Asthma und Haustiere – ist das möglich?

Asthma und Haustiere – ist das möglich?

Tiere können das Leben in vielfältiger Weise bereichern. Sie sind Begleiter, Freunde, Spielgefährten und Kuschelpartner. Doch wie sieht es aus, wenn jemand Asthma hat – wie wirken sich Haustiere auf die Gesundheit aus? 

Allergisches Asthma und weitere Allergien

Bei allergischem Asthma sind sich die Experten leider recht einig. Ein felliger Begleiter sollte besser nicht im Haushalt leben, vor allem, wenn man eine Tierhaarallergie hat.1 Auch Vögel sind problematisch, da Federn und Vogelkot allergische Reaktionen auslösen können.2

Doch auch bei Pollen- oder Stauballergie raten Fachärzte von Hund, Katze oder Kaninchen ab. Denn die empfindlichen Bronchien reagieren nicht nur auf Pollen, sondern auch auf Reize wie Tierhaare oder Luftverschmutzung und verengen sich.3

Nicht-allergisches Asthma

Etwas anders sieht es bei nicht-allergischem Asthma (intrinsisches Asthma) aus. Dieses wird z.B. durch Kälte oder eine Virusinfektion ausgelöst.4 Hier ist ein Verzicht auf Haustiere also nicht unbedingt nötig. Am besten lassen Sie sich dennoch von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin auf Tierhaarallergie testen.

Welche Haustiere sind bei Asthma möglich?

Bei allergischem Asthma sollten Sie auf Haustiere mit Fell, wie Katzen, Nagetiere oder Hunde und auch auf Vögel verzichten. 

Möglich sind aber immer noch Tiere ohne Fell, also Amphibien oder Reptilien wie Schildkröten, Bartagamen und auch bei Fischen ist ein Allergierisiko eher gering. Zwar können auch diese felllosen Tiere Allergien auslösen, doch das ist eher selten der Fall, da diese Haustiere keine „Schmusetiere“ sind und der Kontakt zu ihnen sich daher in Grenzen hält.5

Haustier bei Asthma behalten – geht das?

Und wenn man schon mit Katze oder Hund zusammenlebt? Bevor Sie ein geliebtes Haustier abgeben, können Sie laut dem Deutschen Allergie- und Asthmabund folgende Tipps ausprobieren:2

  • Tiere konsequent aus dem Schlafzimmer fernhalten
  • Mit Tierhaaren belastete Kleidung nicht im Schlafzimmer ausziehen oder aufbewahren
  • Luftreinigungsgeräte einsetzen
  • Tiere regelmäßig kämmen und mit einem feuchten Tuch abwischen, um die Abgabe der Allergene an die Luft zu senken

Auch hat sich gezeigt, dass sich Katzenhalter über die Zeit an die Allergene ihrer Katze gewöhnen können.5

Hyposensibilisierung gegen Tierallergie

Die Hyposensibilisierung ist eine weitere Maßnahme, wenn man sein Haustier behalten möchte. Diese „Allergieimpfung“ kann durchgeführt werden, wenn die Tierallergie mit Medikamenten gut unter Kontrolle ist, damit keine schweren Impfnebenwirkungen auftreten.5

Wichtig ist, dass das Impfpräparat zum Allergieprofil passt und die Impftermine konsequent eingehalten werden.5

Hier kann die MyTherapy App unterstützen, indem Sie sich an Ihre Impftermine zur Hyposensibilisierung erinnern lassen. Einfach unter „Termine“ eine Erinnerung für Medikamente hinzufügen. 

Wichtig:
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Referenzen:

1. patienteninformation.de. Asthma – Haustier abgeben bei Tierallergie. https://www.patienten-information.de/patientenblaetter/asthma-tierallergie  Stand September 2020. Abgerufen: 21.07.2022

2. Deutscher Allergie- und Asthmabund. https://www.daab.de/allergien/wichtig-zu-wissen/hauptausloeser/tierhaare/ Abgerufen: 21.07.2022

3. Österreichische Gesellschaft für Kinder und Jugendheilkunde. Asthma/Haustiere. https://www.kinderaerzte-im-netz.at/krankheiten/asthmahaustiere/  Abgerufen: 21.07.2022

4. Lungenärzte im Netz. Verschiedene Asthmaformen. https://www.lungenaerzte-im-netz.de/krankheiten/asthma-bronchiale/verschiedene-asthmaformen/  Abgerufen: 25.07.2022

5. Mein Allergieportal. Allergie auf Tiere: Risiken, Allergenität der Tiere, Behandlung. https://www.mein-allergie-portal.com/allergie-gegen-tierhaare/422-tierhaarallergie-risikofaktoren-allergenitaet-der-tiere-und-behandlung.html  Stand: 27,06.2022. Abgerufen: 25.07.2022

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