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Lamotrigin 200 mg AAA Pharma Tabletten

Lamotrigin 200 mg AAA Pharma Tabletten
PZN: 04392184
Menge: 200 St
Darreichung: Tabletten
Marke:
Hersteller: AAA - Pharma GmbH
Alternative Packungsgrößen:

100 St

200 St

€ 126,47 19

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Weitere Produktinformationen

Wirkstoffe
  • 200 mg Lamotrigin
Indikation/Anwendung
  • Das Arzneimittel gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Antiepileptika bezeichnet werden.
  • Sie werden bei zwei Krankheitsbildern angewendet - Epilepsie und bipolare Störung.
  • Bei der Behandlung der Epilepsie wirken die Tabletten durch Hemmung der Signale im Gehirn, die die epileptischen Anfälle auslösen.
    • Bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 13 Jahren können Lamotrigin allein oder zusammen mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der Epilepsie angewendet werden. Die Tabletten können zusammen mit anderen Arzneimitteln auch zur Behandlung von Anfällen angewendet werden, die bei dem so genannten Lennox-Gastaut-Syndrom auftreten.
    • Bei Kindern zwischen 6 und 12 Jahren können Lamotrigin bei den genannten Krankheitsbildern zusammen mit anderen Arzneimitteln angewendet werden. Zur Behandlung einer bestimmten Form der Epilepsie, den so genannten typischen Absencen, können sie allein angewendet werden.
  • Bei der bipolaren Störung ist das Arzneimittel ebenfalls wirksam.
  • Menschen mit einer bipolaren Störung (gelegentlich auch als manisch-depressive Erkrankung bezeichnet) leiden unter extremen Stimmungsschwankungen, bei denen sich Phasen der Manie (Erregung oder Euphorie) mit Phasen der Depression (tiefe Traurigkeit oder Hoffnungslosigkeit) abwechseln.
    • Bei Erwachsenen ab 18 Jahren kann Lamotrigin allein oder gemeinsam mit anderen Arzneimitteln angewendet werden, um die bei der bipolaren Störung auftretenden depressiven Phasen zu verhindern. Wie Lamotrigin dabei im Gehirn wirken, ist noch nicht bekannt.
Dosierung
  • Nehmen Sie das Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Die empfohlene Dosis beträgt:
    • Es kann einige Zeit dauern, die für Sie richtige Dosis zu finden. Sie ist davon abhängig:
      • wie alt Sie sind
      • ob Sie Lamotrigin zusammen mit anderen Arzneimitteln einnehmen
      • ob Sie Probleme mit Ihren Nieren oder Ihrer Leber haben.
    • Ihr Arzt wird Ihnen zunächst eine niedrige Dosis verordnen und diese über einige Wochen schrittweise erhöhen, bis die für Sie wirksame Dosis erreicht ist. Nehmen Sie niemals mehr Tabletten ein, als Ihr Arzt Ihnen verordnet hat.
    • Die übliche wirksame Dosis für Erwachsene und Jugendliche ab 13 Jahren liegt zwischen 100 mg und 400 mg (entsprechend 2 Tabletten) pro Tag.
  • Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren
    • Für Kinder von 6 bis 12 Jahren hängt die wirksame Dosis vom jeweiligen Körpergewicht des Kindes ab. Üblicherweise liegt sie zwischen 1 mg und 15 mg pro Kilogramm Körpergewicht des Kindes und Tag mit einer maximalen Erhaltungsdosis von 200 mg/Tag (entsprechend 1 Tabletten).
    • Die Tabletten sind nicht für Kinder zwischen 2 und 5 Jahren geeignet, da die Tabletten im Ganzen geschluckt werden müssen und weder gekaut noch zerkleinert werden dürfen.
    • Die Tabletten sind nicht für die Anwendung bei Kindern unter 2 Jahren empfohlen.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • Wenn Sie oder irgendjemand anderes zu viel Tabletten eingenommen haben:
    • Wenden Sie sich umgehend an einen Arzt oder Apotheker. Falls möglich, zeigen Sie die Tabletten-Packung vor.
    • Bei Patienten, die zu große Mengen eingenommen hatten, traten einige der folgenden Beschwerden auf:
      • rasche, unkontrollierbare Augenbewegungen (Nystagmus)
      • unbeholfene Bewegungen und fehlende Abstimmung der Bewegungsabläufe (Koordinationsstörungen), die das Gleichgewicht beeinträchtigen (Ataxie)
      • Herzrhythmusstörungen (normalerweise im Elektrokardiogramm (EKG) festgestellt)
      • Bewustseinsverlust, Anfälle (Krampfanfälle) oder Koma.
  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Nehmen Sie nicht zusätzliche Tabletten oder die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Lamotrigin Tabletten sind weiter so einzunehmen, wie es vom Arzt verordnet wurde.

 

  • Wenn Sie die Einnahme abbrechen
    • Nehmen Sie die Tabletten so lange ein, wie es Ihr Arzt Ihnen empfiehlt. Brechen Sie die Einnahme nicht ab, es sei denn, Ihr Arzt rät es Ihnen.

 

  • Wenn Sie die Tabletten wegen Epilepsie einnehmen
    • Um die Einnahme zu beenden ist es wichtig, dass Ihre Dosis über etwa 2 Wochen schrittweise verringert wird. Wenn Sie die Einnahme plötzlich beenden, kann Ihre Epilepsie erneut auftreten oder sich verschlimmern.

 

  • Wenn Sie die Tabletten wegen einer bipolaren Störung einnehmen
    • Es kann einige Zeit dauern, bis Lamotrigin ihre Wirkung entfalten, so dass Sie sich wahrscheinlich nicht sofort besser fühlen. Wenn Sie die Einnahme beenden, muss Ihre Dosis nicht schrittweise verringert werden. Dennoch sollten Sie erst mit Ihrem Arzt sprechen, wenn Sie die Einnahme beenden möchten.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.
Art und Weise
  • Nehmen Sie Ihre Dosis je nach Anweisung des Arztes entweder einmal oder zweimal täglich ein. Die Tabletten können unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.
  • Ihr Arzt wird Ihnen möglicherweise auch dazu raten, gleichzeitig andere Arzneimittel einzunehmen oder die Einnahme anderer Arzneimittel zu beenden. Das hängt davon ab, welche Krankheit bei Ihnen behandelt wird und wie Sie auf die Behandlung ansprechen.
  • Nehmen Sie immer die volle Dosis ein, die Ihnen Ihr Arzt verordnet hat. Nehmen Sie niemals nur einen Teil einer Tablette ein.
Nebenwirkungen
  • Wie alle Arzneimittel kann dieses Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Bei allergischen Reaktionen oder potenziell schwerwiegenden Hautreaktionen müssen Sie umgehend die Hilfe eines Arztes in Anspruch nehmen.
  • Bei einer kleinen Anzahl von Patienten, die Lamotrigin einnehmen, kommt es zu allergischen Reaktionen oder potenziell schweren Hautreaktionen, die sich zu ernsten Problemen entwickeln können, wenn sie nicht behandelt werden.
  • Diese Symptome treten eher während der ersten paar Monate der Behandlung auf, insbesondere wenn die Anfangsdosis zu hoch ist, wenn die Dosis zu schnell gesteigert wird oder wenn Lamotrigin mit einem anderen Arzneimittel namens Valproat eingenommen werden. Einige der Symptome treten häufiger bei Kindern auf, weshalb die Eltern auf sie besonders Acht geben sollten.
  • Zu den Anzeichen und Beschwerden dieser Reaktionen zählen:
    • Hautausschläge oder Rötung, welche sich zu lebensbedrohlichen Hautreaktionen entwickeln können, einschließlich ausgedehntem Ausschlag mit Blasen und sich abschälender Haut, insbesondere um Mund, Nase, Augen und Genitalbereich (Stevens-Johnson-Syndrom), ausgeprägtes Abschälen der Haut (mehr als 30 % der Körperoberfläche - toxische epidermale Nekrolyse) oder ausgedehnten Hautausschlägen mit Beteiligung der Leber, des Blutbildes und weiteren Organen des Körpers (Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen, auch bekannt als Hypersensitivitätssyndrom)
    • Geschwüre in Mundraum, Rachen, Nase oder Genitalbereich
    • eine Entzündung von Mund oder rote oder geschwollene, entzündete Augen (Konjunktivitis)
    • erhöhte Körpertemperatur (Fieber), grippeähnliche Symptome oder Benommenheit
    • Schwellungen im Gesicht oder geschwollene Drüsen in Hals, Achselhöhlen oder Leistengegend
    • unerwartete Blutungen oder blaue Flecken oder Blaufärbung der Finger
    • eine Halsentzündung oder häufigere Infektionen (z. B. Erkältungen) als üblich
    • Anstieg der Werte der Leberenzyme bei Blutuntersuchungen
    • Erhöhung der Zahl von bestimmten weißen Blutkörperchen (Eosinophile)
    • vergrößerte Lymphknoten
    • Beteiligung der Organe wie Leber und Nieren.
  • In vielen Fällen sind diese Beschwerden Zeichen weniger schwerwiegender Nebenwirkungen. Aber Ihnen muss bewusst sein, dass sie möglicherweise auch lebensbedrohlich verlaufen können und sich zu ernsten Problemen, wie Organversagen, entwickeln können, wenn sie nicht behandelt werden. Wenn Sie irgendwelche dieser Beschwerden bei sich bemerken:Suchen Sie so schnell wie möglich einen Arzt auf. Er wird möglicherweise entscheiden,
  • Leber-, Nieren- oder Blutuntersuchungen durchzuführen, und eventuell anordnen, die Einnahme zu beenden. Falls Ihr Arzt ein Stevens-Johnson-Syndrom oder eine Toxisch-Epidermale Nekrolyse in Zusammenhang mit der Anwendung bei Ihnen feststellt, wird er Ihnen sagen, dass Sie Lamotrigin nie wieder einnehmen dürfen.
  • Sehr häufige Nebenwirkungen:
    • Diese können mehr als 1 von 10 Personen betreffen:
      • Kopfschmerzen
      • Hautausschlag.
  • Häufige Nebenwirkungen:
    • Diese können bis zu 1 von 10 Personen betreffen:
      • Aggressivität oder Reizbarkeit
      • Schläfrigkeit oder Benommenheit
      • Schwindelgefühl
      • Schütteln oder Zittern (Tremor)
      • Schlafstörungen
      • Durchfall
      • Mundtrockenheit
      • Übelkeit (Nausea) oder Erbrechen (Vomitus)
      • Müdigkeit
      • Schmerzen in Rücken oder Gelenken oder anderswo.
  • Gelegentliche Nebenwirkungen
    • Diese können bis zu 1 von 100 Personen betreffen:
      • Doppeltsehen oder Verschwommensehen.
  • Seltene Nebenwirkungen:
    • Diese können bis zu 1 von 1.000 Personen betreffen:
      • eine Gruppe von gemeinsam auftretenden Symptomen, einschließlich:
        • Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit und extreme Empfindlichkeit gegenüber hellem Licht. Dies kann durch eine Entzündung der Häute, die das Gehirn und das Rückenmark umgeben, verursacht werden (Meningitis). Diese Symptome gehen normalerweise ganz zurück, sobald die Behandlung beendet wird. Bleiben die Symptome jedoch bestehen oder werden sie schlimmer, wenden Sie sich an Ihren Arzt.
      • rasche, unkontrollierbare Augenbewegungen (Nystagmus)
      • juckende Augen mit Schleimabsonderung und verkrusteten Augenlidern (Bindehautentzündung)
  • Sehr seltene Nebenwirkungen:
    • Diese können bis zu 1 von 10.000 Personen betreffen:
      • schwere und möglicherweise lebensbedrohliche Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom und Toxisch epidermale Nekrolyse)
      • Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)
      • erhöhte Körpertemperatur (Fieber)
      • Schwellungen im Gesicht (Ödeme) oder geschwollene Drüsen am Hals, in den Achselhöhlen oder in der Leistengegend (Lymphadenopathie)
      • Veränderungen der Leberfunktion, die durch Blutuntersuchungen festgestellt werden, oder Leberversagen
      • eine schwerwiegende Blutgerinnungsstörung, die unerwartete Blutungen und blaue Flecken hervorrufen kann (disseminierte intravaskuläre Gerinnung)
      • Veränderungen des Blutbildes, einschließlich verminderte Anzahl an roten Blutkörperchen (Anämie), verminderte Anzahl an weißen Blutkörperchen (Leukopenie, Neutropenie, Agranulozytose), verminderte Anzahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie), verminderte Anzahl all dieser Blutzellen (Panzytopenie) und eine als aplastische Anämie bezeichnete Erkrankung des Knochenmarks
      • Halluzinationen ('Sehen' oder 'Hören' von Dingen, die nicht wirklich da sind)
      • Verwirrtheit
      • 'wackliger' oder unsicherer Gang beim Umherlaufen
      • unkontrollierbare Körperbewegungen (Tics), unkontrollierbare Muskelkrämpfe, die Augen, Kopf und Rumpf betreffen (Choreoathetose), oder andere ungewöhnliche Körperbewegungen wie Ruckeln, Schütteln oder Steifigkeit
      • Zunahme der Anfälle bei Patienten, die bereits eine Epilepsie haben
      • Verschlimmerung der Beschwerden einer bereits bestehenden Parkinson-Krankheit
      • Lupus- ähnliche Reaktionen (zu den Symptomen gehören: Rücken- oder Gelenkschmerzen, die manchmal in Verbindung mit Fieber und/oder allgemeinen Krankheitssymptomen auftreten).
  • Weitere Nebenwirkungen
    • Weitere Nebenwirkungen traten bei einer kleinen Anzahl von Personen auf, ihre genaue Häufigkeit ist jedoch unbekannt:
      • Es wurden Fälle von Verringerungen der Knochendichte (Osteoporose bis hin zu Knochenbrüchen) berichtet. Bitte beraten Sie sich mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie Antiepileptika über eine lange Zeit anwenden, wenn bei Ihnen eine Osteoporose festgestellt wurde oder wenn Sie gleichzeitig Kortison oder andere Steoridhormone einnehmen.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
Wechselwirkungen
  • Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden.
    • Ihr Arzt muss wissen, ob Sie andere Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie oder psychischen Erkrankungen einnehmen. Dadurch wird sichergestellt, dass Sie die richtige Dosis einnehmen. Zu diesen Arzneimitteln zählen:
      • Oxcarbazepin, Felbamat, Gabapentin, Levetiracetam, Pregabalin, Topiramat oder Zonisamid zur Behandlung der Epilepsie
      • Lithium, Olanzapin oder Aripiprazol zur Behandlung psychischer Probleme
      • Bupropion zur Behandlung psychischer Probleme oder zur Raucherentwöhnung.
    • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines dieser Medikamente einnehmen.
    • Einige Arzneimittel und Lamotrigin können sich bei gleichzeitiger Gabe gegenseitig beeinflussen oder die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass bei Ihnen Nebenwirkungen auftreten. Hierzu zählen:
      • Valproat zur Behandlung von Epilepsie und psychischen Problemen
      • Carbamazepin zur Behandlung von Epilepsie und psychischen Problemen
      • Phenytoin, Primidon oder Phenobarbital zur Behandlung der Epilepsie
      • Risperidon zur Behandlung von psychischen Problemen
      • Rifampicin, ein Antibiotikum
      • Arzneimittel zur Behandlung einer Infektion mit dem Humanen-Immunodefizienz-Virus (HIV) (eine Kombination aus Lopinavir und Ritonavir oder aus Atazanavir und Ritonavir)
      • hormonelle Empfängnisverhütungsmittel, z. B. die 'Pille' (siehe weiter unten).
    • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines dieser Medikamente einnehmen, die Einnahme beginnen oder beenden.
    • Hormonelle Empfängnisverhütungsmittel (wie z. B. die 'Pille') können die Wirkungsweise der Tabletten beeinflussen.
      • Ihr Arzt wird Ihnen möglicherweise empfehlen, ein besonderes hormonelles Empfängnisverhütungsmittel oder eine andere Empfängnisverhütungsmethode anzuwenden, wie z. B. Kondome, ein Pessar oder eine Spirale. Wenn Sie ein hormonelles Empfängnisverhütungsmittel wie die 'Pille' anwenden, wird Ihr Arzt Ihnen möglicherweise Blut abnehmen, um den Blutspiegel der Tabletten zu kontrollieren. Falls Sie vorhaben, mit der Anwendung eines hormonellen Empfängnisverhütungsmittels zu beginnen:
        • Sprechen Sie vorher mit Ihrem Arzt über die für Sie geeignete Methode zur Empfängnisverhütung.
      • Umgekehrt können die Tabletten auch die Wirkungsweise hormoneller Empfängnisverhütungsmittel beeinflussen, die Abnahme ihrer Wirksamkeit ist aber unwahrscheinlich. Falls Sie ein hormonelles Empfängnisverhütungsmittel anwenden und irgendwelche Veränderungen ihrer Regelblutung, wie Zwischen- oder Schmierblutungen, bemerken:
        • Informieren Sie Ihren Arzt, da dies Zeichen dafür sein können, dass die Tabletten die Wirkungsweise Ihres Empfängnisverhütungsmittels beeinträchtigen.
Gegenanzeigen
  • Die Tabletten dürfen nicht eingenommen werden,
    • wenn Sie allergisch gegen Lamotrigin oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • Falls dies auf Sie zutrifft, dann:
    • Informieren Sie Ihren Arzt und nehmen Sie Lamotrigin nicht ein.
Schwangerschaft und Stillzeit
  • Für Babys, deren Mütter während der Schwangerschaft Lamotrigin einnahmen, kann ein erhöhtes Risiko für Geburtsfehler bestehen. Zu diesen Geburtsfehlern zählen Lippen- oder Gaumenspalten. Falls Sie planen, schwanger zu werden, oder schwanger sind, wird Ihr Arzt Ihnen möglicherweise empfehlen, zusätzlich Folsäure einzunehmen.
  • Eine Schwangerschaft kann auch die Wirksamkeit beeinflussen, so dass eventuell Blutuntersuchungen durchgeführt werden müssen und die Dosierung der Tabletten eventuell angepasst wird.
    • Wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Sie sollten die Behandlung nicht abbrechen, ohne mit Ihrem Arzt darüber gesprochen zu haben. Dies ist insbesondere wichtig, wenn Sie Epilepsie haben.
    • Wenn Sie stillen oder beabsichtigen zu stillen, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Der Wirkstoff der Tabletten tritt in die Muttermilch über und kann möglicherweise Ihr Baby beeinträchtigen. Ihr Arzt wird mit Ihnen über Risiken und Nutzen des Stillens während der Einnahme sprechen und Ihr Baby von Zeit zu Zeit untersuchen, falls Sie sich entscheiden zu stillen.
Patientenhinweise
  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Wichtige Information über potentiell lebenbedrohliche Reaktionen:
      • Bei einer kleinen Anzahl von Patienten, die die Tabletten einnehmen, kommt es zu allergischen Reaktionen oder potenziell lebensbedrohlichen Hautreaktionen, die sich zu ernsten Problemen entwickeln können, wenn sie nicht behandelt werden. Dazu können das Stevens-Johnson Syndrom (SJS), die toxische epidermale Nekrolyse (TEN) und das Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS) gehören. Sie müssen die Symptome kennen, auf die Sie achten müssen, während Sie die Tabletten einnehmen.
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Lamotrigin einnehmen:
      • wenn Sie Nierenprobleme haben
      • wenn Sie jemals während der Einnahme von Lamotrigin oder anderen Medikamenten gegen Epilepsie einen Hautausschlag hatten
      • wenn Sie jemals nach der Einnahme von Lamotrigin eine Hirnhautentzündung (Meningitis) hatten
      • wenn Sie bereits ein Arzneimittel einnehmen, das Lamotrigin enthält.
    • Falls irgendetwas davon auf Sie zutrifft, dann:
      • Informieren Sie Ihren Arzt, der möglicherweise entscheidet, Ihre Dosis zu verringern oder dass Lamotrigin nicht für Sie geeignet sind.
    • Gedanken an eine Selbstschädigung oder Selbsttötung
      • Bei Patienten mit einer bipolaren Störung können mitunter Gedanken aufkommen, sich selbst zu schädigen oder Selbsttötung zu begehen. Falls Sie eine bipolare Störung haben, werden Sie möglicherweise eher solche Gedanken haben:
        • wenn Sie erstmals mit der Behandlung beginnen
        • wenn Sie bereits früher daran gedacht haben, sich selbst zu schädigen oder Selbsttötung zu begehen
        • wenn Sie unter 25 Jahre alt sind.
    • Gelegentlich können auch bei Patienten mit Epilepsie Gedanken aufkommen, sich selbst zu schädigen oder Selbsttötung zu begehen. Eine geringe Anzahl von Patienten, die wegen einer bipolaren Störung oder Epilepsie mit den Tabletten behandelt wurden, hatte derartige Gedanken. Falls Sie entsprechende beunruhigende Gedanken oder Erfahrungen haben oder merken, dass Sie sich während der Behandlung mit den Tabletten schlechter fühlen oder dass neue Beschwerden auftreten:
    • Gehen Sie so schnell wie möglich zum Arzt oder suchen Sie das nächstgelegene Krankenhaus auf.
    • Wenn Sie die Tabletten zur Behandlung der Epilepsie einnehmen
      • Die Anfälle im Rahmen einiger Formen der Epilepsie können sich gelegentlich verstärken oder häufiger auftreten, während Sie die Tabletten einnehmen. Bei einigen Patienten können schwere epileptische Anfälle auftreten, die zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen können. Falls während der Einnahme Ihre Anfälle häufiger auftreten oder es bei Ihnen zu einem schweren Anfall kommt:
        • Suchen Sie so schnell wie möglich einen Arzt auf.
    • Kinder und Jugendliche
      • Lamotrigin Tabletten dürfen bei Patienten unter 18 Jahren nicht zur Behandlung einer bipolaren Störung angewendet werden. Arzneimittel zur Behandlung einer Depression oder anderer psychischer Probleme erhöhen bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren das Risiko von Selbsttötungsgedanken und -verhalten.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
    • Die Tabletten können Schwindel und Doppeltsehen verursachen.
    • Setzen Sie sich erst an das Steuer eines Fahrzeugs und bedienen Sie Maschinen, wenn Sie sich sicher sind, dass Sie davon nicht betroffen sind.
    • Wenn Sie Epilepsie haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

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