Traumberuf Sängerin trotz Asthma


Geschrieben von unserer Asthma-Bloggerin und langjährigen Shop Apotheke Mitarbeiterin Constanze Weltmann
Wie ich Dir in meinem letzten Blogbeitrag erzählt habe, gab mir mein Arzt verschiedene Tipps, wie ich mit meiner Asthma Diagnose umgehen und dieses sogar in den Griff bekommen kann. An oberster Stelle steht: Bewegung. Sei es regelmäßiges leichtes Joggen, ein täglicher Spaziergang oder ein kleines Cardio-Workout – als Kind natürlich nicht besonders spannend. Daher empfahl er mir viel Fahrrad zu fahren und meinem damaligen Hobby ‚Tennis‘ weiter nach zu gehen, um so meine Lunge zu stärken und zu erweitern.
Und ob! Mir war es zu diesem Zeitpunkt absolut nicht bewusst. Da ich aber schon immer gesungen habe und es mein größter Traum war, später einmal als Sängerin mein Leben zu bestreiten, kam mein Arzt zusätzlich zum Sport auf die Idee, dass meine Mama für mich Gesangsunterricht organisieren solle. Gesagt, getan.
So habe ich also die ersten Stunden bei meiner Gesangslehrerin im Wohnzimmer verbracht und mich ständig gefragt, wie kann mir das bloß helfen? Wie kann ich das mit Asthma in Verbindung bringen?
Das verstand ich nach und nach, da meine anfänglich rasselnde Lunge immer weiter verschwand. Meine ersten Töne waren mit so viel Luftausfuhr und Anstrengung verbunden, dass mir der Kontrast sogar als Kind auffiel. Dabei haben mir verschiedene Atemtechniken, die mir meine Gesangslehrerin zeigte, unglaublich geholfen. Sei es das kontrollierte Ein- und Ausatmen, bei dem sich nicht der Brustkorb heben soll, sondern alles durch den Bauch ein- und ausströmt. Aber auch ein kontrolliertes Ausatmen auf einem scharfem „S“, bei dem man die Hände als Hilfsmittel verwendet, um das Ausatmen zu „führen“, sind Tipps, die mein Lungenvolumen auf ein anderes Level gehoben haben. Zu guter Letzt haben die verschiedenen Gesangstechniken und der Ausbau meiner Gesangs-Range ebenfalls dabei geholfen, meine Asthma-Anfälle zu reduzieren. Ich kam also meinem Traumberuf Sängerin immer näher, da meine Lunge und die damit immer weniger werdenden Asthma-Anfälle kein Hindernis mehr waren.
Doch all das Training hat mich anfänglich nicht davor bewahrt, nicht doch den ein oder anderen Asthma-Anfall zu erleiden. Ich rate jedem, ruhig zu bleiben und sein Asthma-Spray stets mit sich zu führen und zu benutzen. Sollte jedoch ausnahmsweise einmal kein Asthma Spray schnell zur Hand sein, hat mir persönlich immer geholfen, auf meine Atemtechniken aus dem Gesangsunterricht zurückzugreifen und ruhig in eine Tüte ein- und auszuatmen.
Heute kann ich unbeschwert meiner Leidenschaft nachgehen. Mit der Zeit und den Jahren habe ich neben der Musik und dem Singen auch das Sprechen für mich entdeckt. Neben Auftritten auf Hochzeiten und anderen Events, spreche ich heute auch Hörbücher und viele andere kleine Projekte, wie Imagefilme ein – und das alles ohne irgendwelche Einschränkungen oder Probleme. Lass Dich also niemals aufhalten nur weil du Asthma hast – es ist alles möglich!
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