Reisen mit Asthma


Den „idealen“ Ort, den man Menschen mit Asthma empfehlen kann, gibt es nicht. Jeder hat seine ganz persönliche Erkrankung und sein individuelles körperliches Leistungsvermögen.
Und während der eine auf das Reizklima an der See schwört – die salzhaltige Meeresluft wirkt schleimlösend auf die Atemwege –, kommt der andere mit dem Wind und mit den an der Küste oft kühleren Temperaturen nicht zurecht.
Für Pollenallergiker sind besonders Berg- und Meeresluft besonders gut geeignet. Ab etwa 1.200 Höhenmetern finden sich nur noch geringe Konzentrationen an Blütenpollen in der Luft und auch die Lebensbedingungen für Hausstaubmilben sind ungünstig. Auch in Küstenregionen ist die Pollenkonzentration normalerweise geringer als im Landesinneren.
Egal wohin, ausschlaggebend für einen erholsamen und problemlosen Urlaub sind einzig und allein die richtige Vorbereitung und eine sorgfältige Planung. Dies gilt besonders, wenn Sie einen Ort zum ersten Mal bereisen.
Ein Asthma-Reiseplan kann folgende Dinge abdecken:
Was Sie bei einer Reise unbedingt mitnehmen sollten.
Ihren Behandlungsplan (falls Sie keinen haben oder er nicht mehr aktuell ist, ist jetzt ein günstiger Zeitpunkt, sich darum zu kümmern).
Alle notwendigen Medikamente in etwas mehr als der normalerweise erforderlichen Menge.
Planen Sie auch eine ausreichende Menge Ihrer Notfallarzneimittel mit ein – sie wissen im Vorfeld nicht, wie Sie das Klima am Urlaubsziel vertragen
Peak-Flow Meter und anderes notwendiges Equipment (Inhalatoren, Spacer, Asthmatagebuch)
Besonders bei Reisen in fremde Länder oder Klimazonen sollten Sie Folgendes beachten:
Besprechen Sie mit Ihrem Arzt besondere Risiken, denen Sie in ihrem Zielland ausgesetzt sein können.
Lassen Sie notwendige Impfungen durchführen (auch gegen Grippe). Asthma-Medikamente und Medikamente zur Malariavorbeugung beeinflussen sich normalerweise nicht gegenseitig.
Klären Sie mit Ihrer Krankenversicherung, ob eventuelle Behandlungen im Zielland abgedeckt sind.
Informieren Sie sich über die zu erwartende Temperatur und Luftfeuchtigkeit am Zielort.
Informieren Sie sich, ob Allergene oder sonstigen Asthma-Trigger, auf die Sie empfindlich reagieren, im Zielland vorkommen und wie sie in der jeweiligen Landessprache heißen, falls Sie zum Beispiel im Restaurant danach fragen müssen.
Notieren Sie sich auch die Wirkstoffe in Ihren Arzneimitteln; das ist hilfreich, wenn Sie im Ausland ein Medikament benötigen sollten.
Behalten Sie einen Satz Medikamente immer bei sich, bei Flugreisen im Handgepäck, eventuell mit einer Bestätigung Ihres Arztes, dass Sie die Medikamente benötigen. Bei größeren Flüssigkeitsmengen müssen Sie eventuell vorher die Airline informieren.
Auch Langstreckenflüge sind kein Problem. Ist Ihr Asthma gut kontrolliert, können Sie ohne Bedenken fliegen. Gegen die trockene, klimatisierte Luft an Bord hilft es, viel zu trinken.
Informieren Sie sich am Zielort, wo und wie Sie schnell medizinische Hilfe bekommen können.
Achten Sie bei Hitze auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr und nehmen Sie Ihr aufgeladenes Handy überall hin mit – mit einer Powerbank können Sie Ihr Handy im Tagesverlauf auftanken.
Bei allergischem Asthma achten Sie im Hotel darauf, ein rauch-, haustier- und schimmelfreies Zimmer zu bekommen.
Stellen Sie die Klimaanlage nicht zu kalt ein, denn Kälte verengt die Bronchien.
zuletzt geändert am 12.07.2022
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