird. Sollte dies dennoch geschehen, wird die künstliche Beatmung fortgesetzt, bis Sie wieder selbstständig atmen können. Die Wirkung von (zu viel von) dem Arzneimittel kann durch Gabe eines Medikaments, das die Wirkung davon unterdrückt, aufgehoben und so Ihr Erwachen beschleunigt werden. Wenn Sie eine größere Menge von dem Arzneimittel angewendet haben, kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt, Ihren Apotheker oder das Antigiftzentrum in Brüssel (070/245.245) (oder die Giftnotrufzentrale Deutschland: 030 192 40).
- Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Wenn diese Nebenwirkungen während einer Narkose auftreten, werden sie von Ihrem Arzt erkannt und behandelt.
- Folgende Nebenwirkungen können auftreten:
- Gelegentlich/selten (weniger als 1 von 100/1.000 Personen)
- schneller Herzschlag (Tachykardie)
- niedriger Blutdruck (Hypotension)
- dieses Arzneimittel hat keine, eine nicht ausreichende oder eine zu starke Wirkung
- Schmerzen an der Injektionsstelle
- Rötung oder Juckreiz an der Injektionsstelle
- Verlängerung der muskelentspannenden Wirkung von diesem Arzneimittel
- verzögertes Erwachen aus der Narkose
- Sehr selten (weniger als 1 von 10.000 Personen)
- allergische Reaktionen wie Atembeschwerden, Veränderung von Blutdruck oder Herzschlag, Schock (starker Rückgang des Blutdrucks) aufgrund einer ungenügenden Durchblutung oder Hautveränderungen (z. B. Flüssigkeitsansammlung, Rötung oder Hautausschlag)
- ausgeprägte und langanhaltende Verkrampfung der Muskulatur der Atemwege mit einhergehenden Atembeschwerden (Bronchospasmus)
- Muskelschwäche oder -lähmung
- plötzliche Flüssigkeitsansammlung in Haut und Schleimhaut (z. B. Hals oder Zunge), Atembeschwerden und/oder Juckreiz oder Hautausschlag, häufig als allergische Reaktion (Angioödem)
- Flüssigkeitsansammlung (Ödem) im Gesicht
- Atemwegsprobleme durch Anästhetika
- Hautausschlag, manchmal mit starkem Juckreiz und Quaddeln (Nesselsucht bzw. Urtikaria)
- Hautrötung
- Flush
- Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
- schwere, allergisch bedingte Krämpfe der Herzkranzgefäße (Kounis-Syndrom), die zu Brustschmerzen (Angina) oder Herzinfarkt (Myokardinfarkt) führen
- Gelegentlich/selten (weniger als 1 von 100/1.000 Personen)
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

Dieses Arzneimittel muss nach Erhalt im unteren Teil des Kühlschranks zwischen 2 und 8 Grad Celsius aufbewahrt werden.

Bitte schützen Sie das Arzneimittel vor hohen Temperaturen und direkter Sonneneinstrahlung.

Von einer Anwendung in der Stillzeit wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.

Dieses Arzneimittel kann das Reaktionsvermögen beeinträchtigen. Achtung im Straßenverkehr oder beim Bedienen von Maschinen.
- Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Ihre medizinische Vorgeschichte kann Einfluss darauf haben, wie dieses Arzneimittel verabreicht wird. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eine der folgenden Erkrankungen haben oder hatten:
- Allergie gegen Muskelrelaxanzien
- eingeschränkte Nierenfunktion (Niereninsuffizienz) oder Nierenerkrankung
- Herz-Kreislauf-Erkrankung
- Ödem (Flüssigkeitsansammlung, z. B. an den Fußknöcheln)
- Erkrankung der Leber, der Gallenblase oder des Gallengangs oder eingeschränkte Leberfunktion
- Erkrankungen der Nerven und Muskeln
- Vorgeschichte einer malignen Hyperthermie (plötzliches Fieber mit schnellem Herzschlag,schneller Atmung, Steifheit, Schmerzen und/oder Muskelschwäche)
- Bestimmte Erkrankungen können die Wirkung von diesem Präparat beeinflussen. Beispiele:
- niedriger Kaliumspiegel im Blut (Hypokalämie)
- hoher Magnesiumspiegel im Blut (Hypermagnesiämie), z. B. bei Behandlung einer Schwangerschaftstoxikose mit Magnesiumsalzen
- niedriger Kalziumspiegel im Blut (Hypokalzämie)
- geringe Eiweißkonzentration im Blut (Hypoproteinämie)
- Flüssigkeitsmangel (Dehydratation)
- zu viel Säure im Blut (Azidose)
- zu viel Kohlendioxid im Blut (Hyperkapnie)
- schlechter Allgemeinzustand
- Übergewicht
- Verbrennungen
- Wenn eine oder mehrere dieser Bedingungen auf Sie zutreffen, berücksichtigt Ihr Arzt diese bei der Festlegung der für Sie geeigneten Dosis.
- Kinder und Jugendliche
- Dieses Arzneimittel kann bei Kindern (2 bis 11 Jahre) und Jugendlichen (12 bis 17 Jahre) angewendet werden. Allerdings ist die Erhaltungsdosis nicht für pädiatrische Patienten unter 12 Jahren indiziert.
- Bei Kindern unter 2 Jahren sollte das Präparat nicht angewendet werden, da die Skalierung der Fertigspritze für diese Patientengruppe keine genaue Dosierung des Produkts ermöglicht.
- Ihre medizinische Vorgeschichte kann Einfluss darauf haben, wie dieses Arzneimittel verabreicht wird. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eine der folgenden Erkrankungen haben oder hatten:
- Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- Ihr Arzt informiert Sie darüber, wann Sie nach der Anwendung von diesem Arzneimittel wieder ein Fahrzeug führen und gefährliche Maschinen bedienen dürfen
Schwangerschaft und Stillzeit
- Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
- Es liegen nur sehr wenige Daten zur Anwendung von Rocuroniumbromid während der Schwangerschaft beim Menschen und keine Daten zur Anwendung bei stillenden Frauen vor. Das Präparat sollte Schwangeren und Stillenden nur dann verabreicht werden, wenn der zuständige Arzt der Ansicht ist, dass der Nutzen die Risiken überwiegt.
- Dieses Arzneimittel kann während eines Kaiserschnitts verabreicht werden.
Anwendung
- Das Arzneimittel ist nicht zur Selbstmedikation geeignet. Es wird als Lösung in eine Vene injiziert. Es wird als Einzelinjektion oder als Infusion verabreicht.
Wechselwirkungen
- Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
- Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittelangewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden. Diese Angabe hilft IhremArzt, die richtige Dosierung von diesem Präparat für Sie zu ermitteln.
- Folgende Arzneimittel können die Wirkung von dem Präparat beeinflussen:
- Arzneimittel, die die Wirkung von diesem Präparat verstärken:
- bestimme Anästhetika
- Arzneimittel zur Entspannung der Muskeln (Suxamethonium)
- bestimmte Arzneimittel zur Behandlung bakterieller Infektionen (Antibiotika)
- bestimmte Arzneimittel zur Behandlung manisch-depressiver Erkrankungen (Lithium)
- bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Herzerkrankungen oder Bluthochdruck (Chinidin, Calciumkanalblocker, Betablocker)
- bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Malaria (Chinin)
- Wassertabletten (Diuretika)
- Magnesiumsalze
- Lokalanästhetika (Lidocain und Bupivacain)
- kurzfristige Anwendung von Epilepsiemedikamenten (Phenytoin), z. B. während eines chirurgischen Eingriffs
- Arzneimittel, die die Wirkung von diesem Präparat abschwächen:
- langfristige Anwendung von Kortikosteroiden (entzündungshemmende Arzneimittel) oder Epilepsiemedikamenten (Phenytoin und Carbamazepin)
- Arzneimittel gegen Bauchspeicheldrüsenentzündung, Blutgerinnungsstörungen und akuten Blutverlust (Proteaseinhibitoren: Gabexat, Ulinastatin)
- Calciumchlorid, Kaliumchlorid
- Arzneimittel mit variabler Wirkung auf dieses Präparat:
- andere Arzneimittel zur Entspannung der Muskeln
- Arzneimittel, die die Wirkung von diesem Präparat verstärken:
- Dieses Präparat kann die Wirkung folgender Arzneimittel beeinflussen:
- Die Wirkung von Anästhetika (Lidocain) kann verstärkt werden.
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