Methylprednisolon AL 32 mg
- PZN
- 02490557
- Darreichung
- Tabletten
- Marke
- Methylprednisolon
- Hersteller
- ALIUD Pharma GmbH
Produktdetails & Pflichtangaben
METHYLPREDNISOLON AL ist ein Glukokortikoid (Nebennierenrindenhormon) mit Wirkung auf den Stoffwechsel, den Salz (Elektrolyt)-Haushalt und auf Gewebefunktionen.
METHYLPREDNISOLON AL wird angewendet bei Erkrankungen, die eine systemische Behandlung mit Glukokortikoiden notwendig machen. Hierzu gehören je nach Erscheinungsform und Schweregrad:
RHEUMATISCHE GELENKERKRANKUNGEN
• Voranschreitende rheumatische Gelenkentzündung mit schwerer fort-
schreitender Verlaufsform, z. B. schnell zerstörend verlaufende Formen und/
oder nicht das Gelenk betreffende Formen.
• Ohne erkennbare Ursache entstehende Gelenkentzündung bei Jugendlichen
(juvenile idiopathische Arthritis) mit schwerer, innere Organe betreffender Verlaufsform (Still-Syndrom) oder mit durch örtliche Behandlung nicht beein- flussbarer Augenbeteiligung (Entzündung von Iris und Umgebung).
BRONCHIAL- UND LUNGENKRANKHEITEN
• Asthma bronchiale. Gleichzeitig empfiehlt sich die Verabreichung von Arznei-
mitteln zur Erweiterung der Bronchien.
* Akute Verschlechterung einer chronisch bestehenden, einengenden Atem-
wegserkrankung. Empfohlene Behandlungsdauer bis zu 10 Tagen.
* Spezielle Lungenerkrankungen, wie akute Entzündung der Lungenbläschen
(Alveolitis), Lungengewebsverhärtung und Lungenumbau (Lungenfibrose), zur Langzeitbehandlung chronischer Formen der Sarkoidose in den Stadien II und III (bei Atemnot, Husten und Verschlechterung der Lungenfunktionswerte).
ERKRANKUNGEN DER OBEREN LUFTWEGE
• Schwere Verlaufsformen von Heufieber und allergischem Schnupfen
(Pollinosis, Rhinitis allergica) nach Versagen von Glukokortikoid-haltigen Nasensprays.
* BLUTKRANKHEITEN
Autoimmunerkrankungen des Blutes: Blutarmut aufgrund von Selbst-
auflösung roter Blutkörperchen (autoimmunhämolytische Anämie).
MAGEN-DARM-ERKRANKUNGEN • Colitis ulcerosa.
• Morbus Crohn.
* HORMONERSATZBEHANDLUNG
• Bei verminderter oder fehlender Nebennierenrinden-Funktion (Nebennieren-
rinden-Insuffizienz) jeglicher Ursache (z. B. Addison-Krankheit, adreno- genitales Syndrom, operative Entfernung der Nebennieren, Unterfunktion der Hirnanhangdrüse) jenseits des Wachstumsalters (Mittel der ersten Wahl sind Hydrocortison und Cortison).
Zusammensetzung:
Der Wirkstoff ist Methylprednisolon; 1 Tablette enthält 32 mg Methylprednisolon; Die sonstigen Bestandteile sind: Cellulosepulver, Crospovidon, Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat (Ph. Eur.), Hochdisperses Siliciumdioxid, vorverkleisterte Stärke (Mais).
Anwendung:
Die Höhe der Dosierung ist abhängig von der Art und Schwere der Erkrankung und von der Reaktion des Patienten. Generell werden relativ hohe Initialdosen angewendet, die bei akuten schweren Verlaufsformen deutlich höher sein müssen als bei chronischen Erkrankungen. Je nach klinischer Symptomatik kann unterschiedlich schnell auf eine möglichst niedrige Erhaltungsdosis (im Allgemeinen zwischen 4 und 12 mg Methylprednisolon täglich) reduziert werden. Speziell bei chronischen Erkrankungen ist oft eine Langzeitbehandlung mit niedrigen Erhaltungsdosen erforderlich.
Halten Sie daher die Dosisanweisungen mit evtl. unterschiedlich hoch dosierten Zubereitungen von Methylprednisolon genau ein.
ALS DOSIERUNGSRICHTLINIEN KÖNNEN GELTEN:
ASTHMA BRONCHIALE, OBSTRUKTIVE ATEMWEGSERKRANKUNGEN:
Initial 32 – 40 mg Methylprednisolon täglich, Dosisreduktion um 8 mg Methyl- prednisolon alle 4 Tage. Nach 3 – 4 Wochen Beendigung der Therapie, ggf. Umsetzen auf inhalierbare Glukokortikoide. Gleichzeitig empfiehlt sich die Ver- abreichung von Bronchodilatatoren. Bei nicht ausreichendem Ansprechen schwerer Asthmaformen längerfristige Therapie mit der geringstmöglichen Dosis von 4 – 8 mg Methylprednisolon täglich.
Die Therapie sollte zirkadian erfolgen, eine alternierende Therapie ist meist nicht möglich. Bei starken nächtlichen und frühmorgendlichen Beschwerden kann die Tagesdosis auf 2⁄3 morgens und 1⁄3 abends (18.00 – 20.00 Uhr) auf- geteilt werden.
INTERSTITIELLE LUNGENERKRANKUNGEN
AKUTE ALVEOLITIS
Initial 32 – 40 mg Methylprednisolon täglich für eine Woche (bei Bedarf auf
2 Gaben pro Tag verteilt), danach langsame Dosisreduktion mit Umsetzen auf 1-mal tägliche Applikation.
LUNGENFIBROSE
Initial 24 – 32 mg Methylprednisolon täglich, ggf. in Kombination mit Azathioprin oder Penicillamin. Langsame Dosisreduktion auf individuelle Erhaltungsdosen von 4 – 8 mg Methylprednisolon täglich.
SARKOIDOSE
Initial 32 – 40 mg Methylprednisolon täglich bis zum Wirkungseintritt, ggf. auf zwei Einzelgaben verteilt. Abbau der Therapie innerhalb 4 – 6 Wochen, dabei Umsetzen auf 1-mal tägliche Gabe. Chronische Formen der Stadien II und III benötigen eine Langzeittherapie mit Tagesdosen von 8 – 12 mg Methyl- prednisolon, wobei eine alternierende Gabe bevorzugt werden sollte.
POLLINOSIS, RHINITIS ALLERGICA
Zusätzlich zu Antihistaminika und lokal wirksamen Prophylaktika und Anti- allergika, wenn diese nicht ausreichend wirken oder die Gefahr der Beteiligung der mittleren und kleinen Atemwege besteht:
Kurzzeittherapie mit initial 16 mg Methylprednisolon täglich morgens für 4 Tage (nur in Einzelfällen initial höhere Dosis erforderlich). Dosisreduktion auf 8 mg Methylprednisolon täglich für weitere 4 Tage. Beendigung der Therapie nach
8 Tagen, bei nicht ausreichendem Ansprechen ggf. Fortsetzung der Behandlung für 1 – 2 Wochen mit 4 – 8 mg Methylprednisolon täglich.
HAUTERKRANKUNGEN
Je nach Schweregrad und Verlaufsformen können initial 80 – 160 mg Methyl- prednisolon erforderlich sein. Die Dosisreduktion erfolgt schnell, so dass die Therapie im Allgemeinen nach 2 – 4 Wochen beendet werden kann. Nur in wenigen Fällen ist eine länger dauernde Therapie über Wochen und Monate notwendig.
AUTOIMMUNERKRANKUNGEN
Je nach Schweregrad und Organbeteiligung initial 40 – 160 mg Methyl- prednisolon täglich, dann langsame Reduzierung auf die Erhaltungsdosis, die u. U. über Jahre erforderlich ist. Bei akuten Verläufen kann initial eine hoch- dosierte Stoßtherapie notwendig sein.
RHEUMATISCHE GELENKERKRANKUNGEN
Initial 16 – 24 mg Methylprednisolon täglich, bei viszeraler Beteiligung auch bis 60 mg Methylprednisolon täglich. Anzustreben ist eine Erhaltungsdosis, die nicht über 6 mg Methylprednisolon täglich liegt.
AUTOIMMUNHÄMOLYTISCHE ANÄMIE
Initial 80 – 160 mg Methylprednisolon täglich, nach Ansprechen der Therapie (meist innerhalb von 2 Wochen) langsamer Abbau auf die Erhaltungsdosis.
COLITIS ULCEROSA UND MORBUS CROHN
Initial 40 – 80 mg Methylprednisolon täglich, dann langsamer Abbau der Dosis. Bei Colitis ulcerosa sollte die Therapie möglichst schnell beendet werden. Ist bei Morbus Crohn eine Langzeittherapie erforderlich, sollte die alternierende Gabe angestrebt werden.
SUBSTITUTIONSTHERAPIE BEI NEBENNIERENRINDENINSUFFIZIENZ
4 – 8 mg Methylprednisolon täglich, erforderlichenfalls zusammen mit einem Mineralokortikoid.
Aufbewahrung:
- Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
- Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr ver- wenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
- Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
- Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
Nettofüllmenge:
10 Stück
Herstellerdaten:
ALIUD Pharma GmbH
Laichingen
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