Der Weg vom Symptom zur Behandlung – Das erwartet Sie beim Hautarztbesuch


Ein chronisches Handekzem kann den Alltag deutlich beeinträchtigen. Je früher Sie sich in Behandlung begeben, desto eher können Sie verhindern, dass die Erkrankung weiter voranschreitet.
Allerdings spricht nicht jede Person gleich gut auf jeden Wirkstoff oder jede Therapie an. Sie haben einen Anspruch auf die für Sie bestmögliche Behandlung. Scheuen Sie sich daher nicht, die Praxis wieder aufzusuchen, wenn Sie keine Besserung spüren oder die Symptome wiederholt auftreten.1,2
Der körperlichen Untersuchung geht die Anamnese voraus, in der Ihnen gezielt Fragen zu den Symptomen gestellt werden wie:
Welche Beschwerden haben Sie?
Seit wann haben Sie die Symptome schon?
Treten die Symptome wiederholt auf?
Haben Sie Allergien?
Arbeiten Sie beruflich viel mit Chemikalien?
Bessern sich die Beschwerden, wenn Sie nicht arbeiten?
Haben Sie Schmerzen?
Rauchen Sie?
Diese und ähnliche Fragen dienen dazu, die Symptome einzuordnen und mögliche Auslöser zu finden. Dieser Anamnese folgt die Untersuchung des Ekzems, bei der die untersuchende Person die Hände inspiziert. Oftmals ergibt sich bereits aus den Antworten auf die Fragen und den Erkenntnissen der körperlichen Untersuchung bereits die Diagnose und eine erste Behandlungsempfehlung.
Dennoch können sich weitere Untersuchungen anschließen, vor allem, wenn das Ekzem bereits länger besteht. Dazu zählen:
Die Hautbiopsie, um Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen auszuschließen wie Lichen ruber oder Psoriasis
Mikrobiologische Hauttests, um Sekundärinfektionen durch Bakterien oder Pilze zu ermitteln
Der Epikutantest, um Kontaktallergien aufzudecken
Ein Bluttest, um Allergien festzustellen
Steht die Diagnose fest, macht die regelmäßige Hautpflege und die Anwendung der Wirkstoffe nur einen Teil der Behandlung aus. Um einem Wiederauftreten vorzubeugen, ist es auch wichtig, Auslösern (Triggern) im Alltag keinen Raum mehr zu geben. Dafür ist es notwendig, herauszufinden, welche Umstände Ihre Haut irritieren und diesen soweit möglich aus dem Weg zu gehen. So können Sie sich die Garten- oder Hausarbeit angenehmer gestalten, wenn Sie unter die Gummihandschuhe dünne Baumwollhandschuhe ziehen, um ein feuchtes Handklima zu verhindern.
Viele Faktoren können das chronische Handekzem beeinflussen, darunter:4
Allergien
bestimmte Lebensmittel wie Tomatensoße, manche Gewürze und Konservierungsstoffe
Kleidung, die besonders eng ist oder Hitzestau und Schweißbildung fördert
trockenes, kaltes Wetter
Reizstoffe im Haushalt (z. B. Kot der Staubmilben, Pollen, Reinigungsmittel)
Stress
Schwimmen in Poolwasser
Sonnenlicht verbessert bei manchen Menschen Ekzeme, bei anderen verschlimmert UV-Strahlung die Beschwerden. In jedem Fall ist es jedoch wichtig, eine für Sie verträgliche Sonnencreme zu nutzen, um Schäden durch die Sonne zu vermeiden.4
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Mit freundlicher Unterstützung von LEO Pharma GmbH.
Referenzen
Netzwerk Autoimmunerkrankter e.V.: Chronisches Handekzem (CHE) behandeln: Basispflege und medikamentöse Therapie. https://www.nik-ev.de/chronisches-handekzem/ Abruf: 29.10.2025
National Eczema Society: Household irritants and eczema. https://eczema.org/information-and-advice/triggers-for-eczema/ Abruf: 29.10.2025
Pschyrembel online: Handekzem. https://www.pschyrembel.de/Handekzem/K09ET Stand: 07/2021 Abruf: 29.10.2025
Eichenfield, LF et al. Guidelines of care for the management of atopic dermatitis. J Am Acad Dermatol. 2014;71(1):116-132.
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