Dexa-ratiopharm® 100 mg
- PZN / EAN
- 07633932 / 4150076339323
- Darreichung
- Ampullen
- Hersteller
- ratiopharm GmbH
Produktdetails & Pflichtangaben
Wirkstoffe
- 109.31 mg Dexamethason dihydrogenphosphat-Dinatrium
Hilfsstoffe
- Wasser für Injektionszwecke
- Dinatrium edetat-2-Wasser
- Natriumhydroxid zur pH-Wert-Einstellung
- Natriumchlorid
Dexa-ratiopharm® 100 mg
Dexamethason ist ein synthetisches Glucocorticoid (Nebennierenrindenhormon) mit Wirkung auf den Stoffwechsel, den Elektrolyt- Haushalt und auf Gewebefunktionen.
Dexa-ratiopharm® wird angewendet bei Erkrankungen, die eine Behandlung mit Glucocorticoiden notwendig machen. Hierzu gehören je nach Erscheinungsform und Schweregrad:
- Hirnschwellung, ausgelöst durch Hirntumor, neurochirurgische Operationen, Hirnabszess, bakterielle Hirnhautentzündung
- Schockzustand nach schweren Verletzungen, zur vorbeugenden Behandlung der Schocklunge und aufgrund einer schweren allergischen Reaktion (anaphylaktischer Schock)
- Schwerer akuter Asthmaanfall und eine bestimmte Form der Lungenentzündung (inter- stitielle Aspirationspneumonie)
- Anfangsbehandlung ausgedehnter akuter schwerer Hautkrankheiten, wie Erythrodermie, Pemphigus vulgaris, akute Ekzeme
- Behandlung rheumatischer Systemerkrankungen (rheumatische Erkrankungen, die innere Organe betreffen können),
wie systemischer Lupus erythematodes
- Bestimmte Gefäßentzündungen (Systemvaskulitiden, wie z. B. Panarteriitis nodosa)
- Aktive rheumatische Gelenkentzündung (rheumatoide Arthritis) mit schwerer fortschreitender Verlaufsform, z. B. Formen, die schnell zu Gelenkzerstörung führen, und/ oder wenn Gewebe außerhalb von Gelenken betroffen ist
- Rheumatische Gelenkentzündung im Kindesalter (juvenile idiopathische Arthritis)
- Rheumatisches Fieber mit Entzündung des Herzens
- Schwere Infektionskrankheiten mit vergiftungs- ähnlichen Zuständen (z. B. bei Tuberkulose, Typhus; nur neben entsprechender antiinfektiöser Therapie)
- Unterstützende Behandlung bei bösartigen Tumoren
- Vorbeugung und Behandlung von Erbrechen nach Operationen oder bei Zytostatikabehandlung
Zusammensetzung:
Der Wirkstoff ist: Dexamethason-21-dihydro- genphosphat
Jede Ampulle zu 10 ml enthält 109,31 mg Dexamethasondihydrogenphosphat-Dinatrium (Ph.Eur.), entsprechend 100 mg Dexamethason-21- dihydrogenphosphat.
Die sonstigen Bestandteile sind:
Natriumedetat (Ph.Eur.), Natriumchlorid, Natrium- hydroxid, Wasser für Injektionszwecke.
Anwendung:
Dexa-ratiopharm® wird immer von einem Arzt oder medizinischem Fachpersonal angewendet.
Sie sollten Ihren Arzt fragen, wenn Sie sich über die Anwendung nicht ganz sicher sind.
Art der Anwendung
Injektionslösung zur Gabe in die Vene oder zur Injektion in den Muskel.
Dexa-ratiopharm® wird langsam (2 – 3 Minuten) in die Vene verabreicht. Wenn eine Gabe in die Vene nicht möglich ist und wenn die Kreislauffunktion intakt ist, kann Dexa-ratiopharm® auch in den Muskel verabreicht werden.
Der direkten intravenösen Applikation beziehungsweise Injektion in den Infusionsschlauch sollte der Vorzug vor einer Infusion gegeben werden.
Hinweise zur Verwendbarkeit der Lösung
Es dürfen nur klare Lösungen verwendet werden. Der Inhalt der Ampulle ist nur zur einmaligen Entnahme bestimmt. Reste der Injektionslösung sind zu vernichten.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis für
- Hirnschwellung: Anfänglich bei akuten Formen in Abhängigkeit von Ursache und Schweregrad 8 – 10 mg (bis 80 mg) in die Vene (i.v.), anschließend 16 – 24 mg (bis 48 mg) pro Tag, verteilt auf 3 – 4 (bis 6) Einzelgaben in die Vene über4–8Tage.
- Hirnschwellung infolge bakterieller Hirnhaut- entzündung: 0,15 mg pro kg Körpergewicht i.v. alle 6 Stunden über 4 Tage, Kinder: 0,4 mg/kg Körpergewicht alle 12 Stunden über 2 Tage, beginnend vor der ersten Antibiotikagabe.
- Schockzustand nach schweren Verletzungen: Anfänglich 40 – 100 mg (Kinder: 40 mg) i.v., Wiederholung der Dosis nach 12 Stunden oder 6-stündlich 16 – 40 mg über 2 – 3 Tage.
- Schock bei allergischen Reaktionen: Nach voran- gegangener Adrenalin-Gabe 40 – 100 mg i.v., bei Bedarf wiederholte Injektion.
- Schwerer akuter Asthmaanfall: So früh wie möglich 8 – 20 mg i.v., bei Bedarf nochmalige Gabe von 8 mg alle 4 Stunden. Kinder:
0,15 – 0,3 mg Dexamethason/kg Körpergewicht, bzw. 1,2 mg/kg Körpergewicht i.v. als Bolus, dann 0,3 mg/kg alle 4 – 6 Stunden.
- Interstitielle Aspirationspneumonie: Anfänglich 40 – 100 mg (hierzu empfiehlt sich die Ver- wendung höher dosierter Präparate) (Kinder 40 mg) i.v., Wiederholung der Dosis nach
12 Stunden oder alle 6 Stunden 16 – 40 mg über2–3Tage.
- Akute Hautkrankheiten: Je nach Art und Ausmaß der Erkrankung Tagesdosen von
8 – 40 mg i.v., in Einzelfällen bis 100 mg. Anschließend Weiterbehandlung mit Tabletten in fallender Dosierung.
- Gefäßentzündungen z. B. Panarteriitis nodosa: 6–15mg/Tag.
- Systemischer Lupus erythematodes: 6–16mg/Tag.
- Aktive rheumatoide Arthritis mit schwerer fort- schreitender Verlaufsform, z. B. Formen,
die schnell zu Gelenkzerstörung führen:
12 – 16 mg/Tag, wenn Gewebe außerhalb der Gelenke betroffen ist: 6 – 12 mg/Tag.
- Rheumatische Gelenkentzündung im Kindesalter (juvenile idiopathische Arthritis): 12 – 15 mg i.v.
- Rheumatisches Fieber mit Entzündung des Herzens: 12 – 15 mg i.v.
- Schwere Infektionskrankheiten mit vergiftungs- ähnlichen Zuständen: 4 – 20 mg pro Tag i.v. über einige Tage, nur neben entsprechender anti- infektiöser Therapie; in Einzelfällen (z. B. Typhus) mit Anfangsdosen bis 200 mg i.v., dann aus- schleichen.
- Unterstützende Therapie bei bösartigen Tumoren: anfänglich 8 – 16 mg/Tag, bei länger dauernder Therapie 4 – 12 mg/Tag.
- Vorbeugung und Behandlung von Erbrechen unter Zytostatika-Behandlung im Rahmen bestimmter Schemata: 10 – 20 mg i.v. vor Beginn der Chemotherapie, danach erforderlichenfalls 2 – 3-mal täglich 4 – 8 mg über 1 – 3 Tage (mäßig emetogene Chemo- therapie) bzw. bis zu 6 Tage (hoch emetogene Chemotherapie).
- Vorbeugung und Behandlung von Erbrechen nach Operationen: Einzeldosis von 8 – 20 mg vor Beginn der Operation, bei Kindern ab 2 Jahren 0,15 – 0,5 mg/kg Körpergewicht (max. 16 mg).
Anwendung
Die Tagesdosis sollte, wenn möglich, als Einzel- dosis morgens verabreicht werden.
Bei Erkrankungen, die eine Hochdosistherapie erforderlich machen, ist jedoch häufig eine mehr- malige tägliche Gabe nötig, um eine maximale Wirkung zu erzielen.
Die Dauer der Behandlung richtet sich nach der Grunderkrankung und dem Krankheitsverlauf. Hierfür legt Ihr Arzt ein Behandlungsschema fest, das von Ihnen genau eingehalten werden sollte. Sobald ein befriedigendes Behandlungsergebnis erreicht ist, wird die Dosis auf eine Erhaltungsdosis reduziert oder beendet.
Abruptes Absetzen einer mehr als ca. 10 Tage durchgeführten Medikation kann zum Auftreten einer akuten Nebennierenrinden-Insuffizienz führen, deshalb ist bei vorgesehenem Absetzen die Dosis langsam zu reduzieren.
Bei Schilddrüsenunterfunktion oder Leberzirrhose können bereits niedrigere Dosierungen ausreichen oder es kann eine Dosisminderung erforderlich sein.
Aufbewahrung:
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett oder dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Die Ampullen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Es darf nur eine klare Lösung verwendet werden. Die Lösung ist unmittelbar nach Anbruch der Ampulle zu verwenden. Reste sind zu verwerfen.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
Was passiert eigentlich mit meinem Rezept?
Damit Sie einen Einblick in unsere tägliche Arbeit bekommen und sehen können, was alles mit Ihrem Original-Rezept geschieht, haben wir ein Video mit allen relevanten Informationen produziert.