Mit Asthma gut durch den Winter


Asthma ist eine chronische Erkrankung, die insbesondere in den Wintermonaten durch Umweltfaktoren wie kalte, trockene Luft verschärft werden kann. Dies macht eine konsequente Therapietreue zu einem wichtigen Bestandteil der Behandlung. Die richtige Medikamentenanwendung, das Vermeiden von Auslösern sowie gezielte Präventionsmaßnahmen helfen, Beschwerden zu reduzieren und Asthmaanfällen vorzubeugen.1,2,3
Kalte Luft und feuchtkalte Bedingungen, wie sie im Winter häufig vorkommen, wirken sich negativ auf die Atemwege aus. Nebel und niedrige Temperaturen reizen die Schleimhäute der Bronchien, sodass sich diese zusammenziehen und so unter Umständen weniger Luft in den Körper gelangt. Für Menschen mit Asthma bedeutet dies eine höhere Wahrscheinlichkeit für Atemprobleme und akute Anfälle. Besonders in feuchtkalten Umgebungen können die Atemwege stärker irritiert werden, da kalte Luft die Schleimhäute austrocknet. Trockenheit in beheizten Räumen kann diesen Effekt noch verstärken, da sie die Schleimhäute zusätzlich austrocknet. Eine der größten Herausforderungen für Asthmatiker im Winter ist daher, den Kontakt mit Kälte so gut wie möglich zu minimieren. Der häufige Wechsel zwischen kalten Außentemperaturen und der trockenen, beheizten Luft in Innenräumen belastet die bereits empfindlichen Bronchien zusätzlich.1,3,4,5
Die konsequente Einnahme der ärztlich verschriebenen Medikamente ist besonders in der kalten Jahreszeit entscheidend, wenn sich die Symptome durch die äußeren Gegebenheiten schnell verschlechtern können. Menschen mit Asthma haben nicht nur Notfallmedikamente, sondern müssen häufig auch täglich Medikamente – zum Beispiel ein bronchienerweiterndes Aerosol und ein entzündungshemmendes Inhalierspray – einnehmen, um ihr Asthma langfristig unter Kontrolle zu halten. Sie sollten diese Medikamente auch dann regelmäßig einnehmen, wenn sie sich gut fühlen. Bei einer Verschlechterung der Symptome kann es notwendig sein, die Dosis in Rücksprache mit dem Arzt vorübergehend anzupassen. Außerdem ist es wichtig, den Inhalator korrekt anzuwenden, um die bestmögliche Wirkung zu erzielen und akuten Anfällen vorzubeugen.1,3,4
Neben der kalten Luft gibt es weitere Auslöser, die die Beschwerden verschlimmern können. Dazu gehören unter anderem Rauch, Tierhaare oder Hausstaubmilben. Besonders im Winter ist das Risiko für Erkältungen erhöht, die Asthmatiker zusätzlich belasten können. Eine gute Prävention, wie die Verwendung eines Mundschutzes oder regelmäßiges Händewaschen, hilft, grippalen Infekten vorzubeugen.2,5
Einige einfache Maßnahmen können dabei helfen, die Auswirkungen von Kälte zu minimieren. Ein Schal oder Ähnliches über Mund und Nase erwärmt die eingeatmete Luft, bevor sie die Lungen erreicht, was die Schleimhäute schützt und den Kältereiz verringert. Das regelmäßige Lüften bei kaltem Wetter, auch in beheizten Räumen, kann helfen, die Luftqualität zu verbessern und die Schleimhäute zu schonen.1,3,4
Einige Arzneimittel, wie nicht-steroidale Antirheumatika oder Betablocker, können die Symptome von Asthma verstärken. Es ist daher wichtig, den behandelnden Arzt oder die Ärztin über die Erkrankung zu informieren, bevor neue Medikamente verschrieben werden.1,3
Ein weiterer guter Tipp, um Asthma im Winter unter Kontrolle zu halten, ist ein Asthma-Aktionsplan: Dieser Plan, den Sie zusammen mit Ihrem Arzt erstellen, hilft Ihnen, bei Verschlechterungen und in Notfallsituationen richtig zu handeln. Er enthält Informationen darüber, was zu tun ist, wenn Symptome auftreten, sowie einen Notfallplan für einen Asthmaanfall. Ihren persönlichen Notfall-Plan sollte immer schnell zur Hand sein.3
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Referenzen
https://www.lungenaerzte-im-netz.de/krankheiten/asthma-bronchiale/ausloeser/
https://www.shop-apotheke.com/magazin/asthma-bronchiale/asthma-tipps-fuer-den-winter/
https://www.gesundinformiert.de/start/tipps-fuer-asthmatiker-im-winter
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