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Flupentixol-neuraxpharm® 40 mg/ml

Abbildung ähnlich
Zuzahlung
5x1 ml
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Nicht im Sortiment
    • PZN
      00577478
    • Darreichung
      Injektionslösung
    • Hersteller
      neuraxpharm Arzneimittel GmbH

    Produktdetails & Pflichtangaben

    Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
    verschreibungspflichtiges Arzneimittel

    Wirkstoffe

    • 40 mg Flupentixol decanoat

    Hilfsstoffe

    • Triglyceride, mittelkettige
    • Das Präparat ist ein Arzneimittel aus der Gruppe der Thioxanthene zur Behandlung von bestimmten Erkrankungen des zentralen Nervensystems (Neuroleptikum).
    • Anwendungsgebiete:
      • Es wird angewendet zur Behandlung von psychischen Störungen.
      • Ausführliche Hinweise für die stationäre und ambulante Behandlung können der Fachinformation entnommen werden, die dem Arzt zur Verfügung steht.
    Gegenanzeigen
    • Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
      • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Flupentixol, andere Neuroleptika aus den Wirkstoffgruppen der Thioxanthene und Phenothiazine oder gegen einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittel sind,
      • bei akuten Vergiftungen durch Alkohol, Schlafmittel, Schmerzmittel und Psychopharmaka,
      • bei Kreislaufschock und Koma.
      • Auf Grund der Anwendungsart (intramuskuläre Injektion) darf das Arzneimittel nicht bei Patienten mit schweren Blutgerinnungsstörungen oder unter Therapie mit Mitteln zur Hemmung der Blutgerinnung (z. B. Phenprocoumon, Warfarin) verabreicht werden.
    • Wenden Sie das Arzneimittel immer genau nach der Anweisung des Arztes an.
    • Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
    • Das Präparat ist ein Arzneimittel dessen Verabreichungsmenge je nach Art und Schwere der Erkrankung für den einzelnen Patienten in sehr unterschiedlicher Höhe festzusetzen ist. Die Dosierung wird ausschließlich von Ihrem Arzt bestimmt. Dieser entscheidet auch, in welchen zeitlichen Abständen die Injektionen vorgenommen werden müssen.
    • Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis
      • Im Allgemeinen werden 20 - 80 mg Flupentixoldecanoat (dies entspricht 0,5 bis 2,0 ml Injektionslösung) in Abständen von 2 - 4 Wochen empfohlen.
      • Für niedrigere Dosierungen stehen geeignete Darreichungsformen zur Verfügung.

     

    • Dauer der Anwendung
      • Die Langzeittherapie mit diesem Arzneimittel wird in der Regel über Monate bzw. Jahre durchgeführt. Über die Dauer der Behandlung entscheidet der behandelnde Arzt.
      • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist.

     

    • Wenn Sie eine größere Menge angewendet haben, als Sie sollten
      • Bei Überdosierung kann es zu
        • Schläfrigkeit bis hin zum Koma,
        • Verwirrtheits- und Erregungszuständen,
        • Blutdruckabfall, Kreislaufversagen, Schock,
        • Beschleunigung oder Verlangsamung des Herzschlages, Herzrhythmusstörungen, Verlängerung des QT-Intervalls im EKG, Torsade de Pointes, Herzversagen bis hin zum Herzstillstand,
        • verschwommenem Sehen, einem Anfall von Grünem Star, Ausbleiben der Darmbewegungen, Harnverhalt,
        • Erhöhung oder Absenkung der Körpertemperatur,
        • unwillkürlichen Bewegungen (Muskelkrämpfe im Mund- und Gesichtsbereich),
        • Gangunsicherheit,
        • Krampfanfällen,
        • Atemnot kommen.
      • Verständigen Sie bei Überdosierung sofort den nächsten erreichbaren Arzt, damit er die entsprechenden Maßnahmen einleiten kann. In der Regel ist mit einer vollständigen Rückbildung der Beschwerden bei ärztlicher Behandlung zu rechnen.

     

    • Wenn Sie die Anwendung vergessen haben
      • Bitte sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt, wenn Sie feststellen, dass zu wenig des Arzneimittels angewendet wurde, z. B. weil eine Anwendung vergessen wurde.

     

    • Wenn Sie die Anwendung abbrechen
      • Besprechen Sie bei unangenehmen Nebenwirkungen bitte unverzüglich mit Ihrem Arzt, welche Gegenmaßnahmen es gibt und ob andere Arzneimittel für die Behandlung in Frage kommen.
      • Nach einer längerfristigen Therapie muss die Dosis in sehr kleinen Schritten über einen großen Zeitraum hinweg und in einem engmaschigen Kontakt zwischen Ihnen und Ihrem Arzt verringert werden.

     

    • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
    Nebenwirkungen
    • Wie alle Arzneimittel kann dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem Behandelten auftreten müssen.
    • Die Nebenwirkungen sind überwiegend dosisabhängig. Ihre Häufigkeit und Schwere sind zu Beginn der Behandlung stärker ausgeprägt und lassen während der weiteren Behandlung nach.
    • Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zu Grunde gelegt:
      • Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
      • Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
      • Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
      • Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
      • Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
      • Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
    • Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10)
      • Muskelverspannungen und Störungen des Bewegungsablaufs (so genannte Frühdyskinesien: Zungen-Schlund-Krämpfe, Schiefhals, Kiefermuskelkrämpfe, Blickkrämpfe, Versteifung der Rückenmuskulatur)
      • Störungen wie bei der Parkinsonschen Erkrankung (verringerte Mimik, Zittern, Steifheit, Bewegungsstarre, übermäßiger Speichelfluss)
      • Bewegungsdrang mit der Unfähigkeit, sitzen zu bleiben
      • ungewollte Bewegungen
      • Bewegungsarmut
      • Blutdruckabfall beim Aufstehen
      • niedriger Blutdruck (insbesondere zu Behandlungsbeginn und bei Patienten mit Phäochromozytom [Nebennierentumor], ungenügender Hirnblutgefäß-, Nieren- oder Herzfunktion)
      • beschleunigter Herzschlag (Tachykardie, insbesondere zu Behandlungsbeginn und bei Patienten mit Phäochromozytom [Nebennierentumor], ungenügender Hirnblutgefäß-, Nieren- oder Herzfunktion)
      • EKG-Veränderungen (Erregungsleitungsstörungen im Herzen)
      • Mundtrockenheit
      • Müdigkeit, insbesondere zu Beginn der Behandlung
    • Häufig (1 bis 10 Behandelte von 100)
      • Verkrampfungen und Fehlhaltung (Dystonie)
      • Schwindelgefühl
      • Kopfschmerzen
      • Herzrasen
      • schweres Atmen (Dyspnoe)
      • Gefühl der verstopften Nase
      • Verdauungsstörungen, Verstopfung, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
      • Störungen beim Wasserlassen (Miktionsstörung), Harnverhalt
      • Juckreiz
      • übermäßiges Schwitzen
      • Muskelschmerzen
      • Gewichtszunahme, gesteigerter Appetit
      • Appetitverlust
      • Abnahme der Libido
      • Sehstörungen, verschwommenes Sehen
      • vermehrter Tränenfluss
      • Erhöhung des Augeninnendrucks
      • Schwäche (Asthenie)
    • Gelegentlich (1 bis 10 Behandelte von 1.000)
      • Benommenheit
      • Gleichgültigkeit
      • Zeichen von Erregung und Verwirrtheit (insbesondere bei gleichzeitiger Anwendung von anticholinerg wirksamen Substanzen)
      • Krampfanfälle
      • starke Schwankungen der Körpertemperatur
      • Hitzewallung
      • Unterleibsschmerzen
      • Blähungen
      • vorübergehende Leberfunktionsstörungen, Abflussstörungen der Galle, Gelbsucht
      • Ekzem, allergische Hautreaktionen, Lichtempfindlichkeit (Vorsicht bei Sonneneinstrahlung)
      • Impotenz (erektile Dysfunktion), Ausbleiben der Ejakulation
      • Unruhe, Schlafstörungen, Erregung
      • depressive Verstimmung
      • Pigment-, Hornhaut- und Linsenveränderungen des Auges
      • Reaktionen an der Einstichstelle
    • Selten (1 bis 10 Behandelte von 10.000)
      • lebensbedrohliches malignes Neuroleptika-Syndrom (Fieber über 40 °C, Muskelstarre, Störungen des vegetativen Nervensystems wie Herzjagen, Bluthochdruck und Bewusstseinstrübung bis Koma). Informieren Sie bei Auftreten dieser Krankheitszeichen umgehend Ihren Arzt.
      • Verlängerung des QT-Intervalls im EKG (Elektrokardiogramm)
      • lebensbedrohliche Darmlähmung (paralytischer Ileus)
      • anaphylaktische Reaktion, Überempfindlichkeitsreaktion
      • Erhöhung des Prolaktinspiegels im Blut
      • erhöhter Blutzuckerspiegel, gestörte Glukosetoleranz
      • Mangel an weißen Blutkörperchen (Agranulozytose, Leukopenie), Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie)
      • Anschwellen der Brust beim Mann
      • Milchabsonderung aus der Brust bei der Frau
      • Ausbleiben der Regelblutung
      • Wiederauftreten bzw. Verschlechterung psychotischer Krankheitszeichen
    • Sehr selten (weniger als 1 Behandelter von 10.000)
      • erhöhte oder verminderte Anzahl von Blutzellen (Eosinophilie, Panzytopenie).
    • Häufigkeit nicht bekannt (auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
      • Blutgerinnsel in den Venen, vor allem in den Beinen (mit Schwellungen, Schmerzen und Rötungen der Beine), die möglicherweise über die Blutbahn in die Lunge gelangen und dort Brustschmerzen sowie Schwierigkeiten beim Atmen verursachen können. Wenn Sie eines dieser Symptome bei sich beobachten, holen Sie bitte unverzüglich ärztlichen Rat ein.
    • Wie auch bei anderen Antipsychotika wurden für Flupentixol in seltenen Fällen bestimmte Herzrhythmusstörungen (Verlängerung des QT-Intervalls, ventrikuläre Arrhythmien, Kammerflimmern, Kammertachykardie, Torsade de Pointes) und plötzliche Todesfälle unklarer Ursache berichtet.
    • Sie müssen unbedingt der Aufforderung des Arztes nachkommen, sich zu den erforderlichen Blutbildkontrollen einzufinden. Bei Auftreten entzündlicher Erscheinungen im Mund- und Rachenraum, bei Fieber sowie bei grippalen Infekten müssen Sie umgehend Ihren Arzt informieren.
    • Ein plötzliches Absetzen des Arzneimittels kann Entzugserscheinungen hervorrufen. Die häufigsten Symptome sind Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Durchfall, Absonderung von Nasenschleim, Schwitzen, Muskelschmerzen, Empfindungsstörungen der Haut (Parästhesien), Schlaflosigkeit, Unruhe, Angstgefühl und Agitiertheit. Es kann vorkommen, dass Patienten auch unter Schwindel, abwechselndem Hitze- und Kältegefühl sowie unter Tremor leiden. Die Symptome beginnen innerhalb von 1 bis 4 Tagen nach Absetzen des Medikamentes und lassen innerhalb von 7 bis 14 Tagen nach.
    • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
    Patientenhinweise
    Flupentixol-neuraxpharm® 40 mg/ml
    Bitte schützen Sie das Arzneimittel vor hohen Temperaturen und direkter Sonneneinstrahlung.
    Flupentixol-neuraxpharm® 40 mg/ml
    Wenden Sie sich an Ihren Frauenarzt, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
    Flupentixol-neuraxpharm® 40 mg/ml
    Dieses Arzneimittel kann das Reaktionsvermögen beeinträchtigen. Achtung im Straßenverkehr oder beim Bedienen von Maschinen.
    Flupentixol-neuraxpharm® 40 mg/ml
    Dieses Arzneimittel sollte nicht in Kombination mit Alkohol eingenommen werden
    Flupentixol-neuraxpharm® 40 mg/ml
    Vermeiden Sie UV-Strahlung während der Anwendung des Arzneimittels.
    • Besondere Vorsicht bei der Anwendung ist erforderlich
      • Das Arzneimittel darf bei Ihnen nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung und entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen angewendet werden, wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft:
        • Leistungsverminderung des blutbildenden Systems,
        • Leistungseinschränkungen von Leber und Nieren,
        • Kaliummangel,
        • verlangsamter Herzschlag,
        • bestimmte Herzerkrankungen (angeborenes QT-Syndrom oder andere klinisch bedeutsame Herzschäden, insbesondere Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße, Erregungsleitungsstörungen, Herzrhythmusstörungen),
        • bestimmte Geschwülste (Prolaktin-abhängige Tumoren, z. B. Brusttumoren),
        • Nebennierentumor,
        • stark erniedrigter oder erhöhter Blutdruck, Kreislaufstörungen beim plötzlichen Wechsel vom Liegen zum Stehen,
        • Parkinsonsche Erkrankung,
        • chronische Atembeschwerden und Asthma,
        • grüner Star, Harnverhaltung, Verengung des Magenausgangs, Vergrößerung der Vorsteherdrüse mit Restharnbildung.
      • Das Präparat kann, wie andere Arzneimittel der gleichen Gruppe (Antipsychotika) auch, eine Verlängerung des so genannten QT-Intervalls im EKG verursachen. Eine fortbestehende QT-Intervallverlängerung kann das Risiko gefährlicher, möglicherweise lebensbedrohlicher Herzrhythmusstörungen erhöhen. Das Arzneimittel sollte daher nur mit Vorsicht angewendet werden bei Risikopatienten (Patienten mit Kaliummangel, Magnesiummangel oder genetischer Veranlagung) und bei Patienten mit bereits bestehenden Störungen des Herz-KreislaufSystems (z. B. QT-Intervallverlängerung, stark verlangsamtem Herzschlag [< 50 Herzschläge pro Minute], einem vor kurzem aufgetretenen akuten Herzinfarkt, einem nicht kompensierten Herzversagen oder Herzrhythmusstörungen). Eine gleichzeitige Behandlung mit anderen Arzneimitteln der gleichen Gruppe (Antipsychotika) sollte vermieden werden.
      • Bei jedem Neuroleptikum (Arzneimittelgruppe, zu der Flupentixol gehört) kann sich während der Behandlung ein so genanntes malignes neuroleptisches Syndrom entwickeln. Dies ist ein gefährlicher, möglicherweise lebensbedrohlicher Zustand mit sehr hohem Fieber (> 40 °C), Muskelstarre, Bewusstseinsschwankungen und Störungen des vegetativen Nervensystems (Herzjagen, Bluthochdruck, Bewusstlosigkeit bis zum Koma). Das Risiko ist möglicherweise bei stärker wirkenden Neuroleptika erhöht.
      • Patienten mit bereits bestehenden neurologisch erkennbaren Hirnschäden, geistiger Behinderung und Alkohol- und Schmerzmittelmissbrauch weisen eine erhöhte Mortalitätsrate auf.
      • Besondere Vorsicht ist geboten bei Patienten mit neurologisch erkennbaren Hirnschäden und Krampfanfällen in der Vorgeschichte, da große Anfälle auftreten können. Beim Vorliegen einer Epilepsie sollte das Arzneimittel nur zusammen mit einer Behandlung gegen das Anfallsleiden Verwendung finden.
      • Vor einer Behandlung muss der Arzt das Blutbild (einschließlich eines Differentialblutbildes sowie der Thrombozytenzahl) kontrollieren.
      • Bei krankhaft veränderten Blutwerten darf keine Behandlung mit diesem Arzneimittel erfolgen.
      • Blutbild, Nieren- und Leberfunktion sowie Ihre Kreislaufsituation sollten vom Arzt während der Behandlung in regelmäßigen Abständen überwacht werden, bei chronischer Behandlung sollten entsprechende Kontrolluntersuchungen mindestens alle sechs Monate durchgeführt werden. Ein Ausgangs-EKG sollte für spätere Verlaufskontrollen vorliegen.
      • Erhöhte Mortalität bei älteren Menschen mit Demenz-Erkrankungen
        • Bei älteren Menschen mit Demenz-Erkrankungen, die mit Antipsychotika behandelt wurden, wurde ein geringer Anstieg in der Anzahl der Todesfälle im Vergleich mit denjenigen, die keine Antipsychotika einnahmen, berichtet.
      • Seien Sie (auch) besonders vorsichtig,
        • wenn Sie ein erhöhtes Schlaganfall-Risiko oder eine vorübergehende Verringerung der Blutversorgung des Gehirns haben,
        • wenn Sie oder ein Verwandter schon einmal venöse Thrombosen (Blutgerinnsel) hatten, denn derartige Arzneimittel werden mit dem Auftreten von Blutgerinnseln in Verbindung gebracht.
      • Kinder und Jugendliche
        • Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren sollte das Arzneimittel nicht verabreicht werden, da keine ausreichenden wissenschaftlichen Erfahrungen vorliegen.

     

    • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
      • Möglicherweise tritt nach einer Behandlung mit diesem Arzneimittel Müdigkeit auf. Ebenfalls kann es zu einem Schwindel- und Schwächegefühl kommen, wodurch Ihr Reaktionsvermögen sowie Ihre Urteilskraft vermindert sind. Sie können dann auf unerwartete und plötzliche Ereignisse nicht mehr schnell und gezielt genug reagieren.
      • Fahren Sie daher - zumindest während der ersten Phase der Behandlung - nicht Auto oder andere Fahrzeuge und bedienen Sie keine elektrischen Werkzeuge oder Maschinen; arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt.
      • Beachten Sie besonders, dass Alkohol Ihre Verkehrstüchtigkeit noch weiter verschlechtert.
      • Die Entscheidung in jedem Einzelfall trifft der behandelnde Arzt unter Berücksichtigung der individuellen Reaktion und der jeweiligen Dosierung.
    • Schwangerschaft
      • Es liegen keine ausreichenden Daten und Erfahrungen vor, die die Sicherheit der Anwendung dieses Arzneimittels in der Schwangerschaft belegen.
      • Das Arzneimittel sollte während der Schwangerschaft, insbesondere im ersten und letzten Schwangerschaftsdrittel, nur angewendet werden, wenn Ihr Arzt die Behandlung nach einer sorgfältigen Bewertung von Nutzen und Risiko für erforderlich hält.
      • Bei neugeborenen Babys von Müttern, die Flupentixol im letzten Trimenon (letzte drei Monate der Schwangerschaft) einnahmen, können folgende Symptome auftreten:
        • Zittern, Muskelsteifheit und/oder -schwäche, Schläfrigkeit, Ruhelosigkeit, Atembeschwerden und Schwierigkeiten beim Stillen.
      • Wenn Ihr Baby eines dieser Symptome entwickelt, sollten Sie Ihren Arzt kontaktieren.
    • Stillzeit
      • Da der Wirkstoff des Arzneimittels in die Muttermilch übergeht, soll bei notwendiger Behandlung während der Stillzeit abgestillt werden.
    • Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
    • Die Injektionslösung ist nur zur tiefen intramuskulären Injektion bestimmt. Es ist eine ölige Lösung und darf deshalb nicht intravenös gegeben werden.
    • Bei Anwendung mit anderen Arzneimitteln
      • Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
      • Bei gleichzeitiger Anwendung von Schmerzmitteln, Schlafmitteln, Beruhigungsmitteln, Mitteln gegen Allergien (Antihistaminika) oder anderen das zentrale Nervensystem dämpfenden Medikamenten mit diesem Arzneimittel kann es zu verstärkter Müdigkeit, zu Benommenheit und Atemstörungen kommen.
      • Wenn Patienten, die unter einer hohen Neuroleptika-Dosierung stehen, operiert werden, muss sorgfältig auf einen eventuellen Blutdruckabfall geachtet werden. Die Dosis des Narkosemittels bzw. von das Nervensystem dämpfenden Stoffen ist unter Umständen zu verringern.
      • Carbamazepin (Wirkstoff zur Behandlung von Krampfanfällen) und Barbiturate (Wirkstoffe zur Behandlung von Krampfanfällen bzw. Schlaflosigkeit) können die Blutspiegel von Flupentixol, dem Wirkstoff dieses Arzneimittels, durch schnelleren Substanzabbau erniedrigen.
      • Die Wirkung von blutdrucksenkenden Medikamenten kann bei gleichzeitiger Anwendung dieses Arzneimittels verstärkt werden, während die blutdrucksenkende Wirkung von Guanethidin, Clonidin und alpha-Methyldopa (spezielle Bluthochdruck-senkende Mittel) abgeschwächt werden kann.
      • Bei gleichzeitiger Anwendung dieses Arzneimittes und Propranolol (Betablocker zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen oder leichtem Bluthochdruck) können sich die Plasmaspiegel beider Medikamente erhöhen.
      • Bei gleichzeitiger Behandlung mit Dopaminagonisten (z. B. Levodopa, Bromocriptin, Amantadin, Wirkstoffe zur Behandlung der Parkinsonschen Krankheit) kann die Wirkung dieser Medikamente abgeschwächt werden.
      • Bei gleichzeitiger Anwendung von Neuroleptika, zu denen das Arzneimittel gehört, mit anderen Dopaminantagonisten (z. B. Metoclopramid, Bromoprid, Alizaprid, Mittel zur Behandlung von Übelkeit und Magen-Darm-Störungen) kann es zu einer Verstärkung von Störungen des Bewegungsablaufs kommen.
      • Die schwachen anticholinergen, das vegetative oder unwillkürliche Nervensystem betreffenden Wirkungen des Arzneimittels können durch Medikamente, die eine anticholinerge Wirkung besitzen (z. B. Benzatropin, Mittel zur Behandlung der Parkinsonschen Krankheit), verstärkt werden. Dies kann sich in Sehstörungen, Erhöhung des Augeninnendrucks, Mundtrockenheit, beschleunigtem Herzschlag, Verstopfung, Beschwerden beim Wasserlassen, Störung der Speichelsekretion, Sprechblockade, Gedächtnisstörungen oder vermindertem Schwitzen äußern.
      • Durch anticholinerge Antiparkinsonmittel wie Biperiden kann die Wirkung des Arzneimittels abgeschwächt werden.
      • Das Präparat kann zu einer veränderten Verstoffwechselung und damit zu erhöhten Plasmakonzentrationen bestimmter Antidepressiva führen. Die sich daraus ergebenden klinischen Wirkungen sind nicht vorhersehbar. Vorsicht ist auch bei der Kombination mit MAO-Hemmern (bestimmte stimmungsaufhellende, antriebssteigernde Mittel) geboten.
      • Durch die Kombination mit Lithiumsalzen (Wirkstoff, der bei bestimmten psychotischen Erkrankungen - den Manien - gegeben wird) kann der Plasmaspiegel von Flupentixol erhöht werden. Dadurch erhöht sich das Risiko von Störungen des Bewegungsablaufs. Umgekehrt kann auch der Lithium-Plasmaspiegel erhöht werden. Sehr selten wurden unter dieser Kombination schwere Vergiftungssymptome des Nervensystems beobachtet.
      • Epinephrin (ein Mittel zur Behandlung einer akuten Herzschwäche) sollte nicht zusammen mit diesem Arzneimittel verabreicht werden (Gefäßerweiterung, Blutdruckabfall, beschleunigte Herzfrequenz).
      • Bei gleichzeitiger Anwendung dieses Arzneimittels und Phenytoin (Medikament zur Behandlung von Anfallsleiden) kann eine Veränderung der Verstoffwechselung von Phenytoin nicht ausgeschlossen werden. Dadurch können möglicherweise zu hohe Plasmaspiegel erreicht werden.
      • Coffein wirkt möglicherweise den antipsychotischen Wirkungen von Neuroleptika entgegen. Die Daten sind allerdings widersprüchlich.
      • Eine Verstärkung der durch Polypeptid-Antibiotika (z. B. Capreomycin, Colistin, Polymyxin B) hervorgerufenen Atemstörungen durch dieses Arzneimittel kann nicht ausgeschlossen werden.
      • Wegen der durch dieses Arzneimittel hervorgerufenen Prolaktinerhöhung (Hormon) kann die Reaktion auf die Anwendung von Gonadorelin (Wirkstoff zur Diagnostik bzw. Behandlung von bestimmten Hormonstörungen) abgeschwächt werden.
      • Die Stoffwechsellage von insulinpflichtigen Diabetikern (Zuckerkranken) unter Flupentixol-Behandlung (besonders bei hoher Dosierung) kann unausgeglichen werden und gegebenenfalls eine Anpassung der Einstellung mit Antidiabetika (Medikamenten zur Behandlung der Zuckerkrankheit) notwendig machen.
      • Unter Behandlung mit diesem Präparat kann das Ergebnis eines Schwangerschaftstests verfälscht sein (falsch positives Ergebnis).
      • Die gleichzeitige Anwendung ist zu vermeiden mit Arzneimitteln,
        • die ebenfalls das QT-Intervall im EKG verlängern (z. B. Mittel gegen Herzrhythmusstörungen [Antiarrhythmika Klasse IA oder III] oder bestimmte Antibiotika [z. B. Erythromycin], Malariamittel, Mittel gegen Allergien [Antihistaminika], Mittel zur Behandlung psychischer Erkrankungen [bestimmte Neuroleptika oder Antidepressiva]), oder
        • die zu einer Erniedrigung des Kaliumspiegels führen (z. B. harntreibende Mittel).
    • Bei der gleichzeitigen Anwendung zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
      • Die gleichzeitige Anwendung von Alkohol und diesem Arzneimittel ist zu vermeiden, da sie zu einer Verstärkung der Alkoholwirkung und zu einer Blutdrucksenkung führen kann.
    Rezeptpflichtige Medikamente dürfen nur gegen Vorlage eines Originalrezepts abgegeben werden. Scannen Sie dafür einfach Ihr E-Rezept oder schicken Sie uns Ihr herkömmliches Rezept per Post zu.

    Was passiert eigentlich mit meinem Rezept?

    Damit Sie einen Einblick in unsere tägliche Arbeit bekommen und sehen können, was alles mit Ihrem Original-Rezept geschieht, haben wir ein Video mit allen relevanten Informationen produziert.