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VERMOX® forte 500 mg

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  • PZN / EAN
    02706744 / 4150027067442
  • Darreichung
    Tabletten
  • Marke
    Vermox
  • Hersteller
    JANSSEN-CILAG GmbH

Produktdetails & Pflichtangaben

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
verschreibungspflichtiges Arzneimittel

Wirkstoffe

  • 500 mg Mebendazol

Hilfsstoffe

  • Magnesium stearat
  • Siliciumdioxid, hochdisperses
  • Cellulose, mikrokristalline
  • Carboxymethylstärke, Natrium
  • Maisstärke
  • Lactose-1-Wasser
  • Methylcellulose

Quelle: Avoxa/ABDATA Pharma-Daten-Service

  • Das Präparat ist ein Arzneimittel mit breitem Wirkungsspektrum zur Behandlung von Wurmerkrankungen und enthält den Wirkstoff Mebendazol. Mebendazol führt zu einer irreversiblen Schädigung des Verdauungstrakts der Würmer, die zum Absterben der Parasiten führt.
  • Es wird angewendet zur Behandlung folgender Wurmerkrankungen:
    • Inoperabler bzw. nicht radikal operierbarer Hundebandwurm-Befall (Echinococcus-granulosus-Infektion bzw. zystische Echinokokkose)
    • Inoperabler bzw. nicht radikal operierbarer Fuchsbandwurm-Befall (Echinococcus-multilocularis-Infektion bzw. alveoläre Echinokokkose)
  • Es sollen die offiziellen Leitlinien berücksichtigt werden. Zu den offiziellen Leitlinien gehören normalerweise die Leitlinien der WHO (Welt-Gesundheits-Organisation) und der Fachgesellschaften.
Gegenanzeigen
  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
    • wenn Sie allergisch gegen Mebendazol oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
    • bei Leberschäden,
    • wenn Sie schwanger sind oder stillen,
    • von Kindern unter 14 Jahren.
  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Die empfohlene Dosis beträgt:
    • Erwachsene
      • 1. bis 3. Tag: 2-mal täglich 1 Tablette
      • 4. bis 6. Tag: 3-mal täglich 1 Tablette
      • anschließend: 3-mal täglich 2 - 3 Tabletten
    • Kinder und Jugendliche
      • Kinder über 14 Jahren: Die Dosierung entspricht der für Erwachsene.
      • Kinder unter 14 Jahren:
        • Das Arzneimittel darf bei Kindern unter 14 Jahren nicht angewendet werden.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist.

 

  • Anwendungsdauer:
    • Mittlere Behandlungsdauer bei inoperablem bzw. nicht radikal operierbarem Hundebandwurm-Befall (zystischer Echinokokkose):
      • 4 - 6 Wochen, falls erforderlich Wiederholung.
    • Mittlere Behandlungsdauer bei inoperablem bzw. nicht radikal operierbarem Fuchsbandwurm-Befall (alveolärer Echinokokkose):
      • Bei inoperablem bzw. nicht radikal operiertem Fuchsbandwurm-Befall empfiehlt sich in der Regel eine Therapie bis zu 2 Jahren. Da das Arzneimittel beim Fuchsbandwurm-Befall nur das Wachstum der Parasiten hemmt, kann es zu Therapieversagen kommen.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • Bei Überdosierung/Intoxikation muss eine Verstärkung der unerwünschten Wirkungen in Betracht gezogen werden. Es können Bauchkrämpfe, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auftreten. Suchen Sie in diesem Fall einen Arzt auf.
    • Hinweis für den behandelnden Arzt:
      • Ein spezifisches Gegenmittel (Antidot) steht nicht zur Verfügung. Sofern geeignet, kann Aktivkohle verabreicht werden. Es empfehlen sich Kontrollen des Blutbildes und der Nieren- und Leberwerte.

 

  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Wenn Sie Ihr Versehen noch am gleichen Tag bemerken, nehmen Sie die zu wenig eingenommene Arzneimenge noch am selben Tag nachträglich ein.
    • Bemerken Sie Ihr Versehen erst am nächsten Tag, so kann es erforderlich sein, die Behandlung um einen Tag zu verlängern. Sprechen Sie in solch einem Fall bitte mit Ihrem Arzt.

 

  • Wenn Sie die Einnahme abbrechen
    • Wenn Sie die Behandlung vorzeitig beenden oder sie zeitweise unterbrechen, gefährden Sie den Behandlungserfolg. In diesem Fall sollten Sie Ihren Arzt informieren.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme des Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Nebenwirkungen
  • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen) sind:
    • Bauchschmerz
  • Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen) sind:
    • Bauchbeschwerden, Durchfall, Blähungen, Übelkeit, Erbrechen
  • Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen) sind:
    • (starke) Verminderung bestimmter weißer Blutzellen (Neutropenie und Agranulozytose)
    • Überempfindlichkeit des Immunsystems einschließlich allergischer Reaktionen
    • Krampfanfälle, Schwindel
    • Leberentzündung (Hepatitis), veränderte Leberwerte
    • Nierenentzündung
    • Hautausschlag, schwere Hautreaktionen, die mit Blasen einhergehen können; Mund, Hals, Augen und Geschlechtsorgane betreffen und die lebensbedrohlich sein können (Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse), starke Schwellung der Haut und anderen Gewebes (am häufigsten der Lippen oder der Augen), entzündlicher Hautausschlag, Nesselsucht, Haarausfall
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
Patientenhinweise
VERMOX® forte 500 mg
Diese Tablette ist nicht teilbar.
VERMOX® forte 500 mg
Bitte schützen Sie das Arzneimittel vor hohen Temperaturen und direkter Sonneneinstrahlung.
VERMOX® forte 500 mg
Dieses Arzneimittel ist während der Mahlzeiten einzunehmen, sofern nicht anders vom Arzt verordnet.
VERMOX® forte 500 mg
Von einer Anwendung in der Stillzeit wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
VERMOX® forte 500 mg
Wenden Sie sich an Ihren Frauenarzt, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
VERMOX® forte 500 mg
Bei der Einnahme dieses Arzneimittels ist während der gesamten Behandlungsdauer auf eine wirksame Empfängnisverhütung zu achten. Dies gilt für alle Geschlechter.
  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen.
    • Die gemeinsame Gabe von Mebendazol und Metronidazol (ein Arzneimittel gegen Infektionen durch Bakterien oder Protozoen) sollte vermieden werden.
    • Während der Einnahme sollten Blutbild- und Leberfunktionsparameter regelmäßig kontrolliert werden. Wenn Sie Anzeichen und Symptome einer Lebererkrankung bei sich beobachten, wie Appetitlosigkeit, Gelbsucht, Dunkelfärbung des Urins, Juckreiz, Druckempfindlichkeit des Bauches, Verringerung der Blutkörperchenanzahl, Lethargie, Schwäche, Unwohlsein oder Anzeichen einer Infektion brechen Sie die Einnahme des Arzneimittels ab und holen Sie ärztlichen Rat ein.
    • Sofern Sie unter schweren chronischen Lebererkrankungen oder einer Knochenmarkdepression leiden, sollte Ihr Blutbild sowie Leber- und Nierenfunktionsparameter engmaschig überwacht werden. Werden klinisch relevante Abweichungen der Laborwerte gefunden, kann Ihr behandelnder Arzt einen Behandlungsabbruch in Erwägung ziehen. Dabei soll er die offiziellen Leitlinien berücksichtigen.
    • Da eine Schädigung der weiblichen Eizellen bzw. des männlichen Samens nicht mit letzter Sicherheit auszuschließen ist, sollten sowohl Patientinnen als auch Patienten, die eine Behandlung mit diesem Arzneimittel durchführen, eine wirksame Empfängnisverhütung ausüben.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Das Arzneimittel beeinträchtigt nicht das Reaktionsvermögen und die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr.
  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Während der Schwangerschaft und Stillzeit darf das Arzneimittel nicht angewendet werden (siehe „Kontraindikation"). Einzelfälle haben gezeigt, dass eine geringe Menge Mebendazol nach Einnahme in die Muttermilch übergeht.
  • Reproduktionsstudien mit Mebendazol, dem Wirkstoff dieses Arzneimittels, zeigten bei Dosierungen bis einschließlich 10 mg/kg/Tag keine Auswirkungen auf die Fortpflanzungsfähigkeit.
  • Das Präparat soll nach den Mahlzeiten eingenommen werden.
  • Zur besseren Wirkstoffaufnahme empfiehlt sich während der Behandlung eine fettreichere Kost.
  • Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
    • Das Arzneimittel sollte nicht zusammen mit Metronidazol (ein Arzneimittel gegen Infektionen durch Bakterien oder Protozoen) angewendet werden.
    • Eine gleichzeitige Therapie mit Cimetidin kann den Abbau von Mebendazol in der Leber verzögern, woraus sich erhöhte Plasmakonzentrationen ergeben, insbesondere bei verlängerter Anwendungsdauer. Eine gleichzeitige Behandlung mit Phenytoin und Carbamazepin (Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie) kann die Plasmakonzentrationen des Arzneimittels vermindern. Eine Langzeitbehandlung mit Ritonavir (einem Arzneimittel zur Behandlung von HIV) hat zu einem Abfall der Mebendazolaufnahme geführt.
    • Bei Diabetikern kann das Arzneimittel den Insulinbedarf senken. Deshalb sollte bei Diabetikern der Blutzuckerspiegel engmaschig kontrolliert werden.
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